Sie kennen das sicher auch: Je länger Ihr Haar wird, desto anfälliger wird es auch für Spliss. Häufiges Bürsten, Kämmen oder Stylen, übermäßige Hitze, schädliche Umwelteinflüsse oder mangelnde Pflege: Spliss kann viele Ursachen haben. Doch keine Sorge: Haarspliss lässt sich effektiv vorbeugen und behandeln.
Spliss, der durch besonders hohe Beanspruchung entsteht, beginnt oft an den Spitzen und kann sich entlang des Haarschafts nach oben ausbreiten, wenn er nicht behandelt wird. Unbehandelter Haarspliss kann dazu führen, dass sich das Haar von wenigen Millimetern bis hin zu mehreren Zentimetern weiter aufspaltet. Haarspliss entsteht, wenn die äußere Schutzschicht der Haare (Kutikula) abgenutzt oder beschädigt wird.
Gut zu wissen: Spliss kann grundsätzlich jede und jeden betreffen, ganz unabhängig von Geschlecht, Alter oder Haartyp. Es gibt jedoch bestimmte Haartypen, die eher zu Spliss neigen als andere. Kurzhaarfrisuren sind seltener betroffen.
Der einfache Grund: Die Spitzen sind der älteste Teil des Haares und oft über Jahre gewachsen. In dieser langen Zeit macht unser Haar einiges durch und vieles mit: Wir glätten es, wir toupieren es, wir bürsten es, wir föhnen es, wir kämmen es und wir färben es. Sind die Haare erst einmal gespalten, wachsen sie nicht mehr zusammen. Jetzt sind Profis gefragt!
Einfach und effektiv: Spitzen schneiden hilft gegen Spliss - das ist soweit nichts Neues. Sind die Haarspitzen gespalten, verhindert diese Schnitttechnik, dass Haarspliss sich ausbreitet und das Haar weiter schädigt. Die Methode eignet sich besonders gut, wenn der Haarschaden noch nicht weit fortgeschritten ist und sich auf einige Millimeter beschränkt. Dann müssen Sie auch nicht viel Länge einbüßen und die Haare bekommen wieder mehr Glanz.
Vorbeugen ist immer besser als Nachsorgen - das gilt auch für Spliss. Doch hat sich der Spliss in den Haaren festgesetzt, solltest du auf jeden Fall über einen Haarschnitt nachdenken - und die kaputten Spitzen entfernen.
Ein Splissschnitt entfernt gezielt gespaltene Haarspitzen entlang der Haarlängen, ohne die Gesamtlänge stark zu kürzen. Beim normalen Haarschnitt werden die Haare meist gleichmäßig gekürzt, unabhängig davon, ob Spliss vorhanden ist.
Es gibt verschiedene professionelle Schnitttechniken, die weitere Haarschäden verhindern und das Haar damit insgesamt kräftigen. Es gibt noch weitere Schnitttechniken, die den gespaltenen Haaren den Kampf ansagen. Je nach Haartyp oder Schwere der Schädigung können auch ein Care Cut oder Twist Cut das Mittel der Wahl sein.
Eigentlich hilft dann nur noch Spitzen schneiden. Der Spliss-Cut ist die ideale Lösung, wenn Sie Ihr Haar wachsen lassen möchten - denn hier werden wirklich nur die kaputten Enden gekappt. Mit dieser Schnitt-Technik erhalten wir die Grundlänge Ihres Haares, da wir nur die kaputten, splissigen Haarenden abschneiden - und zwar senkrecht entlang der gesamten Längen.
Damit die Technik perfekt funktioniert, glätten wir Ihr Haar zuerst. Der Spliss Cut eignet sich durch diese Technik natürlich auch für gelocktes Haar. Wenn Ihr Haar ganz glatt ist, können wir auch die an den Längen hervorstehenden spröden Spitzen besser ausmachen und die kaputten Haarenden ganz einfach kappen. Denn: Oftmals hat man gespaltene Spitzen auch im Verlauf der Haarlängen und nicht nur am Haarende.
