Trockene, spröde oder strohige Haare gehören zu den häufigsten Begleiterscheinungen der Wechseljahre. Die hormonelle Umstellung wirkt sich nämlich auch auf die Haarstruktur aus. So produziert die Kopfhaut häufig weniger Talg, wodurch das Haar an Glanz, Elastizität und Feuchtigkeit verliert. Die Folge: Es fühlt sich rau an, lässt sich schlechter stylen und wirkt insgesamt kraftlos.
Die gute Nachricht: Mit den richtigen Hausmitteln lassen sich strohige Haare in den Wechseljahren bekämpfen. Es gibt auch Pflegeprodukte, mit denen du der trockenen Mähne gezielt die nötige Feuchtigkeit und Geschmeidigkeit spendierst.
Warum werden die Haare in den Wechseljahren strohig?
Die Wechseljahre bringen hormonelle Veränderungen mit sich, die sich auch sichtbar auf Haut und Haare auswirken, weil der Östrogenspiegel sinkt:
- Die Talgproduktion nimmt ab und das Haar wird trockener.
- Die Haarstruktur verändert sich und wird häufig brüchiger.
- Kopfhaut und Haarfasern verlieren an Feuchtigkeit.
- Häufig kommt es auch zu Haarverlust oder Frizz.
Zusätzlich können auch äußere Faktoren wie Hitzestyling, UV-Strahlung, häufiges Färben oder falsche Pflegeprodukte strohiges Haar zusätzlich begünstigen.
Neben Haarveränderungen kann es in den Wechseljahren auch zu trockener, geröteter Haut und Juckreiz kommen. Grund dafür ist die Rückbildung von Kollagen aufgrund des Östrogenmangels, wodurch die Haut ihre Elastizität und das Bindegewebe die Fähigkeit verliert, Feuchtigkeit zu speichern. Zudem wird mit dem Alter auch die Erneuerung der Hautzellen immer langsamer. Auch die Fähigkeit zur Wundheilung lässt nach.
Auch der Körpergeruch kann sich verändern. Mit Beginn der Pubertät prägen die unterschiedlichen Hormone den geschlechtsspezifischen Geruch. Zum Beispiel konnte gezeigt werden, dass der Eisprung (Ovulation) einen Einfluss auf die Geruchsattraktivität hat, in dieser Phase des Zyklus beeinflussen vor allem die Östrogene den Geruch. Aber auch Androgene können einen Einfluss auf das Geruchsbild haben.
Haarstyling in den Wechseljahren - Tipps&Tricks von Margot Schmitt
Die 5 besten Hausmittel gegen strohige Haare in den Wechseljahren
Möchtest du strohige Haare in den Wechseljahren mit Hausmitteln bekämpfen, lohnt sich ein Blick in die heimische Küche. Hier sind die besten Tipps, um die Haare intensiv zu pflegen und zu stärken:
- Kokosöl über Nacht einwirken lassen: Du möchtest deinem Haar intensiv Feuchtigkeit spenden und Frizz bändigen? Mit etwas Kokosöl gelingt das wortwörtlich im Schlaf! Dafür musst du einfach ein bis zwei Esslöffel natives Kokosöl in die trockenen Spitzen geben, ein Handtuch umwickeln und es über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Morgen muss es noch gründlich ausgewaschen werden.
- Honig-Spülung nach der Haarwäsche: Glanzlosem, strohigem Haar kannst du mit einem Esslöffel Honig entgegenwirken. Dafür musst du diesen lediglich in 500 Millilitern lauwarmem Wasser auflösen und die Mischung nach der Haarwäsche als Spülung verwenden. Nicht nur verleiht das deiner Mähne einen schönen Glanz, es hat auch eine beruhigende Wirkung auf die Kopfhaut.
- Apfelessig-Rinse für den schnellen Effekt: Du suchst nach einem Hausmittel für strohige Haare, für das du deine Mähne nicht extra waschen musst? Dann misch einfach einen Esslöffel Apfelessig mit 200 Milliliter Wasser. Diese Lösung kannst du einfach über die Haare gießen, ohne sie auszuspülen! Der Effekt? Die aufgeraute Schuppenschicht wird geglättet und Frizz reduziert. Und keine Sorge: Der Essig-Geruch verfliegt nach einigen Minuten von alleine.
