Shampoos und Conditioner sind aus der modernen Haarpflege nicht mehr wegzudenken. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesen alltäglichen Produkten? Dieser Artikel beleuchtet die Inhaltsstoffe von Shampoos und Conditionern, ihre Wirkungen und gibt Ihnen einen Überblick, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.
Shampoos dienen in erster Linie dazu, das Haar von Schmutz, Fett und Stylingprodukten zu befreien. Ihre wichtigsten Inhaltsstoffe sind:
Spülungen sollen das Haar pflegen, entwirren und schützen. Ihre Inhaltsstoffe ergänzen die Reinigungswirkung des Shampoos und bieten zusätzliche Vorteile.
Die Wissenschaft hinter Shampoos und Pflegespülungen ist komplex und faszinierend. Durch die sorgfältige Auswahl und Kombination der Inhaltsstoffe bieten diese Produkte eine umfassende Pflege, die weit über die reine Reinigung hinausgeht.
Die meisten Hersteller rühren ziemlich viel Chemie in ihre Produkte. Damit waschen wir uns dann mehrmals die Woche die Haare. Keine angenehme Vorstellung, oder?
Silikone legen sich wie ein Film um jedes einzelne Haar. Sie machen es glatt, glänzend und leicht kämmbar. Genau das, was du möchtest, oder? Leider wird der Eindruck erweckt, dass sich das Haar in einem guten Zustand befindet. Doch der schöne Schein trügt! Silikone lösen sich nicht in Wasser auf und können somit nicht während der Haarwäsche ausgespült werden. Ganz im Gegenteil - mit jeder Wäsche mit Shampoos, in denen Silikon enthalten ist, legen sich weitere Silikone auf dein Haar. Es wird mit der Zeit vom Silikon umschlossen. Deine Kopfhaut und Haare werden versiegelt und können Schadstoffe nicht mehr ausatmen.
Parabene kommen in Shampoos zum Einsatz, um dem Wachstum von Schimmelpilzen und Bakterien entgegenzuwirken. Sie werden als Konservierungsmittel eingesetzt. Sie gelten als Kontakt-Allergene, die auf deiner Kopfhaut entsprechende Reaktionen auslösen können. Außerdem greifen sie in deinen Hormonhaushalt ein, da sie dem Hormon Östrogen sehr ähnlich sind. Eine echte Horror-Vorstellung, oder? Stimmungsschwankungen & Co. können die Folgen bei Frauen und Mädchen sein.
Mikroplastik wird als Füllstoff, Bindemittel oder feine Kügelchen in Peelings verwendet. Das Problem: Mit einer Größe von unter 5 Millimetern sind sie so winzig, dass selbst modernste Techniken in den Klärwerken sie nicht herausfiltern können. Gemeinsam mit dem Wasser gelangen sie durch den Abfluss bis in unsere Binnengewässer und in die Meere. Fische, Muscheln und andere Lebewesen nehmen Mikroplastik aus dem Wasser und sterben häufig an den Folgen. Als winzige Teilchen landet das Plastik auch in die Nahrungskette und damit schließlich auf unsere Teller.
PEG ist die Abkürzung für Polyethylen Glykol. Diese Chemikalie steht im Verdacht, erbgutschädigend, fruchtschädigend und krebserregend zu sein. Besonders häufig kommt sie in Shampoos zum Einsatz, da die synthetische Stoffgruppe als Emulgator, Lösungsvermittler, Konsistenzgeber oder Perlglanz dient. Wenn du Shampoo mit PEG benutzt, können Hautirritationen, Allergien, Neurodermitis, Rötungen der Schleimhäute und Augen- oder Kopfschmerzen auftreten. Ziemlich unschön, was? Doch das ist noch nicht alles. PEG belastet auch unsere Umwelt extrem. Bis die Chemikalie vollständig abgebaut ist, kann es Jahrzehnte dauern.
Naturkosmetik verzichtet bei Shampoo und Co. auf zweifelhafte Inhaltsstoffe, was nicht nur besser für die verschiedenen Haartypen, sondern auch für die Umwelt ist.
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Einige der Inhaltsstoffe und ihre Vorteile:
Das perfekte Shampoo befreit Kopfhaut und Haare von Talg und Verschmutzungen, reizt die Kopfhaut nicht und sorgt dafür, dass die Schutzschicht um das Haar erhalten bleibt oder sogar verstärkt wird. Um ein gutes Shampoo zu wählen, muss man sich nicht nur die eigenen Haare gut anschauen, sondern anschließend auch die INCI-Liste.
Wie der Name schon sagt, entfernen waschaktive Substanzen (oder Tenside) Verschmutzungen und Fett von der Kopfhaut und aus den Haaren. Die mit der größten Reinigungswirkung sind die Laurylsulfate, von denen Sodium lauryl sulphate am häufigsten verwendet wird. Sie sind also keine wirklich gute Wahl. Etwas milder, aber auch stark entfettend und nicht sehr angenehm für Haare und Kopfhaut sind die Sulfosuccinate (Disodium oleamine sulfosuccinate, Sodium dioctyl sulfosuccinate). Diese Stoffe sind wie die Laurylsulfate auch oft in Shampoos für fettiges Haar enthalten, sollten jedoch nur in Ausnahmefällen verwendet werden.
In vielen Shampoos werden Laurylethersulfate und Sarkosine verwendet, die erheblich milder als oben erwähnte Inhaltsstoffe sind, jedoch auch weniger stark entfetten. Sie eignen sich besser für Shampoos, die jeden Tag benutzt werden können oder für Shampoos für trockenes Haar. In Babyshampoos wird oft Cocamidopropyl Betaine und Sodium Lauraminopropionate verwendet. Diese Stoffe sind mild und reizen die Augen nicht. Das macht sie nicht nur zu einer guten Wahl für Babyshampoos, sondern auch für gefärbtes oder feines Haar. Auch die kationischen waschaktiven Substanzen, wie quartäre Ammoniumsalze, Polyoxyethylene Alkyl & Alicyclic Amines, können Fett nicht so gut lösen und schäumen weniger. Sie können das Haar jedoch weich machen und dafür sorgen, dass es sich leicht frisieren lässt, weshalb sie in Reinigern mit minimaler Reinigungswirkung verwendet werden, wie beispielsweise Shampoos für die tägliche Anwendung und für gefärbtes Haar.
In letzter Zeit hört man auch oft, dass natürliche waschaktive Substanzen verwendet werden. Diese natürlichen waschaktiven Substanzen stammen von Pflanzen wie Sarsaparille, Seifenkraut, Seifenrinde und Ivy Agave. Aufgrund ihrer schlechten Reinigungskraft müssen sie jedoch in hohen Konzentrationen verwendet werden (mit all den dazugehörigen Nachteilen). Im Allgemeinen werden diese natürlichen Tenside auch mit synthetischen kombiniert. Das ist also ein weiteres Beispiel für gutes Marketing!
Damit Sie Ihre Haare möglichst wenig entfetten und beschädigen, ist es wichtig, dass Sie das Shampoo auf der Kopfhaut verwenden und erst beim Ausspülen die Haare selbst waschen.
Schäumende Substanzen werden einem Shampoo nur wegen dem Verbraucher hinzugefügt. Der Schaum ermöglicht zwar die gute Verteilung des Shampoos über die Haare und die Kopfhaut, ist jedoch für die gute Reinigung der Haare nicht notwendig. Mehr noch, das Risiko auf Hautreizung ist größer, wenn ein Produkt übermäßig schäumt.
Verdickungsmittel wie Sodium chloride werden genauso wie die schäumenden Substanzen hinzugefügt, weil der Verbraucher denkt, dass das Produkt dann besser reinigt. Und auch der schöne Duft und die Farbe des Shampoos sind überflüssig. Wenn Ihre Kopfhaut schnell gereizt ist, sollten Sie diese Stoffe besser meiden.
Hier eine Tabelle, die die Funktionen einiger Inhaltsstoffe zusammenfasst:
| Inhaltsstoff | Funktion |
|---|---|
| Tenside (z.B. Sodiumlaurylsulfat) | Reinigung des Haares von Schmutz und Fett |
| Glycerin, Panthenol | Feuchtigkeitsspende und Geschmeidigkeit |
| Silikone (z.B. Dimethicone) | Glättung der Haaroberfläche, Glanz |
| Kokosöl, Arganöl, Sheabutter | Intensive Feuchtigkeit und Nährstoffe |
| Hydrolysierte Proteine (z.B. Keratin) | Reparatur geschädigter Haarstellen |
| Xanthan, Cellulose | Verdickung und Stabilisierung des Shampoos |
| Sodium Benzoate | Konservierung zur Verhinderung von Bakterienwachstum |
Die Wahl des richtigen Shampoos hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen und Ihrem Haartyp ab. Achten Sie auf die Inhaltsstoffe und wählen Sie Produkte, die Ihr Haar optimal pflegen und schützen. Naturkosmetik bietet eine gute Alternative, um schädliche Chemikalien zu vermeiden und die Umwelt zu schonen.
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