Die richtige Anwendung von Haarspülung für glänzendes und gesundes Haar

Eine Haarspülung, im Englischen auch „Conditioner“ genannt, zählt neben dem Shampoo zu den wichtigsten Pflegeprodukten für das Haupthaar. Während das Shampoo der Reinigung von Verschmutzungen, Talg und Kosmetikrückständen dient, sorgt die Spülung für eine intensive Pflege. Mit der perfekten Haarspülung pflegen Sie die Pracht auf Ihrem Kopf. Sie sorgen für gesunde Haare und verbessern zeitgleich Ihr Erscheinungsbild.

Doch wie finden Sie die richtige Haarspülung und wie wenden Sie diese fachgerecht an? Dieser Artikel beantwortet diese Fragen und gibt Ihnen umfassende Informationen rund um das Thema Haarspülung.

Der Unterschied zwischen Haarspülung, Shampoo und Kur

Shampoo und Conditioner bilden das perfekte Team bei der Haarpflege. Shampoos befreien das Haar von Staub, Talg und Stylingrückständen. Während des Einschäumens rauen die waschaktiven Substanzen die äußere Haarschicht, die „Schuppenschicht“, auf und lösen Verschmutzungen heraus.

Zurück bleiben saubere Haare - und eine geöffnete Schuppenschicht. Durch diese verliert das Haar Feuchtigkeit. Zudem ist es besonders angreifbar für schädliche Einflüsse wie UV-Licht und Hitze, aber auch aufnahmefähiger für Pflegestoffe. Diese liefert der Conditioner.

Ein Conditioner bzw. eine Spülung rundet die Haarpflegeroutine ab. Spülungen können durch das Versiegeln der Schuppenschicht für einen Oberflächenschutz gegen schädigende äußere Einflüsse wie UV-Licht, Hitze, Reibung und Wind sorgen. Die Haare wirken geschmeidiger, glänzen und lassen sich leichter kämmen. Je glatter die Oberfläche des einzelnen Haares, desto weniger reiben die Haare insgesamt aneinander.

Vor allem lange und beanspruchte Haare benötigen regelmäßig eine Wellness-Auszeit, um gesund auszusehen. Hier kommen Haarkuren ins Spiel. Sie sind reichhaltiger als Conditioner und wirken längere Zeit im Haar ein - das erhöht den Pflegeeffekt. So kann Schäden wie Haarbruch und Spliss vorgebeugt werden. Weil Haarkuren so reichhaltig sind, können sie vor allem feine und normale Haare beschweren. Daher sollten sie nicht zu häufig Anwendung finden. Während sich Conditioner bzw. Haarspülungen ideal als tägliche Beauty-Helfer eignen, sind Kuren hingegen nur zweimal pro Woche (statt Spülung) zu empfehlen. Bei weniger strapazierten und feinen Haaren genügt es, die Pflegepackung einmal wöchentlich aufzutragen.

Was ist ein Conditioner?

Auf die Frage, was eine Spülung ist, wissen Sie nun die Antwort. Eine Spülung schenkt Glanz und Geschmeidigkeit und bildet den Abschluss der Haarwaschroutine. Ein Conditioner auch. Conditioner sind Produkte, die nach der Haarwäsche aufgetragen werden und Proteine, Öle sowie andere Pflegestoffe enthalten.

Aber was heißt Conditioner auf Deutsch? Tatsächlich ist ein Conditioner einfach das englische Pendant zur Spülung. Das beantwortet auch direkt die nächste Frage, die viele sich stellen: Ist Conditioner das gleiche wie Spülung? Ist ein Conditioner bzw. eine Spülung als Ergänzung zum Shampoo notwendig?

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Die richtige Anwendung von Haarspülung

Haarspülungen wenden Sie immer nach dem Waschen der Haare mit Shampoo an. Vor der Anwendung der Haarspülung müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Haare komplett von allen Shampooresten befreit sind. Spülen Sie also lieber einmal mehr als zu wenig. Anschließend können Sie die Haarspülung auftragen, wobei eine kleine Menge meist vollkommen ausreichend ist. Verwenden Sie dagegen zu viel der Haarspülung bleiben Reste in den Haaren haften und Ihre Haare sehen nach dem Waschen strähnig und fettig aus.

Die Haarspülung müssen Sie nun möglichst gleichmäßig im ganzen Haar verteilen und dabei in allen Haarpartien gut einmassieren. Jetzt lassen Sie die Haarspülung kurz einwirken. Meist reichen hier ein bis zwei Minuten, bevor Sie die Haarspülung wieder mit ausreichend Wasser gründlich ausspülen.

Es dürfen keine Reste der Haarspülung in Ihrem Haar verbleiben. Verwenden Sie daher zum Ausspülen immer lauwarmes Wasser und spülen Sie ruhig ein paar Minuten. Das ablaufende Wasser muss vollkommen klar sein und es darf sich kein Schaum mehr bilden.

Conditioner richtig auftragen: Vermeiden Sie diese Fehler

Einer der häufigsten Fehler beim Haarewaschen hat mit der Art und Weise zu tun, wie Conditioner verwendet wird. Der erste Fehler besteht darin, ihn nicht nach jeder Haarwäsche zu verwenden. Der andere große Fehler besteht darin, dass das Haar nach der Haarwäsche und vor der Anwendung der Spülung nicht getrocknet wird.

Stylist Álex Rodríguez Agramunt von ALMA Hair Spa bestätigt, dass "das konditionierende und feuchtigkeitsspendende Produkt nur dann eindringen und wirken kann, wenn die Haare nach dem Ausspülen des Shampoos getrocknet werden". Zum Beispiel mit einem Handtuch. "Wir sollten die Feuchtigkeit aus den Haaren nach dem Waschen 10 bis 15 Sekunden lang entfernen, dann die Spülung auftragen und einwirken lassen", erklärt er.

Tipps zur Auswahl der richtigen Haarspülung

Verwenden Sie bestenfalls eine Spülung, die auf die Bedürfnisse und Beschaffenheit Ihrer Haare abgestimmt ist. Dies kommt immer auf Ihre Haare an. Es gibt Haarspülungen für normales Haar, aber auch für trockenes, strapaziertes sowie für fettiges Haar. Möchten Sie Ihrem Haar etwas Gutes tun zum Beispiel nach dem Urlaub, nach intensiver Sonneneinstrahlung oder nach dem Baden in Salz- und Chlorwasser, dann verwenden Sie eine intensive Feuchtigkeitspflege als Haarspülung.

Je nach Haartyp sind die einzelnen Spülungen mit ihren Inhaltsstoffen zur Pflege mehr oder weniger geeignet. So gibt es Produkte für trockene, fettige, lockige oder gefärbte Haare.

Spezielle Inhaltsstoffe und ihre Wirkung

Conditioner mit Linolsäure: regeneriert die Hautbarriere der Kopfhaut, lindert Juckreiz und sorgt für geschmeidiges Haar.

Der pflanzliche Inhaltsstoff Crinipan® PMC green reduziert den Hefepilz Malassezia furfur, der Schuppen und Juckreiz auf der Kopfhaut verursacht. Es wird ein ausgeglichenes Kopfhautmikrobiom gefördert.

Die Inhaltsstoffe Symferment® und Meeresferment-Extrakt speichern dabei langanhaltend Feuchtigkeit, während pflanzliche Öle dem Haar mehr Geschmeidigkeit und Glanz verleihen.

Haarspülung selber machen

Eine Haarspülung können Sie ganz leicht selber herstellen. Hierfür benötigen Sie lediglich Apfelessig und Wasser. Die selbstgemachte Haarspülung eignet sich für fettige Haare.

