Shampoo gegen seborrhoische Dermatitis: Ursachen, Symptome und Behandlungen

Seborrhoische Dermatitis, auch seborrhoisches Ekzem genannt, ist eine weit verbreitete, chronische und unangenehme Hauterkrankung, bei der im Gesicht oder auf der Kopfhaut gelbliche Schuppen auftreten. Zusätzlich wird die Hauterkrankung durch eine gerötete Haut begleitet. Es können jedoch auch andere Hautpartien betroffen sein. Die Symptome eines seborrhoischen Ekzems können bei jedem Menschen unterschiedlich sein.

Hier erfahren Sie alles über die Ursachen und Symptome von seborrhoischer Dermatitis sowie die richtige Behandlung, um schlimme Schuppen loszuwerden.

Ursachen der seborrhoischen Dermatitis

Experten sind sich einig, dass es nicht nur eine einzige Ursache für seborrhoische Dermatitis gibt. Die Hautirritation kann durch verschiedene, in Kombination auftretende Faktoren verursacht werden. Die Ursachen für seborrhoische Dermatitis sind die gleichen wie für Schuppen.

Der Mikroorganismus namens Malassezia globosa, der von Natur aus auf unserer Kopfhaut lebt, ernährt sich von den natürlichen Kopfhautfetten, die auch Talg genannt werden, und spaltet sie in reizende Ölsäure auf. Dadurch wird die Haut irritiert und die Zellerneuerung angeregt, was dazu führt, dass sich schuppige Hautzellen an der Hautoberfläche sammeln.

Dieser Vorgang wird mit zahlreichen Ursachen in Zusammenhang gebracht. Es wurde festgestellt, dass die Erkrankung erblich ist, sodass die Kinder Betroffener häufiger ebenso davon betroffen sind. Hautreizende Malassezia-Hefepilze können jedoch auch eine Rolle spielen.

Andere Faktoren wie physische oder psychische Belastungen, Hormonveränderungen, eine schlechte Ernährung, Alkohol, Müdigkeit, Extremwetterlagen, die seltene Verwendung eines Shampoos, schlechte Hautreinigung und Übergewicht können das Risiko noch vergrößern. Neurologische Erkrankungen, unter anderem Parkinson, Kopfverletzungen und Schlaganfälle, können auch mit seborrhoischer Dermatitis verbunden sein.

Bei einer seborrhoischen Dermatitis bei Säuglingen und Babys (umgangssprachlich Kopfgneis) wird angenommen, dass die Ursachen eine erhöhte Talgbildung (fettige Kopfhaut) ist, die mit einem übermäßigen Wachstum von Hefen einhergeht und so Entzündungen hervorrufen kann.

Symptome der seborrhoischen Dermatitis

Die Symptome eines seborrhoischen Ekzems können bei jedem Menschen unterschiedlich sein. Das bedeutet, dass die Hauterscheinungen immer wieder auftreten können. Beim seborrhoischen Ekzem handelt es sich um einen nicht ansteckenden, entzündlichen Hautausschlag, der durch folgende Symptome gekennzeichnet ist:

  • Weiße bis gelbliche, fettige Schuppen
  • Unter den Schuppen ist die Haut gerötet
  • Ein starker Juckreiz tritt insbesondere dann auf, wenn die Kopfhaut betroffen ist
  • Oftmals sind gerade die gut sichtbaren Bereiche wie Gesicht, Haaransatz und Kopfhaut betroffen.

Auffällig ist, dass das seborrhoische Ekzem vor allem in talgdrüsenreichen Hautregionen auftritt. Seborrhoische Dermatitis tritt bevorzugt dort auf, wo viele Talgdrüsen sind - also häufig auf der Kopfhaut, im Gesicht (besonders um Nase, Stirn und Augenbrauen) sowie auf der Brust und in Hautfalten, zum Beispiel auch am Bauch. Dort kann sie durch vermehrte Talgproduktion und ein Ungleichgewicht der Hautflora Rötungen, Schuppen und Juckreiz verursachen.

