Augenbrauen färben in der Schwangerschaft: Was Sie wissen sollten

Wenn man schwanger ist, ändert sich vieles. Bestimmte Sportarten oder Lebensmittel sind tabu, und man sollte generell vorsichtiger mit seinem Körper umgehen. Viele Frauen fragen sich daher, ob das Färben der Haare oder Augenbrauen in der Schwangerschaft erlaubt ist und ob es Alternativen gibt.

Ist Augenbrauen färben in der Schwangerschaft gefährlich?

Beim Färben der Haare oder Augenbrauen können chemische Substanzen über die Kopfhaut in den Blutkreislauf gelangen. Wenn große Mengen aufgenommen werden, könnten diese schädlich für den Körper sein. Allerdings wird bei handelsüblichen Mitteln zum Färben in der Regel keine hohe Konzentration an Schadstoffen erreicht. Kosmetische Produkte unterliegen in Deutschland strengen Kontrollen und werden erst dann verkauft, wenn sie gesundheitlich als unbedenklich eingestuft wurden.

Bisher liegen keine klinischen Beweise oder Studien vor, dass das Färben der Haare oder Augenbrauen in der Schwangerschaft einen negativen Effekt auf die Entwicklung des ungeborenen Babys oder den allgemeinen Verlauf der Schwangerschaft hat. In den meisten Fällen wird das Färben während dieser Zeit daher als nicht gefährlich eingestuft. Wenn Sie aber lieber auf Nummer sichergehen möchten, verzichten Sie vor allem in der sensiblen Phase der frühen Schwangerschaft (bis zur 12. SSW) auf das Färben bzw. halten im Zweifel Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.

16. SSW | Haare färben in der Schwangerschaft? Ja oder Nein?

Was passiert beim Färben der Augenbrauen?

Augenbrauen lassen sich dauerhaft nur mit chemischen Mitteln, den sogenannten Oxidationshaarfarben, kolorieren. Dabei wird die äußere Schicht des Haares, die sogenannte Schuppenschicht, aufgebrochen, so dass die Farbe tief in die Haarstruktur eindringen kann. Eine chemische Reaktion führt anschließend dazu, dass sich der Farbstoff fest mit dem Haarprotein (Kreatin) verbindet und auch nicht mehr ausgewaschen werden kann.

Alternativen zum chemischen Färben

Der strenge Geruch von Ammoniak und Bleichmitteln in den Haarfarben kann für einige Frauen, besonders zu Beginn der Schwangerschaft, sehr unangenehm sein oder sogar zu Übelkeit führen. Neben den Bedenken gegenüber chemischen Zusätzen des Färbemittels könnte auch dies ein Grund dafür sein, sich nach einer Alternative zu den herkömmlichen Produkten umzusehen.

Pflanzliche Haarfarbe

Das pflanzliche Färbemittel Henna könnte in der Schwangerschaft eine Alternative zum Kolorieren sein, da es vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als gesundheitlich unbedenklich eingestuft wird. Achten Sie beim Kauf von Naturhaarfärbemitteln auf die Inhaltsstoffe, da der Begriff „Naturhaarfarbe“ oder „Pflanzenhaarfarbe“ nicht geschützt ist und die Produkte chemische Substanzen enthalten können.

Viele Naturkosmetik-Produkte sind zertifiziert und können in der Schwangerschaft bedenkenlos verwendet werden. Henna gibt es in verschiedenen Farben, allerdings ist damit ein echtes Aufhellen bzw. Blondieren dunkler Haare nicht möglich.

Tönung

Im Gegensatz zu einer dauerhaften Farbe haftet sich eine Intensivtönung oder Schaumtönung nur an die äußere Hülle und dringt nicht in das Haar ein. Es ist eine sogenannte semipermanente Haarfarbe, die nach acht bis zehn Haarwäschen merklich verblasst und sich schließlich ganz auswäscht. Wer in der Schwangerschaft ganz und gar auf Chemie verzichten möchte, für den kommt auch eine Tönung nicht in Frage, denn auch diese Produkte enthalten chemische Zusätze, wenn auch in einem sehr viel geringeren Maße, als es beim Haarefärben üblich ist.

Tipps & Tricks: Augenbrauen färben in der Schwangerschaft

  • Richtige Farbe: Verwenden Sie besonders in der Schwangerschaft nur Produkte, die auch getestet bzw. zertifiziert sind. Dies gilt auch für pflanzliche Haarfarben.
  • Wenig Hautkontakt: Beim Färben können Sie undurchlässige Gummihandschuhe verwenden, um den Hautkontakt mit dem Färbemittel auf das Nötigste zu beschränken.
  • Gründliches Ausspülen: Lassen Sie die Farbe nicht länger als nötig einwirken und spülen Sie sie anschließend gründlich aus. Dafür verwenden Sie am besten Shampoo und viel lauwarmes Wasser.

Inhaltsstoffe, die Sie meiden sollten

Verzichten Sie, wo es geht, während Schwangerschaft und Stillzeit auf chemische und synthetische Inhaltsstoffe. Hier ist eine Liste der Inhaltsstoffe, die Sie während der Schwangerschaft unbedingt meiden sollten:

  • Einwertige Alkohole
  • Retinol bzw. Retinylpalmitat
  • Aromatische Amine (z.B. PPD)

Viele dieser Inhaltsstoffe sind generell gesundheitlich fragwürdig. Alternativen zu diesen Inhaltsstoffen bietet die Naturkosmetik. Alternativ zu chemischer Haarfarbe, die oft Inhaltsstoffe aus dieser Liste enthält, ist Henna.

Fakten im Überblick

Für die Schwangerschaft gibt es bezüglich des Haarefärbens keine offizielle Empfehlung gegen bzw. für bestimmte Produkte. Wer auf Chemie verzichten möchte, kann eine pflanzliche Haarfarbe (z.B. Henna) verwenden.

Sich in seiner Haut wohlzufühlen, ist gerade in der Schwangerschaft - einer Zeit, in der Dein Körper einem ständigen Wandel ausgesetzt ist - wichtig. Wenn das Färben Deiner Haare oder Augenbrauen für Dich dazugehört, gibt es eigentlich keinen Grund, es nun nicht mehr zu tun. Es liegen bisher keine Beweise vor, dass die Farbe Deinem Baby schaden könnte. Im Zweifel sollten Sie sich jedoch von Ihrem Frauenarzt bzw. Ihrer Frauenärztin beraten lassen.

Tabelle: Vergleich von Färbemethoden

Methode Chemische Zusätze Sicher in der Schwangerschaft? Hinweise
Chemische Haarfarbe Ja, oft mit Ammoniak Mit Vorsicht, Rücksprache mit Arzt empfohlen Gute Belüftung, Hautkontakt vermeiden
Tönung Ja, aber weniger als Haarfarbe Weniger bedenklich, aber nicht frei von Chemie Kann allergische Reaktionen auslösen
Pflanzliche Haarfarbe (Henna) Nein, bei reinen Produkten Ja, gilt als sicher Auf Inhaltsstoffe achten, Zertifizierungen beachten

tags: #syoss #augenbrauen #färben #schwangerschaft

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen