Kopfläuse sind blutsaugende, flügellose Insekten, die sich von menschlichem Blut ernähren. Sie sind Parasiten und nisten sich liebend gerne auf Menschenköpfen ein. Die Miniparasiten finden dort alles, was sie brauchen: Nahrung, indem sie winzige Mengen Blut abzapfen, außerdem lauschige Plätzchen für ihre Eier, die sie dicht an Haarwurzeln festkleben.
Kopfläuse und Nissen bevorzugen warme und dunkle Stellen auf der Kopfhaut. Sie sind daher oft hinter den Ohren, entlang des Haaransatzes und im Nacken zu finden. Die Farbe der Läuse kann von sandfarben bis hin zu fast schwarz variieren. Nachdem sie sich von Blut ernährt haben, verfärben sie sich dunkelrot.
Der Lebenszyklus einer Kopflaus umfasst drei Stadien: Nisse, Nymphe und erwachsene Laus. Die weibliche Laus befestigt ihre Eier mit einer Art Klebstoff am Haaransatz. Die Nissen bleiben fest im Haar verankert, weshalb sich der Abstand zur Kopfhaut mit dem weiteren Haarwachstum vergrößert. Nach etwa 7 - 10 Tagen schlüpfen aus den Nissen die Nymphen, die in weiteren 7 Tagen zu vollständig entwickelten Läusen heranwachsen.
Bei Kopflausbefall ist rasches Handeln angesagt. Kopfläuse wandern viel herum, daher werden sie leicht übertragen. Es reicht, wenn die Haare zweier Menschen sich berühren. Besonders leichtes Spiel haben Läuse bei Kindern. Bis Läuse auffallen, haben sie meist schon andere Köpfe besiedelt. Daher ist es wichtig, bei einem Läusefund alle anderen Personen im Haushalt gründlich zu checken.
Zur Behandlung von Kopflausbefall gibt es verschiedene Mittel, die auf unterschiedlichen Wirkstoffen und Wirkungsweisen beruhen. Alle amtlich zugelassene Mittel gegen Kopfläuse wurden auf ihre Wirksamkeit hin untersucht. Die korrekte Anwendung des Läusemittels ist genauso entscheidend dafür, ob es zuverlässig wirkt oder nicht. Alle zugelassenen Arzneimittel und Medizinprodukte wurden auch auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit hin geprüft.
Die Stiftung Warentest hat 12 vielverkaufte Läusemittel bewertet. Experten sichteten Studien zur Wirksamkeit sowie Daten zu den Risiken. Aufgrund neuerer, aussagekräftiger Forschungsergebnisse haben sich mehrere Bewertungen gegenüber früheren geändert. Als Mittel der Wahl gelten nun einige, aber nicht alle bewerteten Präparate mit dem Wirkstoff Dimeticon - einem Öl, das Läuse erstickt, indem es ihre Atemwege verklebt. Fast genauso gut eignen sich zwei Mittel mit altbekannten Insektengiften, die die Nerven von Läusen lähmen, sowie eines mit Mineralöl.
Schon seit vielen Jahrzehnten werden zur Bekämpfung von Kopflausbefall Arzneimittel angewandt, die auf das Nervensystem der Läuse wirken. Sie enthalten Stoffe auf chemischer oder pflanzlicher Basis (Extrakt aus der Chrysanthemenblüte), welche bei den Läusen zu Lähmungen und schließlich zum Tod führen (neurotoxische Wirkung). In den letzten Jahren wurde eine ganze Reihe weiterer Wirkstoffe und Wirkungsweisen zur Tilgung von Kopflausbefall getestet, und zunehmend wurden neue Mittel entwickelt, die auf physikalischer Ebene wirken. Aufgrund ihrer Wirkungsweise werden diese Mittel nicht als Arzneimittel, sondern als Medizinprodukte bezeichnet.
