Starker Haarausfall nach Grippe: Ursachen und Behandlung

Jedes Jahr, wenn die Temperaturen sinken, erlebt die Grippe ihren Aufschwung. Was jedoch viele nicht wissen: Monate nach der Erholung können einige Personen einen unerwarteten Haarverlust erleben. Dieser Beitrag beleuchtet die Ursachen von Haarausfall nach einer Grippe und bietet Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie Ihre Haarpracht erfolgreich regenerieren können.

Auch bekannt als: Outflowing of the hair, Defluvium, Telogenem Effluvium, Haarausfall, Effluvium, Telogenes. Haarausfall wird als verstärkt bezeichnet, wenn pro Tag über 50 Haare verloren werden.

Was ist diffuser Haarausfall?

Von diffusem Haarausfall spricht man, wenn sich das Haar auf dem Kopf insgesamt ausdünnt und die Kopfhaut stärker durchschimmert als üblich. Beim diffusen Haarausfall lichtet sich das Haar am gesamten Kopf, sodass die Kopfhaut unter den Haaren hervorschimmert. Anzeichen dafür ist, dass täglich mehr als 100 Haare ausgehen.

Die Alopecia diffusa, wie Experten diese Haarausfall-Form nennen, kann viele Ursachen haben. Häufig gibt es einen Auslöser dafür. Die Ursachen für den Haarausfall sind sehr verschieden.

Ursachen für Haarausfall nach einer Grippe

Diffuser Haarausfall nach einer Grippe kann ein nachhaltiges Zeichen dafür sein, dass die Infektion den Körper nachhaltig beeinflusst hat, selbst Wochen nach der Genesung. Durch Viren verursachte Erkrankungen wie Grippe oder Covid-19 können mit Haarausfall einhergehen. Auch Infekte mit hohem Fieber wie z.B. eine starke Grippe und Operationen in Vollnarkose können zu einem diffusen Haarausfall führen.

Was im Körper dabei passiert und was man dagegen tun kann, erklärt Dr. Royeck: Die Virusinfektion bzw. die dadurch bedingten internistischen Erkrankungen wie eine Lungenentzündung stellen eine starke Belastung für den Körper da. Eine solche Belastung kann zur Entwicklung eines sog. Telogenen Effluviums führen.

Die Ursachen sind im Fall von Covid-19 nicht vollständig geklärt. Aber eine solche Infektion, eine schwere Grippe oder auch eine Operation haben oft zur Folge, dass die Haarwurzeln nicht ausreichend mit Mikronährstoffen und Sauerstoff versorgt werden, weil der Körper sich um Akutes kümmert. Den Haaren fehlt dann quasi der Treibstoff.

Noch ist nicht geklärt, wie genau der Virus den Ausfall der Haare verursacht. Eine Möglichkeit ist, dass der neu entdeckte Virus Haarfollikel infiziert und so den Wachstumszyklus stört. Eine weitere Hypothese ist, dass der Körper als Abwehrreaktion auf die Virusinfektion eine überschießende Immunantwort auslöst.

Im Zuge der Infektabwehr kann das Haar von der Blutversorgung getrennt werden und von der Wachstumsphase in die Ausfallphase (Telogene Phase) wechseln. Man spricht von Telogenem Effluvium, bei dem mehr Haare als gewöhnlich in diesen Zustand eintreten. Die Telogenphase wiederum dauert meistens 3-4 Monate, weshalb es dann mit einer zeitlichen Verzögerung von 3-4 Monaten nach dem auslösenden Ereignis zu Haarausfall kommt.

Die Symptomatik des Haarausfalls beginnt daher in der Regel erst Monate nach der eigentlichen Covid-Erkrankung. Die Frage nach dem Warum ist nicht einfach.

Weitere mögliche Ursachen für diffusen Haarausfall:

  • Stress und psychische Belastung: Insbesondere lange anhaltender, chronisch werdender Stress kann eine Ursache sein.
  • Hormonelle Umstellung: Nach der Menopause, Absetzen der Pille, Schwangerschaft oder auch durch eine Störung der Schilddrüsenhormone.
  • Mangel an Nährstoffen: Z.B. Vitamine, Zink, einseitige Ernährung.
  • Medikamente: Z.B. durch eine Chemo.
  • Saisonaler Wechsel: Häufig im Frühling und im Herbst verstärkt.

Symptome von diffusem Haarausfall

Es kommt zu einem Verlust von über 50-100 Haaren pro Tag. Das Haar-Bild erscheint insgesamt lichter und dünner, eventuell ist die Kopfhaut dadurch sichtbarer. Kahle Stellen sind nicht vorhanden.

