Kopfschuppen sind ein weit verbreitetes Problem, von dem etwa 30 Prozent der Frauen und 20 Prozent der Männer betroffen sind. Die Ursachen können vielfältig sein und reichen von Hautproblemen und falscher Pflege bis hin zu hormonellen Veränderungen, Ernährung oder erblicher Veranlagung. Oftmals äußern sich Schuppen durch Hautschuppen, die sich am Haaransatz, in den Längen und auf den Schultern ansammeln. In vielen Fällen können diese Beschwerden bereits durch die Verwendung eines Anti-Schuppen-Shampoos aus dem Drogeriemarkt gelindert werden.
Da Menschen mit Schuppen oft eine empfindliche Kopfhaut haben, ist es wichtig, ein möglichst verträgliches Produkt zu wählen.
Im Gegensatz dazu gehören Climbazol, Zinkpyrithion und Selendisulfid zu den Wirkstoffen, vor denen die Expertinnen und Experten von „Öko-Test“ warnen, da sie der Haut und/oder der Umwelt schaden können. Im Verträglichkeitstest von „Öko-Test“ waren nur zwölf der 50 getesteten Anti-Schuppen-Shampoos komplett frei von schädlichen Inhaltsstoffen. Diese zwölf Produkte (darunter auch alle Naturkosmetik-Shampoos) haben die Bestnote „sehr gut“ erhalten. Die Note „gut“ wurde 15-mal vergeben, während sieben weitere Shampoos immerhin „befriedigend“ und drei „ausreichend“ waren.
Die wichtigste Frage in unserem Test lautete: Wie gut wirken die Shampoos gegen Kopfhautschuppen? Um das herauszufinden, haben sich mehr als 200 Männer und Frauen, die unter Schuppen leiden, vier Wochen lang für uns die Haare gewaschen und ihre Kopfhaut mehrfach von einer Expertin kontrollieren lassen. Zudem wollten wir wissen, wie die Shampoos das Haar pflegen. Glänzt es nach dem Waschen? Ist es geschmeidig und lässt es sich leicht kämmen? Eine Friseurin hat das an weiteren 20 Probanden pro Produkt geprüft.
Unsere Testtabelle zeigt die Prüfergebnisse für elf Shampoos, die laut Anbieter gegen Schuppen helfen sollen. Bewertet haben wir neben der Anti-Schuppen-Wirkung auch die Pflegewirkung und die Anwendung (Verteilen, Schaum, Auswaschen) sowie Deklaration und Verpackung.
Das Ergebnis ist erfreulich: Lästiges Rieseln können Verbraucher gut behandeln, auch für wenig Geld. An der Tabellenspitze steht ein Anti-Schuppen-Shampoo vom Discounter. Es schneidet als einziges im Test insgesamt sehr gut ab. Mit umgerechnet 50 Cent pro 100 Milliliter ist es zudem vergleichsweise preisgünstig. Das von uns geprüfte Shampoo des Marktführers Head & Shoulders landet im Mittelfeld. Insgesamt ausreichend und damit Schlusslicht ist das einzige Naturkosmetikum im Test.
Sie enthalten Antimykotika - das sind Wirkstoffe, die bestimmte Mikroorganismen auf der Kopfhaut bekämpfen, wie etwa die Hefe Malassezia furfur. „Deren Stoffwechselprodukte reizen die Haut und rufen Entzündungen hervor. Die Folgen sind Schuppen, manchmal auch Rötungen und Juckreiz“, sagt Dr.
In den von uns getesteten Shampoos sind häufig die Stoffe Piroctone-Olamin und Zink-Pyrithion enthalten, teils kombiniert mit anderen Wirkstoffen. Sie gelten als sicher und sind laut EU-Kosmetikverordnung zugelassen.
Zertifizierte Naturkosmetikhersteller verzichten auf synthetisch hergestellte Antimykotika. Sie setzen auf natürliche Substanzen - etwa bestimmte pflanzliche Auszüge. In unserem Test sogar mit Erfolg: Das Naturkosmetikprodukt reduziert Schuppen immerhin befriedigend. Im Kampf gegen das Rieseln bietet es Anhängern natürlicher Kosmetika also durchaus eine Alternative.
