"The Transporter Refueled": Augenbrauen-Erfahrungen und mehr

Die Schweiz, ein Land zwischen Tradition und Moderne, dient oft als Kulisse für Geschichten, die ebenso widersprüchlich sind. Inmitten Europas gelegen, bewahrt sie eine gewisse Distanz und zieht gleichzeitig Kapital an, was zu einer einzigartigen Mischung aus Reichtum und Kleingeistigkeit führt.

Auch im Filmbereich gibt es immer wieder Versuche, Bekanntes neu zu interpretieren. So auch bei "The Transporter Refueled", einem Reboot der erfolgreichen Action-Franchise.

Ein neuer Fahrer, ein neues Auto, neue Herausforderungen

In "The Transporter Refueled" übernimmt Ed Skrein die Rolle des Frank Martin, der zuvor von Jason Statham verkörpert wurde.

Kritik: The Transporter Refueled (Filmbesprechung mit Arne und Henry)

Der Film führt zurück in die Vergangenheit: An der französischen Côte d'Azur übernimmt der russische Mafioso Karasov (Radivoje Bukvic) das Kommando über das Prostitutionsgewerbe.

Zehn Jahre später wird Frank Martin von Anna (Loan Chabanol) kontaktiert, einer der Prostituierten. Anna verwickelt den Transporter in komplexe Probleme, die eine spannende Handlung versprechen.

Frank Martin dient der französischen Unterwelt als Chauffeur heikler Fracht, ohne Fragen zu stellen. Als Anna ihm viel Geld für eine äußerst ominöse Fahrt überreicht, ahnt er nicht, dass er in einen Bankraub verwickelt wird.

Mehr noch: Anna verstrickt ihn in einen Krieg, den sie und drei ihrer Leidensgenossinnen gegen Karasov führen, der sie zu Sexsklavinnen machte. Frank bleibt keine andere Wahl, als einzuschlagen. Denn die zornigen und schießfreudigen Zwangsprostituierten haben seinen Vater Frank Martin Sr. (Ray Stevenson) entführt.

Kritik und Schwächen des Films

Die Komplexität der Handlung erfordert eigentlich eine stringente Umsetzung, doch Regisseur Camille Delamarre konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Die Drehbuchautoren Bill Collage und Adam Cooper ("Exodus: Götter und Könige") verlieren sich in Unlogik und konstruieren Gelegenheiten für unnötige Kämpfe. Wer steigt schon aus, um sich zu prügeln, wenn er mit dem gepanzerten Wagen einfach davonjagen kann?

Auch die Beteiligung von Luc Besson als Autor konnte den Film nicht retten. Das Fehlen von Robert Mark Kamen, dem Miterfinder von "Transporter", macht sich deutlich bemerkbar.

Ed Skrein als Frank Martin: Ein schwieriger Vergleich

Meist hefteten sich die vorherigen "Transporter"-Streifen an Frank Martin. "The Transporter Refueled" hingegen stellt die durchaus reizvollen Rächerinnen nebst Martin Sr. in den Vordergrund. Darin steckt vielleicht auch ein bisschen Misstrauen gegenüber der Zugkraft des neuen Frank-Martin-Darstellers.

Ed Skrein ist muskulös, athletisch, schlagkräftig. Er kann die Augenbrauen böse zusammenziehen. Aber dass er nicht nachfragt, was er transportieren soll, nimmt ihm niemand ab. Ein Vergleich mit Jason Statham, der unter Schichten von Dumpfheit sein aufrichtiges Gewissen sucht, verbietet sich.

Und ausgerechnet, wo Skrein eine gute Figur macht, beim Prügeln, schlampt der Film mit falschen Anschlüssen.

Vergleich: Statham vs. Skrein

Merkmal Jason Statham Ed Skrein
Ausdruck Aufrichtiges Gewissen unter Dumpfheit Muskulös, athletisch, schlagkräftig
Glaubwürdigkeit Überzeugend Weniger überzeugend
Kampfszenen Stimmig Schlampig mit falschen Anschlüssen

tags: #thibaut #evrard #augenbrauen #erfahrungen

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