- Reichhaltige Avocado-Haarkur: Wenn du eine reife Avocado zerdrückst und diese mit einem Teelöffel Olivenöl und einem weiteren Teelöffel Honig mischst, erhältst du eine besonders nährstoffreiche Haarkur für Feuchtigkeit, Glanz und Geschmeidigkeit. Die DIY-Maske wird einfach in die Längen masiert, muss 30 Minuten einwirken und wird gründlich wieder ausgespült.
- Bonus-Tipp: Aloe vera Gel: Viele von uns haben Aloe vera Gel bereits als Allzweck-Wunder im Badezimmer stehen. Und auch bei hormonell bedingter Trockenheit kann es behilflich sein. Es spendet nicht nur Feuchtigkeit, sondern beruhigt auch die Kopfhaut. Du musst das Gel einfach nur auf die Haut und die in Längen massieren und nach 20 Minuten gründlich auswaschen.
Neben Olivenöl, das Du bestimmt bei Dir im Schrank stehen hast, gibt es auch andere Hausmittel gegen strohiges - ebenfalls in der Küche zu finden.Eigelb tut Deinem Haar ebenfalls gut. Es versorgt Dein Haar mit Proteinen, den Grundbausteinen vom Haar. Zudem sind wichtige Nährstoffe wie die Vitamine A, B, E, D und K sowie die Spurenelemente Eisen, Kalium und Selen im Ei enthalten. Gib ein- bis zweimal die Woche zwei Eigelb (verrührt mit etwas Olivenöl und Honig) als Haarmaske auf das trockene oder leicht feuchte Haar und lasse alles 20 Minuten einwirken. Auch Avocado tut Deinem Haar gut. Für eine Haarmaske zerdrückst Du die Avocado und vermengst sie mit Naturjoghurt. Trage die Maske auf das feuchte Haar auf und lasse alles 20 Minuten einwirken.
Olivenöl ist in vielen Pflegeprodukten enthalten - und das nicht ohne Grund: Das Öl versorgt Dein Haar mit Feuchtigkeit und lässt es weniger strohig aussehen. Das Olivenöl wendest Du am besten ein- bis zweimal die Woche wie eine Haarmaske an.
Pflegeprodukte für strohige Haare in den Wechseljahren
Hausmittel können helfen, aber manchmal braucht es zusätzliche Pflegepower. Diese Produkte sind ideal für Frauen mit strohigem Haar in den Wechseljahren.
- Feuchtigkeitsspendende Shampoos: Das All Soft Shampoo von Redken ist ideal für strohiges Haar. Die feuchtigkeitsspendende Formel mit pflegendem Arganöl mindert Frizz und macht die trockene Mähne wieder schön geschmeidig. Ist deine Mähne sehr stark beansprucht, kann das Repair Shampoo von Moroccanoil helfen. Es versorgt kraftloses Haar mit Proteinen und Fettsäuren, um seine Struktur zu verbessern und zu kräftigen.
- Haarkuren zur wöchentlichen Anwendung: Um sprödes Haar in den Griff zu bekommen, solltest du diesem einmal wöchentlich eine feuchtigkeitsspendende Haarkur gönnen. Eine günstige Option aus der Drogerie ist die Garnier Superfood Aloe vera Maske, welche deine Mähne intensiv hydriert und das trockene Nest geschmeidig pflegt. Möchtest du feines, trockenes Haar pflegen, empfehlen wir die Wella Professionals Invigo Nutri Enrich Deep Nourishing Mask mit Vitamin E und beruhigendem Panthenol.
- Haaröle und Seren für Haare in den Wechseljahren: Das Moroccanoil Treatment Light verleiht deinen Längen einen sofortigen Glanz, reduziert Frizz und schützt die Mähne vor Umwelteinflüssen. Möchtest du hormonell bedingtem Haarausfall entgegenwirken, könnte das The Ordinary Multi-Peptide Serum eine gute Wahl sein.
Was hilft wirklich gegen strohige Haare in den Wechseljahren?
