Haare färben für Männer: Tipps und Trends für den perfekten Look

Du möchtest deine grauen Haare verstecken oder etwas Neues ausprobieren? Dann beachte diese Tipps beim Haarefärben für ein natürliches Ergebnis.

Dürfen Männer sich die Haare färben? Die Antwort ist ein klares Ja! Ob du es geheim hältst oder nicht, hier erfährst du, was du beim Färben beachten solltest.

Warum sollte ich meine Haare färben?

Die Gründe fürs Färben sind vielfältig: Manche Männer möchten mal etwas Neues ausprobieren, die meisten schlicht graue Haare vertuschen und länger jung aussehen. Beides ist legitim. "Zwar gelten graue Haare in Zeiten des neuen Gentlemans à la George Clooney wieder als super cool und sexy. Doch wer sich seine Jugendlichkeit etwas länger erhalten will - nur zu!", sagt auch Stefan Desczyk, Top-Stylist bei Wella. Und es gibt noch ein ureigenes Männeranliegen bei der Haarfarbe: Geht das Haupthaar langsam aus, kann eine etwas hellere Coloration das kaschieren. Weil sich helle Haare und die Kopfhaut farblich weniger voneinander abheben.

Ob du deine Haare färbst, bleibt letztlich aber Geschmacksache. Wer sich fürs Färben entscheidet, sollte unbedingt einige wichtige Tipps beachten, damit der neue Ton natürlich und nicht "gefärbt" wirkt. Worauf es dabei ankommt, verraten wir im Folgenden.

Wie fällt keinem auf, dass ich meine Haare färbe?

Du hast dich entschieden, deine Haare zu färben? Aber am besten soll das niemand mitbekommen? Keine Sorge, es gibt Färbemethoden, die für Männer zugeschnitten sind und garantiert nicht auffallen:

  • Grundsätzlich gilt: Färbe bloß nicht zu dunkel! "Sonst wirkt es zu plastisch und damit künstlich", weiß Färbe-Profi Stefan Desczyk. Statt Pechschwarz also lieber Mittelbraun wählen, das Ergebnis wirkt meist ohnehin dunkler.
  • Deine Haare werden langsam grau? Dann empfiehlt der Experte für den Einstieg ein transparent wirkendes 'Grey Shading'. Das ist eine leichte Tönung, die deine Grauen nicht vollständig abdeckt. So wirkt das Ergebnis natürlicher.
  • Auch gut: Nicht gleich alle Haare in Farbe tunken, sondern ergraute Stellen mit Kammsträhnen im Naturton kaschieren. "So siehst du frischer aus, aber nicht gefärbt", rät Desczyk. Wichtig: Behalte so viel natürliche Haarfarbe wie möglich, dann fällt beim Herauswachsen auch kein Ansatz auf.
  • Du willst ein wenig heller werden? Dann sind Highlights ideal. Der Profi warnt: "Blonde Strähnen müssen unbedingt wie selbstverständlich gefärbt und dürfen auf keinen Fall künstlich wirken." Idealerweise sieht es so aus, als würdest du gerade aus dem Sommerurlaub kommen.

Wichtig bei Strähnen, ob hell oder im Naturton: Die Haare vor dem Färben schneiden, nicht danach. Wenn man es bei kurzen Haaren andersherum macht - erst färben, dann schneiden - kann das Ergebnis fleckig aussehen.

Lasse zwischen den Terminen nicht zu viel Zeit verstreichen, um den Ansatz so gering wie möglich zu halten. Wird er sichtbar, fällt die Mogelei sofort auf.

Erwarte keinen Wow-Effekt, wenn du das erste Mal zum Färben gehst. Sonst könntest du enttäuscht sein. Denn erinnerst du dich selbst: Du wolltest, dass es niemandem sofort auffällt. Es sollte daher keine Überraschung sein, dass weniger mehr ist.

Gibt es einen Unterschied beim Färben von Frauen- und Männerhaar?

"Rein wissenschaftlich unterscheiden sich die Haare von Frauen und Männern nicht. Das Färben funktioniert deshalb genau gleich", erklärt Desczyk. Man kann sie komplett colorieren oder strähnen, blondieren, dunkler färben oder in eine Extrem-Nuance tönen. ABER: Männerhaare sind von Natur aus aschefarbener als Frauenhaare. Soll das Ergebnis so natürlich wie möglich ausfallen, solltest du deshalb auch beim Färben kühle und matte Nuancen wählen. Finger weg von Schokobraun und Goldblond! Diese Farben kommen offensichtlich aus der Flasche.

