Die besten Shampoos gegen starken Haarausfall im Test: Was wirklich hilft

Haarausfall ist ein Phänomen, das viele Menschen irgendwann in ihrem Leben betrifft, sei es vorübergehend oder dauerhaft. Dabei verlieren wir täglich eine gewisse Anzahl an Haaren, was vollkommen normal ist. Doch wenn der Haarausfall überhandnimmt und die Haare zunehmend dünner werden, kann dies zu einem erheblichen emotionalen Stress führen. Gegen den Kahlschlag auf dem Kopf versprechen viele Mittel Abhilfe. Doch wirklich hilfreich sind nur wenige.

Viele Shampoos gegen Haarausfall versprechen schnelle Hilfe. Doch ist das wirklich möglich? Wir stellen Ihnen die besten Shampoos gegen Haarausfall vor und erklären, wie wirksam sie sind.

Wichtig: Es gibt kein freiverkäufliches Shampoo, das nachhaltig gegen erblich bedingten Haarausfall wirkt. Es ist bedeutsam zu verstehen, dass die Wirkung begrenzt ist: Sie stärken das Haar von außen und fördern die Gesundheit der Kopfhaut. Daher sollten Sie Shampoos gegen Haarausfall nur als Teil einer umfassenden Pflege- und Gesundheitsstrategie betrachten.

Welche SHAMPOOS wirken bei Haarausfall? | Was die Wissenschaft sagt!

Ursachen für Haarausfall

Wer Haar­ausfall stoppen will, sollte zunächst die Ursache aufspüren. Neben anla­gebedingtem Haar­ausfall können auch Krankheiten, Medikamente, Hormon­schwankungen während der Wechsel­jahre, Mangel­ernährung oder Stress Auslöser sein. Diese Haar­verluste sind oft vorüber­gehend, der Haar­wuchs stellt sich irgend­wann wieder ein. Kreis­runder Haar­ausfall beruht vermutlich auf einer Auto­immunkrankheit - eine Fehlre­aktion der körper­eigenen Abwehr. Zu den häufigsten Gründen für Haarausfall bei Frauen gehören:

  • Hormonelle Veränderungen: Schwangerschaft, Geburt, Menopause und Schilddrüsenstörungen können zu hormonellen Schwankungen führen, die Haarausfall verursachen können.
  • Stress: Eine Auswirkung von Stress kann vorübergehender Haarausfall sein.
  • Eisenmangel: Eisenmangel ist eine häufige Ursache für Haarausfall bei Frauen, besonders bei denen mit starker Menstruation.
  • Übermäßige Styling-Praktiken: Der ständige Gebrauch von Haartrocknern, Glätteisen oder chemischen Behandlungen kann das Haar schädigen und zum Haarausfall führen.
  • Medikamente (Nebenwirkungen): Bestimmte Medikamente, insbesondere jene zur Behandlung von Krebs, Depression, Arthritis, Bluthochdruck und Herzproblemen, können Haarausfall verursachen.
  • Erkrankungen: Bestimmte Erkrankungen wie Pilzinfektionen der Kopfhaut, Autoimmunerkrankungen oder auch das Polyzystische Ovar-Syndrom (PCOS) können Haarausfall zur Folge haben.

Wenn Sie unter plötzlichem Haarausfall leiden, sollten Sie immer erst einen Dermatologen konsultieren, bevor Sie selbst zu Mittelchen und Tinkturen greifst, um die Ursache abzuklären.

Shampoos im Test: Die besten Produkte gegen Haarausfall

Die Stiftung Warentest hat zehn rezept­freie und rezept­pflichtige Mittel bewertet, darunter Lösungen und Schäume zum Auftragen sowie Tabletten zum Einnehmen. Für die Bewertung sichteten Arznei­mittel-Expertinnen und -Experten Unter­suchungen zu Wirk­samkeit und Risiken der verwendeten Wirk­stoffe. Außerdem prüften wir die wissenschaftlichen Veröffent­lichungen zu sechs oft gekauften, rezept­freien Haar­wuchs­mitteln.

Testsieger: Regaine Frauen

Laut Stiftung Warentest helfen bei erblich bedingtem Haarausfall nur die Wirkstoffe Finasterid und Minoxidil. Während Produkte mit Finasterid verschreibungspflichtig sind, können Sie welche mit Minoxidil auch im Handel kaufen - wie die von Regaine.

