Trends kommen und gehen, aber der Hype um Seidenkissenbezüge scheint von Dauer zu sein. Doch was steckt wirklich dahinter? Sind Seidenkissen tatsächlich besser für Haut und Haare, oder handelt es sich lediglich um eine clevere Marketingstrategie?
Dieser Artikel beleuchtet die Vorteile von Seidenkissenbezügen und versucht, etwas Licht ins Dunkle zu bringen.
Kopfkissen mit einem Bezug aus Seide sollen gut für unsere Haare sein. Aber was ist eigentlich dran an dieser Theorie und warum?
Seidenkissen sind nicht nur super schick, sondern sollen auch besser für die Haare sein. Die angesagten Kissenbezüge gelten schon seit langem als Geheimwaffe gegen splissiges und brüchiges Haar. Aber lohnt sich eine Anschaffung wirklich?
Seide ist ein Stoff, welcher bereits seit Tausenden von Jahren verwendet wird und als besonders hochwertig gilt. Sie wird aus dem Kokon der Seidenraupen gewonnen. Den Ursprung hat der natürliche Stoff übrigens in China, wo auch bis heute Seide produziert und in die ganze Welt geliefert wird.
Die komplizierte Gewinnung von Seide hat oft seinen Preis, denn die Bettwäsche gilt nicht unbedingt als günstig.
Im Vergleich zu anderen Stoffen wie Baumwolle oder Polyester hat Seide eine glatte und weiche Textur. Dadurch reduziert sich die Reibung zwischen dem Kissenbezug und den Haaren.
Baumwolle ist rauer als Seide, was unweigerlich dazu führt, dass unsere Haare beim Schlafen auf "grobem" Material deutlich mehr belastet werden. Und sie dadurch anfälliger für Spliss sind.
Weniger Reibung bedeutet weniger Haarbruch und weniger Knotenbildung. Insbesondere bei empfindlichem oder strapaziertem Haar kann ein Kissenbezug aus Seide also helfen, dass diese nicht weiter belastet werden.
Verwendet man hingegen ein Seidenkissen, das eine ähnliche Struktur wie unsere Haare aufweist, soll die geringere Reibung zwischen Kopfhaut und Bezug für weniger Haarbruch sorgen.
Möglich wird das durch die glatte Oberfläche, über die Ihre Haare regelrecht gleiten sollen - und sich dadurch auch weniger verknoten oder verfilzen.
Seide ist eine natürliche Faser, die Feuchtigkeit gut aufnehmen kann. Im Gegensatz zu Baumwolle, die Feuchtigkeit aus dem Haar ziehen kann, hilft Seide dabei, die Feuchtigkeit im Haar zu bewahren.
Dadurch bleibt das Haar hydratisiert, trocknet weniger schnell aus und wird nicht spröde. Das ist vor allem im Winter, aber auch Sommer von Vorteil.
Durch die glatte Oberfläche von Seide gleiten die Haare sanft über den Kissenbezug, anstatt daran zu haften oder sich zu verheddern.
Eine statische Aufladung der Haare wird am nächsten Morgen verhindert. Außerdem bilden sich weniger Knoten, die schnell zu Haarbruch führen können.
Seidenkissen verringern obendrein die Reibung auf der Kopfhaut. Menschen, die unter einer empfindlichen oder gereizten Kopfhaut leiden, können sich ein Seidenkissen also zum Vorteil machen.
Übrigens sollen Seidenkissen nicht nur Vorteile für die Haare, sondern auch für die Haut haben. Dadurch, dass die Reibung minimiert wird, entstehen weniger schnell Falten und feine Linien auf der Haut.
Auch der Feuchtigkeitserhalt in Seide ist für die Haut von Vorteil, da sie so vor einem Austrocknen in der Nacht geschützt wird. Dadurch, dass Seide hypoallergen ist, werden auch Hautirritationen gemindert.
Die Idee beruht darauf, dass die natürlichen Fasern (im Gegensatz zu Baumwolle oder Polyester) weniger saugfähig sind. Was wiederum dazu führen soll, dass der Haut beim Schlafen auf einem Bezug aus Seide weniger Feuchtigkeit entzogen wird.
