Haarausfall ist ein Phänomen, das viele Menschen irgendwann in ihrem Leben betrifft, sei es vorübergehend oder dauerhaft. Dabei verlieren wir täglich eine gewisse Anzahl an Haaren, was vollkommen normal ist. Doch wenn der Haarausfall überhandnimmt und die Haare zunehmend dünner werden, kann dies zu einem erheblichen emotionalen Stress führen. Viele Shampoos gegen Haarausfall versprechen schnelle Hilfe. Doch ist das wirklich möglich?
Wir stellen Ihnen die besten Shampoos gegen Haarausfall vor und erklären, wie wirksam sie sind.
Laut Stiftung Warentest helfen bei erblich bedingtem Haarausfall nur die Wirkstoffe Finasterid und Minoxidil. Während Produkte mit Finasterid verschreibungspflichtig sind, können Sie welche mit Minoxidil auch im Handel kaufen - wie die von Regaine.
Regaine Frauen ist kein typisches Shampoo, sondern eine Lösung mit dem Wirkstoff Minoxidil, der in der Lage ist, den Haarwuchs zu stimulieren und den Haarausfall zu verlangsamen. Diese Lösung tragen Sie direkt auf die Kopfhaut auf. Sie zielt darauf ab, die Haarfollikel zu reaktivieren.
Besonders bei Frauen*, die unter erblich bedingtem Haarausfall leiden, zeigt sich Regaine als wirkungsvolle Unterstützung. Ein entscheidender Punkt ist jedoch, dass es nur wirkt, wenn Sie es konsequent über mehrere Monate hinweg anwenden. Brechen Sie ab, lässt der Effekt nach.
Falls Sie Regaine Frauen über einen längeren Zeitraum anwenden möchten, sprechen Sie am besten mit einem Hautarzt oder einer Hautärztin.
Wichtig: Es gibt kein freiverkäufliches Shampoo, das nachhaltig gegen erblich bedingten Haarausfall wirkt. Es ist bedeutsam zu verstehen, dass die Wirkung begrenzt ist: Sie stärken das Haar von außen und fördern die Gesundheit der Kopfhaut. Daher sollten Sie Shampoos gegen Haarausfall nur als Teil einer umfassenden Pflege- und Gesundheitsstrategie betrachten.
Die vier besten zeigen wir Ihnen hier:
Vichy Dercos setzt auf den bewährten Wirkstoff Aminexil, der das Absterben der Haarwurzel verhindern soll. Durch die Stärkung der Haarfaser wird der Haarverlust reduziert. Anwender*innen berichten von einem kräftigeren Haargefühl und einer verbesserten Haarstruktur.
Die Grenze des Produkts liegt darin, dass es vor allem bei fortgeschrittenem Haarausfall unterstützend wirkt, jedoch keine alleinige Lösung ist.
Plantur 39 ist speziell für Frauen* ab 40 Jahren konzipiert, deren Haarausfall hormonell bedingt ist - besonders in den Wechseljahren. Mit seinem Phyto-Koffein-Komplex zielt es darauf ab, die Haarwurzeln zu stärken und die Wachstumsphasen des Haares zu verlängern. Für jüngere Frauen* eignet sich Plantur 21.
Beachten Sie: Bei anderen Ursachen wie genetischem Haarausfall, Stress oder ernährungsbedingtem Mangel zeigt Plantur 39 möglicherweise weniger Wirkung.
Immer wieder tauchen im Internet Sicherheitsbedenken hinsichtlich einer möglichen krebserregenden Wirkung hinsichtlich Plantur 39 auf. Sie sind aber unbegründet, da keine wissenschaftlichen Beweise dafür existieren.
Alpecin Shampoos sind ebenfalls für ihre koffeinhaltige Formel bekannt, die die Durchblutung der Kopfhaut anregen soll. Dies kann dazu beitragen, den Haarverlust zu reduzieren und das Haarwachstum zu fördern.
Während Alpecin häufig bei Männern* zum Einsatz kommt, profitieren auch Frauen* von seiner präventiven Wirkung. Wie bei vielen Produkten hängt die Wirksamkeit jedoch stark von der individuellen Haar- und Kopfhautsituation ab. Während viele Nutzer*innen von positiven Ergebnissen berichten, gibt es begrenzte wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit von Koffein bei der Behandlung von Haarausfall umfassend belegen.
