Elektrische Rasur leicht gemacht: In einem großen Elektrorasierer-Test wurden aktuelle Modelle aller Preisklassen ausführlich geprüft. Experten testeten jedes Gerät über mehrere Wochen hinweg an verschiedenen Gesichtspartien, um Gründlichkeit, Hautschonung und Handhabung realistisch zu bewerten.
Sie können hauptsächlich zwischen zwei Typen von Elektrorasierern wählen, die sich in Hinsicht auf die Rasierköpfe voneinander unterscheiden.
Die Trockenrasur mit dem Elektrorasierer kam verständlicherweise erst mit der Elektrifizierung auf. Die ersten Rasierapparate mit Elektromotor wurden in den 1930er Jahren angeboten. Am grundlegenden Prinzip hat sich seither wenig geändert: Automatisch oszillierende oder rotierende Klingen schneiden die Körperhaare schnell und effektiv.
Um Verletzungen zu verhindern, befindet sich der Scherblock bzw. die Rotationsklingen hinter einer perforierten Scherfolie oder einem Gitter, welche die Haare durchlassen, gleichzeitig aber die Haut schonen. In fast 90 Jahren hat sich der Elektrorasierer technologisch enorm weiterentwickelt und optimiert, sodass die Trockenrasur heute in puncto Gründlichkeit fast mit der Nassrasur mithalten kann.
Im Folgenden werden die Testergebnisse der Stiftung Warentest und andere Erkenntnisse detailliert dargestellt, um Ihnen bei der Wahl des besten Elektrorasierers zu helfen.
Aus dem Rasierer-Test zeigen wir Ihnen zuerst die Empfehlungen in einer Übersicht.
Im aktuellen Vergleich landet Braun ganz vorn. Der Braun Series 9 Pro 9465cc ist das Luxusmodell und erreicht das beste Rasurergebnis. Es ist mit einer Reinigungsstation ausgestattet und mit Abstand der teuerste Rasierer im Test. Auf dem zweiten Platz liegt der Braun Series 5 B 1.200s. Mit unter 100 Euro ist er der Preis-Leistungs-Sieger im Vergleich.
Hier ist eine Zusammenfassung der getesteten Modelle:
Unsere Experten testeten jedes Gerät über mehrere Wochen hinweg an verschiedenen Gesichtspartien, um Gründlichkeit, Hautschonung und Handhabung realistisch zu bewerten.
Vor Beginn des Tests wurden alle Rasierer anonymisiert, indem die vorhandenen Markenlogos überklebt wurden. Ein Experte schulte die Probanden auf die exakte Anwendung der Testprodukte, um einheitliche Bedingungen zu gewährleisten.
Insgesamt 48 Herren rasierten sich für uns im Labor - die eine Hälfte täglich, die andere alle fünf Tage. Mit jedem Gerät schoren sie je eine Gesichtshälfte sauber, mit einem anderen Gerät die zweite. Dieser Halbseitentest ermöglicht den direkten Vergleich: Welches Gerät arbeitet gründlicher, welches schont die Haut besser?
Für unsere Bestenliste haben wir die Gewichtungen der Wertungskategorien ausführlich diskutiert. Das größte Hin und Her gab es bei der Akkumessung. In unserem Test rasierte kein Modell weniger als 40 Minuten am Stück.
Danach stellen wir kurz vor, worauf es bei Elektrorasierern ankommt.
Die meisten aktuellen Elektrorasierer bringen heute bereits alle grundlegenden Funktionen mit - etwa Trocken- und Nassrasur, flexible Scherköpfe und eine solide Akkulaufzeit. Daher fließen diese Standardmerkmale in unserem Rasierer-Test nicht mehr gesondert in die Bewertung ein.
Premium-Rasierer ab etwa 150 Euro bieten darüber hinaus zusätzliche Ausstattungsmerkmale wie eine automatische Reinigungsstation, spezielle Modi für empfindliche Haut oder präzise Akkuanzeigen mit Prozentanzeige.
Auch in Sachen Bedienkomfort haben hochwertige Modelle oft die Nase vorn: Ihre Scherköpfe passen sich besonders flexibel den Gesichtskonturen an.
Sie können hauptsächlich zwischen zwei Typen von Elektrorasierern wählen, die sich in Hinsicht auf die Rasierköpfe voneinander unterscheiden.
Folienrasierer verwenden für die Haarentfernung eine oder mehrere perforierte Scherfolien, in deren Löchern die Barthaare eingefangen und von vibrierenden Schermessern abgeschnitten werden. Mit der starren Form des Scherkopfes eignen sich Folienrasierer sehr gut für die präzise Bearbeitung kleiner Flächen und von diffizilen Konturen.
Rotationsrasierer arbeiten großflächiger. Die Rotationsköpfe sitzen in einem Dreieck angeordnet flexibel im Scherkopf und passen sich so den Gesichtskonturen an. Vor allem über unebene Kinn- und Unterkieferbereiche bewegt sich der Rotationsrasierer passgenau und rasiert Flächen deutlich schneller. Die Präzision des Folienrasierers fehlt jedoch und schwierige Stellen lassen sich nur ungenau bearbeiten.
Keine der beiden Bauformen ist allgemein besser oder schlechter als die andere, die eigenen Vorlieben und Anforderungen entscheiden über den passenden Rasierer.
Die Unterschiede beim Schersystem haben Auswirkungen auf die Geschwindigkeit und Gründlichkeit der Rasur, sowie die Art der Anwendungsbereiche, für die der Rasierer speziell geeignet ist.
