Viele Menschen experimentieren gerne mit ihren Frisuren und nutzen dafür verschiedene Stylinggeräte. Doch die falsche Anwendung von Werkzeugen wie Rasierern zur Entfernung von Spliss kann gefährlich sein. Dieser Artikel beleuchtet die Risiken und gibt Tipps zur richtigen Haarpflege und Reinigung von Stylinggeräten.
Lockenstab und Glätteisen sind tolle Werkzeuge für alle, die in Sachen Frisur gern experimentieren. Doch ebenso, wie du dir regelmäßig die Haare wäschst, solltest du auch deine Beauty-Tools reinigen. Denn im Laufe der Zeit sammeln sich dort:
Solche Ablagerungen sind nicht nur unhygienisch. Besonders die Rückstände von Schaumfestiger, Haarspray, Glättungscremes und ähnlichen Produkten, die sich auf den Geräten ablagern, können dein Haar schädigen. Der dünne Film aus Stylingprodukten verhindert, dass die Keramik- oder Ionic-Beschichtung der Tools wie vorgesehen funktioniert. Stattdessen kommt dein Haar immer wieder mit dem Schmutzfilm in Berührung. Dadurch verliert es an Glanz. Außerdem zieht das Glätteisen an den Haaren, bricht sie ab und verursacht Spliss.
Neben deinen Haaren leiden auch die Geräte. Mit der Zeit werden deren Titan‑, Keramik- oder Ionic-Platten durch den Dreck abgeschliffen und funktionieren immer schlechter.
Du verwendest dein Glätteisen täglich? Dann ist es optimal, wenn du es auch täglich reinigst. Vorteil: Es bilden sich keine Ablagerungen oder gar hartnäckige Verkrustungen, die du später nur schwer wieder entfernen kannst. Die folgenden Reinigungsmittel und ‑methoden eigen sich besonders gut.
Bevor du mit der Reinigung beginnst, trenne das Gerät unbedingt vom Strom. Gerade wenn du mit feuchten Tüchern arbeitest, kann es ansonsten gefährlich werden. Zudem solltest du das Glätteisen nicht reinigen, wenn es noch heiß ist. Warte, bis es abgekühlt ist - so vermeidest du Verbrennungen der Haut und des Reinigungstuches. Was für alle anderen elektrischen Geräte gilt, gilt natürlich auch für das Glätteisen: Tauche es niemals ins Wasser. Außerdem solltest du die Finger von zwei häufig empfohlenen Hausmitteln lassen: Nagellackentferner und Spiritus können die Beschichtung der Platten beschädigen.
Verwendest du saubere Stylinggeräte, bleiben auch deine Haare gesund.
Deinen Lockenstab reinigst du zwar etwas anders als dein Glätteisen, aber auch hier ist die regelmäßige Pflege wichtig. Dabei gehst du folgendermaßen vor:
Wer Geld sparen will oder aus anderen Gründen keinen Friseur aufsuchen möchte, kann selbst zur Schere greifen. Allerdings sind dabei einige Aspekte zu beachten.
Wer seine Haare selbst schneidet, sollte eine möglichst scharfe Schere verwenden. Eine stumpfe Schere kann das Haar zerreißen. Die Haare bilden dann Spliss, werden stumpf oder fallen unschön. Da hilft dann oft auch keine Kur mehr. Am besten, sie verwenden eine spezielle Haarschneideschere. Ihre Klingen sind deutlich schmaler als jene einer Küchen- oder Bastelschere. Und schärfer ist die allemal. So kann genauer geschnitten werden. Eine Coiffeurschere können Sie zum Beispiel in der Drogerie kaufen.
Am besten legen Sie sich zudem einen Spiegel, einen Kamm oder eine Bürste und gegebenenfalls einige Haarklammern und -gummis bereit.
Beides ist möglich. Lange, glatte Haare lassen sich feucht präziser schneiden. Allerdings sollten Sie daran denken, dass sich die Haare im trockenen Zustand etwas nach oben ziehen. Genau das ist auch der Grund, warum Sie einen Pony immer im trockenen Zustand schneiden sollten. Gleiches gilt für Locken. Sonst besteht die Gefahr, dass die Haare hinterher deutlich kürzer sind als gewollt.
Wenn Sie die Spitzen Ihrer langen Haare schneiden wollen, können Sie nach dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung vorgehen. So werden die Haare in der typischen U-Form geschnitten. Das bedeutet, sie sind vorne etwas kürzer als hinten - und fallen schöner.
Wer seinen Pony kürzen möchte, sollte zunächst die Haare waschen und komplett trocken föhnen. Im nassen Zustand sind sie immer ein Stückchen länger. Beginnen Sie in der Mitte des Ponys. Nehmen Sie die Haare locker zwischen Zeige- und Mittelfinger und halten Sie sie etwas von der Stirn entfernt. Dann mit der Schere von unten in einem leichten Winkel in den Pony schneiden. Dabei sollten sicherheitshalber aber immer nur wenige Millimeter abgenommen werden.
Kurze Haare sollten Sie lieber nicht selbst mit der Schere schneiden. Selbst kleine Ungleichheiten sind bei kurzen Haaren gut sichtbar. Sollen die Haare sehr kurz werden, können Sie zu einer Haarschneidemaschine oder einem Rasierer greifen - aber auch damit ist es nicht ganz einfach. Am besten bitten Sie jemanden, Ihnen zu helfen.