Ein Care Cut ist ein Haarschnitt, der darauf abzielt, das Haar zu pflegen, gesund zu halten und Spliss vorzubeugen. Der Fokus liegt neben der Gestaltung der Frisur vor allem auf der Gesundheit der Haare. Das Besondere: Die Schere wird vorher erwärmt. Durch die Kombination aus Wärme und Schnitt werden die Spitzen gewissermaßen versiegelt.
Auch der Twist Cut behandelt Spliss, jedoch werden dabei die Haarsträhnen sorgfältig abgeteilt und unter Spannung eingedreht. Durch das feste Einzwirbeln springen die splissigen Enden nach außen und die Friseurin oder der Friseur kann den geschädigten Teil entfernen. Diese Methode funktioniert auch sehr gut, wenn der Spliss an einigen Stellen schon den Haarschaft erreicht hat und sich nicht nur auf die kaputten Enden beschränkt.
Drei Schnitttechniken gegen Spliss:
Wenn der Spliss erst einmal da ist, hilft auch bei Frisuren mit langen Haaren nur noch schneiden: "Spliss kann man auf drei verschiedene Methoden entfernen", so Experte Butzé.
Bei dieser Technik zum Haarspliss schneiden handelt es sich um die am häufigsten angewendete Methode. "Dafür nimmt man einzelne Strähnen in die Hand, die etwa einen Zentimeter breit ist", so der Experte. "Diese dreht man um sich selbst, bis eine feste Kordel entsteht." Dann kommt die Schere zum Einsatz. "Mit einer speziellen Friseurschere schneidet man alle aus der Kordel überstehenden Härchen einfach ab!"
Je dünner die Kordel ist, umso mehr kaputte Haare erwischt man. Die Twist-Cut-Methode ist eine sehr schonende und einfache Methode, man kann sie daher auch gut Zuhause durchführen. Wichtig ist, dass du keine Küchenschere verwendest, sondern eine Spezialschere zum Haare schneiden. Die gibt es für rund 5 Euro im Beauty-Store oder in der Drogerie.
Friseure verwenden übrigens auch manchmal heiße Scheren dafür. Durch die Hitze versiegeln sich die Enden und Spliss entsteht nicht so schnell neu. Diesen Trick solltest du allerdings nicht zuhause ausprobieren, sondern dem Profi überlassen.
Eine weitere Methode, um Spliss aus dem Haar zu entfernen, ist der Cut mit dem Messer. Dafür fährt der Friseur mit einem Kamm und einem Messer einzelne Strähnen entlang, wodurch abstehende Härchen direkt mit dem Messer gekürzt werden. "Für diese Methode braucht man Profi-Werkzeug ", so Butzé. Unter Profis wird diese Methode auch Calligraphy-Cut genannt.
Es gibt aber einen Trick, wie man sie Zuhause ähnlich nachmachen kann. So geht’s: Man teilt eine Haarsträhne ab und legt sie über den Zeigefinger und unter Mittel- und Ringfinger - wie eine umschließende Haarklammer. Dann fährt man langsam an der Strähne entlang nach unten bis in die Haarspitzen. Auch hier stehen wieder einzelne, geschädigte Haare ab, die man ganz einfach mit einer Friseurschere schneiden kann.
Bei Splisstrimmern handelt es sich um Aufsätze, die man auf einen Rasierer oder einen Haartrimmer aufsetzen kann. Dafür legt man einzelne Strähnen der Haare zwischen den Aufsatz. Alle abstehenden Haare werden, wenn man die Strähne entlangfährt, herausgebogen und direkt durch das gegenüberliegende Messer abgeschnitten.
So kann man theoretisch den Spliss selbst entfernen. "Wir haben Splisstrimmer auch im Salon, finden aber, dass sie nicht ganz so gründlich sind wie ein guter manueller Splissschnitt, auch wenn der etwas mehr Zeit braucht" so Friseur Charly Butzé. "Man erwischt mit ihnen leider auch mal gesunde Haare und manch kaputte Spitze wird übersehen." Allerdings können solche Trimmer zum Splissschnitt selber machen eine schnelle Alternative sein, da sie den gröbsten Spliss schonend und einfach entfernen.
