Shampoo, Spülung, Haarkur & Haarmaske: Unterschiede und Richtige Anwendung

Damit Deine Haare wunderbar gepflegt, gesund und glänzend aussehen, reicht allein das Waschen mit Shampoo oft nicht aus. Vor allem bei bereits strapaziertem, widerspenstigem oder sprödem Haar sind Spülungen und Kuren die Basis für eine schöne Haarpracht. Doch wo liegen die Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten und wie wendet man sie richtig an? Dieser Artikel gibt einen Überblick über die verschiedenen Haarpflegeprodukte und ihre Anwendung.

Was ist Shampoo und wie wirkt es?

Das Wörtchen Shampoo ist so gut wie jedem Menschen ein Begriff, auch die Haarspülung sollte den meisten keine Schwierigkeiten bereiten. Das flüssige Shampoo, wie wir es heute kennen, hat indes etwas weniger Zeit auf dem Buckel. 1927 wurde es nämlich von dem Chemiker Hans Schwarzkopf erfunden, mitten in Berlin. In der Gegenwart ist Shampoo mittlerweile für die meisten Menschen einfach ein integraler Bestandteil der Haarwäsche- und pflege.

Shampoos rauen beim Waschen die Schuppenschicht des Haares auf, um die Haarfaser von Verunreinigungen und Styling-Rückständen zu befreien. Es soll die Mähne von Dreck, Staub, Talg und Stylingrückständen befreien. Seine reinigende Wirkung erhält es dabei durch Tenside, waschaktive Substanzen, welche die Fett- und Schmutzpartikel im Haar lösen. Im Laufe des Waschvorgangs wird jedoch die empfindliche Oberfläche des Haars aufgeraut, es wirkt weniger glänzend und geschmeidig.

Ein ähnliches Prinzip lässt sich im Gegenzug auf das Shampoo übertragen. Dieses sollte man nämlich nur in den Ansatz geben, da es ansonsten eine austrocknende Wirkung auf Haarlängen und Strähnen hat.

Was ist eine Spülung (Conditioner)?

In der Regel wird die Spülung nach der Reinigung mit Shampoo in die feuchten Haarlängen aufgetragen. Der Haaransatz sollte dabei möglichst gemieden werden, denn die zusätzliche Pflege kann ihn beschweren und schneller ölig wirken lassen. Eine Spülung schließt nach der Haarwäsche die beim Waschen aufgeraute Schuppenschicht. Sie glättet die aufgerauten Haarschuppen - eine Schicht des einzelnen Haares, nicht zu verwechseln mit den lästigen Kopfschuppen - und verhilft dem Haarschopf infolgedessen zu mehr Glanz und Geschmeidigkeit.

Eng mit der Spülung verwandt ist ferner der Conditioner. Der (vermeintliche) Unterschied zwischen ihnen versteckt sich im Namen. Denn der Begriff „Conditioner“ stammt aus dem Englischen und wird grundsätzlich mit „Pflegespülung“ übersetzt, bezeichnet ergo dieselbe Produktkategorie. In der Realität werden sie aber nicht immer synonym verwendet. Manche Conditioner sind mit mehr Pflegestoffen versehen als herkömmliche Spülungen, dadurch dringt ihre pflegende Wirkung etwas tiefer in die Haarfaser ein. Auch die Konsistenz kann zwischen Spülung und Conditioner anders ausfallen, erstere ist gelegentlich etwas dünnflüssiger.

Dem Charakter der Spülung wird hauptsächlich eine Verbesserung der Kämmbarkeit zugeschrieben, besonders pflegend ist sie freilich nicht.

Was ist eine Haarkur (Haarmaske)?

Honig-Ei-Haarkur zum Selbermachen / DIY DIENSTAG

Das Selbes-Produkt-unterschiedliche-Namen-Phänomen zwischen Spülung und Conditioner hätten wir insoweit geklärt. Doch es gibt ein weiteres Haarpflege-Duo, das allerlei Verwirrung stiftet. Die Rede ist von der Haarkur sowie der Haarmaske. Und auch hier sind kaum Unterschiede vorhanden, da die Haarpflegeprodukte eine Menge gemeinsamer Merkmale besitzen. Dazu gehören unter anderem ähnliche Inhaltsstoffe, die meist über extra-nährende Pflegestoffe verfügen. Eine konkrete Angabe der verwendeten Substanzen ist nicht möglich, da der zugelassene Zutatenpool sehr groß ist und die Hersteller praktisch freie Hand bei der Zusammenstellung haben.

Haarkuren sind noch effektiver als Spülungen und reparieren die Haarstruktur von innen heraus. Eine Kur beinhaltet Wirkstoffe, die das Haar umfassend nähren, die Widerstandskraft stärken und es regenerieren. Darum sind Haarkuren vor allem dann empfehlenswert, wenn das Haar trocken, spröde und kraftlos oder die Haarstruktur geschädigt ist. Wenn allein Shampoo und Spülung nicht ausreichen, um Dein Haar umfassend zu pflegen und zu stärken, solltest Du zu einer nährenden Haarkur greifen. Damit reparierst Du Dein Haar und beugst Haarschäden effektiv vor.