Kérastase Specifique Bain Prévention ist darauf ausgelegt, die Kopfhaut zu stimulieren und das Haarwachstum zu fördern. Der enthaltene Basilikumextrakt hat sich als wirksames Hausmittel gegen hormonell bedingten Haarausfall bewährt, da es die Umwandlung von Testosteron in das sogenannte DHT-Hormon blockieren kann. Dadurch, dass weniger DHT produziert wird, können sich die Haarwurzeln regenerieren und gesünder wachsen.
Das Shampoo ist deshalb besonders geeignet für diejenigen, die nach einer sanften, aber effektiven Lösung suchen, um den Haarausfall zu reduzieren und die Kopfhaut zu pflegen. Aber auch hier gilt: Es gibt begrenzte wissenschaftliche Beweise für die Effektivität von Basilikumextrakt bei jeder Form von Haarausfall. Zudem sind oft längere Anwendungszeiträume notwendig, um Ergebnisse zu sehen.
Übrigens: Sägepalmenextrakt hat einen ähnlichen Effekt wie Basilikumextrakt.
Wir stellen Ihnen die verschiedenen Inhaltsstoffe genauer vor, die in Shampoos gegen Haarausfall enthalten sind.
Wirkung: Minoxidil ist ein Mittel, das direkt auf die Kopfhaut aufgetragen wird. Es erweitert die Blutgefäße, verbessert die Durchblutung der Haarfollikel und verlängert die Wachstumsphase der Haare. Es ist sowohl für Männer* als auch für Frauen* geeignet und kann den Haarausfall verlangsamen sowie neues Haarwachstum anregen.
Grenzen: Die Wirkung von Minoxidil zeigt sich oft erst nach mehreren Monaten der Anwendung und hält nur so lange an, wie das Mittel regelmäßig angewendet wird. Nach dem Absetzen kann der Haarausfall zurückkehren. Einige Nutzer*innen berichten von Nebenwirkungen wie Hautreizungen oder unerwünschten Haarwuchs an anderen Körperstellen.
Wirkung: Koffein ist bekannt dafür, die Durchblutung der Kopfhaut zu fördern und die Haarfollikel zu stimulieren. Es kann den Wachstumszyklus der Haare verlängern und so Haarausfall entgegenwirken.
Grenzen: Die Wirkung von Koffein ist oft oberflächlich und kann bei tief verwurzelten Ursachen des Haarausfalls wie genetischen Faktoren nur bedingt helfen. Zudem ist die Konzentration in Shampoos häufig niedrig, was die Effektivität einschränkt.
Wirkung: Biotin unterstützt die Keratinbildung, ein essenzieller Bestandteil der Haarstruktur. Es kann helfen, das Haar zu stärken und brüchige Haare zu reduzieren.
Grenzen: Während Biotin Mangelerscheinungen im Haarwachstum behebt, zeigt es bei erblich bedingtem Haarausfall weniger Wirkung. Zudem sind viele Menschen bereits ausreichend mit Biotin versorgt, sodass eine zusätzliche Einnahme oft keinen Unterschied macht.
Wirkung: Als Hauptbestandteil der Haare sorgt Keratin für Elastizität und Festigkeit. Es kann geschädigtes Haar reparieren und vor äußeren Einflüssen schützen.
Grenzen: Keratin wirkt hauptsächlich auf der Haaroberfläche und hat keine direkte Wirkung auf die Haarwurzel oder das Haarwachstum. Es verbessert eher das Aussehen als dass es die eigentlichen Ursachen des Haarausfalls bekämpft.
Wirkung: Aminexil hilft, die Verhärtung des Kollagens um die Haarwurzel herum zu verhindern, wodurch das Haar besser verankert bleibt. Es kann so den Haarausfall verlangsamen.
Grenzen: Die Wirkung von Aminexil ist vor allem bei frühem oder leichtem Haarausfall sichtbar. Bei fortgeschrittenem Haarausfall oder genetischen Ursachen kann es weniger effektiv sein.
