Stoppelfreie Beine: Tipps für eine glatte Rasur ohne Irritationen

Viele Frauen träumen von glatten, seidigen Beinen, die sie im Sommer in kurzen Röcken, Kleidern und Hotpants präsentieren können. Doch oft trüben rote Punkte, auch bekannt als Erdbeerhaut, das Vergnügen. Aber keine Sorge, es gibt zahlreiche Tipps und Tricks, wie Sie stoppelfreie Beine erreichen und Hautirritationen vermeiden können.

Die beliebteste Form der Haarentfernung ist das Rasieren - schnell und effektiv, aber nicht immer die beste für die Haut. Die Haut wird durch die Rasur oder Epilation gereizt und reagiert mit Rötungen und Entzündungen, was zur Entstehung von Erdbeerhaut führen kann. Diese tritt nicht nur an den Beinen auf, sondern auch unter den Achseln oder im Intimbereich.

Vorbereitung ist alles: Die richtige Pflege vor der Rasur

Deshalb ist es wichtig, Ihre Haut vor und nach der Rasur richtig zu pflegen. Hier sind einige Tipps:

  • Peeling: Verwenden Sie ein Peeling, um abgestorbene Hautschuppen zu entfernen und die Poren zu reinigen. Ein Peeling vor dem Rasieren hilft auch, eingewachsene Haare zu vermeiden. Sie können selbst eine Paste aus Olivenöl, Honig und Zucker herstellen oder ein fertiges Produkt aus der Drogerie verwenden. Eine Alternative ist ein Säurepeeling mit Glykol- oder Milchsäure.
  • Warmes Wasser: Weichen Sie Ihre Haut vor der Rasur etwa 15 Minuten in warmem Wasser ein, um die Haare weicher zu machen und die Poren zu öffnen. Vermeiden Sie zu heißes Wasser, da dies die Poren verschließen und Rasurbrand begünstigen kann. Ein guter Zeitpunkt für die Rasur ist beim Duschen oder Baden, denn dann sind die Haare weicher.
  • Pre-Shave-Öl: Verwenden Sie ein Pre-Shave-Öl, um das beste Ergebnis der Rasur zu erzielen. Diese speziellen ätherischen Öle werden vor der Rasur sanft in die Haut einmassiert und sollen die kleinen Härchen weicher machen und Irritationen oder Erdbeerhaut vorbeugen.
  • Rasiergel oder -schaum: Das Rasiergel oder der -schaum ist bei der Rasur sehr wichtig. Dies lässt die Klingen vom Rasierer sanfter gleiten und die Härchen werden aufgestellt, sodass diese leichter abrasiert werden können. Dabei sollten Sie mit dem Rasierschaum nicht sparen - verteilen Sie diesen ausreichend auf der Haut Ihrer Beinen und verhindern Sie den sogenannten Rasurbrand. Falls Sie keinen Rasierschaum oder -gel besitzen, können Sie auf ein schäumendes Duschgel zurückgreifen. Spezielle 2-in-1-Duschgele entwickeln einen cremigen Schaum, der die Haare optimal auf die Rasur vorbereitet. Vorsicht mit herkömmlichen Duschgelen: Sie legen Sich um die Haare, machen sie dicker und das Rasieren so schwieriger.

Die richtige Technik für eine glatte Rasur

Nach der Vorbereitung der Haut kommt es zum eigentlichen Einsatz des Rasierers. Hier sind einige Tipps für eine schonende Rasur:

