Beim Entdecken von Schuppen im Haar greifen viele schnell zu einem Anti-Schuppen-Shampoo. Doch nur wenige wissen, dass die wahre Ursache die Demodex-Milbe sein kann, die auf der Haut lebt.
Demodex folliculorum unter dem Mikroskop.
Demodex Milben, auch bekannt als Haarbalgmilben, wurden erstmals 1841 beim Menschen entdeckt.
Sie leben hauptsächlich in den Haarfollikeln und Talgdrüsen der menschlichen Haut. Es gibt zwei Arten von Demodex-Milben: Demodex folliculorum und Demodex brevis, die beide mit dem Auge nicht zu sehen sind und nur unter einem Mikroskop sichtbar gemacht werden können.
Diese winzigen Hautbewohner haben acht Beine und ein Gebiss mit Zangen am Kopf. Die Demodex Milben ernähren sich von Talg und Hautzellen und vermehren sich durch Eierlegen. Die Entwicklung vom Ei zur ausgewachsenen Milbe durchläuft einen Zyklus von zehn bis zwölf Tagen, der die Stadien der Larve, (Proto-)Nymphe und schließlich die erwachsene Milbe umfasst.
Diese hat dann in der Regel eine Lebensspanne von mehreren Wochen. Haarbalgmilben sind nachts aktiver als am Tag, um vermutlich Licht zu vermeiden.
Demodex Milben kommen normalerweise nicht auf der Haut von Neugeborenen vor, sondern werden durch engen Körperkontakt nach der Geburt übertragen. Bei Kleinkindern werden sie selten gefunden, die Besiedlung der Haut findet in der Pubertät statt, wenn der Talggehalt der Haut ansteigt.
Diese Haarbalgmilben sind in der Haut aller menschlichen Ethnien und in allen geografischen Gebieten zu finden.
Sie können nicht außerhalb des Wirts überleben und werden durch direkten Kontakt (über Haare, Augenbrauen und Talgdrüsen an der Nase) übertragen sowie durch Staub. Infizierte Menschen ohne sichtbare Anzeichen können die Demodexmilben auf andere Menschen übertragen.
Wenn eine Person infiziert ist, können Monate oder sogar Jahre vergehen, bis die Anzeichen und Symptome einer Infektion sichtbar werden.
Haarbalgmilben sind im Laufe unseres modernen Lebensstils zu natürlichen Bewohnern der menschlichen Haut geworden und verursachen in der Regel keine Probleme. Allerdings kann eine übermäßige Vermehrung der Milben zu einer Erkrankung namens Demodikose führen, die durch Symptome wie Juckreiz, Entzündungen, Haarausfall, Rötungen, Schuppungen, Verhornungen und sichtbaren Blutgefässen gekennzeichnet ist.
In einigen Fällen kann es auch zu eitrigen Pusteln, Knötchen und knotigen Narben kommen.
Die Ausprägung der Hautprobleme im Zusammenhang mit Demodex Milben variiert von Person zu Person und reicht von völliger Beschwerdefreiheit bis hin zu schweren Hauterkrankungen wie Rosacea, wobei nicht alle Menschen mit Demodex-Milbenbefall automatisch an Rosacea erkranken.
Es wird vermutet, dass verschiedene Faktoren wie individuelle Veranlagung, Immunreaktionen, Entgleisungen des Hormon- und Nervensystems, Stress, körperliche Anstrengung, Sonneneinstrahlung, scharfe Speisen und Alkohol die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Rosacea-Symptomen erhöhen.
Aus Patientenerfahrungen weiß man, dass Demodex brevis schlimmere Hautprobleme verursachen kann als Demodex folliculorum.
Der Befall mir Haarbalgmilben tritt häufig auch im Bereich des Augenlids auf, was unter normalen Umständen jedoch keine Beschwerden verursacht.
Bei dieser Sonderform der Rosacea (sog.
Die Ursachen für einen Befall mit Haarbalgmilben sind vielfältig und können durch verschiedene Risikofaktoren begünstigt werden. Insbesondere die langfristige Anwendung von topischen Steroiden (wie Cortisonpräparaten) kann zu einer Verschlimmerung des Demodex-Milbenbefalls führen.
Dies wurde in mehreren Studien gezeigt.
Unser Gesicht ist der Spiegel unserer Seele, heißt es oft.
Doch Betroffene von Rosacea sehen in ihrem Gesicht meist die typischen Symptome wie Rötungen und Schuppungen, was das seelische Wohlbefinden stark belastet.
