Die Werbung verspricht uns durchweg milde, hautsanfte Shampoos, die unserem Haar Volumen, Struktur und Glanz geben und außerdem die Kämmbarkeit verbessern sollen. Anschauliche Videos und Vorher-Nachher-Fotos sollen uns überzeugen und zum Kauf des angepriesenen Produktes bewegen. Leider enthalten die allermeisten Shampoos aggressive Chemikalien, die unserer Gesundheit schaden und die Umwelt belasten.
Es lohnt sich, wenn du jeden einzelnen Inhaltsstoff deines Shampoos anhand der Ingredients-Liste (INCI) auf der Verpackung sorgfältig nachprüfst, beispielsweise mit Hilfe der Codecheck-App oder Hautschutzengel.de. So kannst du gesundheitsschädliche Substanzen vermeiden und eine hochwertige Produkt-Qualität von einer minderwertigen unterscheiden.
Im Folgenden werden die wichtigsten Aspekte von Silikonen in Shampoos beleuchtet, einschließlich ihrer Vor- und Nachteile, wie man sie erkennt und wie man sie gegebenenfalls aus dem Haar entfernt. Zusätzlich werden weitere schädliche Inhaltsstoffe in Shampoos aufgeführt, die vermieden werden sollten.
Bei Silikonen handelt es sich um farblose Kunststoffe, die aus Erdöl gewonnen werden. Sie bestehen aus einer Mixtur unterschiedlicher Stoffe wie Silizium oder Wasserstoff. Eingesetzt werden Sie in zahlreichen Kosmetika als günstiger Ersatz für Pflanzenöle. Silikone haben eine versiegelnde Wirkung. Genau diese zeigt sich auch in unserem Haar.
In den 1990er-Jahren haben Silikone Einzug in Haarpflegeprodukte gehalten. Neben Shampoos sind sie seither auch in Conditioner und Haarkuren zu finden. Damals verhalfen Silikone in der Haarpflege Frauen, die durch die damals moderne Dauerwelle unter spröden und brüchigen Haaren litten, schnell zu neuem Glanz, Geschmeidigkeit und einer verbesserten Kämmbarkeit. Silikone erwiesen sich als wahre Allrounder und so sind sie uns bis heute erhalten geblieben.
Molekülketten, die sich eng verkettet um die Haare legen, im Optimal-Fall das Haar anheben, geschmeidig machen und für einen strahlenden Glanz sorgen. Das hört sich erstmal ziemlich gut an. Aber leider beschweren sie das Haar und verhindern das Eindringen der Pflegestoffe in die Haarfaser. Es entsteht ein Schutzfilm, der sich auch nicht mehr so leicht entfernen lässt. Das Haar trocknet von innen aus und wird brüchig.
Silikone täuschen gesundes Haar vor, indem sie das Haar kurzfristig glatt und glänzend aussehen lassen. Tatsächlich versiegeln Silikone die Kopfhaut und bilden einen Film um jedes einzelne Haar. Da Silikone nicht wasserlöslich sind, können sie mit der Haarwäsche nicht einfach wieder ausgewaschen werden. So sammelt sich eine immer dicker werdende Silikon-Schicht auf Kopfhaut und Haarfaser an (Build-up Effekt). Das Haar wird zunehmend trocken und beschwert, der Ansatz wirkt platt und ohne Volumen. Silikone verstopfen die Poren der Kopfhaut, sie fördern Unreinheiten und Pickel.
So erkennst du Silikone in Kosmetikprodukten.
Bei Silikonen sollte man unbedingt zwischen nicht wasserlöslichen und wasserlöslichen Silikonen unterscheiden. Gute Silikone sind wasserlöslich und somit auswaschbar. Hier lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe. Die Silikone erkennt man überwiegend an den Endungen -cone und -xane.
Man unterscheidet dabei in wasserunlösliche und auswaschbare Silikone, wobei die auswaschbaren Silikone als die „guten Silikone“ gelten.
Wasserunlösliche Silikone haften besonders hartnäckig an Deinen Haaren und versiegeln es mit einer dicken Schicht, die sich nur nach vielen Haarwäschen abtragen lässt. Die Poren der Haare verstopfen und können schlechter atmen. Vor allem feines Haar wirkt schnell fettig, da auch der Talg nicht mehr abfließen kann. Zudem kann es sein, dass Dein Haar so weitere Pflegemittel oder gar Farbe nicht mehr im vollen Maße aufnimmt.
Auswaschbare Silikone lassen sich bereits mit der nächsten Haarwäsche gut ausspülen. Sie werden zwar als „wasserlöslich“ bezeichnet und sind somit deutlich schonender für Dein Haar, jedoch belasten sie die Umwelt.
Hier ist eine Übersicht über einige gängige Silikone, unterteilt nach ihrer Wasserlöslichkeit:
| Wasserlösliche Silikone | Wasserunlösliche Silikone |
|---|---|
| Cyclomethicone | Dimethicone |
| Cyclopentasiloxane | Cetearyl Methicone |
| Lauryl Methicone Copolyol | Cyclomethicone |
| Dimethicone Copolyol | Cyclopentasiloxane |
| Polysiloxane | Dimethiconol |
| Dimethicone copolyol/HWP | Stearyl Dimethicone |
| Hydroxypropyl | Trimethylsilylamodimethicone |
| Cetyl Dimethicone |
Je weiter unten die Silikone auf dem Etikett vermerkt sind, desto geringer ist ihr Anteil im Produkt.
Silikone im Shampoo erkennst Du anhand der Inhaltsstoffliste an den Endungen -cone und -xane.
Sobald Du einen Stoff mit den Endungen -cone und -xane entdeckst, handelt es sich um Silikone:
Wasserunlöslich
Am besten kannst Du Silikone mit einem Haarpeeling oder einem tiefenreinigenden Shampoo entfernen. Alternativ steigst Du direkt auf ein silikonfreies Shampoo um und wendest über einen längeren Zeitraum Haarkuren an. Greife dabei idealerweise auf Bio- und vegane Shampoos zurück.
Vielfach werden für die Entfernung von Silikonen Haarpeelingshampoos verwendet. Diese Methode ist aber nicht sonderlich haarschonend, denn die Haarfaser wird aufgeraut. Deshalb sollten Silikone lieber mit Shampoos ohne Silikone oder einer intensiven Ölkur ausgewaschen werden. Es braucht sicher ein paar Wäschen mehr, tut dem Haar aber deutlich besser.
Beachte, dass es bei der Umstellung zeitweise dazu kommen kann, dass Dein Haar ziemlich matt und strohig wirkt. Das ist jedoch nur vorübergehend und kein Grund zur Sorge.
Hier sind fünf Haarpflege-Produkte, in denen „gute“ Silikone zu finden sind, mit denen ihr einen kompletten Verzicht aus dem Wege gehen könnt:
Shampoos ohne Silikone sind eine gute Alternative.
In der folgenden Übersicht listen wir die 13 wichtigsten gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe in Shampoos auf:
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