Es mag unglaublich erscheinen, aber gelegentlich kommt es vor, dass Menschen versehentlich oder aus Unachtsamkeit Shampoo oder andere schäumende Produkte trinken. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, die aufgrund ihrer Neugier und Unwissenheit Gefahren noch nicht richtig einschätzen können. Dieser Artikel beleuchtet die möglichen Folgen des Trinkens von Shampoo, die Risiken, Symptome und notwendigen Erste-Hilfe-Maßnahmen.
Eine Wohnung oder ein Haus ist voll von potenziell giftigen Substanzen, die wir meist täglich benutzen. Dazu gehören:
Besonders gefährdet sind Kinder im Alter von etwa acht Monaten bis fünf Jahren. In diesem Alter erkunden sie ihre Umgebung und stecken oft alles in den Mund.
Die meisten Vorfälle passieren nicht, weil Kinder vernachlässigt werden, sondern durch Unachtsamkeit und Unterschätzung der kindlichen Neugier. Es kann schnell passieren, dass ein Kind unbeaufsichtigt mit einer Flasche Allzweckreiniger allein ist, während man kurz abgelenkt ist. Auch Verwechslungen können zu ungewollten Vorfällen führen, etwa wenn statt der Fluorid-Tablette eine Schilddrüsentablette verabreicht wird.
Vergiftungen können sich unterschiedlich äußern. Mögliche Symptome sind:
Eltern sollten wissen, dass die Symptome zeitverzögert auftreten können, bei manchen Giftpflanzen sogar erst nach 24 Stunden.
Bei Verdacht auf eine Vergiftung muss sofort der Notarzt unter 112 verständigt werden. Wichtig ist, den Standort, die Art des Unfalls, das Alter des Kindes, Zustand und Symptome anzugeben und Rückfragen abzuwarten. Anweisungen erhält man anschließend in der Giftnotrufzentrale.
Die folgenden Erstmaßnahmen sind abhängig vom Gift und sollen nur nach Anweisung der Giftnotrufzentrale durchgeführt werden!
Achtung: Gefahr der Selbstvergiftung ist besonders groß! Die eigene Sicherheit geht der Notwendigkeit zur Hilfeleistung immer vor!
Um Vergiftungsunfälle zu verhindern, sollten folgende Maßnahmen beachtet werden:
Smartphone-Nutzer können die App des BfR „Vergiftungsunfälle bei Kindern“ herunterladen. Sie informiert zu Inhaltsstoffen und Gefahren von Chemikalien, Medikamenten, Pflanzen und Pilzen und nennt Erste-Hilfe-Maßnahmen.
Bundesweit gibt es neun Giftnotrufzentralen, die rund um die Uhr besetzt sind. Die folgende Tabelle listet die Giftnotrufzentralen in Deutschland auf:
| Bundesland | Giftnotrufzentrale | Telefonnummer |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Giftinformationszentrum Freiburg | 0761 19240 |
| Bayern | Giftnotruf München | 089 19240 |
| Berlin, Brandenburg | Giftnotruf Berlin | 030 19240 |
| Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen | Giftinformationszentrum-Nord (GIZ-Nord) Göttingen | 0551 19240 |
| Hessen, Rheinland-Pfalz | Giftinformationszentrum Mainz | 06131 19240 |
| Nordrhein-Westfalen | Giftinformationszentrale Bonn | 0228 19240 |
| Saarland | Giftinformationszentrum Homburg/Saar | 06841 19240 |
| Sachsen | Giftinformationszentrum Erfurt | 0361 730730 |
| Sachsen-Anhalt, Thüringen | Gemeinsames Giftinformationszentrum Erfurt | 0361 730730 |
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