Starker Haarausfall bei Frauen im Herbst: Ursachen und Lösungen

Viele Frauen bemerken im Herbst einen verstärkten Haarausfall. Das kann beunruhigend sein, ist aber oft ein natürlicher Prozess. Wir zeigen Ihnen die Ursachen und was Sie dagegen tun können.

Warum fallen im Herbst mehr Haare aus?

Es gibt verschiedene Gründe, warum es gerade im Herbst vermehrt zu Haarausfall kommen kann:

  • Saisonale Ursachen: Ähnlich wie bei Tieren findet ein Fellwechsel statt. Im Sommer schützen mehr Haare vor der Sonne, die dann im Herbst vermehrt ausfallen.
  • Wachstumsphasen der Haare: Jedes Haar durchläuft eine Wachstums- und eine Ruhephase. Im Spätsommer und Herbst gehen mehr Haare in die Ruhephase über.
  • Belastung durch Sonne und Wasser: Im Sommer sind Haare und Haarwurzeln starker UV-Strahlung, Chlor- und Salzwasser ausgesetzt. Die Haarfollikel schützen sich, indem sie in eine Ruhephase übergehen, was im Herbst zu Haarausfall führt.
  • Vitamin-D-Mangel: Da wir im Herbst weniger Sonne tanken, nimmt der Vitamin-D-Spiegel im Körper ab, was Haarausfall begünstigen kann.
  • Schlechte Durchblutung der Kopfhaut: Kältere Temperaturen können dazu führen, dass sich die Gefäße zusammenziehen und die Kopfhaut schlechter durchblutet wird.

Der saisonale Haarausfall ist meist ein Erneuerungsprozess, bei dem anstelle der ausgefallenen Haare neue nachkommen.

Die besten Tipps gegen Haarausfall | Dr. Johannes Wimmer

Wie läuft der Haarausfall im Herbst ab?

Das Ausfallen der Haare im Herbst hängt mit den Wachstumsphasen der Haare zusammen.

  • Anagene Phase (Lebendphase): Die Haare wachsen über Jahre hinweg. Etwa 90 Prozent der Haare befinden sich in dieser Phase.
  • Telogene Phase (Ruhephase): Diese Phase dauert etwa zwei bis vier Monate. Die Haarwurzel regeneriert sich und das Haar fällt aus.

Normalerweise fällt der Wechsel aus Ruhe- und Lebendphase nicht auf, aber im Herbst befinden sich mehr Haare in der Ruhephase.

Wie lange dauert der Haarausfall im Herbst an?

In der Regel bemerken Betroffene über einen Zeitraum von ein bis drei Monaten vermehrt Haare in der Bürste. Nach dieser Zeit bilden sich aus den Haarfollikeln wieder neue Haare.

Was kann man gegen saisonalen Haarausfall unternehmen?

Es gibt verschiedene Maßnahmen, um den saisonalen Haarausfall zu mildern und die Haare zu stärken:

  • Haare weniger stressen: Vermeiden Sie übermäßige Sonneneinstrahlung und tragen Sie eine Mütze als Schutz.
  • Milde Shampoos verwenden: Wählen Sie Shampoos ohne Silikone und mit milden Inhaltsstoffen.
  • Überpflegen vermeiden: Weniger ist oft mehr. Vermeiden Sie wilde Experimente mit überteuerten Wachstumsshampoos.
  • Entspannung: Reduzieren Sie Stress durch Entspannungsübungen, Yoga oder ein entspannendes Bad.
  • Vitamin-D-Speicher füllen: Sorgen Sie für ausreichend Vitamin D durch Spaziergänge im Freien und eine ausgewogene Ernährung.
  • Kopf warm halten: Eine Mütze schützt die Kopfhaut vor Kälte und fördert die Durchblutung.

Ernährungstipps gegen Haarausfall

Eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung ist wichtig für gesundes Haarwachstum. Folgende Lebensmittel können helfen:

  • Bio-Eier: Reich an Biotin und hochwertigem Protein.
  • Lachs: Liefert Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D.
  • Spinat: Enthält Eisen, Vitamin A und C sowie Folsäure.
  • Nüsse und Samen: Bieten Omega-3-Fettsäuren, Zink und Vitamin E.
  • Süßkartoffeln: Reich an Beta-Carotin, das zu Vitamin A umgewandelt wird.
  • Avocado: Liefert gesunde Fette und Vitamin E.
  • Beeren: Enthalten Antioxidantien und Vitamin C.
  • Griechischer Joghurt: Eine gute Quelle für Protein und Vitamin B5.
  • Karotten: Reich an Vitamin A, das die Talgproduktion fördert.
  • Linsen: Voller Eisen, Zink und Proteine.

Hausmittel gegen Haarausfall

Einige Hausmittel können ebenfalls unterstützend wirken:

  • Apfelessig: Reinigt verstopfte Poren und lässt die Haare besser wachsen.
  • Bier: Die Vitamine B5 und B6 regulieren die Talgproduktion der Kopfhaut.
  • Bockshornklee: Regt die Durchblutung der Haarwurzeln an.
  • Kokosöl: Spendet Feuchtigkeit und stärkt die Haarstruktur.
  • Kaffee: Regt die Durchblutung der Kopfhaut an.
  • Haferflocken: Reich an Zink, Biotin und Proteinen.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Es ist ratsam, einen Arzt aufzusuchen, wenn:

  • Über einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen mehr als 100 Haare pro Tag ausfallen.
  • Der Haarausfall plötzlich und stark auftritt.
  • Der Haarausfall über den Herbst hinaus anhält.

Ein Arzt kann die Ursache des Haarausfalls feststellen und eine geeignete Behandlung empfehlen.

Was kann der Arzt unternehmen?

Der Arzt kann verschiedene Maßnahmen ergreifen:

  • Blutuntersuchung: Um organische Ursachen auszuschließen.
  • Haaranalyse: Eine computergestützte Haaranalyse kann helfen, die Ursache des Haarausfalls zu bestimmen.
  • Mesotherapie: Injektionen von Vitaminen und Proteinen in die Kopfhaut, um die Haarwurzeln zu stärken.
  • PRP-Behandlung: Injektion von plättchenreichem Plasma aus dem eigenen Blut in die Kopfhaut, um das Haarwachstum anzuregen.
  • Medikamente: Bei erblich bedingtem Haarausfall können Medikamente wie Minoxidil helfen.

Haarpflege-Tipps für den Herbst

Hier sind einige zusätzliche Tipps für die Haarpflege im Herbst:

  • Feuchtigkeitsspendende Produkte verwenden: Trockene Heizungsluft kann das Haar austrocknen.
  • Regelmäßig zum Friseur gehen: Um Spliss zu entfernen und das Haar gesund zu halten.
  • Antistatische Pflegeprodukte nutzen: Gegen fliegende Haare.
  • Kopfhaut regelmäßig massieren: Fördert die Durchblutung und stärkt die Haarwurzeln.

UrsacheMaßnahme
Saisonale UrsachenMütze tragen, Sonne meiden
Vitamin-D-MangelSpaziergänge im Freien, Vitamin-D-reiche Ernährung
Trockene KopfhautFeuchtigkeitsspendende Produkte, Kopfhautmassage
StressEntspannungsübungen, Yoga

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