Wie bei allen wirksamen Medikamenten sind bei Wegovy® Nebenwirkungen grundsätzlich möglich. Dieser Artikel beleuchtet die potenziellen Begleiterscheinungen der Wegovy®-Behandlung, insbesondere Haarausfall, und gibt Ihnen Ratschläge, wie Sie damit umgehen können.
Mit der Wegovy® Spritze können Nebenwirkungen verbunden sein - sie zeigen sich aber nicht zwangsläufig bei jedem Patienten. Sehr häufige Nebenwirkungen können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen. Mögliche sehr häufige Nebenwirkungen sind:
Meist treten diese Beschwerden in der Anfangsphase auf, also während der regelmäßigen Dosissteigerungen. Im weiteren Verlauf der Behandlung legen sie sich in der Regel von selbst.
Häufig, das bedeutet bei bis zu 1 von 10 Behandelten, zeigen sich:
Gelegentliche Nebenwirkungen entwickeln sich bei bis zu 1 von 100 Behandelten:
Es ist bisher nicht bestätigt, dass Wegovy® Spritzen die Psyche beeinflussen oder dass Nebenwirkungen auftreten, die die psychische Gesundheit betreffen. Es gibt jedoch Fälle, in denen Personen nach der Anwendung von Wegovy® von vermehrtem depressivem Verhalten und Suizidgedanken berichten. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA beobachtet daher weiterhin engmaschig die aktuelle Studienlage.
Ja, zwischen Erschöpfung und der Behandlung mit Wegovy® kann es tatsächlich einen Zusammenhang geben: Schwächegefühle und Müdigkeit zählen zu den sehr häufigen Nebenwirkungen von Wegovy®. Insbesondere zu Beginn der Anwendung berichten viele Patienten von Abgeschlagenheit. Dafür kommen mehrere Gründe infrage:
Ähnlich wie die Verdauungsbeschwerden lässt die Müdigkeit in der Regel nach, sobald sich der Körper an Wegovy® gewöhnt hat. In der Zwischenzeit können Betroffene darauf achten,
Sollte die Erschöpfung stark ausgeprägt sein oder sogar mit Kreislaufproblemen einhergehen, ist Rücksprache mit dem Arzt notwendig.
Gerade zum Beginn der Anwendung von Wegovy® können Nebenwirkungen auftreten. Das kommt daher, dass der Körper möglicherweise etwas Zeit braucht, um sich an den Wirkstoff Semaglutid zu gewöhnen. Auch nach einer Dosiserhöhung der Abnehmspritze können Nebenwirkungen vermehrt auftreten. Ähnlich wie beim Anwendungsbeginn muss sich der Körper bei einer Erhöhung der Dosis zunächst an die neue Situation gewöhnen. Doch auch während der laufenden Behandlung lassen sich Nebenwirkungen nicht ganz ausschließen. Teilweise werden diese eher indirekt durch das Medikament verursacht und sind vor allem in einer schnellen Gewichtsabnahme begründet. Bei Haarausfall oder Gallensteinen zum Beispiel scheint das der Fall zu sein.
Es gibt einiges, was Sie selbst tun können, um die Nebenwirkungen von Wegovy® zu reduzieren oder ihnen eventuell sogar ganz vorzubeugen.
Sie können das Risiko für Wegovy® Nebenwirkungen reduzieren, indem Sie die Dosis nur langsam erhöhen, sodass Ihr Körper mehr Zeit zur Gewöhnung hat. Grundsätzlich sollten Sie Dosisänderungen aber immer mit Ihrem Arzt abstimmen.
Ja, die Wegovy® Behandlung kann mit Haarausfall einhergehen. Anwender berichten häufig (in bis zu 1 von 10 Fällen) davon, dass ihnen Haare ausgehen. In der Regel ist dafür nur indirekt das Medikament verantwortlich: Der starke Gewichtsverlust hat zu hormonellen Umstellungen und Mangelerscheinungen geführt, die vorübergehenden Haarausfall bedingen.
Starker Haarverlust kann zahlreiche Ursachen haben - doch das Arzneimittel Wegovy® ist kein direkter Auslöser. Vielmehr ist es die signifikante und schnelle Gewichtsabnahme, die durch den Wirkstoff in Wegovy®, Semaglutid, begünstigt wird.