Spülungen und Conditionern in dieser Hinsicht ziemlich ähnlich, sollen auch Kur beziehungsweise Masken den Haaren Glanz und Geschmeidigkeit verleihen. Darüber hinaus wird zusätzliche Feuchtigkeit und eine Kräftigung versprochen.

Anwendung einer Haarkur

So kann ihre höhere Wirkstoff-Kombination tiefer in das Haar eindringen, BEVOR eine Spülung die Schuppenschicht wieder schließt. So könnt ihr spezifische Haarprobleme gezielter und intensiver bekämpfen - wir empfehlen 1x pro Woche. Übertreib es nicht, weniger ist mehr - eine haselnussgroße Menge reicht völlig, um das Haar mit der nährenden Kur zu ummanteln. Massiere die Kur am besten nicht in tropfnasses Haar ein, denn dann gelangen die Wirkstoffe nicht richtig in die Haare. Das Zauberwort ist: handtuchtrocken.

Verteile die Kur im kompletten Haar. Damit sie überall hingelangt, kämme das Haar am besten zwischendurch mit einem grobzinkigen Kamm durch. Die Einwirkzeit ist sehr verschieden - orientiere Dich dafür an den Anwendungshinweise auf der Verpackung. Die meisten Kuren musst Du aber mindestens einige Minuten einwirken lassen. Es gibt aber auch Over-Night- oder Leave-In-Kuren, welche im Haar verbleiben und es intensiv pflegen, ohne auswaschen.

Damit das Haar die Wirkstoffe optimal aufnehmen kann, sollest Du auch bei einer kürzeren Einwirkzeit ein Handtuch ums Haar wickeln. Spüle die Kur gründlich mit warmem Wasser aus und frisiere Deine Haare wie gewohnt. Es genügt, eine Haarkur etwa einmal die Woche anzuwenden. Hast Du aber sehr sprödes oder bereits geschädigtes Haar, darf die Kur ruhig auch zwei- bis dreimal in der Woche angewendet werden. Übrigens gibt es Haarkuren in der Regel für unterschiedliche Haartypen.

Kann man eine Haarkur über Nacht einwirken lassen?

Im Prinzip lassen sich Kuren auch über Nacht verwenden, der Einwirkzyklus lässt sich fast beliebig dehnen. Greife zu einem passenden Produkt. Die meisten Haarkuren sollen nur ein paar Minuten einwirken und geben Deinen Haaren innerhalb kurzer Zeit einen Boost. Hier sind die Wirkstoffe allerdings hochkonzentriert enthalten und Dein Haar kann am Morgen schnell „überpflegt“ wirken.

Die richtige Reihenfolge der Anwendung

Ein häufiger Fehler ist, dass viele den Conditioner direkt nach dem Shampoo verwenden. Dadurch kann die Kur später nicht mehr wirken. Die optimale Reihenfolge lautet:

  • Shampoo - öffnet die Schuppenschicht, reinigt Kopfhaut und Haar.
  • Maske oder Kur - dringt tief ins Haar ein, regeneriert und stärkt es.
  • Conditioner - schließt die Schuppenschicht wieder, damit die Pflegestoffe eingeschlossen bleiben.

Diese Reihenfolge ist entscheidend für den Langzeiteffekt deiner Pflege. Ein Conditioner ist kein Ersatz für eine Kur.

Was kosten gute Haarmasken und Conditioner?

Die Preise der Masken und Spülungen können je nach Inhaltsstoffen und Produktqualität variieren, beispielsweise bei Pflegeprodukten mit natürlichen Extrakten oder speziellen Formeln. Gute Pflegeprodukte können ab 10 Euro kosten, Spezialprodukte hingegen mehr als 30 Euro. Um Ihre Haargesundheit und Schönheit zu unterstützen, ist nicht der Preis entscheidend.

Weitere Tipps für gesundes Haar

  • Nur hochwertige Produkte verwenden: Vermeide Billigshampoos. Sie enthalten meist minderwertige Silikone oder austrocknende Tenside.
  • Richtig waschen: Kopfhaut massieren, Shampoo gründlich ausspülen. So bleibt die Kopfhaut gesund und die Durchblutung angeregt.
  • Pflegekombination beibehalten: Verwende nach jeder Wäsche Shampoo, Kur und Conditioner - in genau dieser Reihenfolge.
  • Sanft behandeln: Nicht trockenrubbeln, nasses Haar vorsichtig von unten nach oben kämmen.
  • Hitzeschutz & Leave-In-Produkte nutzen: Verwende vor dem Styling Hitzeschutz und regelmäßig pflegende Sprays oder Öle.

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