Eine mögliche Ursache für die Entstehung einer Rosacea sind Demodex Milben (auch Haarbalgmilben genannt), die auf der Haut leben und bei einer Überbesiedlung unliebsame Hautprobleme verursachen können.
Es gibt seit Langem deutliche Hinweise darauf, dass Demodex Milben bei der Entstehung von Rosacea eine wichtige Rolle spielen können. Mehrere Studien haben gezeigt, dass Patienten mit Rosacea im Durchschnitt eine höhere Anzahl an Demodexmilben aufweisen als gesunde Personen [1, 2], 3, [4].
Zwar kommen bei allen Erwachsenen die Milben in den Talgdrüsenfollikeln des Gesichtes vor, jedoch treten sie bei Rosacea-Patienten vermehrt auf.
Schon 1993 wurde in Irland von dem Forscherteam um Elizabeth Bonnar der Zusammenhang der Populationsdichte von Haarbalgmilben und Rosacea gezeigt.
In der durchgeführten Studie [4] wurden Proben von der Gesichtshaut von 42 Rosacea-Patienten und 42 Kontrollpersonen ohne Rosacea genommen und die Milben gezählt.
Es zeigte sich, dass Patienten mit Rosazea im Durchschnitt eine 5-fach höhere Anzahl an Demodex Milben aufwiesen als die Kontrollpersonen, insbesondere auf den Wangen. Die Studienautoren kamen zu dem Schluss, dass die vermehrten Milben zur Auslösung von Rosazea-Beschwerden beitragen können [4], auch wenn andere Faktoren wie genetische Veranlagung, Umweltfaktoren, Stress und Ernährung ebenfalls bei der Entstehung von Rosacea bedeutsam sind.
Andere Untersuchungen haben die gefundenen Studienergebnisse bestätigt. So fanden beispielsweise Forton et al. Das Wissenschaftlerteam um Alexey Kubanov bestätigte mit eigenen Studienergebnissen [6] die bereits von anderen Forschern wie Turgut Erdemir aufgestellte Hypothese, dass die Demodex Milben den Schweregrad von Rosacea beeinflussen und zum Fortschreiten des pathologischen Prozesses beitragen.
Ein Befall mit Demodex Milben kann erfahrungsgemäß auf zwei verschiedene Arten zu typischen Beschwerden bei Rosacea führen.
Zum einen kann der Patient allergisch auf die Milben oder auf deren Exkremente reagieren, was zu einer Entzündungsreaktion mit Schwellung, Rötung und Pickelbildung führen kann. Bei schweren Ausprägungen können sogar Abszesse entstehen.
Zum anderen kann eine hohe Dichte an Haarbalgmilben allein durch ihre Anwesenheit zu Beschwerden führen, indem sie die Poren verstopfen oder die Hautporen durch die Scheren des Gebisses verletzen und dadurch das Entzündungsgeschehen auslösen.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht alle Menschen mit Demodexmilben automatisch allergische Reaktionen oder Entzündungen entwickeln.
Laut den irischen Forschern Lacey et al. können aus dem Verdauungstrakt abgestorbener Milben bakterielle Eiweiße freigesetzt werden, die eine Entzündungsreaktion auf der Haut von Rosacea-Patienten auslösen [7].
So zeigte eine Studie von den US-amerikanischen Wissenschaftlern Li et al. [8] einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Befall der Augen mit Demodex Milben, Rosacea im Gesicht und der Immunreaktion auf das milbenverwandte Bakterium Oleronius und dessen Eiweiße. Nur gegen die Bakterien vorzugehen ist nicht genug, um die Symptome der Rosacea effektiv anzugehen.
Die Demodexmilbe - als der „Transporter“ - muss ebenfalls bekämpft werden. Die Erfahrung zeigt, dass eine Reduzierung der Milbenpopulation auf ein für die Haut verträgliches Maß dazu beiträgt, auch die Bakterien loszuwerden und zu einer gesunden Haut verhilft.
Ganz ohne Antibiotika gegen die Bakterien.
Die Diagnose von Demodex Milben ist leider nicht einfach, da es kein spezifisches Verfahren gibt, das sie eindeutig ausschließen kann. Biopsien und Hautgeschabsel erwiesen sich in der Vergangenheit als ungeeignet. Vielmehr muss der Talg selbst untersucht werden.
In Studien wurden verschiedene Diagnoseverfahren untersucht, um herauszufinden, welche davon geeignet sind. Dabei kam heraus, dass die Kombination aus konfokaler Laserscanmikroskopie und der mikroskopischen Untersuchung des Talges noch am ehesten zufriedenstellend war.
