Was steckt in meinem Shampoo? Inhaltsstoffe und ihre Wirkung auf Ihr Haar

Shampoos und Conditioner sind aus der modernen Haarpflege nicht mehr wegzudenken. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesen alltäglichen Produkten? Dieser Artikel beleuchtet die Inhaltsstoffe von Shampoos und Conditionern, ihre Wirkungen und gibt Ihnen einen Überblick, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

Die Grundlagen von Shampoos

Shampoos dienen in erster Linie dazu, das Haar von Schmutz, Fett und Stylingprodukten zu befreien. Ihre wichtigsten Inhaltsstoffe sind:

  • Tenside: Diese Molekülverbindungen haben einen hydrophilen (wasseranziehenden) Kopf und einen hydrophoben (wasserabweisenden) Schwanz. Sie umhüllen Schmutz- und Fettpartikel, lösen sie vom Haar und ermöglichen das Ausspülen mit Wasser. Beispiele sind Sodiumlaurylsulfat und Sodiumlaurethsulfat.
  • Feuchtigkeitsspender: Glycerin und Panthenol ziehen Feuchtigkeit an und helfen, das Haar geschmeidig zu halten. Dies ist besonders wichtig bei trockenem oder strapaziertem Haar.
  • Verdickungsmittel und Stabilisatoren: Stoffe wie Xanthan und Cellulose sorgen dafür, dass das Shampoo die richtige Konsistenz hat und stabil bleibt.
  • Konservierungsstoffe: Sie verhindern das Wachstum von Bakterien und Schimmelpilzen in der Shampooflasche.

Die Rolle von Conditionern

Spülungen sollen das Haar pflegen, entwirren und schützen. Ihre Inhaltsstoffe ergänzen die Reinigungswirkung des Shampoos und bieten zusätzliche Vorteile.

  • Silikone und Polyquaternium: In Conditionern werden oft Inhaltsstoffe wie Silikone und Polyquaternium verwendet und machen das Haar glatt, geschmeidig und glänzend. Sie umhüllen die Haarsträhnen und verhindern, dass sie sich verheddern oder statisch aufladen. Ein niedriger PH-Wert schließt außerdem die äußere Schuppenschicht des Haares und sorgt für eine Extraportion Glanz.
  • Kationische Tenside: Diese positiv geladenen Moleküle, wie zum Beispiel Behentrimoniumchlorid, lagern sich an die negativ geladenen Stellen des Haares an, glätten die Haaroberfläche und machen das Haar leichter kämmbar.
  • Fette und Öle: Inhaltsstoffe wie Kokosöl, Arganöl und Sheabutter spenden intensive Feuchtigkeit und Nährstoffe. Sie dringen in das Haar ein und helfen, die Haarstruktur zu reparieren und zu stärken.
  • Proteine: Hydrolysierte Proteine wie Keratin oder Seidenproteine dringen in das Haar ein und reparieren geschädigte Stellen.

Die Wissenschaft hinter Shampoos und Pflegespülungen ist komplex und faszinierend. Durch die sorgfältige Auswahl und Kombination der Inhaltsstoffe bieten diese Produkte eine umfassende Pflege, die weit über die reine Reinigung hinausgeht.

Schädliche Shampoo-Inhaltsstoffe – was Du wissen musst!

Die Schattenseiten konventioneller Shampoos

Die meisten Hersteller rühren ziemlich viel Chemie in ihre Produkte. Damit waschen wir uns dann mehrmals die Woche die Haare. Keine angenehme Vorstellung, oder?

1. Silikone

Silikone legen sich wie ein Film um jedes einzelne Haar. Sie machen es glatt, glänzend und leicht kämmbar. Genau das, was du möchtest, oder? Leider wird der Eindruck erweckt, dass sich das Haar in einem guten Zustand befindet. Doch der schöne Schein trügt! Silikone lösen sich nicht in Wasser auf und können somit nicht während der Haarwäsche ausgespült werden. Ganz im Gegenteil - mit jeder Wäsche mit Shampoos, in denen Silikon enthalten ist, legen sich weitere Silikone auf dein Haar. Es wird mit der Zeit vom Silikon umschlossen. Deine Kopfhaut und Haare werden versiegelt und können Schadstoffe nicht mehr ausatmen.

