Leinsamengel für die Haare: Natürliche Pflege für jeden Haartyp

Leinsamengel erfreut sich wachsender Beliebtheit in der natürlichen Haarpflege. Es ist eine natürliche und nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Haar-Styling-Produkten.

DIY 100% natürlicher Leave-In » Leinsamen-Gel für gesunde Afrolocken

Leinsamen bereichern durch ihren Nährstoffreichtum nicht nur deinen Speiseplan, sondern eignen sich auch für ein pflegendes Haargel.

Was ist Leinsamengel?

Leinsamen oder Leinsaat sind die Samen der Flachspflanze. Aus den kleinen dunklen Körnern lässt sich ganz easy eine hochwirksame DIY-Haarmaske herstellen, da sie Schleimstoffe enthalten, die in Verbindung mit Wasser aufquellen.

Diese Stoffe sind es auch, die Leinsamen so wertvoll für unsere Beautyroutine machen, denn sie wirken wie ein natürlicher Befeuchter und schützen besonders strapaziertes, krauses Haar vor dem Austrocknen. Die Schleimstoffe umschließen die Kutikula, also die Schuppenschicht unserer Haare, wodurch sie an Glanz gewinnen. Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren stärken zudem unsere Haare, verbessern deren Elastizität und wirken Schuppenbildung auf unserer Kopfhaut entgegen.

Vorteile von Leinsamengel für die Haare:

  • Spendet Feuchtigkeit
  • Reich an wertvollen Omega-3-Fettsäuren
  • Vollständig biologisch abbaubar
  • Günstig und einfach zu verarbeiten
  • Frei von Duftstoffen und synthetischen Polymeren
  • Gibt Locken mehr Definition und Halt
  • Enthält keine bedenklichen Zusatzstoffe wie Parabene, Sulfate und Silikone

Für wen eignet sich Leinsamengel?

Generell profitiert jeder Haartyp von dem Nährstoff-Paket. Doch gerade für trockenes, strapaziertes oder gar coloriertes Haar ist Leinsamen-Gel eine echte Wohltat und wirkt wie ein Feuchtigkeits-Boost. Locken schenkt das Gel zudem noch zusätzliche Sprungkraft und sorgt dafür, dass die Wellen den ganzen Tag definiert bleiben. Leinsamengel ist ein universelles Produkt, das für alle Haartypen geeignet ist. Es spendet Feuchtigkeit und schützt sowohl lockiges als auch glattes Haar.

Bei Afro- oder lockigen Haaren kann es dazu beitragen, die Locken zu definieren und Frizz zu reduzieren, während es bei glattem und welligem Haar Glanz verleiht und gesunde Spitzen fördert.

Neigst du jedoch zu dünnen und schnell-fettenden Haaren, solltest du lieber auf die DIY-Maske verzichten, da die aufgequellten Leinsamen von Haus aus eine leicht ölige Textur haben. Das Gel könnte so deine Haare zusätzlich beschweren und strähnig wirken lassen.

Leinsamengel selber machen: Rezept und Anleitung

Für die Zubereitung von Leinsamen-Gel musst du weder tief in die Tasche greifen, noch musst du ein Beauty-Experte sein. Hier ist ein einfaches Rezept:

Zutaten:

  • 30 Gramm ganze Leinsamen
  • 250 Milliliter stilles Wasser
  • Optional: 3-4 Tropfen Duftöl

Anleitung:

  1. Koche die Leinsamen in Wasser auf und lasse sie dann unter ständigem Rühren bei kleiner Hitze köcheln.
  2. Fahre so lange fort, bis das Ganze eine dickflüssige, gelartige Konsistenz annimmt.
  3. Danach drückst du die Masse durch ein Sieb, lässt das Gel abtropfen und vollständig auskühlen. Tipp: Das Gel ist perfekt, wenn es die Konsistenz von flüssigem Eiweiß hat.
  4. Die Leinsamen-Maske ist geruchsneutral. Je nach Vorliebe kannst du dem Gel anschließend ein paar Tropfen Duftöl hinzufügen.
  5. Im Kühlschrank kannst du die fertige Leinsamen-Maske etwa ein bis zwei Wochen lagern.

