Shampoo für sehr empfindliche Kopfhaut: Test und Empfehlungen

Eine empfindliche Kopfhaut geht oft mit vielen unangenehmen Nebenerscheinungen wie Jucken, Rötungen oder Brennen einher. Allerdings müssen Sie nicht verzagen, denn es gibt mittlerweile eine tolle Auswahl an Shampoos, die eine beruhigende Wirkung auf die Haut haben, pflegen und das Jucken verbessern.

Die 5 besten Shampoos für eine empfindliche Kopfhaut

Wir möchten Ihnen die besten Shampoos vorstellen, die speziell für eine empfindliche Kopfhaut entwickelt wurden. Achten Sie darauf, dass die Produkte frei von reizenden Inhaltsstoffen wie Parabenen, Sulfaten und Duftstoffen sind. Außerdem sollen die Shampoos auf milde Art das Austrocknen der Kopfhaut verhindern und diese mit genügend Feuchtigkeit versorgen. Wir stellen Ihnen unsere 5 Favoriten vor und verraten, was die Produkte perfekt für Sie machen, wenn Sie eine empfindliche Kopfhaut besitzen.

#1 Kérastase Spécifique Bain Riche Dermo-Calm Shampoo

Das Shampoo von Kérastase hat eine reinigende und beruhigende Wirkung auf die Kopfhaut. Dafür sorgt das darin enthaltende Calophyllum-Öl, welches auch Entzündungen mindert. Die antibakterielle Wirkung des Pirocton-Olamin kann außerdem dabei helfen, dass der Juckreiz beruhigt wird. Glyzin in dem Shampoo versorgt die Kopfhaut zudem mit der nötigen Feuchtigkeit, welche diese benötigt. Ein weiterer Pluspunkt? Das Shampoo verzichtet vollends auf Silikone, welche reizen können.

#2 Philip Kingsley No Scent No Colour

Ganz ohne Duft- und Farbstoffe kommt das No Scent No Colour-Shampoo von Philip Kingsley aus. Damit ist es perfekt für eine sensible und empfindliche Kopfhaut geeignet. Geben Sie das Shampoo auf das feuchte Haar und massieren Sie es für mindestens 60 Sekunden ein, bevor Sie es wieder ausspülen, um die beste Wirkung zu erzielen.

#3 La Roche-Posay Kerium Extrem Mild Kopfhautschonendes Gel-Shampoo

Mikroplastikfrei, silikonfrei, paraffinfrei, parabenfrei, alkoholfrei - das La Roche-Posay Gel-Shampoo ist ein ganz "sauberer" Gefährte und damit ideal für eine empfindliche Kopfhaut geeignet. Das Shampoo enthält das hautberuhigende Thermalwasser, für welches La Roche-Posay bekannt ist und welches die juckende Kopfhaut beruhigt. Polysorbat 21 in dem Shampoo wirkt besonders schonend auf Haar und Kopfhaut.

#4 Physiogel Scalp Care mildes Shampoo

Das milde Shampoo von Physiogel finden Sie auch in der Apotheke Ihres Vertrauens. Es ist besonders schonend für die Kopfhaut und für normale bis sehr empfindliche Kopfhaut geeignet. Der neutrale pH-Wert des Produktes und die Tatsache, dass es voll und ganz ohne Duft- und Farbstoffe auskommt, machen es zur perfekten Pflege für die tägliche Haarwäsche. Übrigens ist das Shampoo aufgrund der milden Formulierung auch für Kinder und Babys geeignet.

#5 Linola Shampoo

Das Shampoo von Linola ist besonders sanft und reinigt schonend. Daher ist es auch für Neurodermitiker geeignet. Die Linolsäure in dem Shampoo beruhigt Reizungen der Kopfhaut und wirkt außerdem feuchtigkeitsspendend. Auch dieses Produkt kommt ganz ohne Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe aus, welche die Kopfhaut reizen können, und ist daher perfekt für den täglichen Gebrauch.

Weitere Shampoos für empfindliche Kopfhaut

Neben den Top 5 gibt es noch weitere Shampoos, die für empfindliche Kopfhaut geeignet sind:

  • Alter Ego Scalp Ego Calming Shampoo
  • Alter Ego Scalpego Balancing Shampoo
  • Dualsenses Scalp Specialist Sensitive Foam Shampoo von Goldwell
  • Elements Calming Shampoo Wella
  • Elements N Calming Shampoo
  • Elements N Renew Shampoo
  • Elements N Renewing Shampoo
  • Elkaderm Energy -Tea Tree Mini-/Reise-Set
  • Invigo N Scalp Balance Anti Dandruff Shampoo
  • lavera basis sensitiv Pflegeshampoo Feuchtigkeit & Pflege

Müssen Kopfhaut-Shampoos in der Apotheke gekauft werden?