Beim Friseur kostet ein Splissschnitt ab 5 Euro aufwärts. Die Anschaffung einer Splissschere kostet ab 7 Euro. Wer den Splisstrimmer nutzen möchte, muss um die 30 Euro für einen Aufsatz investieren und eventuell noch einen Haartrimm-Maschine oder einen Rasierer dazu kaufen.
Egal, welcher Splissschnitt am besten für dich und deine Haare geeignet ist - Splissschnitte solltest du regelmäßig in deine Routine zur Haarpflege aufnehmen. Dann bleibt das Haar inklusive der Haarspitzen auch gesund und kann besser und vor allem schneller wachsen. Perfekt also für alle, die ihre Haare gerade züchten möchten!
Spliss ist ab einer gewissen Haarlänge ganz natürlich und lässt sich kaum verhindern. Wichtig: Pflege geschädigte Haare konsequent - so kannst du weiterem Spliss vorbeugen. Eine Spülung nach jeder Haarwäsche ist Pflicht für dich - mit ihnen versiegelst du die Schuppenschicht, die beim Shampoonieren geöffnet wurde. Gönn dir zusätzlich einmal in der Woche eine kleine Beauty-Auszeit und lass eine reichhaltige Haarkur einwirken. Wenn du es natürlich magst, kannst du alternativ auch etwas Kokosnussöl auf die Spitzen geben. Es kann dein Haar stärken und vor Umwelteinflüssen schützen.
Die gute Nachricht: Spliss lässt sich wunderbar vorbeugen! Wer sein Haar gut pflegt, darf sich nicht nur über weniger Spliss, sondern auch über Glanz und Geschmeidigkeit freuen. Die Produkte sollten mit wertvollen Inhaltsstoffen angereichert und auf den persönlichen Haartyp abgestimmt sein.
„Um Spliss vorzubeugen, ist eine feuchtigkeitsspendende Haarpflege das A und O. Belastende Einflüsse und übermäßige Beanspruchung stressen die Spitzen. Der hohe Pflegefaktor und die ausgleichenden, konzentrierten Wirkstoffe stärken und glätten raue Spitzen. Wenn Sie Ihr trockenes, strapaziertes Haar schützen und pflegen möchten, empfehlen wir die Conditioning Shine-Cream mit Weizenextrakt und Panthenol.
Besonders reichhaltig und intensiv pflegen wertvolle Nutriöle kaputte, glanzlose Haare. Arganöl und Traubenkernöl enthalten Antioxidantien und ungesättigte Fettsäuren. Beanspruchtes Haar wird durch die Lipide wieder weich und geschmeidig gepflegt. Die ALCINA Nutri Shine Serie umfasst Haaröl, Shampoo und eine nährende Haarmaske, die alle Pflegebedürfnisse für mehr Glanz und Geschmeidigkeit perfekt abdecken.
Während das Shampoo die Haare mild reinigt und dabei bereits reichhaltig pflegt, eignet sich das Haaröl ideal als intensive Pflege nach dem Haarewaschen oder als glänzendes Fresh-up für zwischendurch. Rubbeln Sie nach dem Waschen die Haare nicht mit dem Handtuch durch, sondern tupfen und kneten Sie diese behutsam trocken. Ganz wichtig: Färben Sie Ihre Haare nicht selbst, sondern lassen Sie den Profi ran. Verzichten Sie vor dem Föhnen und Glätten nie auf einen Hitzeschutz fürs Haar.
Verwenden Sie Haarbürsten aus Naturmaterialien (z.B. Vermeide starke Hitze: Föhne deine Haare nur auf der niedrigsten Temperaturstufe trocken. Verwende Glätteisen und Lockenstab nur zu besonderen Anlässen und stelle die Temperatur auf maximal 170 Grad ein - mehr verträgt bereits strapaziertes Haar nicht. Sprühe vor dem Föhnen und dem Hitzestyling einen Hitzeschutz auf. Er wirkt wie ein Schutzmantel für dein Haar.
Reduziere Reibung: Trage die Haare im Alltag häufiger hochgesteckt oder im Zopf. Nutze dafür am besten weiche Haargummis oder Scrunchies. Verzichte auf Wollschals - ein Seidentuch wärmt den Hals auch und reibt nicht so stark an deinem Haar. Nutze aus dem gleichen Grund nachts ein Kopfkissen mit einem möglichst glatten Bezug. Auch zum Schlafen kannst du die Haare zu einem lockeren Zopf zusammenbinden oder einen Haarturban aus Seide oder Satin+ verwenden.
