Der Herbst ist eine Zeit des Wandels, in der die Natur sich auf den Winter vorbereitet. Ähnlich wie die Bäume ihre Blätter verlieren, bemerken viele Frauen, dass ihnen in den kälteren Monaten vermehrt Haare ausfallen. Dieser saisonale Haarausfall kann beunruhigend sein, ist aber oft ein natürlicher Prozess.
Generell ist ein Verlust von bis zu hundert Haaren am Tag normal. Unser Haar befindet sich in einem natürlichen Haarzyklus, in dem sich Haarwachstum und Ruhephasen abwechseln. Die Verteilung dieser beiden Phasen liegt zu 90% im Wachstum und zu 10% in den Ruhephasen.
Im Herbst gehen überdurchschnittlich viele Haarfollikel in die Ruhephase über. Das bedeutet jedoch noch keinen Grund zur Sorge, denn generell ist ein Verlust von bis zu hundert Haaren am Tag normal.
Im Spätsommer und Herbst gehen überdurchschnittlich viele Haarfollikel in diese Ruhephase über. Und zwar deshalb, weil das Haar und die Haarwurzel im Sommer überdurchschnittlich stark belastet wird, vor allem durch viel Sonne und UV-Strahlung, zum anderen durchs Baden in gechlortem Wasser oder in Salzwasser.
Man muss sich das so vorstellen: Kein Haar wächst ewig. Bei den meisten Menschen wächst ein Haar 2 bis 6 Jahre lang. Diese Zeit des Wachstums heißt auch "Anagen". Danach gehen die Haarfollikel - also die Stellen in der Haut, aus der die Haare herauswachsen - in eine Ruhephase über - das "Telogen". Sie hören dann auf, Haare zu produzieren, das Haar dünnt dann an der Haarwurzel aus, verliert an Halt - und fällt irgendwann aus.
Spätestens dann, wenn das Haarfollikel in die nächste aktive Phase übergeht, ein neues Haar produziert, verdrängt das neue Haar das alte.
Vor diesen Belastungen schützen sich die Haarfollikel, indem sie im Sommer in die Ruhephase gehen, und nach ein paar Wochen - also im Herbst fallen dann vermehrt Haare aus.
Individuell ist das aber sehr unterschiedlich. Die einen merken von diesem saisonalen Haarausfall gar nichts, bei anderen bleiben dagegen im September auffallend mehr Haare in der Bürste oder im Abfluss der Dusche zurück.
Das Phänomen gibt es übrigens auch nochmal weniger ausgeprägt im Frühjahr. Das könnte damit zusammenhängen, dass der Körper, wenn die Tage länger werden, weniger vom Hormon Melatonin produziert, das beim Haarwuchs eine Rolle spielt.
Um einen übermäßigen Haarausfall im Herbst zu vermeiden, kannst du schon im Sommer deinem Haar und deiner Kopfhaut etwas Gutes tun:
Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ist auch für das Haarwachstum von großer Bedeutung. Frische und unverarbeitete Lebensmittel liefern die notwendigen Nährstoffe für die Gesundheit der Haarfollikel und die Kopfhaut. Die darin enthaltenen Vitamine, Mineralien und Proteine fördern die Zellregeneration, stärken die Haarstruktur und verbessern die Durchblutung der Kopfhaut.
Spätestens dann, wenn das Haarfollikel in die nächste aktive Phase übergeht, ein neues Haar produziert, verdrängt das neue Haar das alte.
Tipp: Falls der saisonal bedingte Haarausfall nach 2 Monaten nicht aufhört und sich die Menge der täglich ausgefallenen Haare auf mehr als 100 beläuft, kann dies hormonelle, stressbedingte oder andere Gründe haben.
Wenn man den saisonalen Haarausfall verhindern will, geht das eigentlich nur, indem man das Haar weniger stresst, also weniger der Sonne aussetzt - sprich: Mütze tragen. Und wenn man weniger im Meer oder im Schwimmbad baden geht. Aber wozu? Man muss sich klarmachen: Bei diesem saisonalen Haarausfall handelt es sich NUR um einen Erneuerungsprozess. Anstelle der ausgefallenen Haare kommen ja in der Regel wieder neue nach. Der Versuch, den herbstlichen Haarausfall zu verhindern, bringt also nicht viel; man verschiebt dadurch den Haarausfall bestenfalls ein paar Wochen oder Monate nach hinten.
Wenn der Haarverlust andauert - sprich, wenn auch im Winter oder über einen längeren Zeitraum täglich mehr als 60 bis 100 Haare ausfallen - kann es ratsam sein, einen Arzt aufzusuchen. Denn dann können auch ernstere Ursachen dafür in Frage kommen. Dazu gehören Stress, ein Nährstoffmangel oder hormonelle Veränderungen, wodurch beispielsweise Haarausfall in den Wechseljahren bedingt sein kann.
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