2. Parabene

Parabene kommen in Shampoos zum Einsatz, um dem Wachstum von Schimmelpilzen und Bakterien entgegenzuwirken. Sie werden als Konservierungsmittel eingesetzt. Sie gelten als Kontakt-Allergene, die auf deiner Kopfhaut entsprechende Reaktionen auslösen können. Außerdem greifen sie in deinen Hormonhaushalt ein, da sie dem Hormon Östrogen sehr ähnlich sind. Eine echte Horror-Vorstellung, oder? Stimmungsschwankungen & Co. können die Folgen bei Frauen und Mädchen sein.

3. Mikroplastik

Mikroplastik wird als Füllstoff, Bindemittel oder feine Kügelchen in Peelings verwendet. Das Problem: Mit einer Größe von unter 5 Millimetern sind sie so winzig, dass selbst modernste Techniken in den Klärwerken sie nicht herausfiltern können. Gemeinsam mit dem Wasser gelangen sie durch den Abfluss bis in unsere Binnengewässer und in die Meere. Fische, Muscheln und andere Lebewesen nehmen Mikroplastik aus dem Wasser und sterben häufig an den Folgen. Als winzige Teilchen landet das Plastik auch in die Nahrungskette und damit schließlich auf unsere Teller.

4. PEG (Polyethylen Glykol)

PEG ist die Abkürzung für Polyethylen Glykol. Diese Chemikalie steht im Verdacht, erbgutschädigend, fruchtschädigend und krebserregend zu sein. Besonders häufig kommt sie in Shampoos zum Einsatz, da die synthetische Stoffgruppe als Emulgator, Lösungsvermittler, Konsistenzgeber oder Perlglanz dient. Wenn du Shampoo mit PEG benutzt, können Hautirritationen, Allergien, Neurodermitis, Rötungen der Schleimhäute und Augen- oder Kopfschmerzen auftreten. Ziemlich unschön, was? Doch das ist noch nicht alles. PEG belastet auch unsere Umwelt extrem. Bis die Chemikalie vollständig abgebaut ist, kann es Jahrzehnte dauern.

Die Alternative: Naturkosmetik

Naturkosmetik verzichtet bei Shampoo und Co. auf zweifelhafte Inhaltsstoffe, was nicht nur besser für die verschiedenen Haartypen, sondern auch für die Umwelt ist.

ILES FORMULA Haircare ist eine hochentwickelte Mixtur mit ausgewählten Rohstoffen, die leistungsstarke Ergebnisse erzielen. Parabenfrei + Sulfatfrei + Silikonfrei - ohne Tierversuche. Für ALLE Haartypen und jedes Alter.

Einige der Inhaltsstoffe und ihre Vorteile:

  • Vitamin B5: Dringt tief in das Haar ein und versorgt intensiv mit Feuchtigkeit. Ebenso wird Haarbruch effektiv entgegengewirkt.
  • Pantothensäure: Stellt die Haarschaft wieder her und hilft bei der Reparatur der Spliss befallenen Haarspitzen.
  • Tucuma Palme: Bekannt für ihren üppigen Gehalt an Polyphenolen.
  • Pracaxi Samenöl: Stammt vom brasilianischen Pracaxi-Baum und wird aus einer nachhaltigen Landwirtschaft der einheimischen Bevölkerung aus dem Amazonas gewonnen.
  • Macadamia Nussöl: Reich an Fettsäuren und eignet sich hervorragend zur Verbesserung von krausem und stumpfen Haar.
  • Seidenproteine aus Japan: Kreieren einen sofortigen, üppigen Effekt.
  • Phantenol: Verbessert die Elastizität des Haares und hilft Haarbruch vorzubeugen.

Was ein gutes Shampoo ausmacht

Das perfekte Shampoo befreit Kopfhaut und Haare von Talg und Verschmutzungen, reizt die Kopfhaut nicht und sorgt dafür, dass die Schutzschicht um das Haar erhalten bleibt oder sogar verstärkt wird. Um ein gutes Shampoo zu wählen, muss man sich nicht nur die eigenen Haare gut anschauen, sondern anschließend auch die INCI-Liste.

