Französische Torhüter: Vom charismatischen Glatzkopf zum modernen Keeper

Frankreich hat im Laufe der Jahre einige der legendärsten Torhüter der Welt hervorgebracht. Diese Männer zwischen den Pfosten haben nicht nur durch ihre sportlichen Leistungen, sondern auch durch ihre Persönlichkeiten und ihren Einfluss auf das Team Geschichte geschrieben.

Die 20 BESTEN Torwart-Paraden der WM-Geschichte

Fabien Barthez: Der charismatische Glatzkopf

Einer der bekanntesten französischen Torhüter ist zweifellos Fabien Barthez. Der charismatische Glatzkopf, der jetzt Autorennen fährt, war einer von Lloris' Vorgängern im Nationaltor und ein echter Volksheld. Barthez spielte unter anderem für Olympique Marseille, AS Monaco und Manchester United. Er ist Welt- und Europameister, gewann die Champions League - und er gibt weiter Vollgas!

Wenn es die Möglichkeit zu spektakulären Paraden gab, ließ der Keeper mit dem südfranzösischen Dialekt sie niemals aus. Teamkollege Laurent Blanc küsste vor jedem gemeinsamen Spiel seine Glatze. Mittlerweile ist Barthez Rennfahrer, startet heute zum dritten Mal beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans (knapp 200 Kilometer südwestlich von Paris), fährt im Team des ehemaligen Formel-1-Rennsiegers Olivier Panis (50).

Barthez zu AUTO BILD: „Ich hatte schon immer eine Leidenschaft für Autos. So viel Power unter dem Hintern zu spüren, ist fantastisch.“

Das für den Rennsport wichtige Feingefühl im Fuß bringt der Welt-Torhüter von 2000 aus seiner Fußballer-Karriere mit. Überhaupt habe er vom Fußball viel mitnehmen können.

Barthez: „Ich weiß, wie man alles aus sich rausholt. Und auf was es ankommt. Und ich trainiere hart, gehe viel schwimmen.“

Im Jahr 2007 beendete Barthez seine Torwart-Karriere, ein Jahr später debütierte er als Rennfahrer beim Porsche Carrera Cup.

Fabien Barthez in Action: Hier jagt der Ex-Torwart mit seinem 600-PS-Boliden durch eine Kurve auf der Le-Mans-Rennstrecke „Circuit de la Sarthe“ (Foto: Dan Istitene / Getty Images)

Hugo Lloris: Der moderne Keeper im Schatten der Legenden

Frankreich entdeckt seinen Torwart ganz neu. Hugo Lloris stand lange Zeit im Schatten seiner charismatischen Vorgänger im Nationaltrikot - Zidane, Deschamps, Barthez.

Die Franzosen verglichen Lloris mit Barthez - und sehnten sich nach dem Glatzkopf. So galt Lloris in Frankreich lange Zeit als Notlösung. Der in Nizza aufgewachsene Familienmensch galt lange Zeit als farblos, was auch an Weltmeistern wie Zinédine Zidane gelegen haben dürfte, dem großen Charismatiker der "Equipe Tricolore".

Ganz anders Lloris, der - darin Manuel Neuer nicht unähnlich - lieber den Schritt zur Seite macht und den Ball abfängt, anstatt spektakulär zu fliegen. Überall auf der Welt, auch in Frankreich, gibt es passionierte Fußballfans, die den Typus Barthez für den besseren Torwart halten.

Allerdings hat Lloris, der sein eigenes Image "ungerecht und falsch" findet, in den vergangenen Monaten an sich gearbeitet. Drückte er sich früher um Pressekonferenzen, steht er heute Rede und Antwort - stets freundlich, wie es schon immer seine Art war. Aber neuerdings kann man mit etwas Wohlwollen aus seinen Aussagen sogar etwas Substanz herausdestillieren.

Bekanntlich hat Nationaltrainer Didier Deschamps vor dem Turnier gestandene Stars wie Samir Nasri aussortiert, der Trainer selbst sagt, er habe "nicht unbedingt die besten Spieler, sondern die beste Gruppe" berufen. Das war nicht ganz so nichtssagend, wie es im ersten Moment klingt.

Zumindest dann nicht, wenn es stimmt, dass Lloris selbst nicht ganz unschuldig daran ist, dass ein als Intrigant geltender Spieler wie Nasri nicht dabei ist: Als die Qualifikation für Brasilien mit dem 0:2 in der Ukraine schon gescheitert schien, fand ein großer Umbruch im Team statt, dem letztlich auch Nasri zum Opfer fiel.

Und Lloris? Hat den Viertelfinalgegner Deutschland nicht nur als "Maschine" bezeichnet, sondern auch begründet, warum Frankreich gewarnt sein sollte: "Das ist sicher die kollektiv stärkste Mannschaft des Turniers.

Weitere legendäre Torhüter

Neben Barthez und Lloris hat Frankreich noch weitere herausragende Torhüter hervorgebracht, die in die Geschichte eingegangen sind. Hier ist eine kleine Auswahl:

  • Joël Bats: Ehemaliger französischer Nationaltorhüter, der vor allem für seine Zeit bei Paris Saint-Germain bekannt ist.
  • Bernard Lama: Ein weiterer prominenter Torhüter, der in den 1990er Jahren für Frankreich spielte und für seine Reflexe und sein Stellungsspiel bekannt war.

Vergleich einiger legendärer Torhüter

Die folgende Tabelle bietet einen Vergleich einiger der genannten Torhüter hinsichtlich ihrer wichtigsten Erfolge und Auszeichnungen:

Torhüter Wichtigste Erfolge
Fabien Barthez Weltmeister 1998, Europameister 2000, Champions League Sieger
Hugo Lloris Weltmeister 2018
Symbolbild eines Fußballtorwarts

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