Als die Friseurin ins Haar der Probanden greift und einzelne Strähnen durch die Fingerspitzen gleiten lässt, ist sie mit zwei Shampoos unzufrieden. Es sind das Naturkosmetikprodukt und das Shampoo einer Drogeriemarktkette. Die Messungen in der Zugprüfungsmaschine bestätigen das Urteil der Expertin. Um die Teststrähnen zu kämmen, die mit diesen beiden Shampoos gewaschen wurden, braucht die Maschine deutlich mehr Kraft als bei jenen, die mit den Konkurrenzprodukten behandelt wurden. Den Shampoos gelingt es offensichtlich nicht, die äußere Schicht der Haare zu glätten.
Beide Produkte enthalten keine Silikone. Diese Stoffe glätten die Haaroberfläche, machen die Mähne geschmeidig und leicht kämmbar. Bei Umweltschützern und vielen Verbrauchern stehen sie aber in der Kritik, weil sie biologisch schwer abbaubar und ihre Auswirkungen auf die Umwelt noch ungeklärt sind.
Langes oder strapaziertes Haar braucht besonders intensive Pflege. Optimal für Schuppengeplagte ist es, wenn schon das Shampoo gute Arbeit leistet. Denn: Die Wirkstoffe müssen bei der Wäsche auf die Kopfhaut gelangen. Sie sollten mit zusätzlichen Pflegeprodukten nicht gleich wieder weggespült werden. Wer auf Kur und Spülung nicht verzichten will, sollte diese nur in die Längen geben.
Das Schwarzkopf Men Zink Anti-Schuppen Shampoo ist ein flüssiges Shampoo, das speziell zur Bekämpfung von Schuppen entwickelt wurde. Es enthält Zinkpyrithion als Wirkstoff, der gegen Schuppenbildung wirkt. Allerdings wurde das Produkt in Tests von Öko-Test im März 2021 mit "ungenügend" bewertet, hauptsächlich aufgrund der Verwendung von Zinkpyrithion und anderer Inhaltsstoffe, die als hautirritierend gelten.
In der Stiftung Warentest vom September 2017 erhielt das Shampoo die Note "gut" (2,0), wobei die Anti-Schuppen-Wirkung mit "gut" (2,1) und die Pflegewirkung mit "gut" (1,8) bewertet wurden. Die Anwendung wurde mit "gut" (2,0) beurteilt, während die Deklaration mit "befriedigend" (2,8) und die Verpackung mit "gut" (2,1) bewertet wurden.
ÖKO-TEST hat spezielle Anti-Schuppen-Shampoos getestet und dabei festgestellt, dass günstige Produkte sich gut schlagen, während bekannte Marktführer durchfallen. Bei Schuppen gibt die Kopfhaut vermehrt Hautpartikel ab. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein und reichen von Krankheiten wie Neurodermitis über Symptome von Stress, Reaktion auf falsches Shampoo oder zu heißes Föhnen.
In einem Test wurden insgesamt 27 Shampoos untersucht, die zur Bekämpfung von Schuppen ausgelobt sind. Bei sieben Produkten handelt es sich um zertifizierte Naturkosmetik. Dabei unterscheiden sich die Shampoos auf den ersten Blick vor allem beim Preis: Während günstige Eigenmarken bereits für weniger als 1 Euro pro 250 Milliliter angeboten werden, kosten die teuersten Shampoos bis zu 20 Euro bei der gleichen Menge.
Erfreulich: Alle anderen Shampoos im Test arbeiten mit Antischuppen-Mitteln, die wir für unbedenklich halten. Allerdings gibt es auch andere Ursachen für Kopfschuppen: Bei trockener Kopfhaut sorgen nicht Pilze für das Abschuppen, sondern fehlende Feuchtigkeit.
Leider sind längst nicht alle problematischen Inhaltsstoffe aus Anti-Schuppen-Shampoos verschwunden, vier Produkte fallen sogar mit "mangelhaft" oder "ungenügend" durch. Haupttensid in 19 von 20 konventionellen Shampoos ist Sodium Laureth Sulfate. Das Tensid schäumt zwar super, dringt aber auch in die äußerste Schutzschicht der Haut, die Hornschicht, ein.
Seit März 2022 ist Zinkpyrithion - jahrelang wichtigster Wirkstoff zur Schuppenbekämpfung - in der EU verboten. Die EU hat den Stoff als "vermutlich reproduktionstoxisch beim Menschen" eingestuft. Zinkpyrithion musste in unseren Augen auch deshalb aus Kosmetik verschwinden, weil es hautreizend ist und giftig für Wasserorganismen.
tags: #schwarzkopf #men #anti #schuppen #test
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.