Seborrhoische Dermatitis der Kopfhaut: Ursachen, Haarausfall und Behandlungen

Beim seborrhoischen Ekzem, auch seborrhoische Dermatitis oder „Gneis“ genannt, handelt es sich um einen chronisch-entzündlichen Hautausschlag. Die seborrhoische Dermatitis wird auch als seborrhoisches Ekzem oder „Gneis“ bezeichnet, und beschreibt eine Entzündung der Haut. Oftmals handelt es sich um ein chronisches, immer wieder aufkehrendes Hautanliegen, welches jedoch harmlos und nicht ansteckend ist. Er tritt im Gesicht und am Kopf auf und äußert sich durch gelblich, fettige Schuppen. Die Haut unter den Schuppen ist gerötet.

Wer als Jugendlicher oder Erwachsener ein seborrhoisches Ekzem bekommt, hat immer wieder mit geröteten oder aufgehellten, schuppenden Flecken am Kopf und im Gesicht zu tun. In manchen Zeiten beruhigt sich die Haut, aber das Ekzem kehrt oft wieder zurück. Auch Säuglinge können eine seborrhoische Dermatitis haben. Es handelt sich dabei um ein vorübergehendes Hautbild, den Milchschorf. "Typisch ist eine meist begrenzte blasse Rötung, die mit gelblich, fettig glänzenden Schuppen besetzt ist. Die seborrhoische Dermatitis verursacht in der Regel keine Schmerzen und nur selten Juckreiz", erklärt Dr.

Dieser Artikel befasst sich detailliert mit den Ursachen, Symptomen und verschiedenen Behandlungsansätzen für seborrhoische Dermatitis der Kopfhaut, einschließlich medikamentöser Behandlungen und Hausmittel. Es ist wichtig zu beachten, dass die hier bereitgestellten Informationen keine individuelle medizinische Beratung durch einen Arzt oder Apotheker ersetzen sollen.

Ursachen der seborrhoischen Dermatitis

Zwar wurde das seborrhoische Ekzem bereits im 18. Jahrhundert beschrieben, die Ursache ist jedoch bis heute nicht vollständig geklärt. Experten sind sich einig, dass es nicht nur eine einzige Ursache für seborrhoische Dermatitis gibt. Die Hautirritation kann durch verschiedene, in Kombination auftretende Faktoren verursacht werden.

Verschiedene Faktoren können die Entstehung eines seborrhoischen Ekzems begünstigen. Hierzu zählen z.B. Hefepilzbesiedlung, vermehrte Talgproduktion, Bakterien, genetische Veranlagung, Stress, Hormonschwankungen sowie ein geschwächtes Immunsystem. Kinder, deren Eltern betroffen sind, leiden häufiger ebenfalls unter dem Ekzem. Hormonelle Faktoren sind wichtig, denn Männer sind weitaus häufiger betroffen. Die Dermatitis tritt vor allem in Taldrüsen-reichen Regionen auf.

Wissenschaftler konnten bis heute zwar noch keine eindeutige Ursache für das seborrhoische Ekzem ausfindig machen, allerdings sind verschiedene Mechanismen bekannt, die im Zusammenhang mit der Hauterkrankung stehen. Dazu zählt insbesondere eine erhöhte Talgproduktion und damit verbunden eine sprunghafte Vermehrung des Hefepilzes Malassezia. Talgdrüsen bilden ein fettiges Sekret, Talg, der die Haut vor dem Austrocknen schützt und sie geschmeidig hält. Beim seborrhoischen Ekzem gehen Wissenschaftler von einer gestörten Funktion der Talgdrüsen aus. "Ein weiterer Hauptakteur ist der Hefepilz Malassezia furfur, der zur normalen Hautflora gehört und sich in Talgdrüsen-reichen Regionen besonders zahlreich findet", so die Dermatologin.

Insbesondere immungeschwächte Menschen erkranken häufiger am seborrhoischen Ekzem, sodass eine Beteiligung des Immunsystems angenommen wird. Einer der Triggerfaktoren für den Ausbruch des Ekzems ist Stress. Saisonale Schwankungen mit Verbesserung im Sommer und Verschlechterung im Winter sind ein weiteres Indiz für die Rolle des Immunsystems.

