Die Thuja, auch bekannt als Lebensbaum, ist eine Heilpflanze, die vor etwa 500 Jahren aus Nordamerika eingeführt wurde. Heute findet sie breite Anwendung im Garten- und Landschaftsbau, da sie feuchte Böden bevorzugt und immergrün ist.
In der Naturheilkunde hat Thuja einen festen Platz und wird häufig bei Hauterkrankungen und zur Unterstützung des Immunsystems eingesetzt. Grundsätzlich gibt es viele verschiedene Arten an Lebensbäumen. Der Lebensbaum ist eine immergrüne Pflanze aus der Familie der Zypressengewächse.
Sie wird in der Regel bis zu 20 Meter hoch und hat einen Stammdurchmesser von bis zu 1,5 Meter. Die Pflanze wächst extrem langsam mit maximal 20cm pro Jahr und wird sehr alt. 200 Jahre sind bei dieser Pflanze keine Seltenheit. Die Borke des Baumes ist orange-braun und weist längs verlaufende Risse auf.
Wenn man die Blätter des Baumes aus der Nähe betrachtet, dann fällt auf, dass sie geschuppt wachsen und die Unterseite des Zweiges meist gelblich ist. Die Zapfen der Pflanze sind sowohl teils männlich wie auch weiblich und sehen ein wenig unterschiedlich aus.
Der kleine bis mittelgrosse Baum wird bis 15 m hoch und ist oft auch strauchartig, mehrstämmig mit steif aufrechtem Wipfel. Die Rinde ist weich, faserig, streifig zerfetzt und von rotbräunlicher Farbe. Die Blätter sind schuppenförmig, 2 bis 3 mm lang, dachziegelartig überdeckend und besitzen eine charakteristische Harzdrüse. Die männlichen Zäpfchen sind klein und befinden sich am Zweigende.
Verbreitung: Östliches Nordamerika. In Kanada und den USA um die grossen Seen und südlich davon in den Appalachen in einzelnen kleineren Vorkommen bis West-Virginia und Tennessee. Um 1536 wurde der Lebensbaum als erste amerikanische Baumart nach Europa eingeführt.
Standort: Der Lebensbaum tritt häufig in Reinbeständen auf und bildet einen Thuja-Wald. Im borealen (nördlichen) Nadelwaldgürtel, wo er bis zum 53. Breitengrad vorkommt, mischt er sich mit anderen Nadelbäumen wie Abies balsamea, Picea glauca und Larix laricina. Weiter südlich sind es Laubbäume wie Acer rubrum, Betula lutea, Fraxinus nigra und Ulmus americana. In den Appalachen steigt er in Höhenlagen von 900 m ü. d. M.
Der Lebensbaum wird medizinisch bei verschiedenen Themen eingesetzt. Thuja ist antiviral, lymphreinigend und abwehrstärkend. Durch ihre Wirkstoffe reinigt die Thuja die Lymphe, so dass diese besser gegen Krankheitserreger vorgehen kann. Sie unterstützt den Körper dabei widerstandsfähiger gegen krankmachende Einflüsse von außen zu sein.
Die Thuja ist eine Pflanze, die in erster Linie für immunassoziierte Themen eingesetzt wird. Sie fördert die Bildung von weißen Blutkörperchen, und hat antivirale Eigenschaften. Traditionell verwendet man sie daher auch zur Aktivierung der Lymphe und zur Entlastung derselben. Sie gilt als lymphreinigend und lymphflussfördernd, was die Immunkompetenz des Körpers erhöht und seine Widerstandskraft fördert.
Warzen werden von Viren verursacht, die zu der charakteristischen Bildung seltsamer Hautgeschwüre führt. Da Thuja antivirale Eigenschaften hat geht sie gegen die infektiösen Viren vor und beseitiget damit die Ursache zur Entstehung der Warzen. Die Warze verkleinert sich und verschwindet schließlich.