Rubble das Haar nach dem Waschen niemals mit dem Handtuch trocken und kämme es auch nicht, solange es noch nass ist. Der Grund? Solange sie feucht sind, sind deine Haare besonders empfindlich. Generell solltest du bei Handtüchern für deine Haare auf weiche Mikrofaser zurückgreifen.
Pflege dein Haar: Wasche deine Haare nicht häufiger als nötig. Wie oft du Haarewaschen solltest, hängt von deinem Haartyp ab - feines, glattes Haar wirkt schneller fettig als dickes, lockiges. Alle zwei bis drei Tage genügt aber in der Regel. Wenn du die Haare nicht jeden Tag wäschst, stellst du sicher, dass ausreichend Öle auf deiner Kopfhaut vorhanden sind, die deine Haare pflegen und mit Feuchtigkeit versorgen. Nutze nach jeder Haarwäsche eine Spülung für langes Haar sowie zusätzlich ein Spitzenöl oder -fluid.
Massiere einmal wöchentlich eine Haarkur speziell für splissgeschädigtes Haar ein. Geh lieber sparsam mit Stylingprodukten um, die dein Haar austrocknen könnten. Hierzu gehören Trockenshampoos und Haarsprays für sehr starken Halt.
Ernährung beachten: Wie du dich ernährst, entscheidet mit darüber, ob dein Haar gesund aussieht. Achte darauf, dass du genügend trinkst und ausgewogen sowie vitaminreich isst. Sind deine Haare dauerhaft glanzlos, trocken und strohig, könnte das auf einen Nährstoffmangel hindeuten. Hol dir in diesem Fall am besten gesundheitlichen Rat von deinem*r Ärzt*in.
Lassen Sie uns zunächst ein weitverbreitetes Missverständnis klären. Viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass Haarbruch und Spliss dasselbe sind. Bruchstellen, die als kleine weiße Punkte sichtbar sind, zeigen an, dass das Haar entweder angebrochen oder abgebrochen ist. Frizz hingegen tritt meistens in der vollen Länge einzelner Haare auf und bedeutet, dass Haare unkontrollierbar und kraus abstehen.
Die ungeliebten frizzy Haare entstehen, wenn ihre äußere Schuppenschicht aufquillt und Luftfeuchtigkeit absorbiert, was das Haar wiederum spröde macht und austrocknet. So unterschiedlich die Haarprobleme auch sind, eine Sache haben sie gemeinsam: durch starke Beanspruchung und Schäden in der Haarstruktur büßen die Haare ihre Widerstandskraft ein. Sie können Feuchtigkeit schlechter speichern und verlieren ihren natürlichen Glanz.
Spliss entsteht durch mechanische Belastung (z.B. Kämmen, Reibung), Hitze (Föhnen, Glätteisen), chemische Behandlungen oder Trockenheit, wodurch sich die Haarspitzen aufspalten.
Ja, mit einer guten Haarschere und etwas Übung (z.B. durch Twisten oder Spliss-Trimmer). Wichtig ist, keine Bastel- oder Küchenschere zu verwenden, da diese das Haar zusätzlich schädigen können.
Etwa alle 6-8 Wochen, je nach Haarzustand. Bei stark beanspruchtem Haar kann ein kürzerer Abstand sinnvoll sein.
Ja, vor allem bei unzureichender Pflege oder starker Belastung.
| Schnitttechnik | Beschreibung | Kosten |
|---|---|---|
| Spliss-Cut | Abschneiden der kaputten Enden | Ab 5 Euro aufwärts |
| Care Cut | Schneiden mit erwärmter Schere | Variiert je nach Salon |
| Twist Cut | Eindrehen der Haarsträhnen und Abschneiden abstehender Enden | Variiert je nach Salon |
| Splisstrimmer | Verwendung eines Geräts zum Entfernen von Spliss | Gerät ab 30 Euro |
tags: #Spliss #wie #viel #abschneiden
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