  • Wuchsrichtung: Bei stark gereizter Haut sollten Sie nicht gegen die Wuchsrichtung rasieren, um die Erdbeerhaut zu verhindern. Dabei müssen Sie vielleicht öfter über eine Stelle rasieren, um die Haare zu entfernen, doch die Erdbeerbeine werden auf alle Fälle weniger gereizt. An den Beinen sollte zudem stets gegen die Haarwuchsrichtung rasiert werden - also von unten nach oben. Für ein superglattes Ergebnis solltet ihr eure Beine immer zuerst in der Wuchsrichtung und dann gegen die Wuchsrichtung rasieren.
  • Rasierer: Für eine möglichst schonende Rasur ohne Hautirritationen sollten Sie auf jeden Fall zu einem Rasierer speziell für Frauen greifen. Nutzen Sie Rasierer mit mehreren Klingen statt nur einer. Der Druck verteilt sich damit besser auf der Haut. Ein Nassrasierer mit Schwinggelenk ist besonders hilfreich.
  • Regelmäßiger Klingenwechsel: Tauschen Sie die Klinge Ihres Rasierers regelmäßig um Erdbeerbeine zu vermeiden. So sollte zum Beispiel eine gute Klinge nach 5 bis 10 Rasuren getauscht werden und Einwegrasierer nach ca. einem Monat entsorgt werden. Nach der Zeit werden die Klingen vom Rasierer nämlich etwas stumpf und auch vom Pflegegel auf dem Rasierer ist wahrscheinlich nicht mehr viel übrig.
  • Sicherer Griff: Um das Verletzungsrisiko zu minimieren, sollte der Rasierer sicher und fest in der Hand liegen.

Pflege nach der Rasur: Feuchtigkeit und Beruhigung für die Haut

Ihre Haut ist nach dem Rasieren gereizt und ausgetrocknet - anfällig für Erdbeerhaut und Erdbeerbeine. Deshalb sollte sie nach dem Rasieren am besten gut eingecremt werden. Hier sind einige Tipps:

  • Feuchtigkeitslotion: Verwenden Sie dafür am besten eine beruhigende Feuchtigkeitslotion, ein Körperöl oder eine Aloe Vera Creme. Dies pflegt nicht nur Ihre Beine, sondern verleiht diesen auch einen tollen Schimmer nach Gebrauch vom Rasierer. Besonders bewährt hat sich der Wirkstoff Urea, der das Wasser bindet und den Feuchtigkeitshaushalt der Haut reguliert.
  • Kaltes Wasser: Spüle deine Beine nach dem Rasieren mit kaltem Wasser ab.
  • Nicht trocken rubbeln: Auch wenn Sie spät dran sind und sich nach der Dusche schnell anziehen wollen: Rubbeln Sie Ihre frisch rasierte Haut nicht trocken!
  • Sonnencreme: Anschließend die Sonnencreme nicht vergessen, denn gerade nach Säurepeelings ist die Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlen. Je höher der Lichtschutzfaktor, desto besser.

Alternative Methoden zur Haarentfernung

Neben der klassischen Rasur gibt es auch andere Methoden, um glatte Beine zu erreichen:

  • Epilation: Bei der Epilation zupft ein mit Pinzetten bestücktes Gerät die Haare samt Wurzel aus der Haut. Auch bei dieser Art der Haarentfernung hält das Resultat lange an - bis zu zwei Wochen etwa. Der Nachteil: Nach dem Epilieren kommt es häufig zu Hautirritationen. Um Hautreizungen zu vermeiden, solltet ihr eure Haut so gut wie möglich auf die Epilation vorbereiten. Die Beinhaare sollten zwischen zwei bis fünf Millimeter lang sein, damit die Pinzette sie auch wirklich erwischt. Längere Haare einfach trimmen oder ein paar Tage vor dem Epilieren rasieren. Die Haut sollte zudem frei von Cremes und Fetten sein. Nach dem Epilieren die Haut mit einer Extra-Portion Feuchtigkeit versorgen.
  • Waxing: Da mit Wachs auch die Haarwurzeln entfernt werden, ist die Behand­lung nicht voll­kommen schmerz­frei. Mit Wachs reißen Mutige Haare an der Wurzel heraus. Der Lohn: bis zu einen Monat Haarfreiheit.
  • Sugaring: Sugaring ist deutlich weniger schmerzhaft als Waxing. Die Körperhaare werden dabei mit einer Zuckerpaste entfernt, die Sie sogar selbst herstellen können.
  • Enthaarungscreme: Enthaarungscreme ist eine komplett schmerzfreie Form der Haarentfernung: Chemikalien in der Creme lösen die Haare einfach auf. Allerdings kann es dabei leicht zu Hautirritationen kommen.
  • Laser- oder IPL-Behandlung:

