Starkes Schwitzen am Kopf kann besonders in den warmen Monaten eine Belastung sein. Für viele Betroffene ist starkes Schwitzen am Kopf ein großer Stressfaktor. Nach jeder kleinen Anstrengung sind sowohl deine Kopfhaut und deine Haare als auch dein Gesicht klitschnass. Auch können schweißnasse Haare einen ungepflegten Eindruck hinterlassen, obwohl das starke Schwitzen meist nichts mit fehlender Hygiene zu tun hat.
Es gibt mehrere Gründe, warum du schnell und vor allem am Kopf schwitzen könntest.
Viele Menschen, die oft stark am Kopf schwitzen, leiden unter einer sogenannten „Hyperhidrose“. Dabei produziert dein Körper mehr Kopfschweiß, als zur Temperaturregelung notwendig wäre. Unterschieden wird zwischen der primären und der sekundären Hyperhidrose.
Bei der sekundären Hyperhidrose kann das verstärkte Schwitzen auf eine bestehende Grunderkrankung zurückgeführt werden, wie:
Eine Grunderkrankung ist selten die Ursache. Besprich deine chronischen Schweißprobleme am besten mit deinem Arzt oder deiner Ärztin. Für die meisten der aufgeführten Krankheiten gibt es Behandlungsmethoden, die nicht nur deine Schweißproduktion am Kopf reduzieren, sondern generell dein Leben um einiges erleichtern können.
Bei der primären Hyperhidrose liegt keines der aufgelisteten Probleme zugrunde. Die Schweißproduktion ist ohne fassbaren Grund erhöht. Wenn du unter primärer Hyperhidrose leidest, liegt deinem Kopfschweiß keine Erkrankung zugrunde. Die Schweißproduktion kann jedoch über ein als normal empfundenes Maß hinausgehen und zeitweise oder dauerhaft gestört sein. Mediziner sprechen bei übermäßigem Schwitzen am Tage von Hyperhidrose. Die erfreuliche Nachricht: Es gibt einige Möglichkeiten, um das übermäßige Schwitzen in den Griff zu bekommen!
Auch wenn es wohl kaum jemand gerne hat: Schwitzen ist eine durchaus notwendige und sinnvolle Erfindung der Natur. Indem unser Körper Schweiß absondert, schützt er sich selbst vor einer Überhitzung. An einem heißen Sommertag oder auch bei sportlichen Betätigungen ist das Schwitzen eine lebenswichtige Funktion, die die Körpertemperatur konstant bleiben lässt. Manchmal schwitzt man auch einfach ein wenig mehr, wenn man aufgeregt ist (emotionales Schwitzen), eine scharfe Suppe (gustatorisches Schwitzen) gegessen oder ein wenig Alkohol getrunken hat. Denn auch hier werden bestimmte Nervenfasern im Körper stimuliert, die zu einer verstärkten Schweißbildung führen.
Funfact: Wusstest Du, dass Schweiß eigentlich geruchlos ist? Erst wenn der Schweiß etwas länger auf der Haut bleibt, kommt es zu dem unangenehmen Geruch: Die natürlich vorkommenden Haut-Bakterien zersetzen den frischen Schweiß und produzieren dabei den übelriechenden Geruch.
Wenn übermäßiges Schwitzen Dein tägliches Leben einschränkt, ist es wichtig, die Gründe dafür zu erforschen. Obwohl die genauen Ursachen von Hyperhidrose immer noch nicht vollständig verstanden werden, gibt es Vermutungen darüber, wie es zu dieser übermäßigen Schweißproduktion kommt. Es wird angenommen, dass das Nervensystem die Schweißdrüsen überstimuliert, was dazu führt, dass sie mehr Schweiß absondern als normal. In einigen Fällen ist es jedoch schwierig, den genauen Auslöser für diese Überstimulation zu identifizieren. Hier spricht man von primärer Hyperhidrose, bei der die genaue Ursache unklar bleibt.
Um den Grund des verstärkten Schwitzens zu verstehen und zu diagnostizierten, ob es sich um eine Hyperhidrose handelt, sollte ein Arzt oder eine Ärztin kontaktiert werden. Der Arzt oder die Ärztin wird mit Dir ein ausführliches Gespräch führen, um Informationen über Deine Symptome, die Dauer und den Schweregrad des übermäßigen Schwitzens zu sammeln. Es ist wichtig, alle betroffenen Körperbereiche zu erwähnen. Besondere Aufmerksamkeit solltest Du verstärktem Schwitzen mit Fieber in der Nacht schenken. Neben den eher harmlosen Wechseljahr-Beschwerden könnte es sich auch um eine ernsthafte Erkrankung handeln. So sollte etwa der Verdacht einer Tumorerkrankung abgeklärt werden.