Alternative Rezept Variante:

  • 3 EL Leinsamen
  • 250 ml Wasser
  • 2 EL Honig
  • 1/2 EL Olivenöl

Für das Leinsamengel solltest du am besten ganze Leinsamen verwenden. Die geschroteten Leinsamen setzen mehr Öl frei, was wiederum zu weißen Partikeln im Gel führen kann. Diese sind zwar nicht schädlich, aber sehen nicht schön aus im Haar.

Wie verwende ich Leinsamengel?

Das Gel verwendest du am besten nach der Haarwäsche. Shampooniere deine Haare also wie gewohnt ein und greife - wenn du möchtest - auch noch zu einer Spülung oder Haarkur. Knete dein zubereitetes Leinsamen-Gel danach in das handtuchtrockene Haar ein. Gehe für diesen Step am besten in die Dusche oder über den Abfluss. Es kann durchaus sein, dass das Leinsamen-Gel etwas flüssiger ist und tropft. Pluspunkt: Auch wenn du mal etwas zu viel Gel erwischst und sich deine Haare fast schon glitschig anfühlen, ist das nicht weiter schlimm. Generell ist es fast unmöglich das Leinsamen-Gel überzudosieren.

Lasse das Gel nun ein paar Minuten einwirken und kämme es danach vorsichtig aus. Wichtig: Die Leinsamen-Maske wird nicht ausgewaschen. Wenn dein Haar gleichmäßig getrocknet ist, sollten deine Haare gesund glänzen und ultra-fluffig fallen.

Anwendung als Leave-In Conditioner:

Als Leave-In Conditioner solltest du das Leinsamengel behutsam mit den Händen in die Haare einmassieren. Am besten eignet sich dazu die Praying-Hands Methode oder die Raking-Methode. Dabei wird das Gel vorsichtig gleichmäßig im Haar verteilt, ohne dabei übermäßig auf den Haaransatz und die Kopfhaut zu geraten.

Generell ist das Gel auch für die Kopfhaut eine tolle Pflege, nur da bei dieser Variante das Produkt nicht ausgespült wird, ist es besser den Haaransatz zu verschonen, um kein Volumen zu verlieren.

Tipps und Tricks:

  • Zu viel Gel erwischt? Kein Problem! Wie bereits erwähnt, können Leinsamen durch die enthaltenen Lignane entzündungshemmend wirken. Trage bei Hautproblemen die überschüssige Masse auf dein Gesicht oder Dekolletee auf und lasse sie 15 Minuten einwirken.
  • Für dünnes Haar: Verwende das Gel als intensive Leinsamenkur über Nacht und wasche es am nächsten Morgen vor der Haarwäsche aus.
  • Gegen Verhärtungen: Versuche vorsichtig durchzukämmen oder mit etwas Haar- oder Olivenöl nachzuhelfen.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten von Leinsamengel

Neben der Verwendung als Haargel bietet Leinsamen eine Vielzahl anderer Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der natürlichen Haarpflege.

  • Als Gesichtsmaske: Die feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften von Leinsamengel tun deiner Haut sehr gut. Lasse die Gesichtsmaske etwa 15 Minuten einwirken und spüle sie mit warmem Wasser ab.
  • Gegen Magen-Darm-Beschwerden: Die im Leinsamengel enthaltenen Schleimstoffe haben eine heilende Wirkung, die die Darmtätigkeit anregen und deiner Verdauung helfen. Das Gel kann über den Tag verteilt getrunken werden und hilft so besonders gut gegen Verstopfungen. Achte nur unbedingt darauf, dass du ausreichend Wasser trinkst.
  • Als veganer Eiweißersatz: In der Küche kannst du Leinsamengel ganz einfach als Eiweißersatz verwenden.

Fazit

Leinsamengel ist also nicht nur für Menschen mit lockigem Haar nützlich. Leinsamen bieten eine natürliche und nährstoffreiche Lösung zur Pflege und Stärkung der Haare. Die Anwendung ist vielseitig, von der einfachen Spülung bis hin zur Herstellung eines eigenen Leinsamengels. Dabei ist es wichtig, die richtige Menge und Einwirkzeit für den jeweiligen Haartyp zu finden. Ein zu viel kann schnell zu einem strähnigen Aussehen führen. Doch mit der richtigen Dosierung und Anwendung kann Leinsamen das Haar gesund, glänzend und geschmeidig machen. Ob lockig, glatt oder wellig, Leinsamen sind für jeden Haartyp geeignet.

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