Hinzukommt, dass die glatte Oberfläche Ihre Haut weniger "zerknittert" und somit weniger Falten begünstigt.
Seide ist nicht nur hyperallergen, sondern weist Hausstaubmilben ab. Das macht sie für Allergiker und Asthmatiker durchaus attraktiv.
Fakt ist, dass es keine wissenschaftlichen Belegen für die Wirkung von Seidenkissen gibt. Dafür steht jedoch außer Frage, dass Seidenfasern (besonders im Sommer) eine kühlende Wirkung auf unsere Haut haben. Und Sie dadurch weniger im Schlaf schwitzen.
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Seide und Satin?
Seide ist eine natürliche Faser, die aus den Kokons von Seidenraupen gewonnen wird. Sie ist bekannt für ihre glatte, glänzende Oberfläche, leicht, atmungsaktiv und hat gute temperaturregulierende Eigenschaften. Daher eignet sie sich perfekt für Bettwäsche und Kissenbezüge.
Satin hat zwar eine ähnliche Optik, ist aber kein spezifisches Material, sondern ein Gewebetyp. Es wird aus verschiedenen Fasern wie Seide, Polyester oder Baumwolle hergestellt und hat daher nicht unbedingt dieselben Eigenschaften wie Seide und ist weniger atmungsaktiv.
Durch die glatte Oberfläche ist es aber auch als Alternative zu einem Kissenbezug aus Seide geeignet, da auch bei Satin weniger Reibung entsteht.
Kissenbezüge aus Seide finden Sie mittlerweile in jedem Einrichtungsgeschäft oder auch online.
Wem ein Kissenbezug aus Seide etwas zu teuer ist, kann auch erstmal mit Satin starten. Diese hat zwar nicht all die Vorteile des Naturstoffes, ist aber eine gute Alternative, die Reibung mindert.
Ob ein Seidenkissen überhaupt für die Waschmaschine geeignet ist, erfahren Sie in dem eingenähten Pflegeetikett. Darauf findet sich auch die empfohlene Temperatur, die Sie zum Reinigen verwenden dürfen.
Verwenden Sie kein gewöhnliches Waschmittel, sondern ein flüssiges Feinwaschmittel für empfindliche Textilien - wie zum Beispiel Seide. Es wurde speziell für niedrige Temperaturen entwickelt.
Schützen Sie ein Seidenkissen vor anderen Textilen, die mit gewaschen werden, indem Sie es vor jedem Waschgang in einem feinmaschigen Wäschenetz (inklusive Reißverschluss) unterbringen.
Stellen Sie einen Schonwaschgang ein. Moderne Waschmaschinen haben eine Extra-Funktion für empfindliche Materialien wie Seide. Achten Sie auch darauf, dass Seidenkissen nicht stark geschleudert werden.
Entziehen Sie den Bezügen nach dem Waschen die Restfeuchtigkeit mit einem trockenen und sauberen Handtuch.
Tendenziell spricht nichts dagegen, ein Seidenkissen zu verwenden, wenn Sie Ihre Haare ein wenig schützen möchten. Allerdings ist es kein Wundermittel, sollten Ihre Haare bereits kaputt sein.
Wir halten es durchaus für möglich, dass die feinen Fasern einen positiven Effekt auf unsere Haare haben können. Allerdings ist jeder Mensch (und auch seine Haarstruktur) anders, somit kann und wird die Wirkung nicht bei jedem die gleiche sein.
Um das herauszufinden, hilft nur eins: einfach mal ausprobieren. Vielleicht entpuppt sich das Kissen bei Ihnen als ultimatives Wundermittel gegen Spliss und Haarbruch.
| Vorteile von Seidenkissenbezügen |
|---|
| Reduzierte Reibung zwischen Haar und Kissen |
| Feuchtigkeitserhalt für Haut und Haar |
| Vermindertes Verheddern der Haare |
| Hypoallergene Eigenschaften |
| Kühlung im Sommer |
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