Spliss rauswachsen lassen: Tipps für gesundes und langes Haar

Viele Menschen träumen von langen, gesunden Haaren. Doch oft werden die Haare durch äußere Einflüsse und falsche Pflege geschädigt, was zu Spliss und Haarbruch führen kann. In diesem Artikel erfährst du, wie du Spliss herauswachsen lassen, Ursachen vermeiden und dein Haar optimal pflegen kannst.

Ursachen für Haarbruch und Spliss

Haare sind mehrschichtig aufgebaut. Die äußerste Schicht besteht aus verhornten Zellen, die wie ein Tannenzapfen übereinander liegen. Bei gesundem Haar ist diese Schicht geschlossen, wodurch das Innere des Haars vor äußeren Einflüssen geschützt ist. Wird das Haar jedoch stark beansprucht, öffnet sich die Schuppenschicht und gibt das Innere des Haares frei. Mechanische Reize, Chemikalien oder Hitze können tiefer eindringen und das Haar in seiner Substanz schädigen. Die Folge sind Haarbruch oder Spliss.

Obwohl Haarbruch und Spliss unterschiedliche Symptome sind, weisen sie auf das gleiche Problem hin: Deinem Haar mangelt es an Feuchtigkeit oder die Struktur ist durch mechanische Belastungen angegriffen worden. Oft ist eine Kombination aus beidem Schuld daran. Ohne es zu bemerken, setzen wir unsere Haare im Alltag nämlich zahlreichen Belastungen aus.

All das kann für das Haar eine Tortur werden:

  • Mechanische Belastungen
  • Chemische Einflüsse
  • Hitze
  • Seelischer Stress
  • Falsche Ernährung

Mechanische Belastungen

Mechanische Belastungen lassen sich nicht gänzlich vermeiden, aber reduzieren. An erster Stelle steht das Kämmen und Bürsten deiner Haare. Das falsche Werkzeug kann hier die Ursache für Haarbruch darstellen: Günstig verarbeitete Kunststoffbürsten weisen oft Kanten und Spitzen auf, die am Haar reißen. Investiere lieber in eine hochwertige Bürste mit Naturborsten. Damit schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: Während du dein Haar bürstest, verteilen die Borsten Fett in deinem Haar, das es braucht, um gesund und glänzend zu bleiben.

Chemische Einflüsse

Chemische Einflüsse sind vor allem Haarfarben und Blondierungen. Farbpigmente werden der Haarstruktur zugefügt oder gar entzogen - selbst für gesundes Haar die reinste Tortur. Ist eine Farbbehandlung unverzichtbar, verwende eine Tönung oder frage deinen Frisör nach schonenden Methoden.

Hitze

Oft herrscht der Irrglaube „Viel hilft viel“. Aber übermäßige Hitze kann geschädigtem Haar den Rest geben. In den meisten Fällen werden Haartrockner, Glätteisen und Lockenstäbe zu heiß eingestellt und zerstören bei regelmäßiger Anwendung die Haarsubstanz.

Seelischer Stress

Seelischer Stress, der auch noch länger anhält, wirkt sich ebenfalls negativ auf deine Haargesundheit aus. Kämpfst du bereits mit den Folgen des Stresses in deinen Haaren, versuche ihn zu vermeiden oder dir ausreichend Erholung zu gönnen.

Falsche Ernährung

Für das Haarwachstum benötigt dein Körper wichtige Nährstoffe. Fast Food & Co. sind zwar lecker, aber auf Dauer nicht gesund. Damit dein Haar schön und gesund bleibt, benötigt es wertvolle Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.

Wie schnell wachsen Haare?

Dünne Haare haben rund ein Fünftel des Durchmessers von dickem Haar. Wenn Du dünne Haare wachsen lassen möchtest, brauchst Du genauso viel Geduld wie jede andere auch. Denn egal, ob dick oder dünn - Haare wachsen im Jahr gerade einmal 10 bis 15 Zentimeter.

