Haarausfall Spray Test: Was hilft wirklich gegen Haarausfall?

Jeder Zweite lässt schon ab 20 Haare. Und nicht alle Produkte gegen Haarausfall halten, was sie versprechen. Die Hälfte der Männer zwischen 20 und 30 Jahren muss damit rechnen, Haare zu lassen. Täglich fallen Haare aus. Wenn es aber über längere Zeit mehr als hundert pro Tag sind, kann es sich um androgenetische Alopezie handeln.

Wenn das Haar an Dichte und Fülle verliert, kann das am Selbstbewusstsein nagen. Auch deshalb greifen viele zu Mitteln gegen den Haarausfall. Entsprechende Produkte gibt es viele, aber nur wenige können erwiesenermaßen Abhilfe schaffen.

In diesem Artikel werden wir uns genauer mit verschiedenen Sprays gegen Haarausfall beschäftigen und untersuchen, welche Inhaltsstoffe und Technologien tatsächlich wirksam sind, um den Haarverlust zu stoppen und das Wachstum neuer Haare anzuregen.

Ursachen von Haarausfall

Stress, bestimmte Medikamente oder eine Unterversorgung mit Nährstoffen können verantwortlich sein. Meist steckt bei Männern aber genetisch bedingter Haarausfall hinter der drohenden Glatze.

Die Ursache, warum manche Männer Haare lassen und andere nicht, wurde in den letzten Jahrzehnten nur teilweise richtig verstanden. Wissenschaftler gingen lange davon aus, dass ein Zuviel des männlichen Sexualhormons Testosteron Auslöser wäre. Jetzt wurde herausgefunden, dass nicht Testosteron, sondern sein Abbauprodukt, das sogenannte DHT (Dihydrotestosteron) der Hauptverursacher des Haarausfalls ist.

Nach Angaben des Deutschen Endokrinologischen Versorgungszentrums handelt es sich sowohl bei Männern als auch Frauen in 95 Prozent der Fälle um eine androgenetische Alopezie, also einen erblich bedingten Haarausfall. Dahinter steckt eine Überempfindlichkeit des Haarfollikels auf Dihydrotestosteron (DHT), eine aktive Form des männlichen Sexualhormons Testosteron. DHT lässt den Follikel und die darunterliegenden Blutgefäße verkümmern und verschlechtert so die Nährstoffversorgung der Haare.

In der Folge verkürzt sich die Wachstumsdauer: Die Haare fallen schneller aus und werden dünner. Schließlich stirbt der Follikel ganz ab - Haare wachsen dort nicht mehr nach und es entsteht eine kahle Stelle. Wer über längere Zeit mehr Haare als gewöhnlich verliert, sollte dies rasch ärztlich abklären lassen, denn es gibt kein Mittel zur Regeneration abgestorbenen Follikel.

Wie wirken Produkte gegen Haarausfall?

Lagert sich DHT in den Haarfollikeln an, schrumpfen diese und verkümmern auf Miniaturgröße. Daraus folgt ein kürzerer Lebenszyklus der Haare und das neue Haar wächst nun dünner und weicher nach. Genau hier setzt die Mehrzahl neuer Anti-Haarausfall-Produkte an.

Andere Produkte wiederum verbessern die Durchblutung der Kopfhaut und damit die Nährstoffversorgung der Haarwurzeln - dafür nutzen sie die Power von Koffein oder ätherischen Ölen.

Die Haarfollikel reagieren empfindlich auf ein Hormon, doch manche Wirkstoffe sollen den Verlauf ausbremsen.

Allerdings bergen Haarwuchsmittel laut Stiftung Warentest zum Teil ernste gesundheitliche Risiken.

Wirkstoffe und ihre Effekte

Laut Stiftung Warentest können nur die Wirkstoffe Minoxidil und Finasterid einen Effekt zeigen. Doch es gibt erhebliche Risiken.

Minoxidil

Minoxidil gilt als der bisher wirksamste Wirkstoff gegen erblich bedingten Haarausfall. In "Regaine Männer" sind 5 Prozent davon enthalten. Der Schaum muss zweimal täglich auf die Kopfhaut aufgetragen werden.

