Hast du den Überblick, wenn es um Shampoo, Conditioner und Haarkur geht? Mit all diesen wunderbaren Beautyprodukten auf dem Markt, kann sich die regelmäßige Haarwäsche schon etwas schwierig gestalten. Wenn du die richtige Reihenfolge nicht kennst, dann zeige ich sie dir und sage dir, was die Aufgaben der einzelnen Produkte im Haar sind!
Die Reihenfolge beherrschen wir im FF: Shampoo, Conditioner, Styling, Done. Warte mal, wo war da die Haarmaske? Oder vielleicht doch lieber Maske statt Conditioner?
Shampoo ist das erste Produkt, dass du in deinen Haaren verwenden solltest. Die Aufgabe des Shampoos ist es, das Haar von Schmutz, Fetten und Stylingrückständen zu befreien. Das Shampoo öffnet die Schutzschicht des Haares ein wenig, sodass es bereit für die folgenden Produkte ist.
Hinweis: Wasche dein Haar am besten immer zweimal mit Shampoo!
Shampoonieren mag Selbstverständlichkeit klingen, aber das Styling beginnt in der Dusche. Oft kann das Make-up beim Abschminken nicht gründlich entfernt werden und es kann mitunter zur Pickelbildung am Haaransatz kommen. Deshalb lohnt es sich dort mit dem Shampoonieren anzufangen. Massieren in kreisenden Bewegungen vom Haaransatz bis zu den Schläfen und arbeite dich anschließend bis zum Nacken vor.
Wähle daher ein Shampoo basierend auf deinen Kopfhauttyp. Tiefenreinigendes Shampoo: bestens geeignet, wenn du eine stark fettende Kopfhaut hast. Diese kann durch übermäßiges Haare waschen entstehen, aber auch durch Produktablagerung. Grundsätzlich sollte es nur dann verwendet werden, wenn es wirklich notwendig ist. Feuchtigkeitsspendendes Shampoo: eignet sich am besten für eine trockene Kopfhaut. Es erhält die Feuchtigkeit in den Haaren und lässt diese weich und geschmeidig erscheinen.
Fahre mit den Fingern in kreisenden Bewegungen über die Kopfhaut, um das Shampoo gründlich einzumassieren. Dabei solltest du mit den Fingerkuppen einen guten, aber angenehmen Druck aufbringen. Wenn du merkst, dass sich das Haar einfach nicht sauber genug anfühlt, kannst du ein zweites Mal shampoonieren. Anders als beim ersten Mal sollte man hier eine schrubbende Bewegung auf der Kopfhaut ausführen, um alle Rückstände zu entfernen.
Das ist wahrscheinlich der Schritt, bei dem die meisten die Augenbrauen heben und sich denken “Das wusste ich nicht.” Die Haarkur ist das Produkt, dass tief in die Haare eindringt und es von innen heraus pflegt. Eine Maske sollte immer vor dem Conditioner und direkt nach dem Shampoonieren aufgetragen werden. Grund dafür ist, dass das Shampoo das Haarfollikel ‘öffnet’ und somit können die pflegenden Inhaltsstoffe besser vom Haar aufgenommen werden. Je nachdem was für eine Haarmaske du verwendest, sollte sie zwischen 10 und 20 Minuten einwirken.
Ich empfehle, dass man der Einwirkungszeit auf der Produktbeschreibung folgt und nicht mit der Haarkur schläft, es sei denn, es steht so auf dem Produkt. Der Grund hierfür ist, dass man sonst Gefahr läuft, dass das Haar bricht, da es durch die Haarkur trocken wird.
Hinweis: Es ist nicht notwendig, die Haarkur nach jedem Waschen zu verwenden.
Massiere die Kur am besten nicht in tropfnasses Haar ein, denn dann gelangen die Wirkstoffe nicht richtig in die Haare. Das Zauberwort ist: handtuchtrocken. Verteile die Kur im kompletten Haar. Damit sie überall hingelangt, kämme das Haar am besten zwischendurch mit einem grobzinkigen Kamm durch. Die Einwirkzeit ist sehr verschieden - orientiere Dich dafür an den Anwendungshinweise auf der Verpackung. Die meisten Kuren musst Du aber mindestens einige Minuten einwirken lassen.
Spüle die Kur gründlich mit warmem Wasser aus und frisiere Deine Haare wie gewohnt. Es genügt, eine Haarkur etwa einmal die Woche anzuwenden. Übrigens gibt es Haarkuren in der Regel für unterschiedliche Haartypen.
Dein Haar hat eine intensive Kur nötig, weil es spröde sowie kraftlos wirkt - warum also die Kur nicht einfach über Nacht im Haar lassen und morgens mit einer prächtig glänzenden und gesunden Mähne aufwachen? Im Prinzip lassen sich Kuren auch über Nacht verwenden, der Einwirkzyklus lässt sich fast beliebig dehnen. Greife zu einem passenden Produkt.
Erst das Shampoo, dann die Spülung und ab und an stattdessen eine Kur - wenn Sie Ihre Haare so pflegen, machen Sie es leider nicht ganz richtig. Denn eine Haarkur ist kein Ersatz für den Conditioner, sondern ein zusätzlicher (!) Step in der Pflegeroutine. Eine Haarmaske sollten Sie also immer im Zusammenspiel mit einem Conditioner verwenden.
Der Friseurmeister erklärt: "Shampoo öffnet die Kutikula, also die Schuppenschicht der Haare, um Verunreinigungen zu entfernen. Auch Kur hat eine quellende Wirkung auf die Schuppenschicht, denn die Pflegestoffe sollen schließlich möglichst tief ins Haar eingeschleust werden."
Das letzte und abschließende Produkt ist der Conditioner. Die Aufgabe des Conditioners ist es, die Haare zu schließen und er tut dies, in dem er einen dünnen Film auf jeder Strähne hinterlässt. Dadurch wirkt das Haar seidig und glänzend.
Hinweis: Verwende den Conditoner nach jedem Waschen!
Ähnlich wie beim Shampoo kann der richtige Conditioner für einen Good oder Bad Hair-Day verantwortlich sein. Feines Haar: Halte Ausschau nach einem Gel-basierten Conditioner.
Dieser sollte nur in der Haarlänge und den Spitzen aufgetragen werden, da er sonst die Poren auf der Kopfhaut verstopfen könnte. Starte in der Mitte der Haarlänge und arbeite dich langsam mit massierenden Bewegungen bis zu den Spitzen vor. Lasse diesen ein paar Minuten einwirken und danach sollten die Haare gründlich ausgewaschen werden.
Spülung versiegelt die Pflege aus der Kur im Haar. Damit die Pflege allerdings auch im Haar gehalten wird, muss die Schuppenschicht nach der Anwendung wieder geschlossen werden - und das klappt mit einer Spülung.
"Der Conditioner ist nach der Kur in den allermeisten Fällen unerlässlich. Es gibt wenige Ausnahmen, bei denen die Maske schon einen sauren pH-Wert hat und dadurch die Schuppenschicht zusammenzieht. Dann handelt es sich aber ehrlicherweise gar nicht um eine richtige Haarmaske, sondern eher um einen reichhaltigeren Conditioner, der nur anders vermarktet wird", weiß Haarexperte Dejan Garz und ergänzt: "In der Regel sind Kuren basisch eingestellt und müssen nach der Anwendung unbedingt mit einer Spülung angesäuert werden."
Bestimmt hast du schon mal etwas von einem Mikrofaserhandtuch oder einem Satin Kopfkissenbezug gehört? Das Mikrofaser ist bekannt für die schonende Trocknung der Haare, da es das Wasser nicht auf der Faser, aber dazwischen speichert. Dadurch nimmt es weniger Feuchtigkeit auf als ein Baumwollhandtuch und der Großteil bleibt in den Haaren erhalten.
Von samtigen Cremes und Lotionen bis hin zu Sprays und Ölen gibt es eine Vielzahl von Leave-in-Conditioner. Diese sind besonders wichtig, wenn das Haar im Anschluss geföhnt oder gestylt wird. Sie tragen dazu bei, dass die Feuchtigkeit im Haar erhalten bleibt. Trage eine haselnussgroße Portion des Conditioners in das handtuchtrockene Haar auf und arbeite dich von Nacken bis zu den Spitzen vor.
Und das war's auch schon! Danach kannst du dich wie gewohnt deiner Stylingroutine widmen.
Damit Deine Haare wunderbar gepflegt, gesund und glänzend aussehen, reicht allein das Waschen mit Shampoo oft nicht aus. Vor allem bei bereits strapaziertem, widerspenstigem oder sprödem Haar sind Spülungen und Kuren die Basis für eine schöne Haarpracht.
Haarpflege-Tipp Nr. 1: Häufiges Haarewaschen reizt die Kopfhaut und trocknet aus. Am besten kommst du aus dem Haarwasch-Zwang heraus, wenn du deinen Haaren Zeit und Ruhe gibst und sie weniger wäscht. Am Anfang harrst du einen Tag aus, dann zwei und schließlich kannst du deine Haarwäschen auf 2x pro Woche (also alle 3-4 Tage) reduzieren. Werden deine Haare zwischenzeitlich fettig, kann ein Trockenshampoo helfen.
Haarpflege-Tipp Nr. 2: Verwende silikonfreies, festes Shampoo. Natürliche Shampoos ohne Silikone reinigen Kopfhaut und Haare sanft, ohne Rückstände zu hinterlassen. Wir empfehlen dir außerdem, der Umwelt zuliebe, festes Shampoo für deine Haarwäsche zu wählen.
Haarpflege-Tipp Nr. 3: Wie war das nochmal? Zuerst die Haarmaske? Weit gefehlt!
Haarpflege-Tipp Nr. 4: Nasse Haare sind vollgesogen mit Wasser und dadurch elastisch wie Gummi. Sie in diesem Zustand zu kämmen, ist daher alles andere als gesund, sondern sorgt für Haarriss und Spliss.
Haarpflege-Tipp Nr. 5: Kurz und knapp: Wasche deine Haare nicht mit zu heißem Wasser. Heißes Wasser reizt deine Kopfhaut und kann zu Austrocknung führen.
Haarpflege-Tipp Nr. 6: Rubbel deine Haare nach der Haarwäsche nicht mit dem Handtuch trocken, denn das Reiben am Frotteestoff schädigt die Haare und führt zu Haarbruch.
Haarpflege-Tipp Nr. 7: Die altherkömmlichen Zopfgummis mit Stoffüberzug und Metallverschluss sind am bekanntesten über den PferdeschwanzträgerInnen, sorgen aber leider häufig für Knicke im Haar und sogar für Haarbruch.
Haarpflege-Tipp Nr. 8: Generell ist das Styling mit Hitze - mit Glätteisen oder Föhn - für die Haare nicht optimal. Kannst du auf dein Styling dennoch nicht verzichten, empfehlen wir dir zum einen, die Hitze zu verringern und ggf. mit kühler Luft zu föhnen.
Haarpflege-Tipp Nr. 9: Sowohl bei sehr heißen als auch bei bitterkalten Temperaturen wird unser Haar strapaziert und benötigt eine besondere Pflege. Während unser Haar im Sommer von Ölen mit UV-Schutz profitiert, kann es im Winter durch das Tragen von Mützen schnell schuppig werden und sollte daher häufiger massiert werden.
Haarpflege-Tipp Nr. 10: Einer der wichtigsten Tipps, die auch FriseurInnen immer wieder geben, ist, sich regelmäßig die Spitzen schneiden zu lassen.
Im Zweifelsfall kann dich deine FriseurIn immer am besten beraten und dir Tipps passend zu deiner individuellen Haarstruktur geben. Den Mittelpunkt deiner Haarpflege stellt die Haarwäsche dar, bei du ganz besonders auf unsere Tipps Acht geben solltest. Dazu zählt vor allem die Verwendung geeigneter Pflegeprodukte in der richtigen Reihenfolge. Aber auch beim Kämmen und Föhnen solltest du auf den Schutz deiner Haare achten.
tags: #Haarkur #und #Spülung #Reihenfolge
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