Feuchtigkeit ist das A und O! Verwende milde, hydrierende Shampoos (gerne ohne Sulfate) und reichhaltige Haarkuren mit Ölen oder Proteinen. Zusätzlich kann die regelmäßige Pflege mit natürlichen Hausmitteln wie Avocado oder Kokosöl trockenes Haar wieder geschmeidig machen.
Zusätzliche Tipps für gesunde Haare in den Wechseljahren
Hier sind einige zusätzliche Tipps, die helfen können, die Haare gesund zu erhalten:
- Sanft bürsten: Die Wahl der richtigen Bürste ist essenziell für gesundes Haar. Eine Wildschweinborstenbürste beispielsweise schützt die Schuppenschicht und verteilt die natürlichen Öle pflegend im gesamten Haar.
- Hitze reduzieren: Föhn und Glätteisen auf niedriger Stufe verwenden und vorher einen Hitzeschutz ins Haar geben!
- Spitzen regelmäßig schneiden: Gönn deinen Haaren regelmäßig einen Pflegeschnitt, um dich von splissigen Enden zu verabschieden.
- Die Ernährung: Lebensmittel mit Biotin, Omega-3, Zink und Vitamin D fördern gesundes Haarwachstum.
Sollte man strohiges Haar jeden Tag waschen?
Zu häufiges Waschen entzieht dem Haar noch mehr Feuchtigkeit. Strohige Haare können sich in den Wechseljahren entwickeln. Schuld sind wie auch bei anderen Symptomen die hormonellen Schwankungen des Organismus. Wenn Sie ein paar Tipps beachten, bleiben die Haare schön geschmeidig.
Achten Sie beim Kauf von Haarpflegeprodukten auf die Inhaltsstoffe. Duftstoffe, Silikone und Parabene schädigen das Haar zusätzlich zu den Hormonschwankungen. Am besten lassen Sie sich vom Profi beraten, welche Produkte sich für Ihr Haar eignen. Beim Haarewaschen empfiehlt es sich, auf die Wassertemperatur zu achten. Die Haare vertragen in den Wechseljahren kein heißes Wasser mehr. Die Temperatur gilt es auch beim Föhnen zu beachten. Schalten Sie den Föhn auf die niedrigste Wärmestufe und versuchen Sie, auf das Glätten zu verzichten. Da die Haare empfindlicher sind als früher, sollten Sie Ihre Haare lieber mit einem grobzinkigen Kamm kämmen anstatt zu bürsten. Tagsüber sollten Sie sich für eine Frisur entscheiden, bei der Sie Ihre Haare offen tragen. Waren Zopf und Dutt in jungen Jahre schick und verliehen ein frisches und sportliches Aussehen, schädigen sie in den Wechseljahren die Kopfhaut. Beziehen Sie Ihr Kopfkissen mir einem Seidenbezug.
Weitere Ursachen für strohige Haare
Wenn deine Haare sich „plötzlich“ trockener anfühlen, als der Sand der Sahara, ist hilfreich zu wissen: Die Ursache für Haarausfall und strohige Haare kann Monate zurückliegen.
Bestimmte Trigger-Faktoren können dafür sorgen, dass abrupt vermehrt Haare von der Wachstumsphase in die Ruhephase eintreten. Die Folgen bemerkst du allerdings zeitversetzt - in der Regel zwei bis drei Monate später -, wenn sich sprödes, strohiges Haar und diffuser Haarausfall bemerkbar machen. Hast du vor etwa drei Monaten eine Crash-Diät begonnen, warst krank oder in einer besonders stressigen Lebensphase?
Hier sind einige Faktoren, die zu strohigem Haar führen können:
- Stress: In diese Kategorie gehört körperlicher Stress, ausgelöst etwa durch (chronische) Krankheiten und Fieber, ebenso psychischer Stress, etwa ein toxisches Arbeitsklima. Aber: Auch eine Geburt bedeutet Stress für den Körper.
- Hormonveränderungen: Typische Phasen für hormonelle Imbalancen sind die Wechseljahre, aber auch die Zeit nach einer Schwangerschaft und der Stillzeit.