Bei vielen Hauterkrankungen wie z.B. der Schuppenflechte wird die Lymphe des Körpers für die Erscheinungen verantwortlich gemacht. Die Lymphe gilt als überlastet, was sich an der Haut zeigt. Thuja reinigt die Lymphe und nimmt Einfluss auf deren Zusammensetzung.
In Studien hat die Thuja eine gute Wirkung bei Erkrankungen der oberen Atemwege gezeigt. Hierbei ist meist die Schleimhaut in Mitleidenschaft gezogen. Schwellungen und übermäßige Schleimproduktion machen den Patienten Probleme. Die Thuja lässt die Schleimhäute wieder abschwellen und geht gegen die zugrundeliegende Infektion der Schleimhäute vor.
Bei chronischen Infekten der Harnwege haben sich meist bakterielle Erreger in der Schleimhaut eingenistet, die subakute Entzündungen verursachen. Die Thuja ist antimikrobiell und aktiviert die Lymphe des Köpers, so dass besser gegen die chronische Infektion vorgegangen werden kann.
Typische Thuja occidentalis-Anwendungsgebiete:
Thuja Urtinktur ist ein pflanzliches Arzneimittel, das aus den frischen Triebspitzen der Thuja occidentalis hergestellt wird. Diese immergrüne Konifere, auch bekannt als Lebensbaum, wird schon seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde verwendet.
Thuja Urtinktur wird oft bei Hautproblemen wie Warzen, Ekzemen und Hautpilz eingesetzt. Die antiseptischen Eigenschaften der Thuja helfen, Bakterien und Viren abzutöten und die Heilung von Hautirritationen zu unterstützen.
Eine weitere Anwendungsmöglichkeit von Thuja Urtinktur ist die Behandlung von Warzen. Das ätherische Öl der Thuja kann dabei helfen, die Warze auszutrocknen und das Abfallen zu beschleunigen. Außerdem kann Thuja Urtinktur auch bei der Behandlung von Harnwegsinfektionen helfen. Die entzündungshemmenden Eigenschaften der Thuja können dabei helfen, die Beschwerden zu lindern und die Heilung zu unterstützen.
Thuja wird als Urtinkturen nur äußerlich zur Behandlung von Warzen oder Hautausschlägen, teils verdünnt verwendet. Bei innerlicher Anwendung wird immer auf homöopathische Verdünnungen oder spagyrische Zubereitungen zurückgegriffen. Es gibt sowohl Einzelmittel als auch mich Präparate mit Thuja in der Apotheke zu kaufen.
Besonderheiten: Thuja ist sehr langsam wüchsig und verträgt Dürre, Hitze wie auch Kälte. Er besitzt sehr festes aber zugleich relativ leichtes Holz, das sich gut bearbeiten lässt. Es wird deshalb als Bauholz für Verschalungen, Schindeln und für Zäune verwendet. Er verträgt Beschnitt und wird häufig als Gartenhecke eingesetzt. Zudem eignet er sich zur Aufforstung von Moorböden.
Die Pflanze ist aromatisch und sehr stark giftig. Der Hauptwirkstoff ist Thujon, das Vergiftungen mit Übelkeit, Blutungen, Krämpfen bis hin zu Lähmungen des Zentralnervensystems verursacht. Pferde reagieren auf Vergiftungen mit Blättern besonders empfindlich.
Thuja-Warzen sind fleischige, gestielte, blumenkohlartige und empfindliche Gebilde (jucken, bluten). Thuja kann Warzen hervorrufen (z. B. bei Pferden) und in homöopathischer Zubereitung diese auch zum Verschwinden bringen. Allerdings darf dieses grossartige Heilmittel nicht einfach zum «Warzenmittel » degradiert werden.
Das heisst, für eine erfolgreiche Behandlung sollten auch andere Thuja-Symptome und Thuja-Zeichen vorhanden sein. Wenn Thuja passt, ziehen sich nicht nur die Warzen zurück, sondern der ganze Mensch wird gesünder, da die Sykosis abgebaut wird.