Seborrhoische Dermatitis kommt vor allem an Körperstellen vor, die über eine Vielzahl an Talgdrüsen verfügen, wie z. B. auf der Kopfhaut, im Gesicht, am Haaransatz, auf der Stirn und am Brustbein. Die erhöhte Talgproduktion in diesen Hautarealen bietet den idealen Nährboden für den lipophilen Hefepilz Malassezia, der auf langkettige Fettsäuren angewiesen ist. Er gehört zur natürlichen Hautflora des Menschen und ist normalerweise völlig harmlos. Zu viele Hefepilze jedoch rufen die typischen Entzündungsreaktionen mit flächig begrenzten Rötungen hervor, die in schweren Fällen das seborrhoische Ekzem mit Haarausfall begünstigen.

Die Medizin geht außerdem davon aus, dass auch ein geschwächtes Immunsystem, eine erbliche Veranlagung, Stress, bestimmte Medikamente, Ernährungsgewohnheiten und hormonelle Veränderungen zur Entstehung des seborrhoischen Ekzems beitragen.

Symptome der seborrhoischen Dermatitis

Die Symptome eines seborrhoischen Ekzems können bei jedem Menschen unterschiedlich sein. "Meist lässt sich die Erkrankung leicht feststellen. Die Haut des Patienten ist leicht gerötet und hat in den typischen Hautregionen gelblich, fettende Schuppen. Zur Abgrenzung anderer Hautkrankheiten fehlt oft der Juckreiz", sagt Dr. Kerstin Lommel.

Typisch sind rote Flecken mit gelblich-fettigen Schuppen, vor allem im Gesicht und der Kopfhaut, die immer wieder auftreten. Die Symptome einer perioralen Dermatitis ähneln auf den ersten Blick denen der seborrhoischen Dermatitis und lassen sich von Laien nur schwer unterscheiden. Im Gegensatz zur seborrhoischen Dermatitis sind Schuppen bei der perioralen Dermatitis jedoch seltener. Für eine zuverlässige Diagnose solltest du allerdings immer einen Hautarzt besuchen.

Schorf auf der Kopfhaut fühlt sich richtig unangenehm an. Juckende, schuppige Stellen sind ein deutliches Anzeichen für eine seborrhoische Dermatitis. Schorf und Schuppen werden oft als Begriffe synonym verwendet, sind aber nicht dasselbe. Bei Schuppen handelt es sich um trockene oder fettige Hautpartikel, die sich leicht von der Kopfhaut lösen. Schorf hingegen ist eine festere, zusammenhängende Kruste, die sich auf der Kopfhaut bildet. Anders als Schuppen haftet Schorf stark an der Haut und kann beim Entfernen kleine Wunden hinterlassen. Zudem geht Schorf häufig mit Juckreiz, Rötungen und manchmal sogar nässenden Stellen einher. Hinter Schorf auf der Kopfhaut steckt häufig eine seborrhoische Dermatitis.

Seborrhoische Dermatitis tritt bevorzugt dort auf, wo viele Talgdrüsen sind - also häufig auf der Kopfhaut, im Gesicht (besonders um Nase, Stirn und Augenbrauen) sowie auf der Brust und in Hautfalten, zum Beispiel auch am Bauch. Dort kann sie durch vermehrte Talgproduktion und ein Ungleichgewicht der Hautflora Rötungen, Schuppen und Juckreiz verursachen.

Haarausfall als Folge

In seltenen Fällen kann ein Seborrhoisches Ekzem Haarausfall nach sich ziehen. Die Entzündungen an der Kopfhaut können die Haarwurzeln schwächen. Dadurch werden die Haarfollikel in ihrer Funktion gestört. Meist ist ein solcher Haarausfall zwar mit dem Ekzem assoziiert, aber nicht durch dieses bedingt. Besonders, wenn sich der Schorf direkt an den Haarwurzeln bildet, können die Haare abbrechen oder ausfallen. Umso wichtiger ist es, durch eine gezielte Pflege dem Juckreiz entgegenzuwirken und die Haare wieder zu festigen.

Behandlungsmöglichkeiten der seborrhoischen Dermatitis

Ein seborrhoisches Ekzem ist oft chronisch und tritt nach dem Absetzen der Medikamente wieder auf. Patientinnen und Patienten sollten auch in ihrem Alltag ein paar Dinge beachten. Auch dem Körper und Geist Ruhe zu gönnen, kann sich positiv auf den Verlauf der Krankheit auswirken. Nach der Diagnose beim Arzt werden für die Behandlung einer stark ausgeprägten seborrhoischen Dermatitis meist antimykotische (pilzhemmende) Salben oder Cremes verschrieben.