Wirkung: Der Extrakt sowohl von Sägepalme als auch Basilikum hemmt wie oben beschrieben die Bildung von DHT, einem Hormon, das Haarausfall fördert. Dadurch kann es helfen, hormonell bedingten Haarausfall zu reduzieren.
Grenzen: Die Wirksamkeit variiert stark zwischen Individuen und es gibt begrenzte wissenschaftliche Beweise für seine Effektivität bei jeder Form von Haarausfall. Zudem sind oft längere Anwendungszeiträume notwendig, um Ergebnisse zu sehen.
Wirkung: Taurin ist eine Aminosäure, die als Antioxidans wirkt und bekannt dafür ist, das Haar zu stärken und seine Struktur zu verbessern. Es kann helfen, die Haarfollikel zu schützen und den Haarverlust durch äußere Einflüsse zu minimieren. Taurin wird oft in Kombination mit anderen Inhaltsstoffen in Haarpflegeprodukten verwendet, um deren Wirksamkeit zu erhöhen.
Grenzen: Obwohl Taurin zur Stärkung des Haares beitragen kann, gibt es begrenzte wissenschaftliche Beweise für seine Wirksamkeit bei der Behandlung von Haarausfall. Es sollte als Teil eines umfassenden Ansatzes zur Haarpflege betrachtet werden und nicht als alleiniges Mittel gegen Haarausfall.
Fallen über einen längeren Zeitraum täglich mehr als 100 Haare aus, spricht man von Haarausfall. In diesem Fall ist es ratsam, einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen, um die mögliche Ursache für den Haarverlust zu finden.
Die Ursachen für Haarausfall sind nämlich vielfältig: Von genetischen Veranlagungen über hormonelle Veränderungen bis hin zu Stress und unausgewogener Ernährung gibt es zahlreiche Auslöser. Frauen* sind oft von hormonell bedingtem Haarausfall betroffen, der durch Schwangerschaft, Wechseljahre oder hormonelle Störungen hervorgerufen werden kann. Anlagebedingter Haarausfall - in der Fachsprache androgenetische Alopezie - ist die häufigste Form des Haarverlusts. Dabei reagieren die Haarfollikel empfindlich auf männliche Geschlechtshormone.
In den Wechseljahren kommt es zu starken Veränderungen im Hormonhaushalt - und diese Veränderungen können sich auch auf unser Haarwachstum auswirken. Viele Frauen bemerken während dieser Zeit, dass ihre Haare dünner werden oder an Glanz verlieren. Um dem entgegenzuwirken, ist es wichtig, sich gesund zu ernähren, ausreichend Wasser zu trinken und Stress zu reduzieren.
Außerdem können spezielle Haarpflegeprodukte dabei helfen, das Haar zu stärken und ihm mehr Volumen zu verleihen.
Bevor du zu einem Shampoo gegen Haarausfall greifst, solltest du folgende zwei Punkte berücksichtigen:
Laut Prof. Dr. Garcia Bartels ist es wichtig, zwischen den verschiedenen Arten des Haarausfalls zu unterscheiden. „Handelt es sich um einen aktiven Vorgang, fallen mehr Haare aus als normal und man bemerkt zum Beispiel mehr Haare in der Bürste. Was viele meiner Patientinnen und Patienten aber auch beschreiben, ist, dass die Haare über Monate oder Jahre dünner werden“, so die Dermatologin. Je nach Art des Haarausfalls kommen andere Behandlungsmöglichkeiten in Frage.
Hinzu kommt, dass es ganz verschiedene Ursachen für Haarausfall gibt - die häufigsten:
Haarausfall ist also hochgradig individuell. Bevor du einfach irgendein Shampoo gegen Haarausfall verwendest, empfiehlt es sich daher, einen Arzt oder eine Ärztin zu konsultieren. „Der schnelle Griff zu vermeintlichen Helfern wie Shampoos kann dazu führen, dass man wertvolle Zeit verliert“, erklärt Prof. Dr. Garcia Bartels. Und: „Pflegefehler führen zu Haarbruch. Für Betroffene ist es oft schwer, diesen von krankhaftem Haarausfall abzugrenzen“. Der Arzt oder die Ärztin kann dem Problem hingegen auf den Grund gehen und dir eine auf deine Haare abgestimmte Therapie vorschlagen.
Der zweite wichtige Punkt: Es gibt nur wenige Wirkstoffe, die Haarausfall nachweislich vermindern können. Viele Shampoos gegen Haarausfall sind darauf ausgerichtet, die Kopfhaut zu beruhigen und zu durchbluten, die Haarwurzel zu stärken und so eine Basis für ein gesundes Haarwachstum zu schaffen.
„Ein Shampoo gegen Haarausfall kann in der Regenerationsphase angewendet werden, nachdem die Ursache des Haarausfalls gezielt behandelt wurde. Dann kann es das Nachwachsen der Haare unterstützen. Ein Shampoo gegen Haarausfall sollte aber nie als alleiniger Helfer gegen echten Haarausfall verwendet werden“, erklärt Dermatologin Prof. Dr. Garcia Bartels.
Hier ist eine Übersicht einiger empfohlener Shampoos gegen Haarausfall:
| Shampoo | Hauptwirkstoffe | Besondere Eigenschaften |
|---|---|---|
| Plantur 39 Phyto-Coffein-Shampoo | Koffein | Speziell für Frauen ab 40, hormonell bedingter Haarausfall |
| Vichy Dercos Energy Shampoo | Aminexil | Wirkt gegen Versteifung des Kollagens um die Haarfollikel |
| Natural Herbs Knoblauch-Shampoo | Keratin, Knoblauchöl | Stärkt die Haarstruktur und fördert die Durchblutung der Kopfhaut |
| Sebamed Anti-Haarverlust-Shampoo | Ginkgo-Extrakt, Koffein | Fördert die Durchblutung der Kopfhaut |
Nicht nur auf das „Was“, sondern auch auf das „Wie“ kommt es an! Wir verraten dir die besten Tipps für die richtige Anwendung von Shampoos gegen Haarausfall.
„Patienten, die Haarausfall haben, sollten keine Angst haben, sich die Haare zu waschen“, betont Prof. Dr. Garcia Bartels. „Ob man sich die Haare täglich wäscht oder nur wöchentlich, hat keinen Einfluss auf den Haarausfall oder das Wachstum an sich.“ Wie oft die Haare tatsächlich gewaschen werden müssen, kommt vielmehr auf die Bedürfnisse der eigenen Haare bzw. der Kopfhaut an. Wenn deine Haare nicht schnell fettig werden, kann es reichen, sie ein- bis zweimal die Woche zu waschen. Hast du hingegen eher eine fettige Kopfhaut, ist es auch okay, die Haare täglich zu waschen. Benutze dann am besten ein mildes Shampoo und vermeide das Hitze-Styling.
Möchtest du ein Shampoo mit speziellen Wirkstoffen gegen Haarausfall anwenden, zum Beispiel mit Koffein oder Aminexil, sollte das bestenfalls jeden Tag geschehen. „Die tägliche Anwendung in einer bestimmten Konzentration und Dosis ist wichtig, um überhaupt einen Effekt zu haben“, weiß die Bestseller-Autorin Prof. Dr. Garcia Bartels. Hier solltest du also genau wissen, was in deinem Shampoo drin ist und wie lange es einwirken muss. Im Zweifel besprichst du das mit deinem Arzt, deiner Ärztin oder in der Apotheke.
Weitere Tipps zur Anwendung von Shampoos gegen Haarausfall:
Die Faustregel besagt: Bis zu 100 ausgefallene Haare pro Tag sind im Rahmen des natürlichen Haarwechsels völlig normal. Die Anzahl kann aber je nach Umstand auch mal schwanken. Zum Beispiel ist es auch nicht bedenklich, wenn du am Tag, an dem du deine Haare nach Längerem wieder wäschst, mehr Haare verlierst als sonst. Einen Arzt oder eine Ärztin solltest du dann aufsuchen, wenn der Haarausfall über einen längeren Zeitraum (von etwa zwei Wochen) mehr als 100 Haare täglich umfasst, er plötzlich und stark auftritt, sich ganze Büschel lösen oder kahle Stellen am Kopf entstehen.
tags: #shampoo #wechseljahre #haarausfall #test
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.