Das Schweizer Ski-Team ist momentan das Maß aller Dinge. Dass ein Schweizer auf dem Treppchen ganz oben steht, ist in dieser Saison fast schon Normalität. Abgesehen vom Erfolg des Kanadiers James Crawford in Kitzbühel haben die Eidgenossen bislang alle Herren-Abfahrten in dieser Saison gewonnen.
Es war die Überraschung bei der Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm: Der Schweizer Franjo von Allmen überflügelte seinen Landsmann Marco Odermatt und gewann Abfahrtsgold. Für eine weitere Schweizer Medaille sorgte Alexis Monney, der auf Rang drei ins Ziel raste. Odermatt musste sich mit Platz fünf begnügen. Von Allmen hat erst vor rund zwei Jahren im Weltcup debütiert, der Gewinn der Abfahrt bei der Ski-WM ist sein bislang größter Erfolg. Neid gibt es im Schweizer Team aber nicht.
Entsprechend dem großen Erfolg präsentierten sich die Schweizer in bester Partylaune - was noch seltsame Blüten tragen sollte. Doch schon wenig später präsentiert von Allmen das Ergebnis der Sektlaune: Offenbar ging im Schweizer Team der Rasierer um.
Zu Ehren von Franjo von Allmen und Alexis Monney, die in der Abfahrt die Plätze eins und drei belegten, rasierten sich die Schweizer Männer um Super-G-Weltmeister Marco Odermat von der Stirn bis hinüber in den Nacken eine Schneise ins Haupthaar.
Abfahrts-Weltmeister Franjo von Allmen und das Schweizer Ski-Team ließen nach ihrer sportlichen Show in Saalbach-Hinterglemm am Sonntag offenbar den Rasierer kreisen. Der 23-Jährige erschien nach seiner Gold-Fahrt nicht nur bestens gelaunt, sondern auch mit einer Halbglatze zur Medaillenvergabe. In der Mitte waren die Haare komplett abrasiert, an den Seiten noch lang - genau wie bei Landsmann Marco Odermatt.
Quelle: Eurosport
"Ummso besser dasdä guggisch, umso schlimmer wirds", schreibt von Allmen zu einem Bild des Teams auf Instagram. Frei übersetzt also: Je länger man hinschaut, umso schlimmer wird's. Und da kann man ihm wohl nur zustimmen.
„Ummso besser dasdä guggisch, umso schlimmer wirds“, schrieb von Allmen amüsiert zu einem Bild von sich und der Schweizer Crew, das er bei Instagram gepostet hatte. Der WM-Debütant war in der Abfahrt am Zwölferkogel zuvor zum Titel gerast und hatte Alpin-Dominator Odermatt entzaubert. Der 27-Jährige musste sich zwei Tage nach Super-G-Gold mit Rang fünf begnügen. Er freute sich aber über das starke Schweizer Mannschaftsergebnis, zu dem auch Alexis Monney mit Bronze beigetragen hatte.
Auch der trägt mittlerweile übrigens einen gewöhnungsbedürftigen Haarschnitt, die Schweizer sahen aus als seien sie ihre eigenen Großväter.
Joscha Burkhalter, der als Zehnter beim Einzel in Ruhpolding sein bestes Saisonergebnis einfuhr, meinte im "Blick": "Eine coole Aktion. Die Frisuren sind zwar nicht die schönsten, aber sie zeigen den guten Teamgeist."
Der Gesamtweltcup-16. Niklas Hartweg wollte ein ähnliches Vorhaben bei Schweizer Erfolgen in Lenzerheide nicht ausschließen, obwohl er meinte: "So große Favoriten sind wir dann auch wieder nicht. Aber wenn es passiert, wird es aus den Emotionen wohl schon etwas geben."
Zwei Goldmedaillen im Sack - und danach der große Kahlschlag. Bei der Siegesfeier des Schweizer Ski-Alpin-Teams nach dem Abfahrts-Gold von Franjo von Allmen haben Fahrer und Betreuer der Eidgenossen eine folgenschwere Wette eingelöst und sich von ihren Haaren getrennt.
