Seborrhoisches Ekzem und Haarausfall: Ursachen, Behandlung und Linderung

Das seborrhoische Ekzem, auch seborrhoische Dermatitis genannt, ist ein chronisch-entzündlicher Hautausschlag, der vor allem im Gesicht und am Kopf auftritt und sich durch gelblich, fettige Schuppen äußert. Die Haut unter den Schuppen ist gerötet. Es ist wichtig zu wissen, dass das seborrhoische Ekzem nicht ansteckend ist und meist zu Beginn der Pubertät entsteht.

Ursachen des seborrhoischen Ekzems

Es ist nicht genau bekannt, was das seborrhoische Ekzem verursacht. Wissenschaftler gehen von einer gestörten Funktion der Talgdrüsen aus. Talgdrüsen bilden ein fettiges Sekret, Talg, der die Haut vor dem Austrocknen schützt und sie geschmeidig hält. Beim seborrhoischen Ekzem gehen Wissenschaftler von einer gestörten Funktion der Talgdrüsen aus.

Ein weiterer Hauptakteur ist der Hefepilz Malassezia furfur, der zur normalen Hautflora gehört und sich in Talgdrüsen-reichen Regionen besonders zahlreich findet. Es ist jedoch bekannt, dass der Hefepilz Malassezia furfur eine wichtige Rolle spielt. Dieser Hefepilz ist bei vielen Menschen auf der Haut zu finden, bei manchen löst er jedoch eine Entzündungsreaktion aus. Wenn sich dieser Talg verändert, wachsen die Hefezellen auf der Haut wahrscheinlich schneller. Jeder Mensch hat Hefezellen auf der Haut, aber wenn es viele sind, können sie eine Entzündung der Haut verursachen.

Hormonelle Faktoren sind wichtig, denn Männer sind weitaus häufiger betroffen. Insbesondere immungeschwächte Menschen erkranken häufiger am seborrhoischen Ekzem, sodass eine Beteiligung des Immunsystems angenommen wird. Einer der Triggerfaktoren für den Ausbruch des Ekzems ist Stress. Saisonale Schwankungen mit Verbesserung im Sommer und Verschlechterung im Winter sind ein weiteres Indiz für die Rolle des Immunsystems. Kinder, deren Eltern betroffen sind, leiden häufiger ebenfalls unter dem Ekzem.

Stress und Kälte können nicht nur eine Ursache sein, sondern sie können Ekzeme auch verschlimmern. Daher ist es wichtig, auf diese Ursachen zu achten und ihnen nach Möglichkeit entgegenzuwirken, damit sich das Ekzem zumindest nicht verschlimmert.

Auch Säuglinge können eine seborrhoische Dermatitis haben. Es handelt sich dabei um ein vorübergehendes Hautbild, den Milchschorf. Etwa 70 % aller Neugeborenen können daran leiden.

Symptome des seborrhoischen Ekzems

Typisch ist eine meist begrenzte blasse Rötung, die mit gelblich, fettig glänzenden Schuppen besetzt ist. "Meist lässt sich die Erkrankung leicht feststellen. Die Haut des Patienten ist leicht gerötet und hat in den typischen Hautregionen gelblich, fettende Schuppen. Zur Abgrenzung anderer Hautkrankheiten fehlt oft der Juckreiz", sagt Dr. Kerstin Lommel.

Die vermehrte Ölproduktion führt zu Reizungen und Entzündungen der Kopfhaut und damit zu starkem Juckreiz.

Es handelt sich um eine chronische Dermatose, die am häufigsten die Kopfhaut betrifft. Sie kann aber auch an Körperstellen auftreten, an denen mehr Talg produziert wird, z. B. im Gesicht (insbesondere zwischen Nase und Mund, zwischen Mund und Kinn und unter den Augenbrauen), im mittleren Brustbereich, auf dem Rücken, zwischen den Schulterblättern, um den Bauchnabel herum und in der Leistengegend.

Auch Säuglinge können eine seborrhoische Dermatitis haben. Es handelt sich dabei um ein vorübergehendes Hautbild, den Milchschorf.

Seborrhoisches Ekzem und Haarausfall

Wenn es über längere Zeit anhält, kann es sich auch negativ auf die Gesundheit der Kopfhaut auswirken. Dies ist der Fall, wenn Haarausfall mit seborrhoischem Ekzem einhergeht. In seltenen Fällen kann ein Seborrhoisches Ekzem Haarausfall nach sich ziehen. Meist ist ein solcher Haarausfall zwar mit dem Ekzem assoziiert, aber nicht durch dieses bedingt.

Das seborrhoische Kopfekzem tritt vornehmlich bei Männern auf, bedingt durch eine verstärkte Talgproduktion, die durch männliche Geschlechtshormone (Androgene ) unterhalten wird. Diese Hormone sind bekanntermaßen ursächlich für die Entstehung des anlagebedingten Haarausfalls. Das seborrhoische Kopfekzem ist somit eher eine häufig anzutreffende Begleiterscheinung des erblichen Haarverlustes.