Nein, Kopfhaut-Shampoos müssen nicht unbedingt in der Apotheke gekauft werden. Sie sind in der Regel auch günstig in Drogerien, Supermärkten oder online erhältlich. Es gibt verschiedene Marken und Varianten von Kopfhaut-Shampoos, die speziell für empfindliche Kopfhaut entwickelt wurden. Die Shampoos, die Sie wählen, sollten aber alle auf milde Inhaltsstoffe setzen, die die Kopfhaut beruhigen und reizende Substanzen vermeiden.

Unser Tipp: Wenn Sie sich unsicher sind, können Sie auch Ihren Arzt oder Apotheker um Rat fragen, um sicherzustellen, dass das gewählte Produkt Ihren Bedürfnissen entspricht.

Was kann man außerdem bei einer empfindlichen Kopfhaut tun?

Wenn Sie eine empfindliche Kopfhaut haben, gibt es neben dem richtigen Shampoo natürlich auch weitere Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Beschwerden zu lindern und Ihre Kopfhaut zu beruhigen.

  • Waschen Sie Ihre Haare regelmäßig, um Schmutz, Öl und abgestorbene Hautzellen zu entfernen. Vermeiden Sie jedoch übermäßiges Waschen, da dies die Kopfhaut austrocknen kann.
  • Verzichten Sie auf den Einsatz von heißen Stylingwerkzeugen wie Lockenstäben oder Glätteisen, da diese die Kopfhaut weiter reizen können. Verwenden Sie sanfte Stylingprodukte, die keine Reizungen verursachen.
  • Versuchen Sie, nicht zu stark an Ihrer Kopfhaut zu kratzen, da dies die Situation verschlimmern kann. Wenn Sie Juckreiz verspüren, können Sie stattdessen sanft mit den Fingerspitzen massieren, um vorübergehende Linderung zu erhalten.
  • Tragen Sie bei sonnigem Wetter eine Kopfbedeckung, um Ihre Kopfhaut vor schädlichen UV-Strahlen zu schützen.

Wenn Ihre empfindliche Kopfhaut anhaltendes Unbehagen verursacht oder sich verschlimmert, ist es ratsam, einen Dermatologen aufzusuchen.

Anti-Schuppen-Shampoos im Check | Servicezeit WDR

Weitere Tipps zur Haarpflege

Glänzendes, voluminöses, seidig glattes Haar wie in der Werbung wünschen sich viele. Und anders als viele andere Beauty-Träume lässt sich dieser mit der richtigen Pflege durchaus realisieren oder zumindest ein Ergebnis erzielen, dass dem sehr nahe kommt. Das richtige Produkt für einen selbst zu finden ist allerdings gar nicht so einfach. Zum einen, weil ihr Haar je nach Alter, Ernährung, Lebensumständen und Haarstruktur andere Bedürfnisse hat. Auch achten immer mehr Verbraucher darauf, dass sie Produkte kaufen, die möglichst wenige schädliche Inhaltsstoffe enthalten.

Allgemeine Tipps zum Haarewaschen

Wir gebrauchen es nahezu tagtäglich, doch die wenigsten von uns wissen wahrscheinlich, wie ein Shampoo überhaupt funktioniert. Shampoo reinigt das Haar und befreit es von abgestorbenen Hautschüppchen, überschüssigem Fett und Kalkrückständen. Stylingprodukte wie Haarspray, Gel und Co. werden von einem Shampoo ebenso herausgespült wie Staub und andere Umwelteinflüsse. Um eine gründliche Reinigung zu garantieren, enthalten Shampoos Inhaltsstoffe - Stichwort: waschaktive Tenside -, die die Haarfasern öffnen.

Das Haar soll aber nicht nur sauber, sondern auch gepflegt werden. Damit ihr Shampoo optimal wirken kann, lohnt es sich beim Haarewaschen ein paar Dinge zu beachten. Schon bevor es unter die Dusche geht, können Sie Ihr Haar auf die bevorstehende Wäsche vorbereiten. Viele von uns verwenden beim Einschäumen der Haare zu viel Shampoo. Dabei ist bereits eine haselnussgroße Menge ausreichend. Mehr sollte - bei einem guten Shampoo - nicht nötig sein. Allen voran, weil stets nur der Ansatz und die Kopfhaut eingeseift werden sollten. Wird das Shampoo ausgespült, werden Längen und Spitzen automatisch mit gewaschen.