Tricks: Haarwachstum fördern/Haarwachstum anregen/ Wie Haare schneller wachsen

Tipps zum Rauswachsenlassen von Spliss

Glücklicherweise ist Spliss recht einfach zu behandeln, wenn man weiß, womit man es zu tun hat. Spliss, auch bekannt als kaputte Spitzen, ist genau das, wonach es klingt - Haare, die an den Enden (dem ältesten Teil des Haarschafts) beschädigt und so natürlich gespalten wurden.

Die kurze Antwort? Nein. Wenn du einmal Haarspliss oder kaputte Spitzen hast, gibt es keine wirkliche Möglichkeit sie loszuwerden (außer sie abzuschneiden und so Spliss zu entfernen). Es gibt zwar einige Möglichkeiten, Spliss zu verbergen, aber das Beste, was du tun kannst, ist, dich auf die Prävention zu konzentrieren.

Hier sind einige Tipps, die du beachten solltest:

  1. Regelmäßig Spitzen schneiden: Es klingt erstmal widersprüchlich, aber: "Sie müssen immer wieder in regelmäßigen Abschnitten die Spitzen schneiden lassen, damit der Spliss nicht nach oben wandert und Ihr ganzes Haar beschädigt", erklärt der Star-Friseur von Serena Williams und Natasha Lyonne, Vernon François. "Wer zu lange wartet, wird am Ende mehr abschneiden müssen." Doch wie oft sollte man die Haare schneiden, wenn man sie wachsen lassen will? Als Faustregel empfehlen die meisten Profis mindestens dreimal Spitzenschneiden pro Jahr - so bleiben die Haarspitzen und Haare gesund und die Mähne kann schneller wachsen.
  2. Der richtige Schnitt: Um Ihr Haar optimal wachsen zu lassen, braucht es auch den passenden Schnitt. Fragen Sie Ihre:n Friseur:in nach einem sogenannten "Dust Cut" (engl. für Staubschnitt) - dabei werden wirklich nur die gespaltenen Spitzen geschnitten und das Haar verliert nicht nennenswert an Länge. Um einen Kurzhaarschnitt herauswachsen zu lassen, ist für den Übergang ein Stufenschnitt sinnvoll.
  3. Haarkur verwenden: Die Stylist:innen sind sich einig, dass eine wöchentliche Kur essenziell ist, um die Haare wachsen zu lassen. Was die Anwendung betrifft, so empfiehlt Vernon François seinen Kund:innen, darunter ebenso Solange, Kerry Washington und Tracee Ellis Ross, besonderes Augenmerk auf die Spitzen zu legen. "Sie sind der älteste und trockenste Teil Ihrer Strähnen", erklärt er und fährt fort: "Sie sind dünner und spröde, also gibt man ihnen Extra-Pflege, um Haarbruch zu minimieren." Stimmen Sie die Pflege optimal auf Ihren Haartypen ab, um beste Erfolge zu erzielen.
  4. Haaröl oder Leave-in-Produkte verwenden: Als Ergänzung zur Haarkur und für eine Extraportion Pflege empfehlen die Profis auch täglich ein Öl oder Leave-in-Pflege in die Spitzen zu geben. Zum Beispiel das reichhaltige und pflegende "All Soft Argan-6 Multi-Care Oil" von Redken.
  5. Shampoo richtig anwenden: Ganz wichtig: Shampoos sind dafür konzipiert, die Kopfhaut und die Ansätze der Haare zu reinigen und nicht in erster Linie dazu da, das Haar zu pflegen. Shampoo gehört niemals in die Spitzen, weil es unnötig austrocknen würde. Der Wasser-Shampoo-Cocktail, der beim Ausspülen durch die Längen fließt, genügt, um die Haare gründlich zu reinigen. Um das Haar zu schonen, empfiehlt es sich außerdem, das Shampoo vor dem Auftragen bereits in den Handflächen aufzuschäumen. Tipp: Waschen Sie Ihre Haare kopfüber, um wirklich alle Reste an Haarpflege und Schmutz gründlich herauszuwaschen.
  6. Kopfhautmassage: Massieren Sie die Kopfhaut beim Haarewaschen ruhig ausgiebig - entweder mit den Händen oder einer Massagebürste. Dadurch wird die Durchblutung der Kopfhaut stimuliert, was wiederum das Wachstum der Haare fördert. Eine Kopfmassage können Sie außerdem auch vor dem Haarewaschen anwenden - nur nach dem Waschen sollten Sie sie besser vermeiden, da die Talgproduktion angeregt wird und das Haar somit schneller nachfetten kann.
  7. Ernährung für ein gesundes Haarwachstum: "Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, isst automatisch auch das Richtige fürs Haar", erklärt die Ernährungswissenschaftlerin Maria Marlowe aus Manhattan. "Alle Lebensmittel, die reich an Eisen, Zink, Vitamin C, B-Vitaminen und Omega 3 sind, sorgen für stärkeres und längeres Haar." Dazu zählen laut Marlowe Austern, Muscheln, Bohnen und Eier für Proteine. Denn Keratin, also der Hauptbaustein unserer Haare, ist auch ein Protein. Außerdem empfiehlt die Ernährungswissenschaftlerin viel Gemüse wie beispielsweise Paprika und Blattgemüse für Vitamin C sowie Hanfsamen und Wildlachs für Omega-3-Fettsäuren.
  8. Schlafen auf einem Seidenkissenbezug: "Baumwolle zieht über Nacht Feuchtigkeit aus dem Haar", sagt Townsend. Schlafen Sie stattdessen auf einem Seidenkopfkissenbezug, der nicht austrocknet und durch seine glatte Oberfläche Reibung reduziert. Somit schonen Sie das Haar und beugen Haarbruch und Spliss vor.