Quelle: Eurosport
Von Allmen, Bronze-Gewinner Alexis Monney, Super-G-Champ Marco Odermatt und auch fast alle anderen Mannschaftsmitglieder bekamen mit einem Rasiergerät zunächst große Lücken in die Haarpracht geschert. Inzwischen sind Superstar Odermatt und Co. komplett geschoren und haben ihre neuen Frisuren auch der Öffentlichkeit präsentiert.
Odermatts Freundin „nicht so begeistert“„Es zieht etwas um die Ohren“, berichtete Odermatt am Montag bei Servus TV. Freundin Stella sei „nicht so begeistert“ gewesen, „aber es ging dann schnell in eine gute Richtung. Und die Haare wachsen ja wieder nach.“
Hintergrund der Aktion: Die Schweizer Betreuer hatten gewettet bzw. versprochen, sich im Fall eines Doppelsiegs in der Abfahrt eine Glatze rasieren zu lassen. Obwohl der letztlich nicht gelang - Vincent Kriechmayr aus Österreich holte Silber -, zückten die Schweizer im Freudentaumel über von Allmens Überraschungscoup trotzdem die Rasierer.
„Die Stimmung ist seit Anfang Saison so, einfach wunderschön. Das Schweizer Ski-Team sorgt in Saalbach-Hinterglemm für eine große Show - auch nach der Abfahrt.
"Es ist blöd gelaufen … Ich kann gar nicht viel dazu sagen", meinte der frisch gebackene Abfahrt-Champion im Interview beim Schweizer Fernsehsender "SRF". Bei seinem eigenen Anblick brach der 23-Jährige in lautes Gelächter aus.
Er sei der erste gewesen, der den Rasierer bei Speed-Trainer Nicolas Margreth ansetzen durfte, erklärte von Allmen weiter. Anschließend habe das gesamte Speed-Team dran glauben müssen: "Es ist halb so wild. Ich würde nicht Gruppenzwang sagen. Aber es zeigt unseren guten Teamspirit."
Die haarige Tradition in der Mannschaft der Eidgenossen begann bereits im Rahmen der Hahnenkammrennen in Kitzbühel. Damals hatte Alexis Monney nach seinem zweiten Platz in der Abfahrt auf der Streif gemäß einer verlorenen Wette seine Haarpracht hergeben müssen. Bei den Titelkämpfen in Saalbach zogen die Kollegen nun also hinterher.
Die Beziehung von Sportlern zu ihren Frisuren hat in der Geschichte wilde Auswüchse hinterlassen.
Bei einer der vielen Schweizer Medaillenfeten präsentierte sich das Team der Männer mit rasiertem Mittelscheitel, Abfahrtsweltmeister Franjo von Allmen berichtete, dass Betreuer und Teamkollegen sich beim Umstyling gegenseitig unterstützt hätten. Allmen etwa fräste bei Speed-Trainer Nicolas Margreth durch die Mähne. Und beim 27-jährigen Marco Odermatt ließ die Schneise auf dem Kopf erahnen, wie der Mann in 40 Jahren aussehen könnte. Ästhetisch ausbaufähig, aber humoristisch wertvoll.
In der Schweiz wurde der Scherz der Skiasse indes durchaus kontrovers debattiert, die Presse zitierte kritische Leser, die das Team zu mehr Ernsthaftigkeit ermahnten. Odermatt jedenfalls hat sich die seitlichen Haarbüschel inzwischen entfernen lassen, dem Vernehmen nach musste kein Star-Friseur anreisen. Von seiner Matte von einst ist nun nichts mehr zu erkennen.
Mit den durchgestylten Leipziger Kickern von einst eint Odermatt eigentlich nur der gemeinsame Sponsor.
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tags: #Schweizer #Skifahrer #Frisuren
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