- Schilddrüsenerkrankungen: Die Hormone aus der Schilddrüse haben einen direkten Einfluss auf unser Haarwachstum.
- Extreme Diäten: Ein dauerhaftes Kaloriendefizit kann diffusen Haarausfall verursachen. Gleiches gilt, wenn du insgesamt zu wenige Proteine, essentielle Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe zu dir nimmst.
- Eisenmangel: Frauen, bei denen ein Eisenmangel besteht, haben ein höheres Risiko für diffusen Haarausfall und seine Symptome. Der Hintergrund: Wir brauchen Eisen für den Sauerstofftransport im Blut.
- Bestimmte Medikamente: Antidepressiva, Blutverdünner, „die Pille“, aber auch Beta-Blocker und Retinoide können nach etwa 12 Wochen der Einnahme zu diffusem Haarausfall und einer veränderten Haarstruktur führen.
Als wäre diese Liste nicht schon lang genug, gibt es auch einige Lifestyle-Faktoren, die hinter spröden Haaren stecken können. Es handelt sich um die üblichen Verdächtigen, die einer gesunden, wallenden Haarpracht im Weg stehen: Hitzestylings, strapazierende Behandlungen und das Rauchen.
- Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Erstens hemmt das Rauchen den Blutfluss zu den Haarfollikeln und wirkt sich negativ auf die Nährstoffversorgung aus. Zweitens bedeutet Rauchen oxidativen Stress. Die Folge? Das Haar wirkt stumpf und spröde. Es kommt sogar noch schlimmer: Rauchen lässt die Haare schneller grau werden.
- Du kennst das bestimmt: Nach einem langen Sommer wirken deine Haare aufgehellt, sind aber oft auch trockener, als in den Wintermonaten. Eine Ursache dafür sind die Strahlen der Sonne. UVB-Strahlen schädigen Haarproteine wie Keratin, das mit einem Anteil von bis zu 95 % den Hauptbestandteil unserer Haare ausmacht. Auch vor UVA-Strahlen solltest du deine Haare schützen.
- Chemisch gefärbtes Haar ist grundsätzlich anfälliger für Trockenheit, Haarbruch und Frizz. Beim Bleichen und Färben wird die Schuppenschicht der Haare geöffnet. Nur dadurch kann das Bleichmittel in den Haarschaft eindringen und mit dem Melanin reagieren. Auch das Keratin der Haarsubstanz wird dabei geschädigt. Ist dein Haar blondiert, benötigt es eine besonders intensive Pflege, um strohige Haare zu vermeiden. Unser Tipp: Integriere ein nährendes Haaröl in deine Routine.
- Wenn dein Haar feucht ist, ist es besonders anfällig für die Reibung, die beim Bürsten und Kämmen entsteht. Deshalb ist es super wichtig, hier sanft vorzugehen. Weil nasses Haar sich sehr gut dehnen (und: vermeintlich besser zähmen) lässt, unterschätzen wir oft, wie sehr wir die Haare dabei strapazieren. Das Problem: Schon eine Dehnung von mehr als 30 % verursacht irreparable Schäden in Form von brüchigem Haar.
- Siehe voriger Punkt: Weil feuchte Haare so empfindlich sind, ist es ratsam, besser nicht mit nassen Haaren schlafen zu gehen.
- Zugegeben - komplett auf Lockenstab, Föhn und Glätteisen zu verzichten, ist nichts für Jede(n). Trotzdem: Je weniger deine Haare mit den „heißen Eisen“ in Kontakt kommen, desto besser für deine Haargesundheit. Spare dir Hitzestylings besser für besondere Anlässe und Red-Carpet-Events auf.
- Du stehst auf den Clean Look - und ohne eine straff zurückgebundene Sleek-Back-Frisur bekommt dich niemand vor die Haustür? Dann solltest du deiner Haarpracht dringend eine Pause gönnen. Denn: Der starke Zug, der bei straffen Frisuren an der Haarwurzel entsteht, kann Haarausfall begünstigen.