Hausmittel gegen Haarbruch und Spliss

Es gibt einige Hausmittel, die bei Haarbruch und Spliss helfen. Zwei aus der Küche stellen wir hier vor:

Öl

Das vielleicht effektivste Hausmittel gegen Haarbruch findest du in der Küche - pflanzliches Öl. Dein Haar liebt intensive Öl-Behandlungen. Je nach Pflegebedarf kannst du ein reichhaltiges Kokos- oder Olivenöl verwenden oder auf ein leichtes Jojoba- oder Mandelöl setzen.

Die Einsatzmöglichkeiten des Öls sind vielfältig: Du kannst das Öl über Nacht einwirken lassen und deine Haare am nächsten Morgen mit einem milden Shampoo waschen. Alternativ massierst du das Öl nach der Haarwäsche in die feuchten Haarlängen und -spitzen ein. Hier gilt es, auszuprobieren, was für dein Haar am besten ist.

Essig

Obwohl der Geruch zunächst gewöhnungsbedürftig erscheint, ist Essig ein wahres Wundermittel für die Haarpflege. Nur wenige Esslöffel Apfelessig auf einen Liter Wasser reichen aus, um eine Glanzspülung zu mixen. Der saure Essig sorgt dafür, dass sich die Schuppenschicht schließt - dein Haar wirkt glänzender und weicher.

Vorbeugung ist besser als jede Behandlung

Hast du bereits mit extremem Haarbruch zu kämpfen, kann dieser nicht mehr rückgängig gemacht werden. Lass das kaputte Haar abschneiden und gesund nachwachsen.

Zusammenfassung der wichtigsten Tipps

Tipp Beschreibung
Regelmäßig Spitzen schneiden Verhindert, dass Spliss nach oben wandert und das Haar beschädigt.
Richtiger Schnitt Ein "Dust Cut" entfernt nur die gespaltenen Spitzen.
Haarkur Wöchentliche Kur, besonders auf die Spitzen auftragen.
Haaröl oder Leave-in-Produkte Tägliche Pflege für die Spitzen.
Shampoo richtig anwenden Shampoo nur auf die Kopfhaut auftragen.
Kopfhautmassage Regt die Durchblutung an und fördert das Haarwachstum.
Gesunde Ernährung Nährstoffreiche Ernährung für starkes und langes Haar.
Seidenkissenbezug Reduziert Reibung und beugt Haarbruch vor.
Hausmittel Öl- und Essigspülungen können helfen, das Haar zu pflegen.

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