Unter Dermaplaning versteht man die Gesichtsrasur mit einem skalpellscharfen Rasiermesser, Rasierer oder einer Rasierklinge. Dabei wird nicht nur das Oberlippenbärtchen rasiert oder die Augenbrauen gestutzt, nein, hier wird das ganze Gesicht rasiert inklusive Flaumhaar aka Vellushaar.
Beim Gesicht rasieren werden nicht nur Härchen entfernt, auch tote Hautzellen werden gelöst. Das Ergebnis: Babyweiche Haut, die ebenmäßiger und strahlender aussieht. Zudem können Anti-Aging Wirkstoffe leichter in die Haut eindringen. Makeup und Puder haften noch besser.
Hinweis: Dermaplaning verändert die Gesichtsbehaarung in keiner Weise. Das Haar wächst danach genauso nach wie vor der Prozedur.
Grundsätzlich ist beides möglich. Da beim Dermaplaning eine scharfe Klinge zum Einsatz kommt, wird die Prozedur auf der gereinigten, trockenen Haut angewendet. Es spricht aber nichts dagegen, die Gesichtsrasur nass zu machen, vor allem dann, wenn ihr einen Nassrasierer benutzt.
Im Vergleich zu Männern genügt es, wenn wir Mädels uns das Gesicht alle paar Wochen rasieren. Ein guter Richtwert ist einmal pro Monat oder alle drei Wochen.
Eigentlich kann jeder sich das Gesicht rasieren mit einem Rasiermesser, allerdings solltet ihr davon absehen, wenn ihr unter einer Hautkrankheit, aktiver Akne oder (sehr) empfindlicher Haut leidet. Ist euer Haar besonders dunkel oder dick, besteht die Gefahr, dass einzelne Haare einwachsen und sich kleine Pickelchen bilden können.
Unser Geheimtipp gegen Rasurpickel ist Salicylsäure (BHA), ein chemisches Peeling. BHA brennt nicht auf rasierter Haut. Es wirkt antibakteriell, porenklärend und hemmt Entzündungen. So haben Pickelchen keine Chance!
Sie sehen unschön aus und nerven richtig: dunkle Haare, die aus den Nasenlöchern herausragen. Wer Nasenhaare entfernen möchte, sollte jedoch auf ein paar Dinge achten, damit die Haarentfernung keine Nachteile für die Gesundheit hat. Hier kommen die besten Tipps.
Oft fragt man sich, wozu diese lästigen Dinger eigentlich da sind. Haben Nasenhaare eine Funktion oder will uns der Körper damit nur ärgern? Die Antwort: Nasenhaare haben sehr wohl eine Daseinsberechtigung, an die man beim Entfernen denken sollte. Da die Haare in der Nase eine wichtige Rolle für das Immunsystems spielen, sollten Sie mit Bedacht vorgehen, wenn Sie Nasenhaare entfernen.
Nasenhaar-Waxing ist in den vergangenen Jahren zu einem regelrechten Trend geworden und wird inzwischen vielerorts in Kosmetikstudios angeboten. Und der ästhetische Vorteil liegt auf der Hand: Nasenhaare per Waxing komplett zu entfernen, ist die sicherste Methode, dass sich kein Haar mehr in Richtung Nasenloch blicken lässt.
Doch hier schlagen HNO-Ärzte Alarm, denn diese komplette Entfernung der Nasenhaare hat einen entscheidenden Nachteil für unsere Gesundheit: Die Haut innerhalb der Nase verliert hierdurch einen großen Teil ihrer Schutzfunktion gegen Partikel und auch Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren. Diese können nicht mehr vollständig abgefangen werden und legen sich direkt auf die Nasenschleimhaut.
Und das ist gefährlich, denn so kann es im Nachgang einer vollständigen Nasenhaar-Entfernung vermehrt zu Infekten kommen. Zudem kommt es leicht zu Mikro-Verletzungen der Nasenschleimhaut, wenn die Nasenhaare herausgerissen werden. Diese können zu unangenehmen Entzündungen führen und eine zusätzliche Eintrittspforte für Erreger sein. Auch diese können zu teils schweren Infektionen führen, wenn Bakterien in die Blutbahn gelangen.
Es gibt auch schonende Methoden zur Nasenhaarentfernung, die die Risiken minimieren:
| Methode | Risiken | Empfehlung |
|---|---|---|
| Rasierer/Dermaplaning | Schnittverletzungen, eingewachsene Haare, Pickelchen | Vorsichtige Anwendung, Vermeidung bei Hautkrankheiten und Akne, Verwendung von Salicylsäure gegen Pickel |
| Waxing | Entfernung der Schutzfunktion der Nasenhaare, Mikro-Verletzungen, Infektionen | Nicht empfohlen |
| Pinzette | Verletzungen, Entzündungen, Infektionen | Nicht empfohlen |
| Schere | Verletzungen bei unachtsamer Anwendung | Verwendung einer Schere mit abgerundeter Spitze, nicht zu kurz schneiden |
| Nasenhaartrimmer | Bei zu intensiver Anwendung: Reduzierung der Schutzfunktion | Konzentration auf den Nasenloch-Eingang, regelmäßiger Batteriewechsel |
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