Viele Menschen denken darüber nach, ihre Haare selbst zu tönen, um ihrem Look eine kleine Veränderung zu geben. Dabei stellt sich oft die Frage, ob man die Haare nass oder trocken tönen sollte. Dieser Artikel beleuchtet die Unterschiede und gibt Ihnen eine detaillierte Anleitung für ein gelungenes Ergebnis.
Zunächst einmal ist es wichtig, zwischen einer Direkttönung (Stufe 1) und einer Intensivtönung (Stufe 2) zu unterscheiden. Normalerweise sollten Sie bei einer Direkttönung keine Probleme mit der Auswaschbarkeit haben. Bei einer Intensivtönung steckt wiederum nicht ohne Grund das Wort "intensiv" drin.
Prinzipiell ist es möglich, auch nasse Haare zu tönen. Das bessere Ergebnis erzielt man aber, wenn die Haare trocken sind. Der Grund: Wasser hat einen verdünnenden Effekt. Eventuell lagert sich dadurch die Farbe nicht vollständig auf dem Haar ab. Das Ergebnis ist dann weniger intensiv und dauerhaft.
Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass Sie beim Wunsch nach einem weniger intensiven Resultat Ihr Haar nass machen können.
Jetzt noch schnell die beiliegenden Einmalhandschuhe anziehen und los geht’s! Entweder tragen Sie die Tönungscreme Scheitel für Scheitel mit einem Pinsel auf oder arbeiten sie mit dem beiliegenden Applikator ein (beim Deckhaar beginnen). Hierbei sollten Sie möglichst zügig arbeiten, damit die Einwirkzeit an allen Stellen annähernd gleich ist. Alternativ können Sie die Tönung wie eine Kur ins gesamte Haar massieren.
Lange Haare wickeln Sie lose auf dem Oberkopf zusammen und fixieren sie mit der Haarklammer. Farbe, die fälschlicherweise im Gesicht gelandet ist, können Sie mit einem feuchten Wattepad entfernen.
Unbedingt die in der Anleitung angegebene Einwirkzeit einhalten (meistens etwa 20 bis 30 Minuten), denn wenn die Tönung länger drin bleibt, wird sie dunkler. Die Einwirkzeit beginnt übrigens erst, wenn die Tönung komplett aufgetragen ist.
Spülen Sie Ihr Haar sorgfältig lauwarm aus, bis das Wasser klar bleibt. Bei den meisten Produkten ist ein spezielles Pflegeshampoo enthalten, das Ihr Haar geschmeidig macht. Dann wie gewohnt föhnen und stylen.
Und falls doch etwas schief gegangen ist - keine Panik! Hektisches Haarewaschen in Dauerschleife ist gar nicht nötig.
Wenn Sie einen Grünstich in den Haaren haben sollten, benutzen Sie am besten einen warmen Ton, z.B. mit einem Kupfer-, Rot- oder Goldreflex, um dem entgegenzuwirken.
Viele fragen sich, was eigentlich der Unterschied zwischen einer Haartönung und einer Coloration ist. Eine Tönung oder ein Tönungsmousse setzen keinen chemischen Prozess in Gang. Die Haartönung legt sich lediglich um das Haar. Außerdem ist eine Tönung der Haare nicht so langanhaltend wie das Färben. Sie wäscht sich innerhalb von sechs bis acht Haarwäschen heraus.
Beim Färben wird die Schuppenschicht der Haare geöffnet, sodass die Farbpigmente sich im Inneren des Haares festsetzen können. Damit ist eine Haarfarbe im Gegensatz zu einer Haartönung permanent und kann sich nicht auswaschen.
Eine Zwischenstufe zwischen Haartönung und Haarfarbe ist die Intensivtönung. Sie dringt ins Innere des Haares ein, der chemische Prozess ist jedoch gegenüber einer Coloration deutlich abgeschwächt.
Da eine Tönung sich um die Haare legt und nicht in die Haarstruktur eingreift, können Sie nicht die gleichen Ergebnisse erwarten wie von einer Coloration. Eine Tönung bietet sich an, wenn Sie Ihre momentane Haarfarbe auffrischen oder Ihren Ansatz kaschieren möchten. Außerdem können Sie Ihre Haare mit einer Haartönung um ein paar Nuancen dunkler machen, niemals aber heller.
Träumen Sie von blondem Haar, sind aber dunkelhaarig, dann müssen Sie Ihre Haare färben bzw. blondieren.
Wenn es darum geht, die Haare selbst zu tönen, ist die Wahl des richtigen Produkts entscheidend. Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Tönungsprodukten, die sich in ihrer Anwendung, Haltbarkeit und Farbintensität unterscheiden. Empfehlenswert sind Tönungen, die frei von Ammoniak und aggressiven Chemikalien sind. Diese schonen das Haar und sorgen dennoch für strahlende Ergebnisse.
Semi-permanente Farben sind beliebt für den Heimgebrauch. Sie bieten eine gute Deckkraft und waschen sich nach mehreren Haarwäschen aus. Ideal für diejenigen, die sich noch nicht festlegen möchten.
Für umweltbewusste Nutzer sind pflanzliche Tönungen eine tolle Option. Sie enthalten oft Henna oder andere pflanzliche Farbstoffe und bieten eine sanfte Möglichkeit, das Haar zu tönen.
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