Behandlung der seborrhoischen Dermatitis

Bislang gibt es keine Therapiemöglichkeit, die die Hauterkrankung endgültig heilen könnte. Die gute Nachricht ist jedoch, dass sich das seborrhoische Ekzem mit pilzhemmenden Mitteln meist gut unter Kontrolle bringen lässt. Da meistens die Kopfhaut betroffen ist, kommen medizinische Shampoos mit pilzhemmenden Wirkstoffen zum Einsatz.

Es sind zahlreiche, speziell abgestimmte Shampoos erhältlich. In schweren Fällen kann der Arzt oder Hautarzt ein Pilzmittel verschreiben, das gegen Malassezia-Hefepilze wirkt, zum Beispiel Ketoconazol, Metronidazol oder Azelainsäure. Nach der Diagnose beim Arzt werden für die Behandlung einer stark ausgeprägten seborrhoischen Dermatitis meist antimykotische (pilzhemmende) Salben oder Cremes verschrieben. Solche Cremes gegen seborrhoische Ekzeme sind meist unerlässlich für einen vollständigen Rückgang der Symptome.

Besonders bewährt hat sich die Anwendung eines Anti-Hautpilz Shampoos mit Ketoconazol wie Ketozolin® 2 %. Gut zu wissen: Ketozolin® 2 % Shampoo ist ein Arzneimittel mit belegter Wirksamkeit, das zur Akuttherapie und Vorbeugung des seborrhoischen Ekzems geeignet ist. Es bekämpft den Hautpilz, lindert den Juckreiz und löst die Schuppen langanhaltend ab.

Seborrhoisches Ekzem - Ursachen, Symptome und Behandlung | dermanostic Hautlexikon

Die beste Strategie für eine erfolgreiche Behandlung des seborrhoischen Ekzems ist die Bekämpfung der Pilzinfektion, die der Erkrankung zugrunde liegt. Wichtig: Stellen Sie sich darauf ein, dass die Anti-Pilz-Behandlung in regelmäßigen Abständen wiederholt werden muss (Erhaltungstherapie).

Shampoo gegen seborrhoische Dermatitis

Es gibt zahlreiche dermo-kosmetische Behandlungs-Shampoos in der Apotheke zu kaufen. Es ist ganz einfach, sich im Sortiment zurechtzufinden, denn ihr Name wird in der Regel von den Initialen S.D., für seborrhoische Dermatitis, begleitet. Diese Shampoos gegen das seborrhoische Ekzem kombinieren eine keratolytische Wirkung, um Schuppen zu beseitigen, mit einer antimykotischen Wirkung, um die Vermehrung von Hefepilzen der Gattung Malassezia zu begrenzen. Sie haben auch eine entzündungshemmende Wirkung, um die gereizte Kopfhaut zu beruhigen, Rötungen zu reduzieren und Juckreiz zu lindern.

Die Anwendungshäufigkeit dieser antiseborrhoischen Shampoos entspricht in etwa der von sogenannten "medizinischen" Shampoos. Sie werden zwei- bis dreimal wöchentlich angewendet.

Zusätzliche Tipps für die Behandlung

Die ohnehin schon entzündete (Kopf-)­Haut sollte nicht noch zusätzlich strapaziert werden. Beim Duschen, Pflegen und Stylen sind daher folgende Maßnahmen sinnvoll:

  • Nicht zu heiß duschen und für die Haarwäsche nur lauwarmes Wasser verwenden, um die Haut nicht auszutrocknen.
  • Milde Shampoos und Duschgels wählen und darauf achten, dass keine potenziell reizenden Stoffe (z. B. Duftstoffe) enthalten sind.
  • Auf heißes Fönen verzichten.

Stress gilt als negativer Einflussfaktor und kann Schuppenbildung, Rötung und Juckreiz beim seborrhoischen Ekzem verschlimmern. Achten Sie daher darauf, Ihren Stresslevel im Alltag unter Kontrolle zu behalten und steuern Sie rechtzeitig gegen.