Die Hautveränderungen lassen sich jedoch mit Shampoos und Cremes, die z.B. Kortison enthalten, lindern. Aktuell gibt es leider noch keine Behandlung, die eine dauerhafte Heilung des seborrhoischen Ekzems bewirkt. Die Beschwerden lassen sich jedoch in der Regel mit speziellen Shampoos, Cremes die z.B. Kortison oder Wirkstoffe gegen Hautpilze enthalten, oder einer UV-B-Lichttherapie lindern.

Wenn sich bei einem seborrhoischen Ekzem auf der Kopfhaut oder an anderen Stellen störende Schuppenkrusten bilden, kann man versuchen, sie aufzuweichen und danach abzulösen. Eine schonende Methode ist zum Beispiel, die Schuppen mit Olivenöl zu betupfen und über Nacht einzuweichen. Dann lassen sie sich am nächsten Tag mit einem milden Shampoo auswaschen.

Um Schorf auf der Kopfhaut zu behandeln, ist die richtige Pflege entscheidend. Ein Shampoo, das speziell gegen die Symptome der seborrhoischen Dermatitis entwickelt wurde, hilft dabei, die entzündeten Hautstellen zu beruhigen, Schorf zu lösen und das Gleichgewicht der Kopfhaut wiederherzustellen. Shampoos gegen Schorf auf der Kopfhaut wirken entzündungshemmend und reduzieren die übermäßige Vermehrung bestimmter Hefepilze, die für die Entzündung verantwortlich sind. Um die seborrhoische Dermatitis richtig zu behandeln, wendest du am besten regelmäßig das DERCOS Anti-Schuppen Shampoo von Vichy an. Es enthält den hochwirksamen Inhaltsstoff Selenium Disulfid (auch: Seleniumdisulfid), der gezielt gegen die Ursache der seborrhoischen Dermatitis vorgeht.

Selenium wirkt antimykotisch, reduziert das Wachstum bestimmter Hefepilze und hilft, die Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Salicylsäure fördert den Abschuppungsprozess und löst Schorf sanft auf, sodass sich die Kopfhaut schneller regenerieren kann. Bereits nach der ersten Anwendung wird der Juckreiz spürbar reduziert. Mit einer konsequenten Pflege und passenden Produkten kannst du die Symptome deutlich reduzieren und erneuten Schüben vorbeugen. Wann die ersten Verbesserungen eintreten, hängt vom Schweregrad ab. Meistens spürst du schon nach wenigen Anwendungen eine merkliche Wirkung.

Medikamentöse Behandlungen

Verschiedene Mittel können den Ausschlag in akuten Phasen der Hauterkrankung in Schach halten. Die jeweiligen Wirkstoffe werden zum Beispiel als Cremes, Gele oder Lotionen angewendet. Wer den Ausschlag auf dem Kopf hat, kann ein wirkstoffhaltiges Shampoo verwenden. Fachleute gehen davon aus, dass bei der Entstehung eines seborrhoischen Ekzems unter anderem Hefepilze eine Rolle spielen. Deshalb werden Mittel eingesetzt, die Pilze abtöten oder ihr Wachstum hemmen (sogenannte Antimykotika oder Antipilzmittel).

Antimykotika sind Anti-Pilzmittel, die eine Hautbesiedelung mit dem Hefepilz sowie die Entzündungsreaktion reduzieren können. Das Ekzem wird oft mit einer entsprechenden Creme behandelt, aber auch eine Haartinktur oder Shampoo ist möglich. Ist die Schuppung besonders ausgeprägt, kann bei dem Antimykotikum der Zusatz von Salicylsäure sinnvoll sein. Auch Zusätze wie Teer, Zink und Selen können wirken. Die speziellen Shampoos sind in der Regel zwei- bis dreimal wöchentlich abends aufzutragen.

Eine Forschungsgruppe des internationalen Forschungsnetzwerks Cochrane Collaboration hat nach Studien zu diesen Mitteln gesucht. Die meisten Daten fanden sie zu den Wirkstoffen Ketoconazol und Ciclopirox. Es zeigte sich, dass Antipilzmittel die Beschwerden besser lindern als Mittel ohne Wirkstoff (Placebo) und seltener zu Nebenwirkungen wie Rötung, Juckreiz oder Haarausfall führen als eine Therapie mit kortisonhaltigen Mitteln. Kortisonhaltige Mittel zum Auftragen - etwa Cremes und Gele - wirken entzündungshemmend und werden deshalb beim seborrhoischen Ekzem oft eingesetzt. Sie eignen sich jedoch nicht für eine Dauerbehandlung. Denn Kortison kann Nebenwirkungen haben und zum Beispiel zu Hautveränderungen führen.