Viele Thuja-Symptome erscheinen im «versteckten» Harn- und Genitalbereich. Fixe Ideen sind ein allgemeines Zeichen der Sykosis: ‹Thuja-Patienten› können zum Beispiel die Idee haben, sie seien zerbrechlich (aus Glas), ihre Seele sei vom Körper getrennt, sie hätten ein lebendiges Tier im Bauch (Scheinschwangerschaft) oder fremde Personen stünden an ihrer Seite oder sie stünden unter dem Einfluss einer höheren Macht (religiöser Fanatismus).
Die Absonderungen von Thuja sind gelb-grün oder grün und riechen stark (die Thuja-Pflanze verströmt auch einen aromatischen Duft). ‹Thuja-Menschen› sind gewissenhafte, eilige Wesen, sie reagieren empfindlich auf Musik (weinen, zittern mit den Füssen) und haben oft Konzentrationsprobleme, machen Fehler beim Lesen und Schreiben.
Es gibt Empfehlungen von Homöopathen, bei einer Impfung Thuja vorsorglich beziehungsweise bei Problemen nach Impfungen einzunehmen. So sollen negative Impfreaktionen wie beispielsweise Impfnarben, Hautentzündungen oder Muskelschmerzen verhindert werden.
Außerdem soll Thuja occidentalis unterstützen, dass die Impfung gut anschlägt. Dies gilt ganz besonders dann, wenn bei Erwachsenen oder einem Kind bereits eine Impfung vorgenommen wurde, die keinen ausreichenden Impfschutz erbracht hat. Auch wenn Sie eine Impfung ausleiten möchten, eignet sich Thuja occidentalis.
Die Einnahme von Thuja-Globuli vor oder nach einer Impfung ist in Selbstbehandlung möglich.
Thuja occidentalis zählt zu den sogenannten großen homöopathischen Mitteln, die auch als Polycreste (Vielkönner) bezeichnet werden. Das bedeutet, dass Thuja occidentalis streng nach den Regeln der klassischen Homöopathie und nach ausführlicher, homöopathischer Anamnese verordnet wird.
Thuja occidentalis kann besonders bei schweren Haut- und Schleimhauterkrankungen sowie bei Problemen im Harnsystem und dem Genitaltrakt ein sehr hilfreiches Mittel sein.
Es gibt aber auch einige Bereiche, in denen Sie Thuja occidentalis ohne Anamnese selbstständig einnehmen dürfen. Das gilt beispielsweise für Impfungen. Außerdem ist bekannt, dass eine Behandlung mit Thuja Warzen bekämpfen kann. Um Thuja gegen Warzen einzusetzen, können Sie Thuja-Globuli und Thuja-Urtinktur parallel anwenden. Thuja eignet sich auch gegen Alterswarzen.
Bei diesen und anderen Selbstbehandlungen sollten Sie bedenken, dass Thuja occidentalis ein sehr kraftvolles homöopathisches Mittel ist, das nur vorsichtig ohne therapeutische Unterstützung angewendet werden sollte. Verschlimmern oder verändern sich die Krankheitssymptome oder treten zusätzliche Beschwerden auf, sollten Sie die Einnahme unterbrechen und einen Homöopathen zu Rate ziehen.
Typische Krankheiten und Zustände, die gut auf Thuja occidentalis ansprechen:
Typische Symptome und Beschwerden, die auf Thuja occidentalis hinweisen:
Die Beschwerden werden besser:
Die Beschwerden werden schlimmer:
Diese Symptome können entweder die eigentlichen Krankheitszeichen sein oder die Krankheit begleiten. In jedem Fall weisen sie darauf hin, dass Thuja occidentalis für den Kranken möglicherweise hilfreich ist.
Gehen Sie bei länger anhaltenden oder schlimmer werdenden Beschwerden immer zu einem Arzt oder einer Ärztin und lassen Sie die Ursache abklären. Das gilt besonders bei Erkrankungen von Babys und Kindern.
Kinder sollen bei verschiedenen Beschwerden und Krankheiten von Thuja occidentalis profitieren können. Sie dürfen Ihrem Kind Thuja-Globuli oder Thuja-Tinktur beziehungsweise Thuja-Urtinktur allerdings nicht über einen längeren Zeitraum verabreichen - das kann unangenehmen Folgen haben, wie eine Verschlimmerung der Symptome.