So wirkt's: Minoxidil erweitert die Kapillaren des Haarfollikels und fördert die Blut- und Nährstoffversorgung. Wer die Therapie beginnt, braucht erst einmal starke Nerven. Bevor der Haarwuchs wieder einsetzt, kommt es zu einem verstärkten Haarausfall. Dieses sogenannte Shedding zeigt, dass die Therapie anschlägt. Die alten Haare werden abgestoßen und die Haarfollikel für das Wachstum der neuen Haare vorbereitet.

Durchhalten lohnt sich - nach einem halben Jahr zeigen sich Ergebnisse. Aber: Sobald Minoxidil abgesetzt wird, setzt der Haarausfall wieder ein. Dass Minoxidil wirkt, beweisen übrigens zahlreiche klinische Studien.

Finasterid

Neben Minoxidil kann Stiftung Warentest auch Finasterid gegen Haarausfall empfehlen. Der Wirkstoff ist nur für Männer zugelassen, bei Frauen zeigt er keinen Effekt. In höherer Dosierung wird er auch in Medikamenten gegen Prostatabeschwerden eingesetzt. Mittel mit diesem Wirkstoff sind rezeptpflichtig, etwa Finasterid Aurobindo oder Propecia.

Die Tabletten wirken gegen Haarausfall, indem sie ein Enzym hemmen, das Testosteron in Dihydrotestosteron umwandelt. So bewirkt Finasterid, dass das Hormon nicht in die Haarfollikel eindringt und diese schrumpfen lässt. Indem es bestehende Follikel stabilisiert, soll das Mittel den Haarausfall verlangsamen und zudem den Haarwuchs anregen - allerdings erst nach mehreren Monaten der Anwendung.

Haarwuchsmittel mit Nebenwirkungen: Finasterid kann Depressionen auslösen. Stiftung Warentest betont, dass sowohl Finasterid als auch Minoxidil lediglich „mit Einschränkungen geeignet“ seien, um Haarausfall zu bekämpfen.

Redensyl

Das auf Stammzellen-Forschung basierende Produkt enthält den patentierten Molekülkomplex Redensyl. Dieser reaktiviert die Zellen und regt die Blutzirkulation an, wodurch die Haarfollikel mit wichtigen Nährstoffen und Vitaminen beliefert werden. Wie bei dem den meisten Produkten, die den Haarwuchs anregen, braucht man etwas Geduld und darf keine Wunder von heute auf morgen erwarten.

Nach 2-4 Wochen täglicher Anwendung hat sich die Kopfhaut an den Wirkstoffkomplex gewöhnt und Haarfollikel sind kräftig genug, um neue Haarsubstanz zu produzieren. Um erste sichtbare Ergebnisse zu erzielen, sollte man mit weiteren 6-10 Wochen rechnen.

Koffein

Shampoos mit Koffein gegen Haarausfall regen nach etwa 2 Minuten Einwirkzeit die Durchblutung an, funktionieren aber in der Regel nur richtig in Kombination mit koffeinhaltigen Haarwassern.

Denn erst die Tinktur vermag es, tiefere Schichten der Kopfhaut zu durchbluten, sodass noch aktive Follikel kräftigere Haare produzieren können, wodurch ein fülligeres Haarbild entsteht. Leider trocknen viele Tonics die Kopfhaut aus. Nicht so das neue "Hybrid Coffein Liquid" von Alpecin, das eine bereits irritierte, juckende Kopfhaut sogar beruhigt und wieder in Balance bringt.

MKMS24

Dieses Spray wirkt komplett ohne Hormone gegen Haarausfall. Möglich macht das der patentierte Wirkstoff MKMS24, der aus Linsen, Thymian und Bambus gewonnen wird. "MKMS24 ist in der Lage, das Haar direkt an der Wurzel zu stimulieren.

Empfehlenswerte Produkte gegen Haarausfall

Wir haben uns die Shampoos und Tinkturen einmal ganz genau angesehen. Die vielversprechendsten davon stellen wir hier vor. Damit du ganz genau weißt, wofür du dein Geld guten Gewissens ausgeben kannst.

