Verbrannte Haare retten: Die besten Hausmittel und Tipps

Im Laufe unseres Lebens muten wir unseren Haaren mitunter viel zu. Ob es nun die natürliche Haarfarbe ist, die uns nicht gefällt und wir sie färben oder blondieren, oder die Locken, die stören und wir zum Glätteisen greifen - unsere Haare werden oft strapaziert. Dass Färbeprodukte und viel zu hohe Temperaturen für unsere Haare schädlich sind, erklärt sich von selbst.

Aber keine Panik: Kaputtes Haar lässt sich reparieren - bis zu einem bestimmten Maß.

KAPUTTE HAARE REPARIEREN / TIPPS & TRICKS von einer Friseurin

Haarschäden gehen zwar nicht wieder komplett zurück, aber mit den richtigen Pflegeprodukten und Hausmitteln können Sie die Haarstruktur glätten. Hier finden Sie die besten Tipps für kaputtes und extrem geschädigtes Haar im Überblick und erfahren, warum eine gesunde Ernährung so wichtig ist.

Wie erkennt man kaputte Haare?

Kaputte Haare zu erkennen, ist gar nicht so schwer, wenn Sie auf einige typische Anzeichen achten:

  • Sprödes und glanzloses Aussehen: Ihre Haare wirken stumpf und verlieren ihren natürlichen Glanz.
  • Spliss: Gespaltene Haarspitzen lassen Ihr Haar unordentlich erscheinen.
  • Trockenheit: Das Haar fühlt sich trocken an und neigt dazu, leicht zu brechen oder sich zu verknoten.
  • Frizz: Kleine Härchen stehen ab und das Haar sieht kraus aus.
  • Feuchtigkeitsverlust: Nach dem Waschen trocknet das Haar schnell wieder aus und wirkt rau.
  • Erhöhter Haarausfall: Sie bemerken mehr Haare in Ihrer Bürste oder im Abfluss.

Kaputte Haare retten: Können kaputte Haare wieder gesund werden?

Die gute Nachricht ist: Kaputte Haare sind kein hoffnungsloser Fall und es gibt Mittel und Wege, um Ihre Haarpracht bald wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Die schlechte Nachricht: Sie müssen Ihren Haaren ab sofort mehr Aufmerksamkeit widmen, um sie zu reparieren. Schließlich sollen diese nicht nur wieder schön aussehen, sondern auch bis tief in die Wurzeln gesund sein. Wie und womit Ihnen das gelingt, verraten wir im Folgenden.

Was repariert kaputte Haare wirklich? Die neun besten Tipps

Strapaziertes, trockenes Haar benötigt eine besonders intensive Pflege und Behandlung. Hier finden Sie die neun besten Tipps, um kaputte Haare zu retten:

  1. Das richtige Shampoo: Die optimale Pflegleistung erzielen Sie, wenn sie alle Produkte aus einer Pflegelinie benutzen.
  2. Regelmäßige Haarkuren: Haare regelmäßig mit Shampoo zu reinigen, reicht bei weitem nicht aus, um stark strapaziertes Haar zu retten. Eine regelmäßige Haarkur ist daher ein absolutes Muss. Sie repariert vorhandene Schäden und beugt neuen vor. Auch kaputte Spitzen freuen sich über die Haarkur, denn diese leiden besonders häufig und benötigen deshalb viel Feuchtigkeit. Sie können Ihre Haarkur selbst machen oder kaufen. Wichtig ist, dass Sie ein Produkt wählen, das zu Ihrer Haarstruktur passt.
  3. Hitze vermeiden: Wenn Sie geschädigte Haare haben, sollten Sie bei der Pflege besonders achtsam sein. Lassen Sie, wenn möglich, Ihre Haare lufttrocknen. Vermeiden Sie so oft es geht Föhnen und Glätten. Wenden Sie ein Glätteisen nie auf nassem oder feuchtem Haar an, sondern trocknen Sie die Haare vorher vollständig. Achten Sie bei der Verwendung eines Glätteisens zudem auf die richtige Einstellung in Sachen Hitze. Jede Haarstruktur braucht eine andere Intensität. Lesen Sie am besten in der Beschreibung Ihres Geräts nach, welche die richtige Hitzestufe für Sie ist, und vergessen Sie niemals das Hitzeschutzspray. Haben Sie bereits kaputte Haare, sollten Sie besonders vorsichtig sein oder vorerst auf das Glätten verzichten.
  4. Häufiger Haare schneiden: Ein weiterer, wichtiger Tipp bei kaputten Haaren ist: Lassen Sie regelmäßig Ihre Spitzen schneiden, damit Spliss erst gar nicht entstehen kann. Wie häufig Sie einen Friseurbesuch einplanen sollten, hängt vom Schädigungsgrad Ihrer Haare ab. In der Regel könnte es allerdings auf einen Turnus zwischen sechs Wochen und drei Monaten hinauslaufen. Fragen Sie dazu am besten im Friseursalon Ihres Vertrauens.
  5. Haare richtig färben: Wer seine Haare blondiert, färbt oder tönt, achtet besser darauf, die Farbe nicht auf dem frisch gewaschenen Kopf aufzutragen. Warum? Weil das die Kopfhaut zu sehr strapaziert und austrocknet. Damit das Haar nicht noch mehr kaputt geht, empfiehlt es sich, nach dem Färben eine Haarmaske anzuwenden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, überlässt das Färben einem Profi.
  6. Detox-Behandlung: Gerade Frauen*, die in einer Großstadt wohnen, haben häufig mit Rückständen in Haaren und Kopfhaut zu kämpfen - wie Abgase, Staub und Dreck. Ein Kopfhaut-Peeling sowie ein Detox-Shampoo sorgen dafür, dass diese entfernt werden. Wenden Sie diese Produkte aber maximal ein Mal in der Woche an, da sich die Kopfhaut nach einer solchen Behandlung erst regenerieren muss. Angaben für die korrekte Anwendungsweise finden Sie auf der Verpackung des jeweiligen Produkts.
  7. Kopfhaut-Massage: Gönnen Sie sich von Zeit zu Zeit eine entspannende Kopfhaut-Massage. Dadurch wird die Kopfhaut durchblutet, was sich nicht nur unfassbar gut anfühlt, sondern auch Haarausfall und geschädigten Haaren vorbeugt. Am besten funktioniert die Massage mit Hilfe einer Kopfhaut-Bürste. Aber auch eine normale Haarbürste kann für einen Massage-Effekt sorgen. Auch Teebaumöl ist gut für die Kopfhaut.
  8. Hochwertige Bürste für kaputtes Haar: Sie fragen sich, welche Bürste sich für kaputtes Haar eignet? Egal ob Sie glatte, feine oder lockige Haare haben; lassen Sie sich bei der Auswahl der richtigen Haarbürste am besten von Ihrem Friseur oder Ihrer Friseurin beraten. Unserer Erfahrung nach, haben sich vor allem Wildschweinborstenbürsten bewährt, da sie die Haare bei jedem Bürstenstrich pflegen. Das Ergebnis ist glänzendes und volles Haar.
  9. Die richtige Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung ist ein wesentlicher Faktor für gesundes Haarwachstum. Vitamine und Mineralien, die in unserer täglichen Nahrung enthalten sind, tragen dazu bei, die Haarstruktur zu stärken und den Glanz zu verbessern.

Wichtige Nährstoffe für gesundes Haar:

Nährstoff Wirkung Lebensmittel
Biotin Wichtig für das Haarwachstum Eier, Nüsse, Samen
Eisen Verhindert Haarausfall Spinat, Linsen, rotes Fleisch
Omega-3-Fettsäuren Unterstützen die Kopfhautgesundheit Lachs, Walnüsse, Leinsamen
Vitamin A Pflegt das Haar natürlich Karotten, Süßkartoffeln, Grünkohl
Zink Fördert die Reparatur von Haargewebe Kichererbsen, Kürbiskerne, Austern
Protein Wichtig für die Haarstruktur Huhn, Fisch, Quinoa, Bohnen

Extrem kaputte Haare retten: So reparieren Sie extrem geschädigtes Haar

Wenn die Haare extrem geschädigt sind, kann ein radikaler Schnitt manchmal die beste Lösung sein. Indem die kaputten Spitzen entfernt werden, wird die Haarstruktur entlastet und das Wachstum neuer, gesunder Haare gefördert.

Ansonsten helfen bei extrem kaputtem Haar die bereits genannten Tipps. Für eine intensive Pflege zwischendurch sind vor allem spezielle Haarmasken und Kuren unverzichtbar. Diese Produkte dringen tief in die Haarstruktur ein und versorgen sie mit wichtigen Nährstoffen.

Was hilft gegen kaputte Haare? Tipps im Überblick

Eines vorweg: Auf die Frage “Können kaputte Haare wieder gesund werden?” gibt es leider nur eine Antwort: Nein! “Ein kaputtes Haar ist ein kaputtes Haar”, weiß Stefanie Gottschalk. “Man kann es optisch gesünder aussehen lassen, aber gesund pflegen kann man es leider nicht.” Ihr Tipp: “Um kaputte Haare gar nicht erst entstehen zu lassen, am besten vorbeugen und vor allem: die richtige Haarpflege verwenden!”

  • Hitzeschutz: “Vor jeder Behandlung mit Glätteisen oder Föhn unbedingt einen Hitzeschutz verwenden”, sagt Gottschalk. Dafür eignen sich Sprays ebenso wie leichte Fluids. “Den Hitzeschutz vor dem Föhnen ins nasse Haar geben und gut einmassieren.”
  • Regelmäßig eine Kur anwenden: “Um Haarschäden vorzubeugen, sollte man einmal in der Woche eine Kur machen, die dem Haar viel Feuchtigkeit zuführt”, rät Stefanie Gottschalk. “Auch bei kaputten Haaren kann man mit der richtigen Haarkur zumindest optisch glätten und für Glanz sorgen.”
  • Richtig Haare waschen: “Beim Haarewaschen sollte man das Shampoo nur am Ansatz und auf die Kopfhaut einmassieren”, weiß Stefanie Gottschalk. “Beim Ausspülen läuft genug Shampoo über die Längen und Spitzen, damit diese sauber werden, ohne durch das Shampoo auszutrocknen.” Plus: “Conditioner ist nach jeder Haarwäsche ein Muss, er schließt die durch das Shampoo geöffneten Haarschuppen wieder.”
  • Sonnenschutz verwenden: “Insbesondere im Sommer sollte man die Haare vor UV-Strahlung bewahren”, weiß Stefanie Gottschalk. “Sehr effektiv ist eine Kopfbedeckung, man kann aber auch spezielle Pflege verwenden, die man direkt auf die Kopfhaut und das Haar gibt.” Ihr Zusatztipp für den Urlaub: “Wenn du am Meer bist, solltest du Salzwasser immer mit frischen Wasser ausspülen, da es ebenfalls die Haare austrocknet.”
  • Richtige Haargummis nutzen: Haargummis sollen das Haar schädigen? Ja, richtig gelesen! “Haargummis mit Metallspange sollten komplett gemieden werden, da es durch sie zu Bruchstellen im Haar kommen kann”, weiß der Profi. “Je breiter und softer das Haargummi, umso besser - am besten trendige Scrunchies verwenden!”

Kaputte Haare: Die besten Hausmittel

“Mein Geheimtipp bei kaputten Haaren: Vor dem Waschen ein Öl in die Längen und Spitzen geben”, rät die Expertin. “Die gibt es zum Beispiel von professionellen Haarpflegemarken.” Aber auch Olivenöl oder Kokosöl aus dem Küchenschrank eignen sich bestens, um das Haar beim Waschen zu schonen.

Wann hilft bei kaputten Haaren nur noch die Schere?

Für ultimativ gepflegtes und gesundes Haar, gibt es neben dem Verzicht auf Hitze, Färben & Co. und der richtigen Haarpflege aber doch nur eines: regelmäßig das Haar schneiden! “Wenn du merkst, dass dein Haar kürzer, dünner und brüchiger wird oder einfach nicht Länger werden will, ist der Griff zur Schere unerlässlich - auch um das Abbrechen der Haare zu vermeiden”, erläutert Stefanie Gottschalk.

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