Aus dieser Gruppe sind in Deutschland verschiedene Mittel zugelassen, die auf der Basis von Dimeticon (einem dünnflüssigen Silikonöl) oder anderen Ölen wirken.
Im Folgenden werden einige der gängigsten Wirkstoffe und ihre Eigenschaften erläutert:
Einige Präparate können Ärzte Kindern verordnen. Für alle Läusekiller gilt: Damit sie sicher wirken, müssen Nutzer sie großzügig auftragen und Anwendungsfehler vermeiden - also die jeweilige Gebrauchsanleitung genau beachten. In aller Regel sind zwei Behandlungen im Abstand von ungefähr einer Woche notwendig.
Wegen ihrer hautähnlichen Farbe sind Läuse und Eihüllen (Nissen) leicht zu übersehen. Die zwei bis drei Millimeter kleinen Insekten halten sich nahe der Kopfhaut auf, wo sie winzige Mengen Blut abzapfen und ihre Eier ans Haar heften. Bisse der Kopflaus verursachen rote, stark juckende Knötchen - Juckreiz muss aber nicht immer auftreten. Normales Waschen entfernt die Eier nicht.
Am zuverlässigsten spürt man Läuse durch nasses Auskämmen auf: Das Haar wird mit Conditioner befeuchtet, mit einem normalen Kamm in Strähnen gelegt und jede Strähne mit einem speziellen Läusekamm mit engen Zinken durchgezogen - von der Kopfhaut bis zu den Haarspitzen.
Apotheker Dominik Weigl aus Neuburg an der Donau kann Eltern beruhigen: „Richtig behandelt, ist der Spuk nach ein paar Tagen in der Regel vorbei.“ Das bedeutet aber auch: Haben es sich die ungebetenen Gäste auf der Kopfhaut gemütlich gemacht, funktioniert Aussitzen leider nicht: Neben dem regelmäßigen Auskämmen mit einem engzinkigen Läusekamm ist ein Anti-Läusemittel Pflicht, um wirklich alle Tiere, auch die aus den Eiern nachschlüpfenden, zu beseitigen.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt folgendes Behandlungsschema:
Weigl rät grundsätzlich eher zu physikalischen Präparaten: „Dimeticone gelten heute als Mittel der Wahl. Im Gegensatz zu chemischen Präparaten sind sie ungiftig und auch schon für kleine Kinder und Schwangere geeignet“, sagt er.
Es ist wichtig, bei einem Läusefund alle anderen Personen im Haushalt gründlich zu checken. Zudem sind Eltern betroffener Kinder verpflichtet, Einrichtungen wie die Schule oder den Kindergarten zu informieren - damit deren Leitung (ohne Nennung des Namens) andere Eltern bitten kann, ihr Kind ebenfalls auf Läuse zu untersuchen. Schämen braucht sich niemand.
Dennoch sollten Sie in folgenden Fällen ärztlichen Rat einholen:
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt vor der leichten Entflammbarkeit einiger Kopflausmittel und der damit verbundenen Verbrennungsgefahr. Deshalb sollte man sich nach Auftragen des Mittels nicht in der Nähe von offenen Flammen (zum Beispiel Kerzen, brennende Zigaretten) oder starken Wärmequellen (zum Beispiel heißer Haartrockner) aufhalten.
Auf mögliche Gefahren und Risiken bei der Anwendung von Kopflausmitteln wird in der Regel in der Gebrauchsanweisung hingewiesen. Diese sollte deshalb sorgfältig gelesen werden.
Die Haare extrem zu kürzen oder gar eine Glatze zu schneiden, ist nicht nötig und aus verständlichen Gründen für die Betroffenen eher belastend.
Manche Präparate können Ärzte Kindern verordnen. Für alle Läusekiller gilt: Damit sie sicher wirken, müssen Nutzer sie großzügig auftragen und Anwendungsfehler vermeiden - also die jeweilige Gebrauchsanleitung genau beachten. In aller Regel sind zwei Behandlungen im Abstand von ungefähr einer Woche notwendig.