Jedoch ist die mikroskopische Untersuchung des Hauttalges keine definitive Diagnosemethode, aber bei ausreichender Erfahrung des Untersuchenden sehr treffsicher. Sie ist relativ schmerzfrei, kostengünstig und kann sogar selbst durchgeführt werden.
Rosacea-Patienten berichteten uns, dass auch die konfokale Laserscanmikroskopie nicht in jedem Fall Demodex-Milben nachgewiesen hat, dafür aber die Anwendung von DemoDerm® erfolgreich war.
Zu beachten ist, dass die Ergebnisse der genannten Diagnose-Verfahren oft sehr subjektiv sind.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung von Demodikose, wie z.B. Hautpflegeprodukte mit und ohne medizinische Wirkstoffe sowie verschreibungspflichtige Medikamente.
Diese Arzneimittel können Antibiotika oder Akarizide sein, die speziell zur Bekämpfung von Demodex Milben entwickelt wurden. In der Regel ist eine langfristige Behandlung notwendig, um Rückfälle zu vermeiden und die Milbenpopulation auf der Haut unter Kontrolle zu halten.
Es gilt zunehmend als gesichert, dass eine Verminderung der Anzahl und Dichte der Haarbalgmilben auf der Haut dazu beitragen kann, den Hautzustand bei Rosacea zu verbessern. Wenn die Demodexmilben beseitigt werden, kann sich das Hautmikrobiom regenerieren und die Hautprobleme verschwinden.
Bei Rosacea mit einem nachgewiesenen oder vermuteten Befall mit Demodex Milben verordnen Hautärzte oft eine verschreibungspflichtige Salbe mit dem Wirkstoff Ivermectin. Das als Soolantra bekannte Mittel wird bei erwachsenen Patienten zur äußerlichen Behandlung von Rosazea mit auftretenden Papeln und Pusteln (schmerzende Eiterbläschen) angewendet, um die Haarbalgmilbe Demodex folliculorum zu bekämpfen.
Ivermectin wirkt antiparasitär, was vermutlich auf einer antientzündlichen und für Parasiten stark nervensystemschädigenden Wirkung beruht.
Ivermectin-Creme wird im Gegensatz zu vielen anderen Präparaten nur einmal täglich angewandt - als alleinige Therapie oder als Teil einer Kombinationsbehandlung (z.B.
Es besteht oft die Annahme, dass mangelnde Hauthygiene die Ursache für Rosacea ist. Dadurch verwenden Betroffene jedoch häufig zu viele chemische Reinigungsmittel und Hautpflegeprodukte, was die Symptome eher verschlimmert und verfestigt.
Rosacea wird als Zivilisationskrankheit betrachtet, die mit unserem modernen Lebensstil zusammenhängt. Es wird empfohlen, alle bekannten Maßnahmen zur Förderung unserer allgemeinen körperlichen Gesundheit auch bei Rosacea anzuwenden, obwohl eine spezifische Vorbeugung nicht möglich ist.
Wir können jedoch lernen, besser mit Rosacea und ihren Symptomen umzugehen, indem wir die Ursachen besser verstehen und erkennen, was uns diese Erkrankung mitteilen möchte.
Unsere Haut spiegelt bekanntlich unsere Seele wider und hat eine Signalfunktion. Ein erster Schritt zur „eigenen Vorsorge“ besteht darin, Vitalstoffmängel auszugleichen und Antivitalstoffe zu eliminieren, falls vorhanden.
Zudem benötigen wir die Vielfalt der Bakterien auf unserer Haut. Milben sterben schnell ab, sobald sie die Haut verlassen. Sie können ohne die spezifischen Lebensbedingungen auf und in der Haut nicht überleben, was deutlich unter dem Mikroskop erkennbar ist.
Ebenso kann die Ernährung ein wichtiger Aspekt sein. Auch wenn es keine spezielle Diät zur Vorbeugung eines übermäßigen Befalls mit Haarbalgmilben gibt, kann die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren möglicherweise das Wachstum der Milben beeinflussen.
So helfen Omega-3-Fettsäuren im Körper entzündungshemmende Prostaglandine zu produzieren und die Zusammensetzung von Hautfetten positiv zu verändern.
Demodex Milben sind winzige Bewohner unserer Haut, die normalerweise keine Probleme verursachen. Leider können sie in manchen Fällen Symptome von Hauterkrankungen wie Rosacea auslösen und/oder verstärken. Es ist jedoch möglich, die Symptome unter Kontrolle zu bringen und ein Leben ohne Beschwerden und Flushs zu führen. Die Behandlung von Rosacea erfordert in der Regel Zeit und Ausdauer. So sollte eine Maßnahme ausreichend lange durchgeführt werden, um den langfristigen Erfolg beurteilen zu können.
