Selsun Shampoo ist ein Arzneimittel zur äußerlichen Anwendung, das bei verschiedenen Hauterkrankungen eingesetzt wird. Es enthält Selendisulfid als Wirkstoff und wird hauptsächlich zur Behandlung von nichtentzündlichen Kopfhauterkrankungen mit vermehrter Schuppenbildung wie Pityriasis sicca oder Seborrhoea sicca sowie bei Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte) verwendet.
Der Schwefelverbindung Selendisulfid werden fungizide, antimikrobielle und keratolytische Eigenschaften zugeschrieben. Selendisulfid normalisiert die Talgausscheidung der Haut und reguliert die Hautbildung. Durch die Hemmung der epidermalen Zellteilungsrate werden eine übermäßige Schuppenproduktion gemindert und der Therapieerfolg erzielt.
Die Substanz kann die Mikroflora der Kopfhaut beeinflussen und die Besiedlung mit Pityrosporum ovale, das für die Bildung von Kopfschuppen verantwortlich ist, minimieren.
Selsun Shampoo wird zur Behandlung folgender Erkrankungen eingesetzt:
In Shampoos gegen Schuppenflechte oder seborrhoischem Ekzem wird es 2,5-prozentiger Konzentration eingesetzt. Die apothekenpflichtige Suspension enthält 25 mg Selendisulfid pro Milliliter.
Bei schuppenden Kopfhauterkrankungen:
Es wird empfohlen, das Präparat 1- bis 2-mal wöchentlich anzuwenden. Entsprechend der Haarfülle etwa eine Menge, die 1 bis 2 Teelöffeln entspricht, auf der Kopfhaut verteilen.
Bei Pityriasis versicolor (Pilzflechte):
Es wird empfohlen, das Präparat einmal täglich auf dem befallenen Körperteil für 5 bis 10 Minuten 7 Tage lang anzuwenden.
Dauer der Anwendung:
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel anwenden.
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden:
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000): Bei der Anwendung wurde über seltene allergische Reaktionen wie Hautausschläge und Quaddelbildung (Urtikaria oder Nesselsucht) berichtet.
Das Präparat kann eine orange oder graue Verfärbung der Haare verursachen. Diese lässt sich durch sorgfältiges Auswaschen des Arzneimittels vermeiden.
Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): Selendisulfidhaltige Arzneimittel können durch vermehrte Talgabsonderung zu fettigen Haaren führen.
Auf entzündeter oder geschädigter Kopfhaut rufen selendisulfidhaltige Arzneimittel Reizungen hervor.
Eine Benetzung der Augen bei der Kopfwäsche kann eine Bindehautentzündung verursachen.
Vereinzelt wurde über diffusen, vorübergehenden Haarausfall nach Anwendung von selendisulfidhaltigen Arzneimitteln berichtet.
Bei der Behandlung einer Pilzflechte (Pityriasis versicolor) ist eine Austrocknung der Haut möglich.
Über unangenehmen Geruch nach Anwendung selendisulfidhaltiger Arzneimittel bei Pilzflechte wurde berichtet.
Das Anwenden von Selendisulfid auf der Haut oder der Kopfhaut kann zu Missempfindungen und Reizungen führen, die manchmal als Brennen beschrieben werden.
Vereinzelt kann es zur Blasenbildung kommen, insbesondere dann, wenn das Präparat länger in Kontakt mit Haaren und Haut belassen wird als empfohlen.
Bisher sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt.
Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Eine Beeinflussung der Schwangerschaft ist nicht zu erwarten. Das Arzneimittel kann während der Schwangerschaft angewendet werden.
Es ist ein Fall einer Hemmung der Milchproduktion nach Anwendung von Selendisulfid bei Pityriasis versicolor beschrieben worden.
Eine Wirkung auf gestillte Neugeborene / Säuglinge ist nicht zu erwarten. Im Bereich der Brust sollten Sie das Präparat jedoch nicht anwenden. Ein Kontakt des Säuglings mit den behandelten Hautstellen ist zu vermeiden.
Im Handel sind sowohl als apothekenpflichtige Arzneimittel eingestufte Präparate wie Selsun oder Selukos (Meda), als auch Kosmetika wie Dermasence Selensiv Shampoo und einige Produkte aus dem Dercos-Portfolio von Vichy.
Daher sind in vielen medizinischen Shampoos antimykotische Wirkstoffe wie Ketoconazol, Pirocton Olamin (Octopirox) oder Climbazol enthalten. Sie dämmen die übermäßige Pilzbildung auf der Kopfhaut ein und stellen das natürliche Gleichgewicht wieder her.
Unter einer Pityriasis versicolor versteht man eine häufig auftretende, harmlose Pilzerkrankung der oberflächlichen Hautschichten, welche durch den Hefepilz Malassezia verursacht wird. Betroffen sind vor allem jüngere Erwachsene.
Die Pityriasis versicolor wird durch den Hefepilz Malassezia (meist Malassezia globosa, seltener Malassezia sympodialis oder Malassezia furfur) verursacht. Dieser kommt natürlicherweise in den Haarfollikeln vor, in die auch die Talgdrüsen einmünden. Der Pilz ernährt sich von den Fettsubstanzen im Talg und ruft normalerweise keine Hautveränderungen hervor.
Die Pilzrasen äußern sich zunächst als dunkle Umrahmung einzelner Follikelöffnungen, später als zahlreiche runde, scharf begrenzte Flecken von bis zu einem Zentimeter Größe. Sie können zu großflächigen, unregelmäßig geformten Flecken zusammenfließen. Ihre Farbe variiert von hellbraun über gelbbraun zu rotbraun und ist in der Regel dunkler als die normale Hautfarbe. Die Oberfläche der Flecken zeigt eine zarte Schuppung, die an Kleie erinnert.
Der Arzt untersucht die Haut mit dem bloßen Auge. Dabei fahndet er auch nach Anhaltspunkten für andere Hautkrankheiten. Mit einem Holzspatel streicht er über die Hautveränderungen der Pityriasis versicolor. Dadurch wird die feine, kleieförmige Schuppung besser sichtbar.
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