Weitere Tipps für die Haarpflege
- Verwende für deine Haarwäsche am besten ein sanftes Shampoo aus der Naturkosmetik und achte darauf, die Wassertemperatur lauwarm zu halten. Statt eines Conditioners empfehlen wir einen echten Geheimtipp gegen strohige Haare: Die saure Rinse. Du kannst das Glanz-Geheimnis gegen sprödes Haar ganz einfach zu Hause machen. Gebe einfach 1 EL Zitronensaft oder 2 EL Apfelessig in eine 1-Liter-Wasserflasche.
- Strohige Haare wirken durch die aufgeraute Haarstruktur oft stumpf. Dazu kommt: Sprödes Haar kann Feuchtigkeit nicht so gut speichern, wie gesundes Haar. Das pflegende Haaröl von FIVE sorgt mit veganem Squalan für gesundes Haar mit Rapunzel-Feeling. Weil es die Kämmbarkeit erleichtert und als Hitzeschutz fungiert, schont es deine Haarstruktur und schenkt seidiges, glattes Haar. Gebe einfach ein bis zwei Tropfen des Leave-in Haaröls nach der Wäsche in die Längen und freue dich über intensiv genährtes, seidig glänzendes und geschmeidig-weiches Haar. Anmerkung: Das Haaröl eignet sich für dickes Haar, das eher zu viel Volumen hat.
- Sprödes Haar ist nicht das Einzige, was zwischen dir und gesundem wallendem Haar steht? Falls dir zusätzlich Schuppen, Juckreiz & Co. zu schaffen machen, nutze gezielt die Kraft aus frischen Kräutern für deine Haarpflege. Stelle dir aus frisch gepflückten Kräutern aus dem Garten (oder vom Balkon) einen starken Tee her. Lasse diesen abkühlen und gieße ihn über deine Kopfhaut.
- Gönne deinem Haar eine Pause von jahrelangem Blondieren und Bleichen. Wie wäre es zur Abwechslung mit dunkleren Farbtönen oder edlem Rot? Das klappt toll mit pflanzlichen Farbpigmenten. Sie ummanteln das Haar wie ein Schutzfilm mit Farb-Effekt, ohne es zu strapazieren oder die Kopfhaut zu reizen.
- Diesen gehypten Trend aus den sozialen Medien können wir dir wärmstens für deinen Schönheitsschlaf empfehlen. Auch, wenn er völlig ohne Hitze funktioniert. Perfekt also, um strohige Haare vor den strapazierenden Effekten von Lockenstab und Warmluftbürste zu schützen. Für die schwungvollen Locken über Nacht brauchst du lediglich ein spezielles Band.
- … am besten in Verbindung mit einem vitalisierenden Haaröl. Eine Kopfhautmassage kann helfen, das Haarwachstum zu stimulieren und diffusem Haarausfall entgegenwirken, da sie für eine bessere Durchblutung der Haarfollikel sorgt. Massiere deine Kopfhaut dafür einfach sanft mit den Fingerkuppen, ganz so, wie beim Shampoonieren der Haare. Wenn du möchtest, kannst du das Öl über Nacht einwirken lassen. Verteilst du es auch in den Längen, kann es helfen, strohige Haare sanft zu bändigen.
Ernährung für gesundes Haar
Bist du nicht ausreichend mit wichtigen Mikronährstoffen versorgt, wirkt sich das sichtbar auf deine Haargesundheit aus.
- Eisen: Eisenmangel steht mit diffusem Haarausfall in Zusammenhang. Ernährst du dich vorwiegend pflanzlich, sollten gute Eisenquellen wie grünes Blattgemüse, Nüsse, Samen und Kerne, sowie Trockenfrüchte, Hülsenfrüchte und Getreide wie Quinoa und Hirse oft auf deinem Speiseplan stehen.
- Zink: Zinkmangel kann Haarverlust begünstigen. Das wertvolle Spurenelement kommt in Vollkorngetreide, Nüssen und Samen sowie Hülsenfrüchten vor.
- Vitamin D: Auch ein Mangel am wichtigen „Sonnenvitamin“ kann einer gesunden Haarpracht im Wege stehen. Dieses Vitamin kann unser Körper selbst produzieren - vorausgesetzt, er bekommt Sonnenstrahlen ab (in Maßen!). Es steckt aber auch in Pilzen und Avocados.