In vielen Fällen dauert es etwa 3 bis 6 Monate, um Verbesserungen zu sehen. Dabei kann eine Kombination aus verschreibungspflichtigen Medikamenten und speziellen Hautpflegeprodukten hilfreich sein.
Diagnoseverfahren zur Identifizierung von Haarbalgmilben sind oft nicht zuverlässig und gehören nicht zum Standard in Hautarztpraxen. Sie sind entweder schmerzhaft oder teuer und erfordern viel Erfahrung in der Durchführung.
Regelmäßige Besuche bei einem Dermatologen können helfen, um die Behandlung von Rosacea und Demodikose zu überwachen und bei Bedarf anzupassen.
Um diesen Parasiten umfassend zu bekämpfen, wird das Stop-Demodex-Shampoo des ukrainischen Herstellers "FitoBioTechnology" unentbehrlich. Dieses bemerkenswerte Shampoo hilft nicht nur, die Symptome der Demodikose (wie Juckreiz, Schuppenbildung und Haarausfall) zu lindern, sondern verhindert auch, dass die Milbe die Haarfollikel schädigt.
Dieser Schutz hemmt das Eindringen schädlicher Bakterien und erhält das metabolische Gleichgewicht. Das Produkt bietet sowohl starke entzündungshemmende als auch regenerierende Effekte, was zu sauberem und gesundem Haar führt.
Anwendung: Auf das nasse Haar auftragen, sanft einmassieren und mit Wasser ausspülen. Das Shampoo erneut auftragen, 2-3 Minuten einwirken lassen und gründlich mit Wasser ausspülen.
Heutzutage gibt es diverse Anti Milben Shampoos. Dabei können die Wirkstoffe rein pflanzlicher Natur oder chemisch hergestellt sein.
Anti Milben Shampoos können eine deutliche Reduktion von allergischen Reaktionen bei Menschen bewirken und sich zudem pflegend auf Haar und Kopfhaut auswirken.
Anti Milben Shampoos gibt es sowohl für Tiere, als auch für Menschen, welche unter einer Milbenallergie leiden. Zu den Tierarten, welche mit Anti Milben Shampoos behandelt werden können zählen Hunde, Katzen oder andere Kleintiere wie beispielsweise Kaninchen. Selbst für Pferde, die von Milben befallen sind, gibt es spezielle Anti Milben Shampoos zu kaufen.
Welches Anti Milben Shampoo tatsächlich das beste Shampoo ist, lässt sich pauschal nicht sagen, da es von verschiedenen Faktoren abhängt, welches Anti Milben Shampoo für welches Stadium angewandt wird.
Anti Milben Shampoos sind in der Anwendung mit der eines herkömmlichen Shampoos zu vergleichen.
In der Regel basieren Anti Milben Shampoos auf rein natürlichen Inhaltsstoffen, z.B. Kokosöl. Durch die in Kokosöl enthaltene Laurinsäure werden Milben zuverlässig vertrieben.
Um einen effizienten Erfolg bei der Behandlung mit einem Anti Milben Shampoo zu erzielen, bedarf es einer Behandlung über mehrere Wochen.
[1] Steinhoff M, Buddenkotte J, Aubert J, et al. Clinical, cellular, and molecular aspects in the pathophysiology of rosacea. J Investig Dermatol Symp Proc. Dec 2011;15(1):2-11.
[2] Reinholz M, Ruzicka T, Steinhoff M, et al. Pathogenesis and clinical presentation of rosacea as a key for a symptom-oriented therapy. J Dtsch Dermatol Ges. Dec 2016;14 Suppl 6:4-15.
[3] Zhao YE, Wu LP, Peng Y, Cheng H. Retrospective analysis of the association between Demodex infestation and rosacea. Arch Dermatol. Aug 2010;146(8):896-902.
[4] Bonnar E, Eustace P, Powell FC. The Demodex mite population in rosacea. J Am Acad Dermatol.
[5] Forton, F. & Seys, B.
[6] Kubanov A, Gallyamova Y, Kravchenko A. Clinical picture, diagnosis and treatment of rosacea, complicated by Demodex mites. Dermatol Reports. 2019 Mar 28;11(1):7675.
[7] Lacey, N., Delaney, S., Kavanagh, K. & Powell, F. C.
[8] Li, J., O’Reilly, N., Sheha, H., Katz, R., Raju, V. K., Kavanagh, K. & Tseng, S. C.
[9] S2k-Leitlinie „Rosazea“ (AWMF-Registernr. 013-065).
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