Stephanie von Bismarck (48), ehemals zu Guttenberg, präsentiert sich nach ihrer Scheidung selbstbewusst und gelöst. Ihr Stil hat sich gewandelt: von glamourösen Auftritten an der Seite ihres Mannes zu einem entspannt-souveränen Business-Look.
In Heidelberg zeigte sich Stephanie zu Guttenberg (36) in einem neuen Look - mit Power-Blazer und Trend-Haarschnitt. Anlass war die Übergabe des Vorsitzes des Kinderschutzvereins „Innocence in Danger“.
Die Frau von Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (41, CSU) lebt seit einigen Jahren mit ihrer Familie in den USA. Stephanie zu Guttenberg sagte: „Wir fühlen uns dort sehr wohl. Mich beeindruckt, wie in Amerika schon Kinder zum Ehrenamt erzogen werden.“
Nach vier Jahren als Präsidentin von „Innocence in Danger“ zog Guttenberg Bilanz: „Wir waren sehr erfolgreich, konnten mehr als 1,5 Millionen Euro Spenden sammeln.“ Besonders in Erinnerung bleiben ihr persönliche Begegnungen: „Es hat mich berührt zu sehen, wie wir aus weinenden Kinderaugen fröhlichere machen konnten.“
Stephanie zu Guttenberg engagierte sich als Präsidentin des deutschen Vereins „Innocence in Danger“ gegen sexuellen Missbrauch von Kindern, insbesondere gegen die Verbreitung von Kinderpornografie im Internet.
Stephanie von Bismarck setzt heute ihre eigenen Akzente und geht ihren eigenen, erfolgreichen und internationalen Weg. Sie ist Unternehmerin, Autorin, Podcasterin und Rednerin (u. a. für die „World Woman Foundation“). Ihr beruflicher Fokus liegt auf Erziehung, Wissenschaft, Bildung und dem Leben in der digitalen Welt.
Ihr Tätigkeitsfeld basiert u. a. auf einem reichen Fremdsprachenschatz (Deutsch, Schwedisch, Englisch, Französisch und Italienisch fließend) sowie einem Politik- und Wirtschaftsnetzwerk, das aus der Zeit stammt, als Karl-Theodor zu Guttenberg Bundeswirtschaftsminister (2009) und Bundesverteidigungsminister (2011) war.
Mit der Politikerkarriere ihres damaligen Ehemannes wurde Stephanie über Nacht ins Rampenlicht katapultiert. Obgleich schon zweifache Mutter, erfüllte sie die gesellschaftliche Rolle der schönen Politiker-Ehefrau aus bestem Hause perfekt. Doch darauf reduziert werden, das wollte sie nie.
Einige Beobachter stellten sich die Frage: Was trägt Frau an der Front? Stephanie zu Guttenberg wählte ein Outfit, das zwei Dinge schaffte. Die Truppe hatte sich das gewünscht, begründete der Verteidigungsminister seine Begleitung: Ministergattin Stephanie zu Guttenberg.
So wie sie dem Flieger im Feldlager Kundus in Afghanistan völlig knitterfrei entsteigt und sich durch die Haare fährt, fühlt man sich an die Drei-Wetter-Taft-Werbung aus den Neunzigern erinnert.
Es war wohl ihr Ehemann, der Stephanie zu Guttenberg zum Rollkragenpullover riet. Auch bei der Wahl der Beinkleider hatte der Verteidigungsminister Erfahrung: Die sandfarbene Hose hatte sich schon während der vergangenen Reisen nach Afghanistan bewährt, nun reisten die Guttenbergs eben im Partnerlook.
Die Frau des Verteidigungsministers kombinierte diese Hose mit einem nachtblauen Parka, der sowohl sportlich als auch praktisch wirkt. Stephanie zu Guttenbergs derbe Ugg-Boots waren auf alle Fälle eine viel bessere Wahl als die Ballerinas, die Eva Luise Köhler, die Frau des damaligen Bundespräsidenten, bei ihrem Besuch im Bundeswehrfeldlager Camp Marmal in Masar-i-Scharif im Norden von Afghanistan im Mai trug.