Haarausfall wird zwar unter den häufigen Nebenwirkungen von Wegovy® aufgeführt. Doch liegt das, wie bereits erwähnt, nicht am Medikament selbst, sondern an dem schnellen und starken Gewichtsverlust, der vorübergehend immer zu verstärktem Haarausfall führen kann - egal, mit welchen Mitteln er erzielt wurde (Medikamente, ein chirurgischer Eingriff, Ernährungsumstellung).
Wer abnehmen möchte, muss ein Kaloriendefizit erreichen. Ist die Kalorienzufuhr zu niedrig, wird möglicherweise nicht ausreichend Eiweißaufgenommen und / oder es kommt zu einem Mangel an bestimmten Mikronährstoffen. Eine mögliche Folge: verstärkter Haarverlust, auch diffuser Haarausfall genannt.
Bei diffusem Haarausfall fallen verstärkt Haare aus und werden über den Kopf gleichmäßig dünner. Neben zu schnellem Gewichtsverlust zählen zu den möglichen Gründen:
Wenn Sie während der Einnahme von Ozempic oder einem ähnlichen Medikament einen verstärkten Haarverlust bemerken, ist das kein Grund zur Panik.
Was hilft gegen Haarverlust?
Sie rät, eine Blutuntersuchung durchführen zu lassen, um festzustellen, ob hormonelle Veränderungen oder Nährstoffmängel vorliegen, die durch die Ernährung (wichtig ist eine ausreichende Eiweißzufuhr) oder die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln wie Nutrafol behoben werden können. Sie können auch zu volumengebenden Shampoos sowie zu Leave-in-Produkten greifen, um die Haardichte zu erhöhen. Bei größerem Haarverlust können Sie auch eine PRP-Behandlung, bei der Plasma aus dem eigenen Blut in die Kopfhaut injiziert wird, um das Haarwachstum zu stimulieren, in Betracht ziehen.
Verlierst Du innerhalb kurzer Zeit viel Gewicht (ca. >0,5 kg pro Woche; Achtung: Das ist nur ein ungefährer Richtwert und kann individuell abweichen), dann kann es sein, dass Du nach 2 bis 3 Monaten verstärkten Haarverlust bemerkst. In der Regel ist der Haarausfall vorübergehend, kann aber bis zu einem Jahr dauern.
Pendelt sich Dein Gewicht ein und gleichst Du eventuelle Nährstoffmängel aus, so bessert sich im Normalfall auch der Haarausfall - vorausgesetzt der schnelle Gewichtsverlust bzw. Nährstoffmangel war(en) die Ursache.
Abhängig vom ursprünglichen Körpergewicht wird von Ärzten und Ärztinnen eine Gewichtsabnahme von ca. 5 bis 10 % innerhalb von 6 bis 12 Monaten empfohlen. Nimmst Du schneller ab, steigt das Risiko für verstärkten Haarausfall.
Zusammenfassung:
Entscheidend ist: nicht das Medikament löst den vorübergehenden Haarverlust aus, sondern eine zu schnelle Gewichtsabnahme. Entscheidest Du Dich für eine Therapie mit Wegovy®, so solltest Du im Vorfeld eine Ernährungsberatung aufsuchen und gemeinsam einen Ernährungsplan erstellen. Bist Du bereits in Behandlung und stellst verstärkten Haarausfall fest, halte unbedingt Rücksprache mit Deinem behandelnden Arzt / Deiner behandelnden Ärztin.
Unter der Anwendung von Wegovy® treten sehr häufig Verdauungsleiden auf, wie Durchfall oder Übelkeit. Seltener sind schwere Nebenwirkungen, z.B. die Verschlechterung einer Netzhauterkrankung bei Diabetikern oder schwere allergische Reaktionen. Zudem müssen verschiedene Vorerkrankungen vor der Anwendung bedacht werden.