Außerdem ist es bei diesem Mittel besonders wichtig, dass die Beschwerden mit den Symptomen des Arzneimittels übereinstimmen.
Bei Neugeborenen sollen sich mit Thuja occidentalis möglicherweise Augenentzündungen lindern lassen. Die Kinder haben morgens verklebte Augen und die Haut in den Augenwinkeln erscheint trocken und schuppig. Kinder, denen Thuja occidentalis besonders gut helfen könnte, sind oft von Geburt an typische Schreibabys. Später entwickeln sie sich eher zögerlich, lernen spät laufen und sprechen. Auch in der Schule haben sie Probleme, besonders beim Schreiben.
Für die Selbstbehandlung von Kindern mit Thuja occidentalis sollen sich hauptsächlich zwei Bereiche eignen: Bei Warzen können Sie einen Versuch mit Thuja-D12-Globuli machen, besonders wenn es sich um typische große und blumenkohlartige Thuja-Warzen handelt oder wenn die Warzen jucken oder schmerzen.
Zusätzlich oder als alleinige Therapie können Sie gegen Warzen Thuja-Urtinktur auf die betroffenen Hautstellen auftragen. Thuja-Tinktur führt allerdings bei empfindlichen Kindern zu Hautirritationen, deshalb müssen Sie darauf achten, die sie nur punktförmig aufzutragen.
Die zweite Möglichkeit für die Selbstbehandlung mit Thuja occidentalis ist die vorbeugende Gabe von einmalig drei Globuli Thuja C30 bei einer Impfung.
Bei der Wirkung auf die Psyche gilt: Thuja occidentalis ist eines der homöopathischen Mittel, für die ein klassischer Konstitutionstyp beschrieben ist. Menschen, die dieser Typbeschreibung entsprechen, sollen bei passender Symptomatik mit erhöhter Wahrscheinlichkeit von der Gabe von Thuja-Globuli profitieren.
Der Thuja-occidentalis-Typ leidet für gewöhnlich an einem ausgeprägten Mangel an Selbstvertrauen und einem Gefühl der Wertlosigkeit. Aus diesem inneren Zweifel heraus verwendet er viel Energie auf eine gute Selbstdarstellung. Mit dieser will er den Erwartungen seiner Umwelt gerecht werden.
Er legt außergewöhnlich viel Wert auf Kosmetik, Markenkleidung und Statussymbole. Diese Konzentration auf die Pflege seines Images und das ständige Verbergen unangenehmer Aspekte, kann über kurz oder lang zu Heimlichtuerei führen und in Täuschungen und Lügen enden.
Das homöopathische Einzelmittel wenden Sie klassisch in Form von kleinen Streukügelchen (Thuja Globuli) an. Eine weitere Art Thuja occidentalis als potenziertes Einzelmittel einzusetzen, sind homöopathische Thuja-Tropfen oder -Tabletten.
Thuja occidentalis ist außerdem als Tinktur, homöopathische Urtinktur, Essenz, Salbe oder als Lutschtabletten im Handel erhältlich. Besonders zur Behandlung von Warzen gibt es unterschiedliche flüssige Anwendungen, die Thuja occidentalis beinhalten.
Wollen Sie Thuja occidentalis gegen Warzen anwenden, können Sie die Einnahme von Thuja-D6- oder Thuja-D12-Globuli mit der äußerlichen Anwendung einer Thuja-Urtinktur kombinieren. Zu Beginn empfiehlt es sich jedoch, erstmal eine der beiden Formen allein auszuprobieren und nur zur Kombination zu greifen, falls dies nicht hilft.
In der Regel sollten sich schnell Besserungen einstellen.
Steht bei Ihnen oder Ihrem Kind eine Impfung an und Sie wollen möglichen unangenehmen Impfreaktionen vorbeugen, so können Sie eine Stunde nach der Impfung zweimalig drei Globuli Thuja D30 oder einmalig drei Globuli Thuja C30 einnehmen.