Wie im vorherigen Abschnitt erklärt, können Sie mit dem Rotationsrasierer schnell große Flächen von Haaren befreien. Folienrasierer wiederum eignen sich besser für Details und schwierige Stellen.
Eine sanfte Rasur ohne Hautirritationen kann mit beiden Systemen gelingen. Doch es gibt weitere Variationen.
Für die angenehme und gründliche Rasur muss sich der Rasierer den Gesichtskonturen anpassen. Die Flexibilität des Scherkopfs entscheidet darüber, wie anschmiegsam er ist.
Rotationsrasierer eignen sich mit ihren beweglichen Scherköpfen besonders für Wangen. Doch mit dem flexiblen Scherkopf eines Folienrasierers gelangen Sie besser in kleine Flächen wie unter der Nase.
Da eine wiederholte Glattrasur je nach Kollegen fünf bis zehn Minuten in Anspruch nahm, läuft man insbesondere dank rechtzeitiger Akkuwarnungen kaum Gefahr, mitten in der Rasur pausieren zu müssen.
Nur in seltenen Fällen lädt ein Elektrorasierer erst nach deutlich über 100 Minuten wieder vollständig auf. Alle Akkus im Rasierer-Test waren vom Typ Li-Ion.
Wenn Sie den Elektrorasierer unter der Dusche oder sogar mit Schaum zur Nassrasur benutzen, sollte das Gerät natürlich wasserdicht sein.
Viele Hersteller geben an, dass ihre Rasierer für Nassrasur geeignet sind, nicht alle Modelle tragen jedoch eine offizielle IP-Zertifizierung.
Das beiliegende Zubehör bei Elektrorasierern stammt in der Regel aus einem von drei Bereichen: Ein längenverstellbarer Aufsatz kann den Rasierer zum Barttrimmer machen. Einen echten Barttrimmer ersetzt dieser in der Regel nicht, ist aber mitunter hilfreich beim Styling.
Zuletzt sollten Sie auch noch darauf achten, wie teuer und gut erhältlich Ersatzteile für das Rasierer-Modell sind.
Die Klingen im Folien- oder Rotationsscherkopf sind Verschleißteile. Zwar halten sie für gewöhnlich eineinhalb oder zwei Jahre, dann sollten sie aber ausgetauscht werden.
Die Entscheidung für die Nass- oder die Trockenrasur hängt von mehreren Faktoren ab. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile.
Viele schätzen an der Trockenrasur mit dem Elektrorasierer, dass diese schnell und simpel ist. Der tägliche Zeitaufwand für die Rasur verringert sich. Zudem ist die Trockenrasur auch schonender zur Haut. Gerade bei Unebenheiten ist die Gefahr von Verletzungen geringer.
Das liegt aber vor allem daran, dass die Trockenrasur oberflächlicher ist. Die Rasierklingen haben mehr Abstand zur Haut. Darum zeigen sich schnell wieder Haarstoppeln, wenn die Haut anfangs glatt ist.
Die Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 12/2024 der Zeitschrift »test« 16 Herren-Nassrasierer getestet. Die sogenannten Systemrasierer mit Kunststoffgriffen und austauschbaren Rasierköpfen mit drei bis sechs Klingen wurden außer auf eine gründliche und schonende Rasur auch auf ihre Haltbarkeit geprüft - und die Folgekosten, die ihre Anschaffung verursacht, hochgerechnet.
Das Prädikat Testsieger vergibt die Stiftung Warentest gleich an vier Rasierer mit der Gesamtnote 1,8. Zur Einordnung: Insgesamt liegen alle Rasierer im Test um Barthaaresbreite auseinander. Das Modell mit der schlechtesten Bewertung schneidet mit der Gesamtnote 2,1 - also auch noch »gut« - ab.
Die auf Dauer günstigsten Modelle unter den Testsiegern der Stiftung Warentest werden Sie jedoch nicht mehr unter dem entsprechenden Namen im Regal finden: Der Wilkinson Sword Hydro 5 Skin Protection Regular wird laut Hersteller nun unter dem Namen Wilkinson Sword Hydro 5 Rasierer verkauft, der Wilkinson Sword Hydro 5 Skin Protection Advanced ist nun als Wilkinson Sword Hydro 5 Ultimate Rasierer auf dem Markt.
Für den Test wurden 80 Männer mit Bärten im Prüfinstitut vorstellig. Die Hälfte von ihnen kam täglich zur Rasur, der Rest zweimal pro Woche. Weitere 80 Bartträger testeten die Klingen zu Hause auf ihre Haltbarkeit.
Die Expertinnen und Experten stellen jedoch fest: »Für die Rasurgründlichkeit macht es keinen großen Unterschied, ob drei, vier, fünf oder sechs Klingen im Rasierer stecken«, schreibt die Stiftung Warentest.
Der Griff zu Eigenmarken von Discountern und Drogerien lohnt sich daher oft umso mehr, je länger man sie nutzt.
Bei der Wahl des richtigen Rasierers kommt es vor allem auf Ihren Bartwuchs an. Rasieren Sie sich jeden Morgen komplett, lassen Sie einen Drei-Tage-Bart stehen, oder stutzen Sie einen langen Bart.
Gute Rasierer sind auch für mehrere Bartstylings geeignet und besitzen zusätzliche Trimmer oder sogar einen Langhaarschneider.
Für eine einfache Handhabung sind wasserdichte Modelle empfehlenswert.
Regelmäßige Pflege nach jedem Einsatz erhöht die Haltbarkeit. Alle Modelle im Test lassen sich leicht per Hand reinigen: ausklopfen, eventuell Stoppeln mit einer Bürste entfernen und abspülen.
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