Eine Hyperhidrose muss nicht zwingend am gesamten Körper auftreten (generalisierte Hyperhidrose). In vielen Fällen kommt es nur an einzelnen Körperstellen zu einer vermehrten Schweißbildung. Bei der fokalen Hyperhidrose kommt es typischerweise an Achseln, Hand- sowie Fußflächen zu einer verstärkten Produktion von Schweiß. Einige Patient*innen klagen jedoch auch von krankhaftem Schwitzen am Kopf und im Intimbereich.
Je nachdem wie stark die Hyperhidrose ausgeprägt ist, kann zwischen drei Stadien unterschieden werden:
Glücklicherweise gibt es einige gute Behandlungsmöglichkeiten, um dem vermehrten Schwitzen ein Ende zu bereiten. Hier kommt es jedoch ganz darauf an, wie stark der Befund ausgeprägt ist. Wir empfehlen Dir daher den Besuch in der Hautarztpraxis Deines Vertrauens. Hier kann mithilfe bestimmter Tests das Ausmaß der Schweißbildung bestimmt werden.
Tatsächlich gibt es ein paar kleine Tricks im Alltag, die vermehrtes Schwitzen lindern können. Die wichtigsten für Dich im Überblick:
Die Wirkung der Aluminiumsalze lässt sich einfach erklären: Sie können zu einem Verschluss der Schweißdrüsen führen, was das Schwitzen in der Regel erheblich eindämmt. Dennoch sollte man Deos und Cremes sparsam anwenden. Für all diejenigen, die dennoch auf Aluminiumsalze verzichten möchten, gibt es noch eine Reihe weiterer Behandlungsmöglichkeiten.
Strom und Wasser sollen helfen? Was auf den ersten Blick ein wenig gefährlich klingt, ist in Wahrheit eine lang bewährte effiziente und nebenwirkungsarme Therapieoption. Bei der Leitungswasser-Iontophorese können Patient*innen ihre Hände und Füße in mit Wasser gefüllte Wannen legen. Zwischen den Wannen fließt dann ein Gleichstrom, der die Schweißbildung Schritt für Schritt reduzieren kann. Die Behandlung kann auch bei axillärer Hyperhidrose angewendet werden, was aufgrund der Wannenform jedoch nicht immer leicht umsetzbar ist. Um zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen, sollte man die Leitungswasser-Iontophorese am Anfang vier Wochen lang ca. 4-5-mal in der Woche für 10-20 Minuten durchführen. Leider halten die erzielten Erfolge nicht dauerhaft an, weshalb sich eine Fortsetzung der Anwendung über einen längeren Zeitraum empfiehlt. Um die Resultate beizubehalten, sollte die Anwendung nach den ersten vier Wochen etwa 1-2-mal pro Woche fortgeführt werden.
Botox - der Alleskönner? Die Anwendung von Botox ist sehr vielfältig. Und tatsächlich zählt die Injektion von Botox zu einen der wirksamsten Methoden zur Behandlung von übermäßig starkem Schwitzen unter den Achseln. Der Vorteil: Meist sind pro Jahr nur 1-2 Anwendungen notwendig, um starkes Schwitzen merklich reduzieren zu können.
Mittels verschiedener Methoden (Radiofrequenz, Mikrowellen, Ultraschall, Laser) können die Schweißdrüsen auch durch Wärme zerstört werden, was zu einem Verlust ihrer Funktion führt und man schwitzt weniger. Die Behandlung tut in der Regel nicht weh, da die betroffene Hautstelle zuvor ausreichend betäubt wird. Der Nachteil: Teilweise kann es auch zur Zerstörung anderer Hautbestandteile kommen, weshalb diese Therapie in der Regel im unsichtbaren Achselbereich durchgeführt wird.
Klingt vielleicht komisch, ist aber wahr! Tatsächlich können Schweißdrüsen auch aus der Haut entfernt werden. Mittels Laser oder einer Absaugtechnik werden Schweißdrüsenknäuel dabei selektiv abgetragen. Ob diese Therapieoption für Dich in Frage kommt, solltest Du mit der Hautärztin oder dem Hautarzt Deines Vertrauens abklären.
Als ergänzende Therapie können auch die sogenannten Anticholinergika eingenommen werden. Es handelt sich hierbei um einen verschreibungspflichtigen Wirkstoff, welcher eine entspannende Wirkung auf das Nervensystem hat und gleichzeitig zu einer Unterbrechung der Nervenimpulse führen kann. Einige erhebliche Nebenwirkungen sollten dennoch nicht ganz außer Acht gelassen werden: Mundtrockenheit, Herzrasen, aber auch Blasenentleerungsstörungen können bei Einnahme auftreten.