Stephanie zu Guttenberg unterschied sich in ihrem Alltags-Look auch sonst deutlich von Eva Luise Köhler. Die dicke Schutzweste und der Helm in der Hand ließen die Frau des Verteidigungsministers unter den Truppen in Afghanistan nicht weiter auffallen. Doch wer genau hinsah, merkte: Ihr Auftritt war wie immer ladylike - dafür sorgte der Leder-Shopper und der Parka mit Pelzbesatz.
Beim gemeinsamen Essen in der Kantine stach sie schon mehr ins Auge - vor allem wegen ihres Lächelns.
Das Ehepaar zu Guttenberg war auf dem besten Weg, sich als Stilvorbild zu etablieren. Das hatte ihr Überraschungsbesuch in Afghanistan bewiesen.
Stephanie zu Guttenberg hat ein Buch über sexuellen Missbrauch von Kindern geschrieben. Bei ihrer Buchvorstellung trug sie ihre blonden Haare zu einem einfachen Pferdeschwanz zusammengebunden, trug schlichten Schmuck, schwarzen Blazer und schwarzen Rock. Es sollte nicht um sie gehen, sondern um ihr Anliegen - das war die Botschaft, die sie vermitteln wollte.
Gemeinsam mit ihrem Verleger Manuel Herder sprach die Präsidentin des Vereins "Innocent in Danger", der sich aktiv gegen sexuellen Missbrauch von Kinder einsetzt, über das "Tabu-Thema", das sie in die Öffentlichkeit "zerren" wollte.
Auf der anschließenden öffentlichen Buchvorstellung samt Lesung wurde die Autorin mit großem Applaus des - zumeist älteren - Publikums empfangen. Sie wetterte gegen die Politik, die sich dem Thema bisher nicht wirklich angenommen habe und über die "runden Tische", deren Ergebnisse meist nicht über "Lippenbekenntnisse" hinausgingen. Auch die katholische Kirche nahm sie ins Visier.
Sie nannte Zahlen und Fakten, beispielweise, dass sich ein missbrauchtes Kind im Schnitt acht Erwachsenen anvertrauen müsse, bevor man ihm glaube. "Das ist einfach sieben Mal zu viel", sagte sie empört und erntete zustimmendes Nicken im Saal.
Als Stephanie zu Guttenberg ihre Vorlesung beendete, die Bühne verließ, um Bücher zu signieren, war ihr Mann sichtlich stolz und klatschte. Er klatschte laut - und war in Sekundenbruchteilen von einer großen Menschentraube umringt, gab Fernsehinterviews und lächelte in die Kamera.
Nach der Plagiatsaffäre ihres Mannes zog Stephanie mit ihm in die USA und half ihm dabei, ein Familienleben weit entfernt von Hasskommentaren und Häme aufzubauen und später auch seine posttraumatische Belastungsstörung samt Panikattacken zu überwinden.
Nach ihrer Scheidung nahm Stephanie von Bismarck ihren Mädchennamen wieder an, lebt in der Schweiz und startet beruflich durch. Sie kündigte ihren neuen Podcast „How do we manage“ an, in dem sie mit internationalen Experten große zukunftsrelevante Themen diskutiert.
Und auch privat läuft es für Stephanie von Bismarck bestens: Sie hat einen neuen, international aktiven Business-Mann an ihrer Seite, ist verliebt und glücklich. Ihr neues Leben ist eine Erfolgsgeschichte auf allen Ebenen!
Stephanie zu Guttenberg schloss eine baldige Rückkehr nach Deutschland aus. Sie legte in Heidelberg die Präsidentschaft des Kinderschutzvereins Innocence in Danger nieder. "Ich würde das Amt nicht niederlegen, wenn ich in einem halben Jahr wieder in Deutschland wäre", sagte sie der Nachrichtenagentur DPA.
In ihrer Amtszeit hat zu Guttenberg nach Angaben des Vereins mehr als 1,5 Millionen Euro für den Kinderschutz gesammelt. Sie werde sich auch künftig für das Thema engagieren, "weil ich der Meinung bin, dass viel zu wenig geschieht", betonte sie.
Ihre Nachfolgerin als Präsidentin von "Innocence in Danger" ist die Heidelberger Juristin Marina von Achten.
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