Stellen sie sicher, dass Sie ihre Haare gründlich Auswaschen. Shampooreste können das Haar unnötig beschweren und für schnelles Nachfetten sorgen. Deshalb so lange spülen, bis sich die Haare wirklich sauber und frei von Schaum und Shampoo anfühlen.

Shampoo-Arten für verschiedene Haartypen

Nicht jedes Shampoo funktioniert für jeden Haartyp und auch wenn wir uns in unserem Test auf normales Haar konzentriert haben, möchtet wir Ihnen hier einen kleinen allgemeinen Überblick über die verschiedenen Shampoo-Arten geben.

  • Anti-Frizz-Shampoo: Wer abstehenden Härchen und Krauselocken den Kampf ansagen möchte, sollte zu dieser Shampoo-Art greifen. Sie glättet die Haarstruktur sichtbar.
  • Shampoo für lockiges Haar: Die Struktur lockiger Haare unterscheidet sich deutlich von der glatter Haare. Deshalb braucht man für diese auch eine speziell auf sie zugeschnittene Pflege.
  • Anti-Schuppen-Shampoo: Schluss mit Schuppen! Wie Frizz, kann auch schuppiges Haar viele Ursachen haben: genetische Veranlagung, Hormonschwankungen oder äußere Einwirkungen. Um gegen das Problem anzugehen, konzentrieren Anti-Schuppen-Shampoos sich auf die Kopfhaut.
  • Shampoo für koloriertes und dauergewelltes Haar: Dass es unser Haar strapaziert, wenn wir es färben, tönen oder uns eine Dauerwelle machen lassen, ist kein Geheimnis. Umso wichtiger ist es, dass wir es im Anschluss besonders gut pflegen. Shampoos für koloriertes und dauergewelltes Haar sind spezifisch darauf ausgelegt, den Haaren dieses Plus an Pflege zukommen zu lassen. Vitamine und Pflanzenextrakte stärken das Haar und helfen ihm dabei, sich zu regenerieren.
  • Shampoo für strapaziertes Haar: Am wohlsten fühlt sich unser Haar, wenn wir es möglichst naturbelassen tragen. Glätten, häufiges Frisieren mit Gel und Haarspray, aber auch das Föhnen strapaziert unser Haar. Auch hierfür gibt es Shampoos mit speziell darauf zugeschnittenen Rezepturen. Diese eignen sich auch sehr gut für besonders lange Haare, bei denen man oft mit ausgetrockneten, splissanfälligen Spitzen zu kämpfen hat.

Feste Shampoos und Haarseifen

Auch wenn in unserem Test viele Produkte mit vorwiegend natürlichen Inhaltsstoffen vertreten waren, bleibt bei den Flüssig-Shampoos stets das Problem der Verpackung. Immer mehr Menschen wechseln deshalb zu festem Shampoo oder Haarseifen, die einfach in einer umweltfreundlicheren Pappschachtel verpackt werden können.

Wie bei jeder Seife sind auch hier die Grundzutaten Fette und Laugen. Je nach Rezepturen gesellen sich dann noch unterschiedliche Öle dazu. Allerdings kommt es bei der Verseifung - ein komplizierter Prozess, dessen Erklärung hier den Rahmen sprengen würde - häufig zu Überfettung. Sicher, manche Haare mögen sich darüber freuen. Aber meistens führt dieser Effekt zu schweren und, wie sich erraten lässt, fettigen Haaren. Dem kann man mit einer sauren Rinse allerdings gut entgegenwirken. Die Rinse lässt sich ganz einfach selbst herstellen, indem man zwei Esslöffel Apfelessig zu einem Liter Wasser hinzugibt.

Festes Shampoo ist quasi flüssiges Shampoo, dem Wasser entzogen wurde. Viel mehr Unterschiede gibt es gar nicht. So schäumt eine Haarseife ebenso wie sein flüssiger Bruder und kann zudem mit den gleichen pflegenden Ergebnissen punkten. Deshalb entscheiden sich immer mehr für feste Shampoos, zumal diese umweltfreundlich in Papier oder Pappe verpackt werden können. Übrigens: Auch auf der Liste der Inhaltsstoffe findet sich in der Regel kein Plastik, auch nicht in Form von Mikroplastik.