In mit Mäusen durchgeführten Langzeituntersuchungen mit Wegovy® kam es vermehrt zu Schilddrüsenkrebs bei den Tieren. Zwar lässt sich ein erhöhtes Risiko für Schilddrüsenkrebs auch bei Menschen, die Wegovy® anwenden, nicht ganz ausschließen, dieses wird allerdings als gering eingestuft.
Klar ist jedoch, dass starkes Übergewicht einen großen Risikofaktor für viele Krebserkrankungen (wie Leber- oder Darmkrebs) darstellt. Es ist daher durchaus denkbar, dass Menschen mit starkem Übergewicht, die Wegovy® zum Abnehmen nutzen, auch häufiger an Krebs erkranken.
Bei Diabetikern, die an einer diabetischen Retinopathie leiden, kann es während der Behandlung mit Wegovy® zu Komplikationen kommen. Betroffene mit Diabetes, die Wegovy® anwenden, sollten sich mit ihrem Arzt eng abstimmen, um Risiken möglichst zu reduzieren.
Schwangere und Stillende dürfen Wegovy® nicht anwenden, gleiches gilt für Personen, die eine Allergie gegen Semaglutid haben. Auch bei verschiedenen Erkrankungen (z.B. Nierenleiden, Herzinsuffizienz) ist von Wegovy® abzusehen.
Sie sollten immer dann einen Arzt kontaktieren, wenn Nebenwirkungen der Wegovy® Spritze wie Durchfall oder Übelkeit länger als einige Tage anhalten. Das gilt auch bei leichteren Nebenwirkungen oder wenn Beschwerden auftreten, die nicht in der Packungsbeilage als mögliche Nebenwirkungen gelistet sind.
Sie sollten Ihren Körper während der gesamten Anwendungszeit gut beobachten und Ihren Arzt informieren, wenn Sie auffällige oder anhaltende Veränderungen bemerken. Das gilt ebenfalls für psychische Veränderungen, wenn Sie etwa vermehrt niedergeschlagen sind oder gar suizidale Gedanken haben.
Auch wenn Sie sich bezüglich einer Dosisanpassung unsicher sind und dadurch Nebenwirkungen befürchten, informieren Sie bitte Ihren Arzt.
Wichtig: Rufen Sie umgehend einen Arzt unter der 112, wenn ernste Nebenwirkungen auftreten, zum Beispiel Herzrasen oder eine schwere allergische Reaktion, unter Umständen mit Atemnot. Diese Symptome können auf eine lebensbedrohliche Situation hinweisen.
Bei Muskelschwund liegt der Schlüssel zum Wiederaufbau laut Dr. Lofton in einer ausreichenden Proteinzufuhr und einer Steigerung von Training zum Muskelaufbau. Sie empfiehlt eine Mindestzufuhr von 60 Gramm Protein pro Tag, das aus hochwertigen Proteinquellen wie Eiern, Molke, tierischem Fleisch oder Bohnen stammt. Die wöchentliche Trainingsdauer sollte mindestens 75 Minuten betragen, aber wenn Sie wirklich Muskeln erhalten oder aufbauen wollen, rät sie, die Gesamtzeit auf etwa 240 Minuten pro Woche zu erhöhen, wenn möglich.
Diese Tipps können auch für Menschen hilfreich sein, die unter Muskelschwund und Haarverlust aufgrund anderer Ursachen leiden.
Die Dauer der Nebenwirkungen von Wegovy® kann individuell verschieden sein. Viele der Nebenwirkungen, die zu Beginn der Anwendung oder nach einer Dosisanpassung auftreten, halten oft nur für einige Tage an und lassen dann meist von alleine wieder nach.
Die zunehmende Anwendung von GLP-1-Rezeptor-Agonisten prägt auch Social-Media-Begriffe wie „Ozempic-Face“ oder „Ozempic-Mouth“. Die Daten zeigten, dass die dermatologischen Nebenwirkungen - sowohl positive als auch negative - linear mit dem Grad des Gewichtsverlusts zunahmen.
Positiv bewertet wurde, dass sich häufig bereits bestehende entzündliche Hauterkrankungen mit der Anwendung von GLP-1 verbesserten. Die höchsten Verbesserungsraten wurden bei Patienten mit Hidradenitis suppurativa (86,7 Prozent) und Acanthosis nigricans (75 Prozent) verzeichnet, aber auch bei Psoriasis und Akne traten Verbesserungen auf.