Haarwuchs Aktivator mit Wirkstoff Redensyl von PANTHRIX

Das neueste und vielversprechendste Produkt, um Haarwuchs anzuregen, kommt von der österreichischen Firma Panthrix.

Sprüh-Lösung gegen genetischen Haarausfall von REGAINE

Minoxidil gilt als der bisher wirksamste Wirkstoff gegen erblich bedingten Haarausfall. In "Regaine Männer" sind 5 Prozent davon enthalten.

'Hybrid Coffein-Liquid'-Tonikum zur Wachstumsförderung der Haare von ALPECIN

Power für die Haarwurzeln: Shampoos mit Koffein gegen Haarausfall regen nach etwa 2 Minuten Einwirkzeit die Durchblutung an, funktionieren aber in der Regel nur richtig in Kombination mit koffeinhaltigen Haarwassern.

'Thick Again'-Spray von KEVIN MURPHY

Dieses Anti-Haarverlust-Spray stoppt die Anlagerung von DHT in den Haarfollikeln. Gleichzeitig nutzt es laut Hersteller Biotinyl-GHK, ein Tripeptid - Frauen kennen den Wirkstoff vielleicht aus Wimpernseren, die es schaffen, dass die Härchen dichter und voller wachsen.

'Densifique Densifique Homme'-Ampullen von KÉRASTASE

Wenn der Haarausfall bei dir gerade erst startet, wartet Kérastase mit einer adäquaten Lösung auf: Die Kur "Cure Densifique Homme“ enthält Stemoxydine und sorgt nach 3 Monaten täglicher Anwendung für bis zu 3300 neue Haare.

Natürliche Kapsel-Serum-Kombi von THIOCYN

Die Haarkapseln und das Haarserum von Thiocyn regen das Haarwachstum an und wirken Haarausfall und schütterem Haar präventiv entgegen. Die Hauptrolle spielt dabei das körpereigene Molekül Thiocyanat, das eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen im Körper reguliert und unverzichtbar für eine gesunde Zellfunktion ist: Es stärkt unter anderem die Haarwurzeln und schützt sie vor oxidativem Stress.

Weitere Produkte im Überblick

Hier ist eine Übersicht von Stiftung Warentest bewerteten Präparaten:

Produkt Anwendung bei Wirkstoff Art Menge Geeignet für Rezeptpflichtig
Regaine Frauen Lösung anlagebedingtem Haarausfall 2 % Minoxidil Lösung 3 x 60 ml Frauen Nein
Regaine Männer Schaum anlagebedingtem Haarausfall 5 % Minoxidil Schaum 3 x 60 g Männer Nein
Finasterid-ratiopharm 1 mg anlagebedingtem Haarausfall 1 mg Finasterid Filmtabletten 28 Stück Männer Ja
Propecia 1 mg anlagebedingtem Haarausfall 1 mg Finasterid Filmtabletten 28 Stück Männer Ja

Zusätzliche Tipps und Hilfsmittel

Haarausfall adé: Effektive Wege, um Haarausfall zu stoppen und das Haarwachstum zu fördern!

Es gibt auch verschiedene Hilfsmittel, die das Haarwachstum fördern. Zum Beispiel, indem sie die Durchblutung der Kopfhaut anregen. Das sorgt für eine gesunde Kopfhaut und reduziert Schuppen. So werden die Voraussetzungen für das Haarwachstum verbessert.

Eine gut durchblutete Kopfhaut ist Voraussetzung für ein gesundes Haarwachstum und kann Haarverlust vorbeugen. Und das Beste ist: Regelmäßige Kopfmassagen fühlen sich nicht nur gut an, auch die Kopfhaut wird besser durchblutet und die Haarwurzeln werden mit mehr Sauerstoff sowie Nährstoffen versorgt, was eure Haare zum Wachsen anregt.

Fazit

Es ist wichtig zu beachten, dass die Ergebnisse von Person zu Person variieren können und dass eine kontinuierliche Anwendung der Produkte erforderlich ist, um langfristige Ergebnisse zu erzielen. Es empfiehlt sich, vor der Anwendung neuer Produkte einen Arzt oder Dermatologen zu konsultieren, um mögliche Risiken und Nebenwirkungen zu besprechen.

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