Viele Menschen sind sich der potenziell schädlichen Inhaltsstoffe in kommerziellen Haarpflegeprodukten nicht bewusst. Silikone, PEGs und andere unerwünschte Stoffe sind oft enthalten. Hier finden Sie einfache und natürliche Rezepte, um Ihr eigenes Shampoo herzustellen und die Kontrolle über die Inhaltsstoffe zu übernehmen.
Das A und O der Haarpflege ist die "Trockenpflege", also das richtige Bürsten bzw. Kämmen. Neben belasteten Haarpflegeprodukten und zu heißen Föhnen ist das Verwenden von minderwertigen Bürsten und Kämmen die Hauptursache für abbrechende, stumpfe Haare sowie Spliss. Insbesondere Produkte aus Kunststoff oder Metall sind oft scharfkantig und schädigen die Haarstruktur beim Kämmen. Dazu eignet sich besonders eine hochwertige Bürste mit Wildschweinborsten.
Großmütter wussten die Wirkung von 100 Bürstenstrichen am Tage zu schätzen, und diese Methode hat auch in unserer Zeit nichts an ihrer Gültigkeit verloren. Durch das intensive Bürsten wird die Kopfhaut besser durchblutet. Dies hilft ihr, sich zu regenerieren und die natürliche Talgproduktion wieder aufzunehmen. Damit wird die häufigste Ursache für schuppige und juckende Kopfhaut bekämpft. Aber nicht nur die Kopfhaut wird gepflegt.
Einige mögen sich nun fragen, wie es erstrebenswert sein kann, das "Fett", welches oft täglich ausgewaschen wird, auch noch in den Haaren zu verteilen. Allerdings sollte man sich vor Augen halten, dass die tägliche Haarwäsche ein "unnatürlicher" Prozess ist, der erst in unserer industrialisierten Welt in Mode gekommen ist. Viele Menschen auf der Welt waschen sich die Haare nur mit Wasser und evtl. Wascherde, ohne fettige Haare zu haben.
Sicherlich ist diese Methode nicht für jedermann geeignet. Wer kann es sich schon leisten, mehrere Wochen oder Monate mit ungewaschenen Haaren rumzulaufen, bis sich Haare und Kopfhaut der neuen Situation angepasst haben? Im Berufsleben wohl undenkbar. Dennoch muss niemand auf die natürliche Haarpflege verzichten. Es reicht schon, die Haarwäsche ab und zu einmal ausfallen zu lassen und stattdessen ordentlich zu bürsten, bis der Talg in den Haaren verteilt ist.
Wer ihn über Nacht oder noch besser z.B. übers Wochenende einwirken lässt, wird nach der nächsten Haarwäsche mit kräftigem, glänzendem und gepflegten Haar belohnt. Leider sind hochwertige Wildschweinborsten Bürsten im Vergleich zu einer billigen Plastikbürste sehr kostspielig. Es ist mir nun gelungen, eine hochwertige, aber dennoch bezahlbare Bürste zu finden, die zudem so geschwungen ist, dass sie sich der Kopfhaut optimal anpasst.
Das folgende Grundrezept dient als Basis für die meisten Shampoos:
Tipp: Kernseife mit einem hohen Anteil pflanzlicher Öle wirkt besonders sanft auf die Haut.
Um zu verstehen, wie sich Shampoo-Rezepturen zusammensetzen, lohnt sich ein genauerer Blick auf mögliche Inhaltsstoffe:
Unser Grundrezept für natürliches DIY-Shampoo haben Sie bereits kennengelernt. Nun folgt die Kür - und mit ihr eine Reihe von empfehlenswerten Rezepturen für unterschiedliche Haarbedürfnisse. Ob trockenes, glanzloses, normales oder fettiges Haar: wir stellen Ihnen unsere liebsten Kreationen für Shampoos im Detail vor.
Festes Shampoo kommt ganz ohne Umverpackung aus und eignet sich ideal für einen nachhaltigen Lifestyle. Die Herstellung ist genauso einfach wie bei flüssigem Shampoo.
Selbstverständlich können Sie Haarshampoo auch in seifenfreier Rezeptur herstellen. Beliebte Haarpflege-Trends wie die No-Poo-Methode nutzen diese Vorgehensweise, um das Haar zu schonen und sanft zu reinigen.
Mit seinem pH-Wert von 5,5 ist selbstgemachtes Shampoo auf Roggenmehl-Basis besonders bei irritierter und juckender Kopfhaut hilfreich. Anders als die zuvor vorgestellten Shampoos müssen Sie Roggenmehl-Shampoo vor jeder Haarwäsche frisch anrühren.
Es gibt unzählige weitere Rezepte und Variationen, um Ihr eigenes Shampoo herzustellen. Hier sind einige zusätzliche Tipps und Ideen:
Experimentieren Sie mit verschiedenen Zutaten und Düften, um das perfekte Shampoo für Ihre individuellen Bedürfnisse zu finden.
Die vielerorts mit dem Umweltgedanken gehypten Bars haben mit Sicherheit ihre Berechtigung. Ja, Plastikmüll wird erheblich reduziert. Zumindest dann, wenn man sein Shampoo nicht selber herstellt und in vorhandene Flaschen abfüllt, sondern jedes Mal eine neue Flasche kauft. Natürlich sind auch die Transportgewichte von Produkten ohne Wasser wesentlich niedriger. Aber zudem soll ein Shampoo Bar doch die gleichen Ansprüche erfüllen, wie ein herkömmliches, flüssiges Produkt. Wer einen Bar kauft, sollte daher auch hier auf die Inhaltsstoffe achten. Denn: "Plastikfrei" und "umweltfreundlich" heißt leider nicht: "frei von schädlichen Inhaltsstoffen". Außerdem wird in vielen Bars ein hoher Anteil an Maisstärke verwendet, welche zum einen keine kosmetische Wirksamkeit hat und zum anderen die Haare stumpf machen, oder juckende Kopfhaut verursachen kann.
Haarseifen sind klassische Seifen mit einem basischen pH-Wert. Diese können z.B. mit den Seifenflocken hergestellt werden. Shampoo Bars, oder "Solidshampoos" sind Shampoos (fast) ohne Wasser. Sie enthalten im Wesentlichen die gleichen Inhaltsstoffe, wie flüssige Shampoos und haben einen leicht sauren pH-Wert. Eine saure Spülung ist daher nicht notwendig. Die Bars enthalten immer eine Fettphase, weil sie ansonsten einfach nicht zusammen halten würden. Dadurch schäumen sie nicht so stark, wie flüssige Shampoos und machen oft eine Pflegespülung überflüssig. Sie sind auch für fettige Haare geeignet, weil die Kopfhaut sehr gepflegt wird und so die Ursache für das Fetten gelindert werden kann.
Die Herstellung ist etwas aufwendiger, als bei flüssigen Shampoos, da wie bei einer Creme eine Fettphase geschmolzen werden muss. Außerdem muss der fertig.
Shampoo Bars bestehen aus den folgenden Grundstoffen:
Wie auch bei den flüssigen Shampoos können Shampoo Bars können zur gesamten Körperpflege genutzt werden. Es ist nicht nötig, extra noch einen anderen Dusch-Bar herzustellen. Wer dies dennoch machen möchte, kann den Wirkstoffanteil etwas verringern und diese Menge stattdessen mit Wasser auffüllen. Dieser luxuriöse Shampoo Bar entwickelt einen feinen Schaum und ist schneeweiß (natürlich nur, wenn er nicht eingefärbt wird).Die Haare werden sanft und rückfettend gereinigt.
Tipp: Mit etwas Olivenstein-Mandelkerngranulat, Zucker, Salz oder getrocknetem Kaffeesatz kann aus dem Shampoo Bar ein Peeling Bar hergestellt werden.
Tipp: Wer seinen Bar aufhängen möchte, kann einfach eine Kordel einarbeiten. Hierzu am besten eine Schlaufe binden und direkt einarbeiten, oder hinterher im feuchten Zustand ein Loch hinein bohren und dann die Kordel einfädeln.
Neben Shampoos können Sie auch Spülungen und Kuren selber machen, um Ihre Haare optimal zu pflegen.
Die wichtigste Vorbeugung gegen Haarausfall und Schuppen ist eine gesunde Kopfhaut. Was aber tun, wenn alle Mühe nicht gereicht hat und es trotzdem dazu kommt? Hier heißt es zunächst, nicht zu verzweifeln. Sowohl Haarausfall als auch Schuppen haben vielfältige Ursachen und können oft behoben oder zumindest gelindert werden. Das gilt vor allem für die Schuppen. Beim Haarausfall sieht es leider manchmal anders aus, da dieser oft hormonell bedingt ist. Trotzdem kann auch hier die richtige Pflege Linderung verschaffen.
Vitamine sind ein gutes Mittel gegen lästige Schuppen, da sie die Kopfhaut stärken.
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