Wollen Sie andere, akute Beschwerden mit Thuja-Globuli behandeln, benutzen Sie das Mittel nur in niedrigen Potenzen wie Thuja D6 und Thuja D12.
In den allermeisten Fällen wird Thuja occidentalis aber im Rahmen einer klassisch homöopathischen Behandlung von einem Therapeuten verordnet. Dieser Verordnung geht dann eine ausführliche Anamnese voraus. So können Thuja-Globuli in höheren und hohen Potenzen wie beispielsweise Thuja C30, Thuja C200 oder Thuja C1000 verwendet werden, um chronische Krankheiten zu behandeln. Den Behandlungsfortschritt sollten Sie regelmäßig kontrollieren.
Homöopathische Arzneimittel haben keine Nebenwirkungen, beim Auftreten von Erstverschlimmerungen muss aber die Einnahme von Thuja occidentalis unterbrochen werden. Bei Selbstmedikation sollen sich die Beschwerden rasch bessern.
Dosierungsempfehlungen:
Lebensbäume strömen einen starken, kampferartigen Duft aus, der durch ätherische Öle entsteht. Diese ätherischen Öle finden sich in unterschiedlichen Konzentrationen in allen Pflanzenteilen und lösen bei Berührung starke Hautreizungen aus.
Schlucken Sie die Öle, kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen. Typisch sind dann Bauchschmerzen, Flüssigkeitsansammlungen in den Beinen, Thrombosen (Blutgerinnsel in einem Blutgefäß), Erbrechen, Krampfanfälle, Harnblasenentzündungen und komatöse Zustände. Diese Wirkungen entstehen im Wesentlichen durch Thujon, den Hauptbestandteil des ätherischen Öles.
Da der Gehalt an ätherischen Ölen im Frühjahr am höchsten ist, stellt man das homöopathische Mittel Thuja occidentalis aus Blättern und Zweigen her, die zur Blütezeit gesammelt werden. Diese verarbeitet man zu einem Brei, der dann mit Alkohol versetzt und später potenziert wird.
Der immergrüne, dicht wachsende Lebensbaum kann bis zu 30 Meter hoch werden und lässt sich in vielseitige Formen stutzen. Durch seine schuppenförmigen Blätter sieht er aus der Ferne wie ein Nadelbaum aus. Zu diesem Eindruck tragen auch die glatten zäpfchenförmigen, gelblich-braunen Früchte bei, die an den Astspitzen sitzen. An den Früchten lässt sich Thuja occidentalis eindeutig von der verwandten Art Thuja orientalis unterscheiden, deren Früchte geflügelt sind.
Von April bis Mai sind die separaten weiblichen (gelbgrüne Sterne) und männlichen Blüten (Kätzchen) zu finden, die Befruchtung besorgt der Wind. In den Blattspitzen sind spezielle Drüsen eingebettet, in denen die Pflanze ätherisches Öl speichert. Zerreibt man ein Blatt zwischen den Fingern, wird das Öl freigesetzt und verströmt seinen intensiven Geruch.
Für arzneiliche Zubereitungen werden die Triebspitzen des Lebensbaums verwendet. Das in ihnen enthaltene ätherische Öl wirkt antiviral und immunstimulierend. Allerdings muss die Dosierung stimmen. Denn der Hauptbestandteil Thujon reizt in höheren Konzentrationen die Haut und kann zu Krämpfen sowie Blutungen der inneren Schleimhäute führen.
Zubereitungen als Einreibungen wurden früher gegen Rheuma eingesetzt. Als homöopathisches Mittel hilft Thuja occidentalis gegen Rheuma, Erkältungen, Hautausschläge und Neuralgien.