Welche der genannten Therapien für Dich persönlich in Frage kommt, solltest Du mit Deinem Arzt oder Deiner Ärztin absprechen. Ebenfalls könnte auch eine Kombination mehrerer Therapieansätze für Dich in Frage kommen.
Schwitzen am Kopf und das Schwitzen im Gesicht sind ausgesprochen unangenehm. Betroffen sein können die Kopfhaut, das Haar und die Gesichtshaut. Häufige Schweißausbrüche am Kopf können zu beständigem Jucken der Kopfhaut führen, und sogar Haarausfall zur Folge haben. Vom Nacken aus hat es Folgen über den Hals bis zu den Schultern und dem Rücken. Bei starkem Schwitzen am Kopf wird das Haar schnell nass und ständig nasses Haar durch Schwitzen bedeutet Erkältungsgefahr. Hat jemand bereits eine Glatze und schwitzt häufig, so ist die Kopfhaut durch übermäßiges Schwitzen zusätzlich belastet.
Häufige Haarwäschen oder eine schützende Kopfbedeckung helfen nur begrenzt. Vermeiden Sie daher mithilfe unserer 5 praktischen Tipps gezielt unangenehmes Schwitzen auf der Kopfhaut.
Gute Hausmittel kennt doch jeder - fast zu jedem Wehwehchen gibt‘s einen Tipp aus dem Garten, der Küche oder dem Badezimmerschrank. Während einige Mittel in der Praxis nicht wirklich gegen Kopfschwitzen helfen, bieten andere doch einen erstaunlichen Mehrwert. Apfelessig ist ein allseits beliebtes Hausmittel, welches bei ganz verschiedenen Problemen seinen Einsatz findet. Auch gegen das Kopfschwitzen wird Apfelessig angewendet, denn: Apfelessig reguliert den pH-Wert der Haut, kann Bakterien neutralisieren und die Schweiß- sowie Talgproduktion auf der Kopfhaut beruhigen.
Tipp: Mischen Sie den Apfelessig mit warmem Wasser. Massieren Sie die Flüssigkeit sanft auf Ihre Kopfhaut ein. Vorerst nicht ausspülen, sondern packen Sie die Haare noch feucht in ein Handtuch. Nach einer Stunde können Sie die Apfelessigspülung gründlich auswaschen. Nutzen Sie dafür am besten lauwarmes Wasser. Sind Sie morgens spät dran und das Kopfschwitzen macht Ihnen einen Strich durch Ihre neue Frisur? Nutzen Sie dann einfach Babypuder! Der Effekt ist der gleiche wie bei einem Trockenshampoo: Das Babypuder erfrischt Ihre Frisur also kurzfristig und überdeckt die fettigen, schwitzigen Haare. Achten Sie darauf, nicht zu viel Babypuder zu nutzen. Sonst wirken Ihre Haare grau. Ganz wenig reicht oft schon aus und Sie können für den Moment frisch in den Tag starten.
Tipp: Die Mischung macht’s - und zwar von Babypuder und Apfelessig. Eine Spülung von 1 Teil Babypuder und 1 Teil Essig soll die Kopfhaut sowie die Schweißproduktion kurzfristig beruhigen. Die Flüssigkeit tragen Sie sanft, am besten mit einem Handtuch oder Stofftaschentuch, auf Ihre Kopfhaut auf. Nach einer kurzen Einwirkzeit von maximal 10 Minuten waschen Sie die Spülung mit lauwarmem Wasser gründlich aus.
Salbei ist ein allseits beliebtes Hausmittel bei Schwitzen - auch bei Kopfschwitzen. Die Pflanze mit dem angenehmen Duft beinhaltet ätherische Öle, Gerbstoffe und Flavonoide, die sich positiv auf die Schweißproduktion auswirken sollen.
Bei Schwitzen auf der Kopfhaut eignet sich ein Salbeiaufguss. Lassen Sie dabei frischen Salbei für mindestens 15 Minuten aufkochen. Den abgekühlten Aufguss massieren Sie dann sanft auf die Kopfhaut. Nach einer kurzen Einwirkungszeit von 10 Minuten spülen Sie Ihre Haare mit lauwarmem Wasser wieder aus.