Kortisonhaltige Präparate können kurzzeitig bei einer starken Entzündung eingesetzt werden, etwa in Form von Lotions oder Shampoo. Dazu startet die Behandlung zunächst mit einem niedrigpotenten Kortison-Präparat. "Wichtig ist die Einsicht des Patienten, dass man das seborrhoische Ekzem nicht heilen kann und ein wiederkehrender Verlauf üblich ist", sagt die Chefärztin.

Ein Team aus Forscherinnen und Forschern hat die Wirksamkeit verschiedener entzündungshemmender Präparate beim seborrhoischen Ekzem untersucht. Dazu werteten sie Studien aus, in denen kortisonhaltige Lösungen, Lotionen und Shampoos jeweils mit einem Mittel ohne Wirkstoff (Placebo) verglichen wurden. Bei 8 von 100 Menschen, die über 2 bis 4 Wochen ein Scheinmedikament aufgetragen hatten, waren danach alle entzündlichen Stellen verschwunden. Bei 30 von 100 Menschen, die genauso lange ein kortisonhaltiges Mittel aufgetragen hatten, waren danach alle entzündlichen Stellen verschwunden.

Hausmittel und natürliche Behandlungen

Bei einem leichten seborrhoischen Ekzem können auch Hausmittel Schuppen und Juckreiz mildern. So hat z. B. Aloe vera oder Ringelblumensalbe eine beruhigende Wirkung. Aber auch Apfelessig oder Olivenöl können bei regelmäßiger Anwendung helfen, die Abschuppung zu mildern. Bei Babys lassen sich Schuppenkrusten am Kopf meist gut mit Olivenöl ablösen, das über Nacht einweicht und am nächsten Tag abgewaschen wird. In Hautfalten ist Zinkpaste hilfreich.

Wie bei vielen Hautanliegen kann auch eine angepasste Ernährung einen positiven Effekt auf eine seborrhoische Dermatitis haben. Eiweiß (z. B. Ungesättigte Fettsäuren (z.B.

Seborrhoisches Ekzem - Ursachen, Symptome und Behandlung | dermanostic Hautlexikon

Zusammenfassung

Eine seborrhoische Dermatitis kann für Betroffene sehr belastend sein. Da es sich meistens um eine chronische Dermatitis handelt, können die roten Hautstellen, fettigen Schuppen und Juckreiz auf der Kopfhaut immer wieder auftreten. Um Schübe und die damit einhergehenden Symptome zu mildern, können eine angepasste Ernährung und Pflegeroutine mit geeigneten Produkten jedoch helfen.

Wer bei sich Anzeichen des Ekzems vernimmt, sollte sich an einen Hautarzt wenden. Dieser kann entscheiden, welche Therapie am besten geeignet ist. Dr. Kerstin Lommel: "Generell sollten das Haar und die Haut sanft gepflegt werden, etwa mit pH-neutralen Shampoos und Seifen." Außerdem sollten Betroffene nicht zu stark fettende Produkte nutzen, sondern diese meiden. Die Haut sollte eher entfettet werden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen nur zu Informationszwecken und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Bedenken oder Fragen sollte immer ein Arzt oder qualifiziertes medizinisches Fachpersonal konsultiert werden.

Überblick über Behandlungsansätze
Behandlungsart Beschreibung Wirkstoffe/Substanzen
Medikamentöse Shampoos Zur Reduzierung von Schuppen und Entzündungen Selenium Disulfid, Salicylsäure, Ketoconazol, Ciclopirox
Kortikosteroide Zur kurzzeitigen Anwendung bei starken Entzündungen Kortisonhaltige Lotionen und Shampoos
Antimykotika Zur Bekämpfung von Hefepilzen Ketoconazol, Ciclopirox (als Creme, Haartinktur oder Shampoo)
Hausmittel Zur Linderung von Schuppen und Juckreiz Aloe vera, Ringelblumensalbe, Apfelessig, Olivenöl

tags: #seborrhoische #dermatitis #kopfhaut #haarausfall #ursachen #behandlung

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen