Kokosöl für die Haare: Wirkung und Anwendung

Kokosöl erfreut sich großer Beliebtheit in der Schönheits- und Gesundheitspflege. Es wird vielseitig eingesetzt: beim Kochen, als Mundspülung zum Ölziehen oder auch zur Hautpflege. Doch auch zur Haarpflege kann Kokosöl benutzt werden - wenn man ein paar Dinge bei der Anwendung beachtet. Kokosöl wird aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gepresst.

Das Öl ist fest und weiß, ab einer bestimmten Temperatur wird es dann flüssig und klar. Tatsächlich kann Kokosnussöl für die Haare vorteilhaft sein. Es gibt unzählige Produkte für verschiedene Haartypen, die mit Kokosöl formuliert sind. Am besten wirkt es bei widerspenstigem, strapaziertem und trockenem Haar.

Das Öl legt sich wie ein Film um das Haar und schützt es vor schädlichen Umwelteinflüssen. Es enthält wertvolles Vitamin E, ein natürliches Antioxidans, das die Haarstruktur stärkt. Die enthaltene Laurinsäure hat außerdem antibakterielle Eigenschaften gegen Bakterien, Pilze und Entzündungen. Durch die gesättigten Fettsäuren wird das Haar mit Feuchtigkeit versorgt.

Wie kann man Kokosöl für die Haare anwenden?

Reines Kokosnussöl lässt sich vielfältig für die Haarpflege anwenden.

  • Während der Haarwäsche: Erwärmen Sie das Öl in Ihren Handflächen, massieren Sie es dann ins feuchte Haar und auf die Kopfhaut ein, lassen Sie es kurz einwirken und spülen Sie es anschließend mit Shampoo aus.
  • Als Spülung: Verwenden Sie ein gebrauchsfertiges Kokosöl aus der Drogerie direkt nach der Haarwäsche. Dafür sollten Sie eine etwa haselnussgroße Menge in den Längen und Spitzen verteilen, und es zwei bis drei Minuten einwirken lassen. Anschließend mit lauwarmem Wasser auswaschen.
  • Als Leave-In-Produkt: Das Öl eignet sich auch als Leave-In-Produkt für die Spitzen. Dazu einfach eine kleine Menge in den Händen erwärmen, in den trockenen Haarspitzen verteilen und nicht auswaschen. Wichtig ist, nicht zu viel Öl zu verwenden, weil die Haare sonst fettig wirken.

Haarmaske selber machen mit Kokosöl

DIY-Kokosöl Haarmaske

So können Sie sich eine Haarmaske ganz einfach selbst machen, für eine natürliche Pflege:

  1. Falls das Kokosöl fest ist (unter ca. 25 Grad) in eine kleine Schüssel geben und vorsichtig erwärmen - entweder im Wasserbad oder in der Mikrowelle für 10-15 Sekunden. Ein bis zwei Teelöffel reichen bei kurzem bis mittellangem Haar.
  2. Beginnen Sie am Haaransatz oder fokussieren Sie sich auf die Längen und Spitzen (besonders bei fettiger Kopfhaut).
  3. Massieren Sie das Öl mit den Fingern sanft ein.
  4. Decken Sie Ihr Haar dann mit einer Duschhaube oder einem warmen Handtuch ab. Das hält die Wärme und verbessert die Wirkung.
  5. Mindestens 30 Minuten einwirken lassen.
  6. Geben Sie dann zum Auswaschen das Shampoo auf das trockene Haar, um das Öl bereits etwas zu lösen. Anschließend mit warmem Wasser ausspülen und nochmals shampoonieren.

Kokosöl: Vorteile & Nachteile für die Haare

Bei der Frage, ob Kokosöl gut für die Haare ist, gehen die Meinungen auseinander. Hier werden die Vor- und Nachteile von Kokosöl für die Haare aufgezeigt.

Vorteile von Kokosöl für die Haare:

  • Es kann gut in das Haar eindringen und so helfen, Feuchtigkeit zu speichern - besonders bei trockenem oder sprödem Haar kann das hilfreich sein.
  • Kokosöl kann die Haarstruktur stärken, da es Laurinsäure enthält, die dem Öl hilft, tief in die Haarfaser einzudringen, was das Haar geschmeidiger und kräftiger machen kann.
  • Kokosöl kann das Haar vor Proteinverlust schützen, besonders bei chemisch behandeltem oder häufig gewaschenem Haar, was Haarbruch vorbeugen kann.
  • Hilft gegen Schuppen und beruhigt die Kopfhaut dank antibakterieller Eigenschaften.
  • Kokosöl ist natürlich und frei von Chemikalien und daher ideal für Menschen, die eine natürliche Haarpflege ohne Silikone bevorzugen.

Nachteile von Kokosöl für die Haare:

  • Kokosöl kann das Haar beschweren, besonders bei feinem oder dünnem Haar kann es zu fettig werden und beschwerend wirken.
  • Es kann schwer auszuwaschen sein und Rückstände hinterlassen, wenn zu viel verwendet wurde. Dann wird mehrfaches Shampoonieren nötig, was wiederum austrocknend wirken kann.
  • Bei fettiger Kopfhaut kann es zu verstopften Poren führen.
  • Es kann zwar bei Feuchtigkeit und Glanz helfen, heilt aber keine strukturellen Schäden wie Spliss dauerhaft.
  • Kokosöl kann bei porösem Haar austrocknend wirken, weil es die Feuchtigkeit im Haar zwar einschließt, aber selbst keine Feuchtigkeit spendet.

Für welche Haartypen ist Kokosöl geeignet?

Kokosöl ist grundsätzlich für viele Haartypen geeignet. Je nach dem, ob Sie eher trockene oder fettige Haare haben, sollten Sie es allerdings unterschiedlich intensiv anwenden. Ein absolutes No-Go ist Kokosöl aber, wenn Ihr Haar eine extreme Porosität hat. Das bedeutet, dass die Schuppen stark aufgestellt sind. Leichte Unebenheiten sind allerdings kein Problem.

Weil Kokosöl der Kopfhaut aufgrund der antibakteriellen Laurinsäure guttut, profitieren Menschen mit juckender oder schuppender Kopfhaut. Wer zu spröden Haaren neigt, dem verleiht Kokosöl frische und gesunde Spitzen. Das Öl wirkt aufgrund der Antioxidantien wie Vitamin E wie eine Schutzschicht und macht das Haar widerstandsfähiger.

Wer unter Haarausfall leidet, dem kann das Öl ebenfalls helfen. Denn durch die enthaltenen Vitamine und Mineralien kann das Haarwachstum angeregt werden. Nicht zu Kokosöl für die Haare greifen sollte, wer feines Haar hat. Das Öl beschwert nämlich. Hier gibt es bessere Öl-Alternativen für die Haarpflege. Aber auch lockige, sehr poröse oder proteinempfindliche Haare können durch Kokosöl eher trocken und spröde werden.

Wie lange sollte eine Kokosöl-Kur einwirken?

Die Einwirkzeit einer Kokosöl-Kur hängt vom gewünschten Pflegeeffekt und dem Haartyp ab.

  • Für eine schnelle Pflege reicht es aus, das Öl 30 bis 60 Minuten einwirken zu lassen - ideal für normales oder leicht trockenes Haar.
  • Wer eine intensivere Wirkung erzielen möchte, lässt die Kur ein bis zwei Stunden im Haar.
  • Bei stark strapaziertem, krausem oder sehr trockenem Haar kann Kokosöl auch über Nacht einwirken, um die maximale Pflegewirkung zu entfalten. Dabei sollte man das Öl jedoch nur in die Längen und Spitzen geben und das Kopfkissen schützen.

Das beste Kokosöl für Ihre Haare

Kokosöl für die Haare sollte qualitativ hochwertig sein. Am besten verwendet man kalt gepresstes, nicht raffiniertes, ungebleichtes Öl aus biologischem Anbau. Bei einem schonenden Herstellungsverfahren gehen die Vitamine und Mineralien nicht verloren. Durch Hitze hingegen werden die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört.

In Bio- oder Drogeriemärkten gibt es passendes Kokosöl für die Haare. Dort lassen sich zahlreiche vorgefertigte Produkte finden. Der Vorteil ist einerseits die einfache und unkomplizierte Anwendung.

Laut Amazon Kundenbewertungen ist das Kokosöl von Naissance das Beste. Das fraktionierte Bio-Kokosöl ist ein absolutes Naturprodukt und erhält für seine Qualität die Bestbewertung von 5 Sternen.

Hinweis: Achten Sie beim Kauf auf die Bezeichnung "kaltgepresst", um sicherzustellen, dass die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Tabelle: Vor- und Nachteile verschiedener Öle für die Haarpflege

Öl Vorteile Nachteile Geeignet für
Kokosöl Feuchtigkeitsspendend, stärkt die Haarstruktur, schützt vor Proteinverlust, antibakteriell Kann beschweren, schwer auszuwaschen, kann Poren verstopfen, nicht für jeden Haartyp geeignet Trockenes, dickes, lockiges Haar, juckende/schuppende Kopfhaut
Arganöl Feuchtigkeitsspendend, verleiht Glanz, repariert geschädigtes Haar Kann bei übermäßiger Anwendung fettig wirken Trockenes, strapaziertes, feines Haar
Jojobaöl Ähnelt dem natürlichen Hauttalg, reguliert die Talgproduktion, feuchtigkeitsspendend Kann bei manchen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen Fettige Kopfhaut, feines Haar
Olivenöl Feuchtigkeitsspendend, macht das Haar geschmeidig, reich an Antioxidantien Kann schwer auszuwaschen sein, kann beschweren Trockenes, krauses Haar

Kokosöl-Alternativen: Welche Öle für die Haare?

Nicht nur Kokosöl ist gut für die Haare. Auch andere Öle wie Olivenöl, Arganöl oder Rizinusöl eignen sich zur Haarpflege. Welches Öl am besten ist, hängt von der individuellen Haarstruktur ab. Bei sehr feinen Haaren ist Kokosöl eher kontraproduktiv. Jojobaöl oder Arganöl pflegen feines und dünnes Haar besonders gut und verleihen ihm sogar zusätzlich Volumen. Oft werden Oliven- und Kokosöl auch gemischt. Welches Öl dem eigenen Haar am meisten nutzt, lässt sich pauschal nicht beantworten.

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