Leave-in-Conditioner: Die Spülung, die im Haar bleibt

Nicht immer müssen Sie Haarspülungen auswaschen. Es gibt auch Varianten, die nach dem Auftragen in Ihren Haaren verbleiben. Die Rede ist dann von sogenannten Leave-in-Spülungen. Meist handelt es sich hierbei um Sprühkuren, die Sie nach dem Waschen Ihrer Haare in die handtuchtrockenen Haare einsprühen. Jedoch sollten Sie auch hier möglichst den Haaransatz auslassen, denn dadurch werden die Haare unnötig beschwert.

Anwendung von Leave-in-Conditionern

Lockenköpfe aufgepasst: Du suchst nach der perfekten Lockenpflege für mehr Definition und Feuchtigkeit? Trage Deinen Leave-In Conditioner auf das handtuchtrockene Haar auf und konzentriere Dich dabei auf die Längen und Spitzen. Da man Conditioner nicht auswaschen muss, kannst Du auch Deine herkömmliche Spülung als Leave-in benutzen. Trage dafür eine kleine Menge auf das noch nasse Haar auf und tupfe Dein Haar anschließend mit einem Mikrofaserhandtuch trocken, um überschüssiges Produkt zu entfernen.

Wenn Du Feuchtigkeit und Frizz-Kontrolle brauchst, kombiniere einen unserer hydratisierenden Conditioner mit der Wahre Schätze Pflegespülung ohne Auswaschen. Bei geschädigtem oder coloriertem Haar ist der Fructis Schadenlöscher Veganes Keratin 10-in-1 Leave-in Deine erste Wahl. Er repariert strapaziertes Haar und schützt vor weiteren Schäden. Für feines Haar ist die Fructis Aloe Hydra Bomb Air-Dry Cream ideal, da sie Feuchtigkeit spendet, ohne das Haar zu beschweren.

Die CWC-Methode: Conditioner-Shampoo-Conditioner

Auf Social Media gehen immer wieder Conditioner-Hacks viral. Die sogenannte CWC-Methode (Conditioner-Shampoo-Conditioner) kannst Du ganz einfach in Deine Haarwasch-Routine integrieren. Bei der CWC-Methode startest Du bereits vor dem Shampoonieren mit dem Conditioner, den du großzügig auf Längen und Spitzen verteilst. Erst danach kommt das Shampoo. Beim Conditioner-Washing lässt Du das Shampoo komplett weg und verwendest stattdessen Deinen Conditioner zur sanften Reinigung. Anschließend spülst Du ihn gründlich aus, um alle Rückstände zu entfernen.

Wann sollte man auf Haarspülungen verzichten?

Haben Sie extrem dünnes Haar, dann ist die Haarstruktur für eine Haarspülung zu fein. Selbst eine leichte Haarspülung kann hier noch zu viel sein. Ihre Haare würden nach dem Trocknen aussehen, als wenn Sie sie wochenlang nicht gewaschen haben, da die Haare einfach platt herunterhängen. Auch wenn Sie es in der Vergangenheit mit der Pflege Ihrer Haare zu gut gemeint haben und Ihre Haare überpflegt sind, sollten sie eine Weile auf Haarspülungen verzichten, denn Ihr Haar muss sich von der vielen Pflege erst wieder erholen.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

  • Shampoo: Reinigt das Haar und öffnet die Schuppenschicht.
  • Conditioner/Spülung: Schließt die Schuppenschicht, pflegt und schützt das Haar.
  • Haarkur: Intensive Pflege für strapaziertes Haar, sollte nicht zu oft angewendet werden.
  • Leave-in-Conditioner: Verbleibt im Haar und spendet zusätzliche Feuchtigkeit.
  • CWC-Methode: Conditioner-Shampoo-Conditioner für besonders schonende Reinigung.

Ein guter Conditioner ist ein absolutes Must-Have in Ihrer Pflegeroutine und der Schlüssel zu glänzendem, leicht kämmbarem Haar. Ob Sie auf klassische Conditioner setzen, die angesagte CWC-Methode ausprobieren oder einen Leave-in-Conditioner in Ihre Haarpflege aufnehmen - wichtig ist, dass Sie die Bedürfnisse Ihres Haars kennen und die passende Pflege wählen.

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