Demgegenüber stehen allerdings ästhetische Veränderungen, die sich mit Anwendung verschlechterten. Bei Patienten, die einen Gewichtsverlust von mindestens 20 Prozent erreichten, berichteten 71,7 Prozent über eine ausgeprägte Hauterschlaffung. Mehr als 50 Prozent klagten über einen Verlust an Gesichtsvolumen. Auch Haarausfall und brüchige Nägel wurden als häufige negative Begleiterscheinungen genannt.
Bei einem Ozempic Face können z. B. Filler oder Kollagen-Stimulatoren eingesetzt werden. Bestes Beispiel hierfür ist die Injektionsbehandlung Sculptra, mit der die Haut wieder zur selbstständigen Produktion von körpereigenem Kollagen animiert wird. Aber auch Filler, wie z. B. Profhilo® Structura oder Julaine, sind durch die patentierte Hybridtechnologie aus nieder- und hochmolekularen Hyaluronsäuren in der Lage, die Haut regelrecht mit Feuchtigkeit zu fluten und eine gezielte Stimulation von Fettzellen herbeizuführen und auf diese Weise eingefallene, an Spannkraft verlorene Gesichtsbereiche wieder aufzupolstern.
Soll hingegen erschlaffte Körperhaut nach der Abnehmspritzen-Anwendung gestrafft werden (vorausgesetzt, der Hautüberschuss ist noch nicht allzu ausgeprägt), kann das noninvasive Accent Prime System eingesetzt werden. Mit gleich zwei hochwirksamen Technologien ausgestattet (Radiofrequenz und Ultraschall) erwärmen die abgegebenen Ultraschallwellen das zu behandelnde Gewebe auf bis zu 43 Grad Celsius. Dies hat zusammen mit Radiofrequenz eine angekurbelte Kollagenproduktion zur Folge, wodurch Gewebefasern zum Schrumpfen gebracht werden.
Und auch bei Haarausfall als Folge der Abnehmspritze gibt es neben topischen Lotionen, die den Wirkstoff Minoxidil enthalten, Behandlungen, die geschädigte Haarwurzeln regenerieren und ein Fortschreiten des Haarausfalls verhindern. Eine Möglichkeit stellt hierbei die PRP-Methode (Plateled Rich Plasma) dar, die mit aufbereitetem Eigenblut durch gezieltes Unterspritzen die Durchblutung verbessern und die Haarwurzeln nachhaltig wieder zum Wachsen anregen.
Hinweis: Die derzeitigen Erkenntnisse beruhen auf Beobachtungen, Spontanmeldungen und ersten Studien. Eine direkte Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen GLP-1/GIP-Medikamenten und Haarausfall ist bislang nicht belegt.
| Nebenwirkung | Häufigkeit | Mögliche Ursachen | Was Sie tun können |
|---|---|---|---|
| Haarausfall | Häufig (bis zu 1 von 10 Behandelten) | Schneller Gewichtsverlust, Nährstoffmangel, hormonelle Umstellungen | Ernährungsberatung, ausgewogene Ernährung, Stressreduktion, PRP-Behandlung |
| Müdigkeit | Sehr häufig (mehr als 1 von 10 Behandelten) | Körper gewöhnt sich an Behandlung, verringerte Kalorienzufuhr, Blutzuckerschwankungen | Ausreichend Schlaf, regelmäßige Mahlzeiten, gesunde Ernährung, viel trinken, Stress vermeiden |
| Verdauungsbeschwerden (Übelkeit, Durchfall, Verstopfung) | Sehr häufig (mehr als 1 von 10 Behandelten) | Verlangsamte Magenentleerung, Reizung der Magenschleimhaut | Langsame Dosissteigerung, kleine Portionen, ausgewogene Ernährung |
| Hauterschlaffung, Volumenverlust im Gesicht | Häufig bei starkem Gewichtsverlust | Schneller Gewichtsverlust, Verlust von Elastizität | Filler, Kollagen-Stimulatoren, noninvasive Accent Prime System |
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