Anders als beim anlagebedingten oder kreisrunden Haarausfall, bilden sich beim diffusen Haarausfall üblicherweise keine kahlen Stellen. Es passiert auch nicht, dass die Haare komplett ausfallen.

Diagnose von diffusem Haarausfall

Insbesondere bei diffusem Haarausfall sind eine genaue ärztliche Erhebung der Vorgeschichte (Anamnese) und individuelle diagnostische Maßnahmen wie z.B. Laboruntersuchungen erforderlich. Um diffusen Haarausfall festzustellen, sind ein ausführliches Gespräch und eine körperliche Untersuchung wichtig.

Im Gespräch wird die Ärztin oder der Arzt verschiedene Fragen zur Lebenssituation, Ernährungsgewohnheiten und zur Krankengeschichte stellen. Die Ärztin oder der Arzt untersucht die Haare, die Kopfhaut und die Nägel. Außerdem prüft sie oder er eventuell mit einem Zupftest, ob es sich um einen aktiven Haarausfall handelt. Zusätzlich lässt sich mit einem Trichogramm bestimmen, wie viele Haare sich im Ausfall-Stadium befinden.

Besteht der Verdacht, dass ein Mangel an Mineralstoffen wie Eisen oder eine Schilddrüsen-Erkrankung den Haarausfall ausgelöst hat, helfen Blutuntersuchungen weiter.

Behandlung von diffusem Haarausfall

Ist die Ursache festgestellt, sollte diese behandelt werden. Um diffusen Haarausfall behandeln zu können, ist es wichtig, den Auslöser zu finden und zu beseitigen. Des Weiteren sind äußere Faktoren (wie Stress, psychische Belastung, Zug oder Druck) möglichst zu vermeiden. Eine ausgewogene Ernährung kann ebenso unterstützend wirken!

Welche Therapie zum Einsatz kommt, richtet sich immer nach der jeweiligen Ursache: Liegt eine Erkrankung vor, muss diese entsprechend behandelt werden. Ist die Einnahme von Medikamenten der Auslöser, kann der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin eventuell ein anderes Präparat verschreiben. Wichtig ist, die Medikamente nicht eigenmächtig abzusetzen.

Wenn der Haarausfall durch eine Diät entstanden ist, ist es sinnvoll, die Diät zu beenden und auf eine ausgewogene Ernährung umzustellen. Besteht ein anhaltender Mangel an Nähr- oder Mineralstoffen, kann die Ärztin oder der Arzt diesen feststellen und gegebenenfalls ein geeignetes Präparat verschreiben.

Der Wirkstoff Minoxidil kann als Lösung auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Dieser Wirkstoff führt zu einer Stimulation des Haarfollikelwachstums.

Da der Haarausfall in der Regel reversibel ist, positiv bleiben, Ruhe bewahren und nicht in ein Gedankenkreisen rund ums Haar geraten. Stattdessen optimale Bedingungen für die neuen Haare schaffen, d. h. z. B. Es sollte so beispielweise nach Mikornährstoffstörungen gescreent werden (z. B. Zink, Eisen, Vit D3 usw.) und ggf.

Werden die Ursachen für eine Alopecia diffusa erkannt und behandelt, kann man den Haarverlust stoppen. Ein solcher Haarausfall dauert also in der Regel nur so lange, bis die Ursache identifiziert sowie behandelt wurde.

Hier ist eine Tabelle mit einigen der häufigsten Ursachen für diffusen Haarausfall und den entsprechenden Behandlungsansätzen:

Ursache Behandlung
Eisenmangel Eisensupplemente, eisenreiche Ernährung
Schilddrüsenprobleme Hormontherapie zur Regulierung der Schilddrüsenfunktion
Stress Stressmanagement-Techniken, Entspannungsübungen, Psychotherapie
Medikamente Alternative Medikamente in Absprache mit dem Arzt
Nährstoffmangel Ausgewogene Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel

Haarausfall nach Corona-Infektion? Das kannst du tun!

Haarausfall nach einer Grippe wird in der Regel als vorübergehende Erscheinung angesehen, die ohne spezielle Behandlung abklingt. Personen, die nach einer Grippe unter diffusem Haarausfall leiden, sollten sich vor allem gedulden. Der Haarausfall reguliert sich in der Folgezeit innerhalb mehrerer Wochen bis Monate wieder von selbst. Bis die Haare wieder komplett nachgewachsen sind, kann es auch Monate bis zu einem Jahr dauern.

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