Manch einem fällt allerdings gerade deshalb die Umstellung auf festes Shampoo schwer. Immerhin sind es im Besonderen Inhaltsstoffe wie eben Polyquaternium-7, die für Glanz und Geschmeidigkeit im Haar sorgen. Oft fühlen sich mit Haarseife gewaschene Haare vergleichsweise belegt, schwer und fettig an.

Unerwünschte Inhaltsstoffe: Mikroplastik, Parabene & Co.

Wie bereits erwähnt sind die Inhaltsstoffe auf die Haarstruktur und die Effekte, die das Shampoo erzielen soll, abgestimmt. Dennoch gibt es einige Inhaltsstoffe, die auf der Liste der Inhaltsstoffe regelmäßig zu finden sind. Beispielsweise Pflanzenextrakte, Duftstoffe, Konservierungsstoffe und Öle. Dass diese Substanzen dennoch regelmäßig auf den Listen der Inhaltsstoffe zu finden sind, liegt unter anderem an ihren positiven Wirkungen.

Das ist selbstverständlich keine Rechtfertigung für ihren fortwährenden Einsatz und wird zunehmend kritisch gesehen, was viele Verbraucher auch immer eindeutiger mit ihrem Kaufverhalten zeigen. Leider machen es einem die Hersteller alles andere als leicht und greifen bei der Auflistung der Inhaltsstoffe mit Vorliebe auf komplizierte chemische Bezeichnungen zurück, die gute und schlechte Inhaltsstoffe gleichermaßen fremd wirken lassen.

Verspricht ein Shampoo Geschmeidigkeit und Glanz, sind meist Silikone im Spiel. Sie legen sich wie ein Film um das Haar und sorgen so für eine weiche und glänzende Oberfläche. Während Silikone oft haptische und optische Wunder wirken, beschweren sie allerdings allen voran feines Haar auch und sorgen zudem für schnelles Nachfetten. Und: Silikone lassen sich nicht einfach so ausspülen. Das bedeutet, dass sich bei jeder Haarwäsche neue Silikon-Partikel auf den Haaren und der Kopfhaut ansammeln und beides künstlich versiegeln. Weitere Pflege dringt dann erst gar nicht mehr zu den Haaren vor.

Es wird zwischen wasserlöslichen und nicht wasserlöslichen Silikonen unterschieden, wobei erstere als besser gelten - zumindest was die Verträglichkeit für Haut und Haar betrifft. Im Test haben wir daher vor allem nicht wasserlösliche Silikone als problematisch bewertet. Gut für die Umwelt sind allerdings beide Varianten nicht, denn die feinen Partikel können im Klärwerk nicht komplett herausgefiltert werden.

Einmal haltbar machen, bitte! Das ist die Hauptaufgabe von Parabenen im Shampoo. Allerdings steht das Konservierungsmittel in Verdacht, das Brustkrebsrisiko zu erhöhen. Sicher ist, Parabene wirken zumindest schwach hormonähnlich. Sie ähneln dem Hormon Östrogen. In puncto Umwelt können wir Entwarnung geben: Auch in Erdbeeren, Traubensaft und Co. kommen von Natur aus Parabene vor.

Sulfate sind Schwefelsalze oder -ester. Sie weisen eine starke Reinigungskraft auf und schäumen. Viel Schaumbildung wird bei Shampoos oft mit Sauberkeit und guter Reinigungskraft verbunden.

Das synthetische Polyethyenglykol (PEG) verbindet Wasser mit Ölen. Das ist allerdings auch schon der einzige positive Effekt dieses Inhaltsstoffes. Tatsächlich können Shampoos mit PEGs Rückstände des krebserregenden Stoffes Dioxan enthalten. PEGs auf der Liste der Inhaltsstoffe erkennen: Beispielsweise Polyglykol, Polysorbate, Copolyol.

Mikroplastik soll für gute Kämmbarkeit sorgen und gehörten in Shampoos und anderen Kosmetika viele Jahre zu den Standardzutaten. Wirklich sinnvoll sind die winzigen Partikel allerdings nicht. Vor allem nicht für die Umwelt. Mikroplastik gelangt nahezu ungehindert in die Natur, wo es gar nicht oder nur sehr, sehr langsam abgebaut wird. Aus diesem Grund ist die Verwendung von Mikroplastik in immer mehr Ländern - auch in Deutschland - verboten.

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