Unterschiede beim Tönen auf nassem oder trockenem Haar

Viele Menschen denken darüber nach, ihre Haare selbst zu tönen, um ihrem Look eine kleine Veränderung zu geben. Dabei stellt sich oft die Frage, ob man die Haare nass oder trocken tönen sollte. Dieser Artikel beleuchtet die Unterschiede und gibt Ihnen eine detaillierte Anleitung für ein gelungenes Ergebnis.

Zunächst einmal ist es wichtig, zwischen einer Direkttönung (Stufe 1) und einer Intensivtönung (Stufe 2) zu unterscheiden. Normalerweise sollten Sie bei einer Direkttönung keine Probleme mit der Auswaschbarkeit haben. Bei einer Intensivtönung steckt wiederum nicht ohne Grund das Wort "intensiv" drin.

Haare tönen: Nass oder trocken?

Prinzipiell ist es möglich, auch nasse Haare zu tönen. Das bessere Ergebnis erzielt man aber, wenn die Haare trocken sind. Der Grund: Wasser hat einen verdünnenden Effekt. Eventuell lagert sich dadurch die Farbe nicht vollständig auf dem Haar ab. Das Ergebnis ist dann weniger intensiv und dauerhaft.

Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass Sie beim Wunsch nach einem weniger intensiven Resultat Ihr Haar nass machen können.

Die Vorbereitung

  1. Wahl des Farbtons: Beachten Sie, dass Sie beim Tönen lediglich Ihre Haarfarbe intensivieren oder diese um ein paar Nuancen verdunkeln können. Für eine komplett neue Farbe oder einen helleren Ton benötigen Sie eine Coloration.
  2. Sicherheit geht vor: Bevor es losgeht, sollten Sie am und unter dem Waschbecken alle Gegenstände in Sicherheit bringen, die keine Farbspritzer abbekommen dürfen, zum Beispiel auch den Badezimmerteppich. Außerdem schlüpfen Sie am besten in ein altes T-Shirt und legen ein dunkles Handtuch bereit, das während der Farbbehandlung schützend auf Ihren Schultern liegt.
  3. Haare waschen? Die Haare werden sowohl bei Tönungen als auch beim Färben normalerweise nicht gewaschen. Dadurch bleibt die Fettschicht auf der Kopfhaut erhalten und wirkt wie ein Schutzfilm. Bei manchen Tönungen soll das Haar feucht sein. Falls die Anleitung das vorsieht, befeuchten Sie Ihr Haar mit einer Sprühflasche oder einfach mit den Händen.

Die Anwendung

Jetzt noch schnell die beiliegenden Einmalhandschuhe anziehen und los geht’s! Entweder tragen Sie die Tönungscreme Scheitel für Scheitel mit einem Pinsel auf oder arbeiten sie mit dem beiliegenden Applikator ein (beim Deckhaar beginnen). Hierbei sollten Sie möglichst zügig arbeiten, damit die Einwirkzeit an allen Stellen annähernd gleich ist. Alternativ können Sie die Tönung wie eine Kur ins gesamte Haar massieren.

Lange Haare wickeln Sie lose auf dem Oberkopf zusammen und fixieren sie mit der Haarklammer. Farbe, die fälschlicherweise im Gesicht gelandet ist, können Sie mit einem feuchten Wattepad entfernen.

Einwirkzeit und Ausspülen

Unbedingt die in der Anleitung angegebene Einwirkzeit einhalten (meistens etwa 20 bis 30 Minuten), denn wenn die Tönung länger drin bleibt, wird sie dunkler. Die Einwirkzeit beginnt übrigens erst, wenn die Tönung komplett aufgetragen ist.

Spülen Sie Ihr Haar sorgfältig lauwarm aus, bis das Wasser klar bleibt. Bei den meisten Produkten ist ein spezielles Pflegeshampoo enthalten, das Ihr Haar geschmeidig macht. Dann wie gewohnt föhnen und stylen.

Tipps und Tricks für ein perfektes Ergebnis

  • Allergietest: Machen Sie 48 Stunden vor der Haartönung einen Allergietest. Wie dieser funktioniert, steht in der Packungsbeilage beschrieben.
  • Schutz: Nutzen Sie ein altes Handtuch, um Ihre Kleidung zu schützen. Alles, was Sie sonst für die Haartönung benötigen, wie z.B. Handschuhe, liegt der Packung normalerweise bei. Creme Sie Ihre Ohren und die Haut am Haaransatz zum Schutz mit einer fetthaltigen Creme wie Vaseline ein.
  • Anwendung: Tragen Sie die Haartönung Strähne für Strähne auf, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen. Wenn Ihnen das zu aufwendig ist, dann probieren Sie die syoss-Color-Glow-Tönung aus. Diese wird einfach vom Ansatz bis in die Spitzen ins feuchte Haar einmassiert und nach fünf Minuten ausgespült.
  • Menge: Bei einer Haartönung ist es wichtig, ausreichend viel zu verwenden. Nutzen Sie im Zweifel zwei Packungen.
  • Pflege: Pflegen Sie Ihr Haar am besten mit Color-Produkten, damit die Farbe lange strahlt.