Regaine Frauen ist kein typisches Shampoo, sondern eine Lösung mit dem Wirkstoff Minoxidil, der in der Lage ist, den Haarwuchs zu stimulieren und den Haarausfall zu verlangsamen. Diese Lösung tragen Sie direkt auf die Kopfhaut auf. Sie zielt darauf ab, die Haarfollikel zu reaktivieren.

Besonders bei Frauen*, die unter erblich bedingtem Haarausfall leiden, zeigt sich Regaine als wirkungsvolle Unterstützung. Ein entscheidender Punkt ist jedoch, dass es nur wirkt, wenn Sie es konsequent über mehrere Monate hinweg anwenden. Brechen Sie ab, lässt der Effekt nach.

Falls Sie Regaine Frauen über einen längeren Zeitraum anwenden möchten, sprechen Sie am besten mit einem Hautarzt oder einer Hautärztin.

Weitere empfohlene Shampoos

Hier sind einige der am häufigsten empfohlenen Shampoos gegen Haarausfall:

  1. Vichy Dercos: Stimulierendes Shampoo mit Aminexil gegen Haarausfall
  2. Plantur 39 Phyto-Coffein-Shampoo: Stärkt mit Koffein die Haarwurzel
  3. Alpecin Coffein-Shampoo C1: Hat präventive Wirkung
  4. Kérastase Specifique Bain Prévention: Hilft mit Basilikumextrakt gegen Haarausfall

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Wirkstoffe in Shampoos gegen Haarausfall

Wir stellen Ihnen die verschiedenen Inhaltsstoffe genauer vor, die in Shampoos gegen Haarausfall enthalten sind.

Minoxidil

Wirkung: Minoxidil ist ein Mittel, das direkt auf die Kopfhaut aufgetragen wird. Es erweitert die Blutgefäße, verbessert die Durchblutung der Haarfollikel und verlängert die Wachstumsphase der Haare. Es ist sowohl für Männer* als auch für Frauen* geeignet und kann den Haarausfall verlangsamen sowie neues Haarwachstum anregen.

Grenzen: Die Wirkung von Minoxidil zeigt sich oft erst nach mehreren Monaten der Anwendung und hält nur so lange an, wie das Mittel regelmäßig angewendet wird. Nach dem Absetzen kann der Haarausfall zurückkehren. Einige Nutzer*innen berichten von Nebenwirkungen wie Hautreizungen oder unerwünschten Haarwuchs an anderen Körperstellen.

Koffein

Wirkung: Koffein ist bekannt dafür, die Durchblutung der Kopfhaut zu fördern und die Haarfollikel zu stimulieren. Es kann den Wachstumszyklus der Haare verlängern und so Haarausfall entgegenwirken.

Grenzen: Die Wirkung von Koffein ist oft oberflächlich und kann bei tief verwurzelten Ursachen des Haarausfalls wie genetischen Faktoren nur bedingt helfen. Zudem ist die Konzentration in Shampoos häufig niedrig, was die Effektivität einschränkt.

Biotin (Vitamin B7)

Wirkung: Biotin unterstützt die Keratinbildung, ein essenzieller Bestandteil der Haarstruktur. Es kann helfen, das Haar zu stärken und brüchige Haare zu reduzieren.

Grenzen: Während Biotin Mangelerscheinungen im Haarwachstum behebt, zeigt es bei erblich bedingtem Haarausfall weniger Wirkung. Zudem sind viele Menschen bereits ausreichend mit Biotin versorgt, sodass eine zusätzliche Einnahme oft keinen Unterschied macht.

Keratin

Wirkung: Als Hauptbestandteil der Haare sorgt Keratin für Elastizität und Festigkeit. Es kann geschädigtes Haar reparieren und vor äußeren Einflüssen schützen.

Grenzen: Keratin wirkt hauptsächlich auf der Haaroberfläche und hat keine direkte Wirkung auf die Haarwurzel oder das Haarwachstum. Es verbessert eher das Aussehen als dass es die eigentlichen Ursachen des Haarausfalls bekämpft.

Aminexil

Wirkung: Aminexil hilft, die Verhärtung des Kollagens um die Haarwurzel herum zu verhindern, wodurch das Haar besser verankert bleibt. Es kann so den Haarausfall verlangsamen.

Grenzen: Die Wirkung von Aminexil ist vor allem bei frühem oder leichtem Haarausfall sichtbar. Bei fortgeschrittenem Haarausfall oder genetischen Ursachen kann es weniger effektiv sein.