Behandlungsmöglichkeiten des seborrhoischen Ekzems

Wer bei sich Anzeichen des Ekzems vernimmt, sollte sich an einen Hautarzt wenden. Dieser kann entscheiden, welche Therapie am besten geeignet ist. Dr. Kerstin Lommel: "Generell sollten das Haar und die Haut sanft gepflegt werden, etwa mit pH-neutralen Shampoos und Seifen." Außerdem sollten Betroffene nicht zu stark fettende Produkte nutzen, sondern diese meiden. Die Haut sollte eher entfettet werden.

Glücklicherweise gibt es viele Möglichkeiten, die Schuppenbildung und den Juckreiz zu bekämpfen, die durch das seborrhoische Ekzem verursacht werden. Das bekannteste Medikament, das gut dagegen wirkt, heißt Ketoconazol. Dabei handelt es sich um ein Antimykotikum mit nachgewiesener Wirkung gegen Schuppen und Pilze. Antimykotika sind Anti-Pilzmittel, die eine Hautbesiedelung mit dem Hefepilz sowie die Entzündungsreaktion reduzieren können. Das Ekzem wird oft mit einer entsprechenden Creme behandelt, aber auch eine Haartinktur oder Shampoo ist möglich.

Eine weitere Möglichkeit ist Pirocton-Olamin. Zusätzlich zu den oben genannten Mitteln werden aufgrund ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften häufig Kortikosteroide zur Behandlung verschiedener Kopfhautprobleme empfohlen. Kortisonhaltige Präparate können kurzzeitig bei einer starken Entzündung eingesetzt werden, etwa in Form von Lotions oder Shampoo. Dazu startet die Behandlung zunächst mit einem niedrigpotenten Kortison-Präparat.

Therapeutisch kommen Wirkstoffe zum Einsatz, die antientzündlich, schuppenlösend und antimikrobiell (Inaktivierung von Bakterien und Pilzen) sind. Hierzu gehören Selensulfid, Zinkpyrithion, Salizylsäure, Teer und auch Kortison (kurzzeitig). Besondert bewährt haben sich Ketokonazol (Antipilzmittel) -haltige Shampoos.

Was ist das seborrhoische Ekzem?

Hier ist eine Übersicht über die gängigsten Behandlungsansätze:

Behandlung Wirkung Hinweise
Ketoconazol Antimykotikum gegen Schuppen und Pilze Leichte Nebenwirkungen wie Juckreiz, Brennen, Rötung und Schuppenbildung möglich
Pirocton-Olamin Wirksam gegen Schuppen Oft in Shampoos enthalten
Kortikosteroide Entzündungshemmend Sollten nur kurzzeitig und unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden
Selensulfid, Zinkpyrithion, Salizylsäure, Teer Antientzündlich, schuppenlösend und antimikrobiell In Shampoos und anderen topischen Anwendungen enthalten

Weitere Behandlungsmöglichkeiten

  • Neofollics Shampoo: Ein Shampoo, das Pirocton-Olamin enthält und ebenfalls das Haarwachstum fördert. Neben 12 haarwachstumsfördernden Inhaltsstoffen bekämpft dieses Shampoo auch Kopfhautprobleme wie das seborrhoische Ekzem.
  • Scalp Therapy Paket von Neofollics: Bietet Linderung bei verschiedenen Kopfhautproblemen wie seborrhoischem Ekzem, Schuppenflechte, Schuppenbildung und gereizter Kopfhaut.

Die Scalp Therapy Produkte können als Kur verwendet werden und erzielen oft innerhalb von 3-4 Wochen die gewünschten Ergebnisse. Nach dieser Anfangsphase können Sie auf eine Erhaltungsdosis umsteigen. Anstatt alle Produkte mehrmals pro Woche zu verwenden, können Sie zum Beispiel nur das Exfoliating Shampoo einmal pro Woche verwenden, um den guten Zustand Ihrer Kopfhaut zu erhalten.

Wichtige Hinweise zur Behandlung

  • Es ist auch nicht ratsam, die Behandlung abrupt abzubrechen. Dies führt wiederum zu Irritationen, weil sich die Haut an das Medikament gewöhnt hat.
  • Wenn die Kopfhautprobleme nach der Kur und der Anwendung der Erhaltungsdosis verschwunden sind, bleiben sie in der Regel auch weg. Wenn die Probleme wieder auftreten, können Sie eine andere Behandlung in Betracht ziehen.
  • "Wichtig ist die Einsicht des Patienten, dass man das seborrhoische Ekzem nicht heilen kann und ein wiederkehrender Verlauf üblich ist", sagt die Chefärztin. Ein seborrhoisches Ekzem ist oft chronisch und tritt nach dem Absetzen der Medikamente wieder auf.

Was Patienten im Alltag beachten sollten

Patientinnen und Patienten sollten auch in ihrem Alltag ein paar Dinge beachten. Auch dem Körper und Geist Ruhe zu gönnen, kann sich positiv auf den Verlauf der Krankheit auswirken.

Hier sind einige Tipps, die helfen können, die Symptome zu lindern:

  • Sanfte Pflege: Verwenden Sie pH-neutrale Shampoos und Seifen.
  • Vermeiden Sie fettige Produkte: Die Haut sollte eher entfettet werden.
  • Stress reduzieren: Entspannungsübungen können helfen, psychischen Stress abzubauen.
  • Gesunde Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit entzündungshemmenden Lebensmitteln.

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