Haarausfall bei Hunden, insbesondere beim Shar Pei, kann verschiedene Ursachen haben. Eine häufige Ursache sind Milben, aber auch andere Parasiten, Hautinfektionen oder genetische Faktoren können eine Rolle spielen. Es ist wichtig, die Symptome frühzeitig zu erkennen und einen Tierarzt aufzusuchen, um die richtige Diagnose und Behandlung zu erhalten.
Die Anzeichen eines Milbenbefalls beim Hund können je nach Milbenart sehr unterschiedlich sein. Hier sind zwei häufige Arten von Milbenbefall:
Haarbalgmilben bzw. Demodex-Milben haben eine zigarrenförmige Gestalt mit acht Stummelbeinen. Ihre gesamte Entwicklung geschieht in den Haarfollikeln und auf der Haut des Hundes. In geringer Zahl sind Demodex-Milben natürliche Hautbewohner.
Es gibt zwei Formen der Demodikose:
Sowohl Junghunde als auch erwachsene Tiere können an Demodikose erkranken. Eine schwere Demodikose, die bei Jungtieren auftritt, steht im Zusammenhang mit einem genetischen Defekt des Immunsystems. Bestimmte Rassen (z. B. Entwickeln erwachsene Hunde eine schwere Demodikose, ist in der Regel das Immunsystem durch bestimmte Medikamente oder eine zugrundeliegende Erkrankung beeinträchtigt (z. B.
Mögliche Symptome sind haarlose Stellen, Schuppen oder Papeln. Die Haut kann gerötet, stark pigmentiert oder verkrustet sein. Oft setzt im Krankheitsverlauf Juckreiz ein, meist als Folge von bakteriellen Hautinfektionen, die sich mit der Zeit entwickeln. Meist fallen erst die Hautsymptome auf, dann der Juckreiz.
Die lokalisierte, leichte Form der Demodikose verschwindet in der Regel auch ohne spezifische Milbenbehandlung nach wenigen Wochen wieder. Auch, wenn es sich um eine schwere Hauterkrankung handelt: Die generalisierte Demodikose ist durch den Einsatz innovativer Wirkstoffe gut behandelbar. Diese sind z. B. als Kautablette verfügbar und behandeln zusätzlich Floh- und Zeckenbefall. Kombinationspräparate können zusätzlich sogar Wurmbefall mitbehandeln.
Die Behandlung der generalisierten Demodikose erfolgt in der Regel über mehrere Monate. Daher muss sie auf jeden Fall tierärztlich betreut und der Behandlungserfolg überwacht werden. Präparate, die monatlich zu verabreichen sind, ermöglichen es, flexibel auf den Behandlungserfolg zu reagieren. Begleitend müssen auch bakterielle Hautinfektionen behandelt werden. Hierfür gibt es verschiedene Präparate, z. B.
Sarcoptes-Räude und Grabmilben - alles, was Sie wissen müssen: Grabmilben oder Sarcoptes-Milben haben eine schildkrötenartige Form. Sie bohren bis zu 1 cm tiefe Gänge in die Haut des Hundes und legen Eier. Ein Befall führt zu massivem Juckreiz. Infektionen mit Grabmilben bei Hunden werden immer häufiger in Tierarztpraxen gesehen.
Die Sarcoptes-Räude ist hochansteckend. Auch, wenn besonders Füchse als Träger gelten, sind nicht nur jagdlich geführte Hunde betroffen. Auch aktive Familienhunde sind gefährdet. Hunde mit Sarcoptes-Räude leiden unter massivem Juckreiz. Der Juckreiz kann so schlimm sein, dass sich die Hunde Selbstverletzungen zufügen. Die Haut kann stark gerötet sein und Papeln aufweisen. Besteht die Erkrankung länger, entstehen borkige Hautauflagerungen, Faltenbildung und Haarausfall. Die Erkrankung wird häufig durch bakterielle Hautinfektionen verkompliziert.
Die Sarcoptes-Räude ist durch verschiedene, speziell zugelassene Präparate behandelbar. Innovative Wirkstoffe, die für die Behandlung der Demodikose zugelassen sind, töten auch Grabmilben verlässlich ab. Die Verabreichung als Kautablette ermöglicht problemlos eine gleichzeitige Behandlung der Haut von außen, z. B. Da meist aktive Hunde von der Sarcoptes-Räude betroffen sind, ist es hilfreich, dass diese Präparate gleichzeitig Floh- und Zeckenbefall oder sogar auch Wurmbefall mitbehandeln.