Tenside

Wie der Name schon sagt, entfernen waschaktive Substanzen (oder Tenside) Verschmutzungen und Fett von der Kopfhaut und aus den Haaren. Die mit der größten Reinigungswirkung sind die Laurylsulfate, von denen Sodium lauryl sulphate am häufigsten verwendet wird. Sie sind also keine wirklich gute Wahl. Etwas milder, aber auch stark entfettend und nicht sehr angenehm für Haare und Kopfhaut sind die Sulfosuccinate (Disodium oleamine sulfosuccinate, Sodium dioctyl sulfosuccinate). Diese Stoffe sind wie die Laurylsulfate auch oft in Shampoos für fettiges Haar enthalten, sollten jedoch nur in Ausnahmefällen verwendet werden.

Milde Alternativen

In vielen Shampoos werden Laurylethersulfate und Sarkosine verwendet, die erheblich milder als oben erwähnte Inhaltsstoffe sind, jedoch auch weniger stark entfetten. Sie eignen sich besser für Shampoos, die jeden Tag benutzt werden können oder für Shampoos für trockenes Haar. In Babyshampoos wird oft Cocamidopropyl Betaine und Sodium Lauraminopropionate verwendet. Diese Stoffe sind mild und reizen die Augen nicht. Das macht sie nicht nur zu einer guten Wahl für Babyshampoos, sondern auch für gefärbtes oder feines Haar. Auch die kationischen waschaktiven Substanzen, wie quartäre Ammoniumsalze, Polyoxyethylene Alkyl & Alicyclic Amines, können Fett nicht so gut lösen und schäumen weniger. Sie können das Haar jedoch weich machen und dafür sorgen, dass es sich leicht frisieren lässt, weshalb sie in Reinigern mit minimaler Reinigungswirkung verwendet werden, wie beispielsweise Shampoos für die tägliche Anwendung und für gefärbtes Haar.

Natürliche Tenside

In letzter Zeit hört man auch oft, dass natürliche waschaktive Substanzen verwendet werden. Diese natürlichen waschaktiven Substanzen stammen von Pflanzen wie Sarsaparille, Seifenkraut, Seifenrinde und Ivy Agave. Aufgrund ihrer schlechten Reinigungskraft müssen sie jedoch in hohen Konzentrationen verwendet werden (mit all den dazugehörigen Nachteilen). Im Allgemeinen werden diese natürlichen Tenside auch mit synthetischen kombiniert. Das ist also ein weiteres Beispiel für gutes Marketing!

Damit Sie Ihre Haare möglichst wenig entfetten und beschädigen, ist es wichtig, dass Sie das Shampoo auf der Kopfhaut verwenden und erst beim Ausspülen die Haare selbst waschen.

Weitere Inhaltsstoffe

Schäumende Substanzen werden einem Shampoo nur wegen dem Verbraucher hinzugefügt. Der Schaum ermöglicht zwar die gute Verteilung des Shampoos über die Haare und die Kopfhaut, ist jedoch für die gute Reinigung der Haare nicht notwendig. Mehr noch, das Risiko auf Hautreizung ist größer, wenn ein Produkt übermäßig schäumt.

Verdickungsmittel wie Sodium chloride werden genauso wie die schäumenden Substanzen hinzugefügt, weil der Verbraucher denkt, dass das Produkt dann besser reinigt. Und auch der schöne Duft und die Farbe des Shampoos sind überflüssig. Wenn Ihre Kopfhaut schnell gereizt ist, sollten Sie diese Stoffe besser meiden.

Die Funktionen verschiedener Inhaltsstoffe im Überblick

Hier eine Tabelle, die die Funktionen einiger Inhaltsstoffe zusammenfasst:

Inhaltsstoff Funktion
Tenside (z.B. Sodiumlaurylsulfat) Reinigung des Haares von Schmutz und Fett
Glycerin, Panthenol Feuchtigkeitsspende und Geschmeidigkeit
Silikone (z.B. Dimethicone) Glättung der Haaroberfläche, Glanz
Kokosöl, Arganöl, Sheabutter Intensive Feuchtigkeit und Nährstoffe
Hydrolysierte Proteine (z.B. Keratin) Reparatur geschädigter Haarstellen
Xanthan, Cellulose Verdickung und Stabilisierung des Shampoos
Sodium Benzoate Konservierung zur Verhinderung von Bakterienwachstum

Fazit

Die Wahl des richtigen Shampoos hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen und Ihrem Haartyp ab. Achten Sie auf die Inhaltsstoffe und wählen Sie Produkte, die Ihr Haar optimal pflegen und schützen. Naturkosmetik bietet eine gute Alternative, um schädliche Chemikalien zu vermeiden und die Umwelt zu schonen.

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