Sägepalmen- und Basilikumextrakt

Wirkung: Der Extrakt sowohl von Sägepalme als auch Basilikum hemmt die Bildung von DHT, einem Hormon, das Haarausfall fördert. Dadurch kann es helfen, hormonell bedingten Haarausfall zu reduzieren.

Grenzen: Die Wirksamkeit variiert stark zwischen Individuen und es gibt begrenzte wissenschaftliche Beweise für seine Effektivität bei jeder Form von Haarausfall. Zudem sind oft längere Anwendungszeiträume notwendig, um Ergebnisse zu sehen.

Taurin

Wirkung: Taurin ist eine Aminosäure, die als Antioxidans wirkt und bekannt dafür ist, das Haar zu stärken und seine Struktur zu verbessern. Es kann helfen, die Haarfollikel zu schützen und den Haarverlust durch äußere Einflüsse zu minimieren. Taurin wird oft in Kombination mit anderen Inhaltsstoffen in Haarpflegeprodukten verwendet, um deren Wirksamkeit zu erhöhen.

Grenzen: Obwohl Taurin zur Stärkung des Haares beitragen kann, gibt es begrenzte wissenschaftliche Beweise für seine Wirksamkeit bei der Behandlung von Haarausfall. Es sollte als Teil eines umfassenden Ansatzes zur Haarpflege betrachtet werden und nicht als alleiniges Mittel gegen Haarausfall.

Weitere Tipps zur Haarpflege bei Haarausfall

Haarausfall kann viele Ursachen haben, von genetischen Faktoren bis hin zu Stress, Ernährung oder hormonellen Schwankungen. Hier sind einige Tipps, die Ihnen helfen könnten:

  • Gesunde Ernährung: Achten Sie darauf, genug Eiweiß, Eisen, Zink, Omega-3-Fettsäuren und Vitamine wie Vitamin D und Biotin zu sich zu nehmen.
  • Milde Haarpflege & sanftes Styling: Verwenden Sie milde Shampoos und vermeiden Sie aggressive chemische Behandlungen.
  • Weniger häufig Haare waschen: Nicht immer ist die tägliche Haarwäsche gesund für die Mähne, vor allem nicht für die Kopfhaut und die Haarwurzeln.
  • Scalp Massage: Regelmäßige Kopfhautmassagen können die Durchblutung fördern und das Haarwachstum stimulieren.
  • Stressreduktion: Stress kann zu Haarausfall beitragen. Versuchen Sie Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga oder tiefe Atemübungen.
  • Vermeide straffe Frisuren: Eng anliegende Pferdeschwänze oder Zöpfe können Haarbruch und -ausfall begünstigen.
  • Medikamente und Behandlungen: Es gibt rezeptfreie und verschreibungspflichtige Medikamente, die helfen können, Haarausfall zu verlangsamen oder sogar umzukehren. Minoxidil und Finasterid sind zwei bekannte Optionen.
  • Konsultiere einen Dermatologen oder Trichologen: Bei anhaltendem Haarausfall ist es ratsam, einen Spezialisten aufzusuchen, um die genaue Ursache zu bestimmen und geeignete Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen.

Shampoos gegen Haarausfall richtig anwenden

Nicht nur auf das „Was“, sondern auch auf das „Wie“ kommt es an! Hier sind die besten Tipps für die richtige Anwendung von Shampoos gegen Haarausfall.

  • Tragen Sie das Shampoo nur am Ansatz auf und sparen Sie Ihre Längen aus. Dadurch schützen Sie Ihre Spitzen vor dem Austrocknen und in der Folge vor Haarbruch.
  • Massieren Sie das Shampoo gegen Haarausfall in die Kopfhaut ein. Hier sollte es je nach Wirkstoff dann einige Minuten einwirken.
  • Das Auswaschen der Haare sollte gründlich geschehen. Ansonsten können Ihre Strähnen durch Produktrückstände spröde werden.
  • Tupfen Sie Ihre Haare mit dem Handtuch sanft trocken, statt zu rubbeln. Die Kopfhaut und die Schuppenschicht sind im feuchten Zustand noch empfindlicher.

Fazit

Haarausfall kann viele Ursachen haben, und es ist wichtig, die zugrunde liegende Ursache zu ermitteln, um die richtige Therapie zu finden. Shampoos gegen Haarausfall können unterstützend wirken, aber sie sind keine Wunderwaffe. Die besten Ergebnisse erzielen Sie in Kombination mit einer gesunden Lebensweise, einer ausgewogenen Ernährung und der richtigen Anwendung der Shampoos.

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