Tipp: Haben Sie keinen frischen Salbei zur Hand? Dann können Sie einen Salbeiteebeutel nutzen. So schlagen Sie gleich 2 Fliegen mit einer Klappe: Genießen Sie erst Ihren leckeren Salbeitee und sobald der Teebeutel abgekühlt ist, tupfen Sie diesen sanft auf Ihre gesamte Kopfhaut. Nach einer Einwirkzeit von 10 Minuten spülen Sie Ihre Haare gründlich aus. Nun können Sie Ihre Haare wie gewohnt stylen oder trocknen lassen.
Salbei-Öl ist eine weitere Alternative, falls Sie weder frischen Salbei noch Salbeitee im Haushalt haben. Geben Sie einfach 1 bis 2 Tropfen in Ihr Shampoo und waschen Sie sich wie gewöhnt die Haare.
Helfen die Hausmittel nur bedingt oder möchten Sie das Schwitzen auf dem Kopf langfristig in den Griff bekommen? Dann sind Antitranspirante die beste Wahl für Sie. Durch die spezielle Zusammensetzung regulieren Antitranspirante langfristig die Schweißbildung. Für eine gezielte Anwendung auf der Kopfhaut eignet sich unser Antitranspirante im Spender.
Wie wenden Sie es richtig an? Die Anwendung ist ganz einfach. Wenden Sie das Antitranspirant nur noch bei Bedarf an, z.B. sobald Sie wieder verstärkt auf dem Kopf schwitzen. Die Anwendung erfolgt abhängig von Ihrem persönlichen Schwitzverhalten. Mit der Zeit kann sich die Anwendungshäufigkeit noch reduzieren, z.B. Wiederholen Sie die Anwendung wie bei der Erstanwendung beschrieben: Einmal abends vor dem Schlafengehen auf die trockene und intakte Kopfhaut einmassieren. Diese erneute Anwendung ist bereits ausreichend, um die Wirkung wieder aufzufrischen.
Wussten Sie, dass Ihre Ernährung auch einen direkten Einfluss auf das Kopfschwitzen haben kann? Bestimmte Ernährungsweisen können sich nämlich auf die Schweißproduktion auswirken oder diese sogar verstärkt anregen.
Vermeiden Sie daher zu scharfes und fettiges Essen, wenn Sie vermehrt zu Kopfschwitzen neigen. Genießen Sie stattdessen frisches Obst, Gemüse und weitere leichte Gerichte, die nur angedünstet oder schonend gekocht werden. Je leichter es der Körper mit der Verdauung von Speisen hat, desto weniger muss er zu Höchstleistungen angekurbelt werden.
Ein Mythos hält sich nach wie vor hartnäckig: Viel Trinken fördert die (Kopf-)Schweißproduktion. Das stimmt natürlich nicht. Viel Trinken ist KEINE Ursache von vermehrtem (Kopf-)Schwitzen!
Ausreichend Flüssigkeit ist sehr wichtig, um die Vitalität des Körpers gewährleisten zu können. Verloren gegangene Flüssigkeit - auch durch das Kopfschwitzen - muss auf jeden Fall wieder aufgefüllt werden. Die Flüssigkeit (mind. 2 Liter) sollten Sie über den Tag verteilt trinken.
Regelmäßig ein gut temperiertes Glas Wasser trinken sorgt zudem für eine angenehme Erfrischung des Körpers. Außerdem wird der gesamte Körper auch über die Flüssigkeit mit Mineralstoffen und Elektrolyten versorgt, die durch das starke Kopfschwitzen verloren gegangen sind.
Wasser, Saftschorlen und Tee, am besten ungesüßt, sind für die tägliche Flüssigkeitsaufnahme am besten geeignet. Entscheiden Sie sich je nach Geschmack für Ihr Lieblingsgetränk!
Aber Achtung: Bitte trinken Sie keine eiskalten Getränke, da diese den Körper dazu animieren, Wärme zu produzieren und somit kontraproduktiv wirken.
Hier ist eine Tabelle mit zusätzlichen Tipps, um starkes Schwitzen am Kopf zu reduzieren:
| Tipp | Beschreibung |
|---|---|
| Dusche regelmäßig | Dusche am besten abends oder morgens nach einer Schwitzattacke. |
| Iss kleinere Mahlzeiten | Vermeide große Portionen und iss langsam und mit Bedacht. |
| Wähle leichte Lebensmittel | Gemüse und Früchte mit hohem Wassergehalt sind ideal. |
| Trinke ausreichend | Fülle verlorene Flüssigkeit wieder auf, aber vermeide eiskalte Getränke. |
| Suche Unterstützung | Tausche dich mit anderen Betroffenen aus und teile deine Erfahrungen. |
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