Wichtig: Erkrankt ein Hund an Sarcoptes-Räude, müssen Partnertiere unbedingt mitbehandelt werden! Wenn Hundehalter bei sich selbst auffällige Hautsymptome entdecken, sollte ein Arzt aufgesucht werden. In aller Regel verschwinden die durch die Sarcoptes-Milbe des Hundes ausgelösten Symptome beim Menschen nach kurzer Zeit ohne spezifische Behandlung, denn der Mensch ist hier nur „Fehlwirt“.
Vorsicht: Die „echte“ Krätze des Menschen wird von einer anderen Milbe ausgelöst (Sarcoptes scabiei var.
Wichtig ist jedoch, dass nicht nur Milben zu Juckreiz und Hautveränderungen führen können. Auch andere Ektoparasiten wie Flöhe können dafür verantwortlich sein. Zecken sind insbesondere für aktive Hunde, die viel im Freien unterwegs sind, gefährlich. Es gibt innovative Wirkstoffe, die die gleichzeitige Behandlung von Flöhen, Zecken und Milben ermöglichen. Als Kautablette können sie einfach verabreicht werden. Eine monatliche Behandlung ermöglicht es, die Parasitenkontrolle flexibel zu halten. Besonders einfach ist es, wenn die Gabe mit und ohne Futter erfolgen kann - zum Beispiel auf dem Spaziergang als Leckerli oder zu Hause.
Neben Ektoparasiten gibt es auch unsichtbare Gefahren: Hunde können von Magen-Darm-Würmern befallen werden. Auch hier gibt es Wurmarten, die nicht nur die Gesundheit unserer Hunde beeinträchtigen, sondern auch auf den Menschen übertragen werden können, z. B. Daneben gewinnt auch ein anderer Parasit an Bedeutung, der dem Hund äußerst gefährlich werden kann: der Hundelungenwurm, Angiostrongylus vasorum.
Bei einigen Milbenarten kann es zu einer Übertragung vom Hund auf den Menschen kommen. Die Grabmilbe kann vom Hund auf dem Menschen übertragen werden. Neben direktem Kontakt kann sich der Mensch auch über kontaminierte Umgebung anstecken (Hundekorb, Decken, Bett). Man spricht hier von „Pseudo-Krätze“.
Hautsymptome finden sich insbesondere an Stellen, die in direktem Kontakt mit dem Hund sind (z. B. Die Symptome der Pseudo-Krätze (Hautveränderungen mit Juckreiz) verschwinden in der Regel jedoch wieder von selbst, auch ohne spezifische Behandlung.
Wichtig: Die Pseudo-Krätze durch die Grabmilbe des Hundes ist keinesfalls mit der „echten Krätze“ (Scabies) des Menschen zu verwechseln! Die Herbstgrasmilbe kann ebenfalls den Menschen befallen. Die Ansteckung erfolgt aber direkt, z. B. nach Gartenarbeit - die Milben gehen nicht von einem befallenen Hund auf den Menschen über.
Sollten Sie bei Ihrem Hund Haarlosigkeit, Juckreiz, Schuppen, Krusten oder andere Hautsymptome feststellen, sollten Sie baldmöglichst Ihren Tierarzt/Ihre Tierärztin aufsuchen. Ihr Tierarzt/Ihre Tierärztin berät Sie nach Diagnosestellung, welche Behandlung sinnvoll ist.
Wichtig: Grundsätzlich sollten Tierhalter bei jeglichen auffälligen Symptomen der Haut einen Arzt aufsuchen.
| Problem | Mögliche Ursachen | Empfohlene Maßnahmen |
|---|---|---|
| Haarausfall | Milben, Flöhe, Zecken, Würmer, Hautinfektionen, Allergien | Tierarzt aufsuchen, Diagnose stellen lassen, Behandlung einleiten |
| Juckreiz | Milben, Flöhe, Allergien, trockene Haut | Tierarzt aufsuchen, Ursache abklären, Juckreiz lindern |
| Schuppen | Trockene Haut, falsche Ernährung, Allergien | Ernährung anpassen, Hautpflege verbessern, Tierarzt konsultieren |
| Hautrötungen | Entzündungen, Allergien, Infektionen | Tierarzt aufsuchen, Entzündung behandeln, Allergieauslöser vermeiden |
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