    Haarentfernung IPL: Professionell vs. Privat - Kosten, Zeit, Erfahrungen… I Cindy Jane

    Mit einer Laserbehandlung oder IPL-Behandlung können Haare dauerhaft entfernt werden. Eingewachsene Haare, Pünktchen, Pickel, Entzündungen, die Erdbeerhaut und der häufige Gebrauch vom Rasierer gehören der Vergangenheit an. Die Haare wachsen erst nach Monaten oder Jahren wieder nach. Bei der Haarentfernung mit dem Laser werden kurze Lichtblitze und Lichtimpulse an die Haut gegeben, wodurch das vorhandene Melanin in Wärme umgewandelt wird und die Haarwurzel zerstört. Auch hier sind die Ergebnisse sowie die Behandlungsdauer von der Beschaffenheit und Dichte der Haare abhängig. Der Lichtimpuls ist meist schmerzfrei, kann jedoch als leichtes Pieksen empfunden werden.

Umgang mit Rasurbrand, Erdbeerhaut und eingewachsenen Haaren

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es manchmal zu Hautirritationen kommen. Hier sind einige Tipps, was Sie dagegen tun können:

  • Rasurbrand: Neigst du zu Rasurbrand, solltest du sorgfältig alle oben genannten Schritte einhalten und auf scharfe Klingen achten. Weist die Haut an deinen Beinen nach der Rasur dunkle Pünktchen auf, kann es sich dabei um Rasurschatten handeln - besser bekannt als Erdbeerhaut oder Strawberry Legs. Auch hier können stumpfe Klingen und mangelnde Pflege nach der Rasur schuld sein.
  • Erdbeerhaut: Ziel ist es, die Dicke der oberen Hautschicht etwas zu verringern und Ablagerungen sanft zu entfernen, so dass der Talg abfließen kann. Dabei kann die regelmäßige Verwendung eines Peelings mit einer sanften Alpha- oder Beta-Hydroxysäure (AHA od er BHA) h elfen. Verwende das Peeling aber nie unmittelbar vor oder nach der Rasur. Achte bei deiner Bodylotion darauf, dass sie feuchtigkeitsspendend ist, aber nicht zu viele Öle enthält. Als Geheimtipp bei Rasierpickeln und Erdbeerhaut gilt die Anwendung von einem klärenden Gesichtstoner mit Salicylsäure.
  • Eingewachsene Haare: Versuche keinesfalls, das Härchen mit einer Pinzette oder den Fingernägeln herauszuziehen. Damit kannst du die Entzündung verschlimmern. Reibe stattdessen vorsichtig mit einem warmen, nassen Waschlappen sanft über die entzündete Stelle, um sie zu peelen. Zeigt das keinen Erfolg, kannst du eine spezielle Pflege für eingewachsene Härchen auftragen.

Mit diesen Tipps und Tricks steht glatten, stoppelfreien Beinen nichts mehr im Wege! Genießen Sie den Sommer in vollen Zügen!


Vergleich verschiedener Methoden zur Haarentfernung
Methode Dauer Schmerz Kosten Vorteile Nachteile
Rasur 1-3 Tage Kein Gering Schnell, einfach, kostengünstig Kurze Haltbarkeit, Hautirritationen möglich
Epilation Bis zu 2 Wochen Mittel Mittel Länger anhaltend als Rasur Hautirritationen möglich, schmerzhaft
Waxing Bis zu 4 Wochen Mittel bis Stark Mittel bis Hoch Lange Haltbarkeit Schmerzhaft, Hautreizungen möglich
Sugaring Bis zu 4 Wochen Leicht bis Mittel Mittel bis Hoch Lange Haltbarkeit, weniger schmerzhaft als Waxing Hautreizungen möglich
Enthaarungscreme Bis zu 1 Woche Kein Mittel Schmerzfrei Hautreizungen möglich
Laser/IPL Dauerhaft (Reduktion) Leicht Hoch Dauerhafte Haarentfernung Hohe Kosten, mehrere Behandlungen notwendig, nicht für jeden Hauttyp geeignet

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