Wichtiger Hinweis

Schuppen, Juckreiz und Hautrötungen können auch auf andere Hauterkrankungen zurückgehen, die eine spezielle Behandlung erfordern. Dazu zählen zum Beispiel die Schuppenflechte oder Neurodermitis. Wenn Sie sich nicht sicher sind, was die Ursache für Ihre Hautprobleme ist, sollten Sie einen Termin beim Dermatologen vereinbaren.

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Anwendung von Ketozolin® 2 % Shampoo

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Dieses Arzneimittel darf nur äußerlich angewendet werden!

Die empfohlene Dosis beträgt:

Erwachsene und Jugendliche

Schuppige bräunliche Flecken auf der Haut (Pityriasis versicolor)

Behandlung: einmal täglich über maximal fünf Tage.

Vorbeugung: einmal täglich über maximal drei Tage vor der Sommerzeit.

Kopfschuppen (seborrhoische Dermatitis)

Behandlung: zweimal wöchentlich im Abstand von 3-4 Tagen über zwei bis vier Wochen.

Vorbeugung: einmal wöchentlich oder alle zwei Wochen über drei bis sechs Monate.

Die betroffenen Areale werden mit dem Shampoo gewaschen. Spülen Sie das Shampoo nach drei bis fünf Minuten aus.

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Die individuellen Bedürfnisse sind verschieden.

Die Behandlung darf nur auf ärztlichen Rat hin verändert oder beendet werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel anwenden. In seltenen Fällen wurde während der Anwendung des Präparats eine Zunahme des im Zusammenhang mit diesen Erkrankungen normalen Haarverlustes beobachtet. Kontakt mit den Augen ist zu vermeiden. Sollte das Präparat in die Augen gelangen, spülen Sie diese gründlich mit kaltem Wasser.

Sollten Sie zurzeit aufgrund Ihrer Beschwerden gleichzeitig äußerlich anzuwendende kortisonhaltige Arzneimittel benutzen, dann befragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Sie können mit der Anwendung des Präparats sofort beginnen, sollten aber die Anwendung des kortisonhaltigen Arzneimittels nicht von einem auf den anderen Tag beenden. Ihre Haut könnte mit Rötung oder Juckreiz reagieren.

Folgen Sie dem Behandlungsschema:

  • Wenden Sie für eine Woche das kortisonhaltige Arzneimittel in derselben Dosis an
  • Verringern Sie für eine bis zwei weitere Wochen die Anwendungshäufigkeit des kortisonhaltigen Arzneimittels
  • Dann beenden Sie die Anwendung des kortisonhaltigen Arzneimittels.

Mögliche Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Geschmacksstörung
  • eitrige Entzündung eines Haarfollikels
  • Augenreizung, vermehrter Tränenfluss
  • Akne, Haarausfall, allergische Hautreaktion (Kontaktdermatitis)
  • trockene Haut, veränderte Oberflächenstruktur der Haare
  • Ausschlag, Brennen
  • Hautauffälligkeiten, Hautschuppung
  • Hautreaktionen am Verabreichungsort: Hautrötung, Hautreizungen, Empfindlichkeit, Juckreiz, Pusteln

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Überempfindlichkeit

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

  • Schwellung von Haut oder Schleimhäuten durch Flüssigkeitsansammlung im Gewebe, im Gesicht und Rachen eventuell mit Luftnot (Angioödem)
  • Nesselsucht
  • Verfärbung der Haare

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Der Wirkstoff des Präparats wird nach Anwendung auf der Kopf- oder Körperhaut kaum vom Körper aufgenommen. Daher darf das Arzneimittel nach Rücksprache mit dem Arzt während der Schwangerschaft angewendet werden.

Das Arzneimittel kann während der Stillzeit angewendet werden. Während der Stillzeit sollte das Präparat jedoch nicht im Brustbereich angewendetwerden. Ein Kontakt des Säuglings mit den behandelten Körperstellen ist zu vermeiden.

Wichtiger Hinweis

Die enthaltenen Informationen stellen keinen Ersatz für eine individuelle, medizinische Diagnose, Behandlung oder Beratung dar, die von einem Arzt oder Apotheker eingeholt werden sollte.

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