Was tun, wenn etwas schiefgeht?

Und falls doch etwas schief gegangen ist - keine Panik! Hektisches Haarewaschen in Dauerschleife ist gar nicht nötig.

Wenn Sie einen Grünstich in den Haaren haben sollten, benutzen Sie am besten einen warmen Ton, z.B. mit einem Kupfer-, Rot- oder Goldreflex, um dem entgegenzuwirken.

Haare tönen vs. Färben

Viele fragen sich, was eigentlich der Unterschied zwischen einer Haartönung und einer Coloration ist. Eine Tönung oder ein Tönungsmousse setzen keinen chemischen Prozess in Gang. Die Haartönung legt sich lediglich um das Haar. Außerdem ist eine Tönung der Haare nicht so langanhaltend wie das Färben. Sie wäscht sich innerhalb von sechs bis acht Haarwäschen heraus.

Beim Färben wird die Schuppenschicht der Haare geöffnet, sodass die Farbpigmente sich im Inneren des Haares festsetzen können. Damit ist eine Haarfarbe im Gegensatz zu einer Haartönung permanent und kann sich nicht auswaschen.

Eine Zwischenstufe zwischen Haartönung und Haarfarbe ist die Intensivtönung. Sie dringt ins Innere des Haares ein, der chemische Prozess ist jedoch gegenüber einer Coloration deutlich abgeschwächt.

Da eine Tönung sich um die Haare legt und nicht in die Haarstruktur eingreift, können Sie nicht die gleichen Ergebnisse erwarten wie von einer Coloration. Eine Tönung bietet sich an, wenn Sie Ihre momentane Haarfarbe auffrischen oder Ihren Ansatz kaschieren möchten. Außerdem können Sie Ihre Haare mit einer Haartönung um ein paar Nuancen dunkler machen, niemals aber heller.

Träumen Sie von blondem Haar, sind aber dunkelhaarig, dann müssen Sie Ihre Haare färben bzw. blondieren.

Die richtige Produktwahl

Wenn es darum geht, die Haare selbst zu tönen, ist die Wahl des richtigen Produkts entscheidend. Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Tönungsprodukten, die sich in ihrer Anwendung, Haltbarkeit und Farbintensität unterscheiden. Empfehlenswert sind Tönungen, die frei von Ammoniak und aggressiven Chemikalien sind. Diese schonen das Haar und sorgen dennoch für strahlende Ergebnisse.

Semi-permanente Farben sind beliebt für den Heimgebrauch. Sie bieten eine gute Deckkraft und waschen sich nach mehreren Haarwäschen aus. Ideal für diejenigen, die sich noch nicht festlegen möchten.

Für umweltbewusste Nutzer sind pflanzliche Tönungen eine tolle Option. Sie enthalten oft Henna oder andere pflanzliche Farbstoffe und bieten eine sanfte Möglichkeit, das Haar zu tönen.

Zusätzliche Tipps

  • Grauabdeckung: Ja, Intensivtönungen decken graue Haare auf jeden Fall ab! Bei den ersten grauen Haaren können Sie einfach eine Casting Crème Gloss Farbe nehmen. Sollten Sie überwiegend graue Haare haben (also mehr als 80% Ihres Haares) empfehlen wir Ihnen eine permanente Haarfarbe, die besonders auf die Haarstruktur von grauen Haaren abgestimmt ist.
  • Ansatz nachfärben: Sie färben den Ansatz ganz normal nach. Am besten, Sie benutzen ein Produkt, das speziell für solche Farbtechniken gemacht ist, wie z.B. das Préférence Techniques Balayage.
  • Frischekick für die Spitzen: Oft ist es so, dass die Farbe gerade in den Spitzen nach einer Weile nicht mehr so frisch aussieht. Hier hilft es, wenn Sie einfach eine Intensivtönung benutzen.
  • Hautton berücksichtigen: Zu einem eher dunklen Hauttyp passen Schokoladentöne ausgezeichnet, vor allem mit Gold- oder Mahagonireflexen. Die Nuance 535 Chocolat von Casting Crème Gloss ist perfekt für dunkle, warme Hauttypen geeignet.

Selber die Haare färben! 5 Tipps vom Profi

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