Langes, gesundes und gepflegtes Haar ist ein Traum vieler Menschen. Um diesen Traum zu verwirklichen, bedarf es der richtigen Pflege. Falsche Pflege, Krankheiten oder hormonelle Veränderungen: Es gibt verschiedene Ursachen, die zu Haarbruch führen können. Hier erfahren Sie mehr über die verschiedenen Auslöser und was Sie gegen brüchige Haare tun können.
Mit bloßem Auge lässt sich Haarbruch anhand kleiner weißer Pünktchen erkennen, die die Bruchstellen des Haares markieren. Das Haar sieht durch die Strukturschäden insgesamt spröde und strohig aus. Im Gegensatz zu Spliss, der das Haar an den Spitzen spaltet, kann Haarbruch überall auftreten.
Etwa 20 Prozent der Menschen in Deutschland leiden an brüchigen Haaren. Für gewöhnlich ist die äußere Schuppenschicht (Kutikula) der Haare beschädigt. Warum genau Haare abbrechen, kann an äußerlichen sowie inneren Ursachen liegen.
Krankheiten, ein Nährstoffmangel und hormonelle Veränderungen sind typische innere Ursachen.
Können Sie innere Ursachen ausschließen, sind vielleicht äußere Faktoren der Grund für den Haarbruch. Denn nicht nur Ernährung, Stress oder Hormone sind dafür verantwortlich, wenn die Haare brüchig werden. Auch äußere Faktoren strapazieren die Haare so sehr, dass sie abbrechen.
Regelmäßiges Spitzen schneiden ist die effektivste Methode, um Spliss zu entfernen und Haarbruch zu vermeiden. Denn einmal gespaltene Haarspitzen lassen sich nicht reparieren - sie müssen abgeschnitten werden. Fürchte Dich nicht vor der Schere, sondern sieh sie als neue Chance für gesunde Haare.
Schon gewusst? Deine Haarspitzen sind der älteste Teil Deines Haares - oft mehrere Jahre alt. Sie haben schon so viel mitmachen müssen. Von aufwändigen Styling Sessions, über falsche Pfflegeprodukte bis hin zu schädlichen Umwelteinflüssen.
Um zu vermeiden, dass Ihre Haare abbrechen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten - abhängig davon, was die Ursache dafür ist.
Achten Sie darauf, dass Ihre Haarstyling- und Reinigungsprodukte nicht zu viele Chemikalien enthalten. Am besten sind milde, rückfettende Shampoos. Optimal sind auch Produkte, die Vitamin H enthalten. Waschen Sie Ihre Haare nicht täglich. Das entzieht ihnen unnötig Feuchtigkeit. Wer sich die Haare blondiert oder gefärbt hat, sollte unbedingt an eine reichhaltige Pflege mittels Spülungen denken. Einmal die Woche ist auch eine Intensiv-Kur ratsam. Wickeln Sie nach dem Waschen ein Handtuch vorsichtig um die nassen Haare - wie einen Turban beispielsweise. Verzichten Sie auf heißes Föhnen, Glätteisen und Lockenstab. Wenn Sie genügend Zeit haben, lassen Sie die Haare lufttrocknen. Bürsten Sie Ihre Haare sorgfältig, aber nicht häufiger als notwendig. Verwenden Sie dazu nur Holzkämme oder -bürsten. Nehmen Sie keine Bürsten aus Draht. Sie schädigen die Haarstruktur. Vermeiden Sie außerdem straffe Frisuren und Toupieren. Wenn Sie unter Spliss leiden, ist es wichtig, den Spitzen extra viel Pflege zu spenden - mit geeigneten Haarpflegeprodukten oder Olivenöl.
Ist an den brüchigen Haaren ein Vitaminmangel beziehungsweise ein Nährstoffdefizit Schuld, achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und passen Sie Ihren Speiseplan an. Das für den Körper wichtige Eisen, zu dessen Mangelsymptomen unter anderem sprödes Haar und Haarausfall gehören, ist beispielsweise in folgenden Lebensmitteln enthalten:
Besonders Vegetarier und Veganer sollten ihren Eisenhaushalt gut im Blick behalten. Leistungssportler, Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Eisenbedarf. Vitamin H ist für den Aufbau von Keratin wichtig - dem Hauptbestandteil der Haare. Es hilft dabei, dass die Haare dicker werden. Unter anderem steckt es in:
Haben Sie den Verdacht, dass Sie an einem Vitamin- oder Mineralstoffmangel leiden, ist es am besten, mit einem Arzt abzuklären, was genau dahintersteckt. Nehmen Sie nicht auf Vermutung Nahrungsergänzungsmittel ein.
Stresshormone wie Noradrenalin oder Cortisol können dem Haar zusetzen und Haarausfall sowie Haarbruch begünstigen. Es ist nicht immer einfach, Stress aus dem Alltag zu nehmen. Aber versuchen Sie, sich kleine Inseln der Auszeit zu schaffen. Yoga oder auch Achtsamkeitstechniken können dabei helfen.
Haarbruch stoppen mit Hausmitteln? Probieren Sie es aus. Verschiedene sanfte Mittel spenden Ihren Haaren Feuchtigkeit und stärken sie dadurch. Brechen die Haare am Ansatz abbrechen, oder am ganzen Haar, können Sie es mit natürlichen Gegenmaßnahmen versuchen.
Brechen die Haare ab, ist etwas, was Sie tun können, eine Honig-Haarkur auszuprobieren. Zusammen mit Eigelb und Mandelöl lässt sich damit eine Kur für kaputtes Haar herstellen. Enthält sie Rosmarin- und Lavendelöl trägt sie außerdem zur Beruhigung der Kopfhaut bei.
Sie benötigen für solch eine Kur:
Schlagen Sie den Honig, das Mandelöl und das Eigelb. Fügen Sie das Lavendel- und Rosmarinöl dazu. Feuchten Sie das Haar mit warmem Wasser an und massieren Sie die Kur in das Haar ein. Ziehen Sie eine Plastikhaube darüber und lassen Sie die Kur 30 Minuten einziehen. Spülen Sie danach den Mix mit warmem Wasser ab und waschen Sie die Haare mit Shampoo.
Was ebenfalls gegen Haarbruch helfen kann, ist eine Bierwäsche. Sie dient der Kräftigung des Haars. Verwenden Sie dafür ein 0,2-Liter-Glas voll Bier. Spülen Sie Ihr Haar zunächst mit warmem Wasser, dann massieren Sie das Bier in Ihre Kopfhaut ein. Lassen Sie den Gerstensaft 15 Minuten wirken. Danach spülen Sie das Haar wiederum mit warmem Wasser aus.
Ein Haar besteht größtenteils aus dem Eiweiß Keratin. Das Haar ist an seiner Haarwurzel von Haut- und Bindegewebe eingehüllt, dem Haarfollikel. Von dort nimmt das Haar alle wichtigen Nährstoffe auf und wird über die Talgdrüse eingefettet und vor dem Austrocknen geschützt. Der sichtbare Haarschaft besteht aus drei Schichten: einer äußeren Schuppenschicht, einer Faserschicht (Cortex), die die Grundsubstanz des Haares bildet, und dem Mark (Medulla).
| Bestandteil | Beschreibung |
|---|---|
| Haarfollikel | Eingebettet in Haut- und Bindegewebe, versorgt das Haar mit Nährstoffen |
| Talgdrüse | Fettet das Haar und schützt vor Austrocknung |
| Schuppenschicht | Äußere Schicht des Haarschafts |
| Faserschicht (Cortex) | Grundsubstanz des Haares |
| Mark (Medulla) | Innerste Schicht des Haarschafts |
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