Hier ist eine Tabelle, die einige der genannten Läuse-Shampoos und ihre Eigenschaften zusammenfasst:
| Shampoo | Wirkstoff | Einwirkzeit | Geeignet für | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Licener Shampoo | Neem-Extrakt | 10 Minuten | Kinder ab 3 Jahren | Einmalige Anwendung, frei von Sulfaten und Mineralölen |
| Mosquito med Läuse Shampoo 10 | Mineralöl | 10 Minuten | Kinder ab 1 Jahr | Kurze Einwirkzeit |
| SOS Läuse-Shampoo | Kokosöl | 15 Minuten | Kinder ab 3 Jahren | Natürlicher Wirkstoff, parfümfrei |
| Anti-Läuse Poudoux Shampoo von Puressentiel | Ätherische Öle (Lavendel, Ylang-Ylang etc.) | Kurz (Auftragen und Ausspülen) | Kinder ab 3 Jahren | Bio-zertifiziert, natürliche Inhaltsstoffe |
| NYDA® | 2-Stufen-Dimeticon | Variiert je nach Produkt | Alle Altersgruppen | Physikalische Wirkweise |
Es ist wichtig zu beachten, dass die Wirksamkeit von Läuse-Shampoos von verschiedenen Faktoren abhängt, einschließlich der korrekten Anwendung und der möglichen Resistenz der Läuse gegen bestimmte Wirkstoffe. Daher ist es ratsam, sich von einem Arzt oder Apotheker beraten zu lassen, um das am besten geeignete Produkt für die jeweilige Situation auszuwählen.
NYDA® beseitigt Kopfläuse mit der physikalischen Wirkweise des 2-Stufen-Dimeticons - und das bereits bei der ersten Anwendung. Ob NYDA® Läusespray oder die Expresslösung, alle NYDA®-Produkte kannst du in der Apotheke erwerben. NYDA® ist die Nr. 1* in Deutschland, wenn es um die effektive Bekämpfung von Kopfläusen, deren Eiern und Larven geht.
Kopfläuse treten immer wieder auf und befallen vor allem Kinder. In Einrichtungen, in denen viele Kinder zusammen spielen und toben, kommt Kopflausbefall häufig in Form von zeitlich begrenzten Epidemien vor. Auch Erwachsene können unter Kopflausbefall leiden.
Rund um das Thema Kopfläuse gibt es viele Fehlinformationen und Gerüchte. Wenn die Kinder von Läusen befallen sind, stehst du häufig vor offenen Fragen: Sind Läuse meldepflichtig? Wer muss informiert werden?
Du bist Arzt oder Apotheker, arbeitest in einer Schule, Kindertagesstätte oder im Gesundheitsamt? Der Animationsfilm „Läusejagd“ erklärt Kindern die Verbreitung und Behandlung von Läusen. Die Geschichte erzählt von der Läusejagd in Lynns Kindergarten.
Du möchtest genauer wissen, wie du Läuse auf dem Kopf erkennen kannst? Oder du möchtest dir die Anwendung von NYDA® Läusespray noch einmal genau ansehen? Dann klicke dich gern auf unserem YouTube-Kanal PohlBoskampTV durch unsere Kopfläuse-Playlist.
Spüren, wie es wirkt! Pohl-Boskamp steht für Tradition und Innovation. Unser mittelständisches Familienunternehmen hat seinen Sitz in Schleswig-Holstein und wir zählen zu den erfolgreichsten unabhängigen Pharmaproduzenten Deutschlands. Bereits in vierter Generation entwickeln wir hochwertige Arzneimittel und digitale Gesundheitsanwendungen. Das heißt: Qualität mit nachgewiesener Wirksamkeit - darauf verlassen sich Menschen weltweit. Unser Maßstab für Patientinnen und Patienten? Einfache Anwendung. Optimale Verträglichkeit.
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