Lebensbäume enthalten verschiedene ätherische Öle und sekundäre Pflanzenstoffe. Unter anderem finden sich Kampfer, Thujen, Terpineol, Pinitol sowie Gerbstoffe in den Triebspitzen und in der gesamten Pflanze. Das Terpen Thujon ist ebenfalls Bestandteil der ätherischen Öle in Thujen und auch von anderen Pflanzen wie Wermut, Salbei, Rosmarin oder Beifuß bekannt. Thujon ist ein Nervengift, das in bestimmter Konzentration eine toxische Wirkung haben kann und abhängig von der Dosierung auch epileptische Anfälle, Krämpfe und Halluzinationen hervorrufen kann. Thujon sorgt für einen bitteren Geschmack, der in manchen Getränken gewünscht ist.
Menschen, die dieser Typbeschreibung entsprechen, sollen bei passender Symptomatik mit erhöhter Wahrscheinlichkeit von der Gabe von Thuja-Globuli profitieren.
Der Thuja-occidentalis-Typ leidet für gewöhnlich an einem ausgeprägten Mangel an Selbstvertrauen und einem Gefühl der Wertlosigkeit. Aus diesem inneren Zweifel heraus verwendet er viel Energie auf eine gute Selbstdarstellung. Mit dieser will er den Erwartungen seiner Umwelt gerecht werden.
Er legt außergewöhnlich viel Wert auf Kosmetik, Markenkleidung und Statussymbole. Diese Konzentration auf die Pflege seines Images und das ständige Verbergen unangenehmer Aspekte, kann über kurz oder lang zu Heimlichtuerei führen und in Täuschungen und Lügen enden.
Sie sind deshalb sehr zurückhaltend und verschlossen (schwierige Fallaufnahme). Sie fühlen sich hässlich, nicht liebenswert, schon gar nicht, wenn jemand merken würde, wie sie wirklich sind. Vielleicht begann ihre Leidensgeschichte mit einem Missbrauch in der Kindheit, wobei Geheimhaltung versprochen werden musste. Strenge religiöse Führer mit «Leichen im Keller» könnten ‹Thuja-Patienten› sein.
Zum Thema Verstecken ist auf körperlicher Ebene das Thuja-Symptom «Hautausschlag, aber nur an bedeckten Stellen» interessant. Weitere Symptome, die den ‹Thuja-Menschen› verraten könnten, sind Schweiss, nur an unbedeckten Stellen, Nagelwachstumsstörungen, auffällige Behaarung (am Fingermittelglied, an der Ohrmuschel, am ganzen Körper oder an Frauenbeinen), öliges Gesicht (wie mit Fett eingerieben).
In seiner amerikanischen Heimat bauten die dortigen indigenen Völker aus dem festen, beständigen Holz des Lebensbaums Häuser und Boote. Aus den jungen Zweigen wurden zudem Salben gegen Gelenkschmerzen zubereitet. Innerlich angewendet diente die Droge in ihrer Heimat als schweiß- und harntreibendes Mittel, als Mittel gegen Syphilis, Würmer, Rheuma und Skorbut. Wegen dieser letzten Einsatzmöglichkeit nahmen die europäischen Seefahrer auf ihrer Heimfahrt Mitte des 16.
In Europa wurde der Lebensbaum als Sinnbild der Lebenskraft bei der Geburt eines Kindes, zur Hochzeit oder auch bei der Erbauung eines Dorfes gepflanzt. Wenn der Baum kräftig wuchs, galt dies als positives Zeichen. Auf den ersten Blick wirkt der Lebensbaum trocken: Feste, harte Blätter und kompakte Früchte zeichnen ihn aus. Bei näherer Betrachtung wird ein starker Bezug zum Wasser offensichtlich: Feuchte, sumpfige Standorte sind ihm am liebsten. Und die zerkleinerten Blätter sind überraschenderweise schleimig. Sein vorwiegender Wesenszug ist dadurch die Kühle. Sein Reichtum an ätherischen Ölen scheint nicht dazu zu passen, stehen diese doch in der Regel für einen eher feurigen, warmen Charakter. Der Lebensbaum verbindet sich jedoch nicht mit den ätherischen Ölen, sondern verbannt sie in separate Drüsen. In seiner Kühle formt er das Feuer.
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