- Biotin: (Vitamin H) hat einen besonderen Einfluss auf Haut, Haare und Nägel. Es aktiviert den Stoffwechsel und fördert so die Neubildung von Haarwurzeln, da Biotin für die Bildung von Keratin verantwortlich ist - dem Hauptbestandteil von Haaren.
Wichtig: Für gesund glänzendes Haar und eine jugendliche Haut kommt es auf das Zusammenspiel der Nährstoffe an, die du über deine Ernährung aufnimmst. Dazu gehören z.B. auch Vitamin A, Vitamin E, der Vitamin-B-Komplex und Kupfer.
Eine ausgewogene, gesunde Ernährung hilft Euch zudem, Übergewicht zu vermeiden. Dieser sollte kompakt und nur wenig gestuft sein. Optimal sind Haarlängen bis Ohrläppchen und Kinn (je nach Haarmenge).
| Nährstoff | Wirkung | Lebensmittel |
| Eisen | Sauerstofftransport, wichtig für Haarwachstum | Grünes Blattgemüse, Nüsse, Samen, Trockenfrüchte, Hülsenfrüchte, Quinoa, Hirse |
| Zink | Beteiligt an vielen Körperprozessen, fördert Haarwachstum | Vollkorngetreide, Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte |
| Vitamin D | Beeinflusst den Haarwachstumszyklus | Pilze, Avocados (und Sonnenlicht) |
| Biotin (Vitamin H) | Aktiviert Stoffwechsel, fördert Neubildung von Haarwurzeln, Keratinbildung | Süßkartoffeln, Eier, Nüsse, Samen |
Eure Haare benötigen während der Wechseljahre Eure besondere Aufmerksamkeit, damit sie gepflegt und schön aussehen.
- Wascht Eure Haare mit lauwarmem Wasser, um die Kopfhaut so wenig wie möglich zu reizen. Reduziert das Haarewaschen zudem auf ein Minimum, ganz nach dem Motto: So selten wie möglich, so häufig wie nötig. Verwendet zudem milde und silikonfreie Shampoos und massiert sie sanft in Eure Haare ein.
- Das beginnt bereits bei der Auswahl der Bürste. Haarbürsten mit hochwertigen Naturborsten sind besonders schonend für die Haare. Föhnt Eure Haare nur mit lauwarmer Luft und bürstet sie im Idealfall erst nach dem Föhnen. Im nassen Zustand sind die Haare besonders empfindlich. Verwendet zudem Stylingprodukte sparsam, um die Haare nicht zusätzlich zu belasten.
- Auf der Suche nach dem „perfekten“ Haarschnitt für dünne Haare stößt man häufig auf Shortcuts. Es stimmt tatsächlich, dass diese dem Haar mehr Volumen geben. Doch das bedeutet nicht, dass ein Kurzhaarschnitt auch pauschal die ideale Frisur für alle Beauties in den Wechseljahren ist. Neben der Haarstruktur spielen nämlich auch der Haartyp und die Gesichtsform eine Rolle. Und natürlich müsst Ihr Euch auf wohlfühlen.
- Achtet zusätzlich darauf, dass Ihr Euch möglichst ausgewogen und gesund ernährt. Zum einen versorgt Ihr Eure Haare so mit wertvollen Nährstoffen wie zum Beispiel Zink, Biotin und Selen. Sie tagen zum Erhalt normaler Haare bei. Vitamin B12 und Vitamin D tragen dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Hoffentlich konnte dieser Artikel dir etwas Mut machen. Eine ganzheitliche Strategie, die sowohl von innen (über eine gesunde Ernährung), als auch von außen (mit schonenden Frisuren und Stylings) deine Haargesundheit unterstützt, trägt langfristig zu gesund glänzendem Haar bei.
Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Erstellung von Diagnosen oder Therapieempfehlungen um eine ärztliche/therapeutische Tätigkeit handelt. Als pharmazeutischer Hersteller dürfen wir diesbezüglich keine Empfehlungen aussprechen. Bitte besprechen Sie eventuelle Fragen mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in Ihrer Apotheke.
tags:
#strohige #haare #ursachen #wechseljahre
Populäre Artikel: