Sheabutter: Ursachen und Lösungen für trockenes Haar

Viele Menschen schwören auf die feuchtigkeitsspendende Wirkung von Sheabutter für Haut und Haar. Doch paradoxerweise kann Sheabutter bei manchen Menschen trockenes Haar verursachen. In diesem Artikel werden die Ursachen dafür beleuchtet und alternative Lösungen für eine optimale Haarpflege aufgezeigt.

Warum Sheabutter manchmal trockenes Haar verursacht

Sheabutter ist ein Fett, das aus der afrikanischen Sheanuss gewonnen wird. Es ist reich an Fettsäuren und Vitaminen, die das Haar nähren und mit Feuchtigkeit versorgen können. Allerdings gibt es mehrere Gründe, warum Sheabutter bei manchen Menschen das Gegenteil bewirkt:

  • Zu schwere Textur: Sheabutter und Kokosöl gehören zu den schwersten Ölen und Fetten. Sie können eine Barriere zwischen dem Haarschaft und dem Wasser bilden.
  • Verhindert Feuchtigkeitsaufnahme: Wenn das Haar nicht richtig von Öl- und Fettrückständen gereinigt wird, kann Wasser und Pflege (wie Kollagen) nicht in das Haar eindringen, was zu Austrocknung führt.
  • Keine Keratine, Proteine oder Kollagene: Öle und Fette enthalten keine dieser wichtigen Bestandteile, die das Haar pflegen.
  • Blockiert Wasser und Pflege: Absorbierte Öle wie Kokosöl und Sheabutter können Wasser oder Pflege blockieren.

Es ist ein Aberglaube, dass Sie das Wasser im Haar mit Kokosfett/Sheabutter einschließen können. Versuchen Sie mal, in einem Glas Wasser die Öle/Fette zu verbinden. Das funktioniert nicht.

Alternativen zu Sheabutter

Wenn Sheabutter dein Haar austrocknet, gibt es viele andere natürliche Inhaltsstoffe, die du ausprobieren kannst:

  • Aloe Vera: Ein super Feuchtigkeitsspender, reich an Enzymen, Mineralien und Aminosäuren.
  • Jojobaöl: Ein leichtes Öl, das dem natürlichen Talg der Kopfhaut ähnelt.
  • Vitamin E Öl: Bekannt für seine antioxidativen Eigenschaften und feuchtigkeitsspendende Wirkung.
  • Mandelöl: Ein leichtes Öl, das das Haar weich und geschmeidig macht.

Diese Inhaltsstoffe sind wasserlöslich oder können leicht mit einem leichten Reinigungsmittel entfernt werden.

DIY-Haarpflege-Tipps für trockenes Haar

Hier sind einige DIY-Rezepte und Tipps, die du zu Hause ausprobieren kannst, um trockenes Haar zu pflegen:

1. Natronspülung

Diese Spülung hilft, Ablagerungen von Silikonen und anderen Chemikalien zu entfernen, die den PH-Wert der Kopfhaut stören und zu übermäßiger Fettproduktion führen können.

Zutaten:

  • 1-4 Teelöffel Natron
  • 200-400 ml handwarmes Wasser

Anwendung:

  1. Natron im Wasser auflösen.
  2. Haar mit Wasser durchspülen.
  3. Natronlösung auf Haar und Kopfhaut auftragen und einmassieren.
  4. 2-3 Minuten einwirken lassen.
  5. Mit warmem Wasser ausspülen.
  6. Optional: Apfelessig-Rinse durchführen.

Vorteile:

  • Entfernt Ablagerungen
  • Entfettet und reinigt
  • Entfernt Chlor
  • Kann Haarwachstum anregen

2. Saure Rinse

Eine saure Rinse hilft, Kalkablagerungen zu entfernen, den PH-Wert des Haares auszugleichen und für Glanz und Kämmbarkeit zu sorgen.

Zutaten:

  • 3 EL Apfelessig (oder Zitronensaft)
  • 500 ml Wasser
  • Optional: 2-3 Tropfen Öl (vor der Anwendung gut schütteln)

Anwendung:

  1. Zutaten vermischen.
  2. Nach der Haarwäsche auf das Haar auftragen.
  3. Nicht ausspülen.

Alternativen:

  • Hagebuttentee
  • Hibiskustee

Saure Rinsen nach Haartypen:

HaartypRezeptVorteile
Fettiges Haar1 Teil Apfelessig, 3 Teile Wasser, ätherisches Öl (optional)Entfernt überschüssiges Öl und Schmutz
Blondes Haar3 EL Zitronensaft, 500ml Wasser, Kamillenöl (optional)Hellt blonde Haare auf
Trockenes Haar1 Beutel grüner Tee, 2 Tassen Wasser, 1 TL HonigSpendet Feuchtigkeit
Lockiges Haar3 EL Apfelessig, 500 ml Wasser, Kokosöl (optional)Definiert Locken und reduziert Frizz

3. Spitzwegerich-Spülung

Spitzwegerich hat beruhigende und feuchtigkeitsspendende Eigenschaften, die das Haar pflegen und ihm Glanz verleihen können.

Zutaten:

  • Eine Handvoll frische oder getrocknete Spitzwegerichblätter
  • 500 ml Wasser
  • 1 Esslöffel Apfelessig (optional)

Anwendung:

  1. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen.
  2. Spitzwegerichblätter hinzufügen und 15-20 Minuten köcheln lassen.
  3. Abkühlen lassen.
  4. Blätter heraus sieben und Flüssigkeit in eine Flasche füllen.
  5. Optional: Apfelessig hinzufügen.
  6. Nach dem Haarewaschen auf das nasse Haar auftragen und einmassieren.
  7. Einige Minuten einwirken lassen.
  8. Optional: Mit klarem Wasser ausspülen.

4. Feuchtigkeitspflege

Dein Haar benötigt Feuchtigkeit, um weich und geschmeidig zu sein. Das Haar mit Wasser zu befeuchten reicht hier leider nicht aus. Das Wasser bzw. die benötigte Feuchtigkeit kann nicht im Haar gespeichert werden. Es entzieht sogar Wasser.

Ziel ist es also, die Feuchtigkeit zu speichern. Das geht einmal mit Ölen, sie sollen das Haar ‘Versiegeln’. Manches Haar verträgt es gut, trocken geölt zu werden, manche wollen in nassem bzw. feuchtem Zustand etwas Öl einmassiert bekommen.

Achtung: bitte darauf achten, dass hier kein Mineralöl verwendet wird! Welches Öl für Euch gut passt, einfach ausprobieren. Nicht auf andere hören, sondern auf die Reaktionen Deines Haares. Wenn Dich die verschiedenen Öle und Wirkweisen interessieren, schau einfach mal bei der Ölkunde vorbei.

Auch Aloe Vera ist ein super Feuchtigkeitsspender. Wie das angewandt wird, liest du weiter unten. Allgemeine Infos zur Aloe Vera habe ich separat zusammengefasst. Geeignete Öle und Wirkungen für Dein Haar

5. Proteine

Proteine sorgen im Haar für Struktur und Stärke, denn unser Haar besteht aus Keratin Protein. Zu viel davon, macht unser Haar brüchig und es fühlt sich rau und sehr trocken an. Bitte unbedingt die INCIS der Produkte checken, oftmals sind Proteine verarbeitet ohne explizit darauf hinzudeuten- besonders auch bei Unverträglichkeiten. Zu wenig macht das Haar gummiartig und klätschig. Aber auch hier kann viel mit Hausmitteln gearbeitet werden: Jogurt, Milch und Ei sind wunderbare Protein Quellen. Wenn Du mal die chinesische Alternative zum Protein Shampoo testen magst, dann schau Dir unbedingt mal das Rezept zur Reiswasser- Pflegespülung an. Einfach in der Herstellung, günstig und wirkt wunderbar. Fermentiertes Reiswasser

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Weitere Tipps für gesundes Haar

Neben der richtigen Haarpflege gibt es noch weitere Faktoren, die zu gesundem Haar beitragen:

  • Weniger Haarwäsche: Zu häufiges Waschen kann das Haar austrocknen.
  • Verwendung des richtigen Shampoos: Vermeide Shampoos mit Sulfaten und Parabenen.
  • Conditioner verwenden: Nach der Haarwäsche immer einen Conditioner verwenden, um das Haar mit Feuchtigkeit zu versorgen.
  • Hitzestyling vermeiden: Reduziere die Verwendung von Hitzestyling-Tools oder verwende einen Hitzeschutz.
  • Schutz vor UV-Strahlen: Trage einen Hut oder verwende ein Haarprodukt mit UV-Schutz.
  • Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralien ist wichtig für gesundes Haar.
  • Bambus Kissenbezug: Ein Bambus Kissen hat viel glattere Fasern als ein gewöhnliches Baumwollkissen.

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