Bei braunen Haaren gilt: nicht zu dunkel färben, sonst wirkt's künstlich.

Welche Haarfarben für Männer sind Trend?

"Es gibt immer mehr Modemutige, die Blond oder sogar Pastell-Farben wünschen. Vor allem extrem helles Platinblond ist bei den Trendtönen nicht mehr wegzudenken", so Desczyk. "Angesagt sind aber auch Töne wie Neon-Orange, Türkis und Ultraviolett." Dafür braucht es natürlich Mut - und vor allem den passenden Job. Der Profi weiß: "Die meisten Männer wünschen sich nach wie vor zeitlose, natürliche, eher dunkle Nuancen." Damit liegst du immer goldrichtig.

Hier sind einige der aktuellen Trends bei Haarfarben für Männer:

  • Blondierungen: Besonders angesagt ist "Barbie Blond".
  • Schwarz: Betont die Gesichtszüge und wirkt elegant.
  • Braun: Eine stilvolle und attraktive Wahl in verschiedenen Nuancen.
  • Grau: Kann durch Lowlights und Highlights in Silbertönen modern wirken.
  • Pastellfarben: Für mutige Männer, die einen auffälligen Look suchen.

Es gibt immer mehr Modemutige, und vor allem extrem helles Platinblond ist bei den Trendtönen nicht mehr wegzudenken.

DIESE HAARFARBE steht DIR AM BESTEN! / Tipps von einem Friseur / Sabrina Schuster

Kann ich meine Haare auch zu Hause färben?

Theoretisch schon. Allerdings ist dafür gerade bei kurzem Haar viel Geschick gefragt. Es ist nämlich schwierig, a) den richtigen Ton zu finden und b) beim Nachfärben immer nur den Ansatz zu treffen. Desczyk warnt: "Wenn es schlecht läuft, kann es passieren, dass die Farbe in den Haarspitzen durch häufiges Überfärben immer dunkler wird. Im schlimmsten Fall hat man dunkelblonde Ansätze und schwarze Spitzen. Keine so sexy Vorstellung, oder?"

Beim Friseur gibt es hochwertige Colorationen für eine gleichmäßige und einheitliche Farbe vom Ansatz bis in die Spitzen. So sieht das Ergebnis ganz sicher natürlich aus. Wenn du es selbst probierst und zwischen zwei Tönen schwankst: Nimm den helleren. Außerdem solltest du auf einen aschigen Unterton achten. Und hol dir Hilfe beim Nachfärben.

Wie oft sollte Mann Männer-Haare färben?

Das ist prinzipiell abhängig von der Haarstruktur. Sehr dickes und widerspenstiges Haar verträgt das Färben oft besser als sehr dünnes und lichtes Haar. Ganz grob lässt sich aber sagen, dass Sie Ihre Haare - ganz unabhängig von der Struktur - nicht öfter als einmal im Monat chemisch färben sollten.

Beim Blondieren sieht es da nochmal anders aus. Weil sie extrem schädlich ist, sollten Sie eine Blondierung im besten Fall so selten wie möglich auftragen.

Eine Tönung hingegen (den Unterschied erklären wir noch) strapaziert weniger. Sie kann auch alle drei bis vier Wochen verwendet werden.

Wie kann Mann graue Haare am effektivsten färben?

Die gute Nachricht zuerst: Wer sich als Mann nicht zu den Haaren in Grau bekennen will (auch wenn die Grey-Fox-Frisur verdammt gut aussehen kann), muss das auch nicht machen.

Schlechte Nachricht: Wer graue Haare kaschieren möchte, braucht Chemie. Naturhaarfarben sind oft nicht deckend und stark genug, um Grau abzudecken. Tönungen sind für graue Haare theoretisch denkbar, allerdings waschen sie sich sehr viel schneller aus.

Wer also möglichst lange eine Grau-Pause haben möchte, muss Farbe auftragen. Im besten Fall dunkle Nuancen, denn die decken am besten ab. Ansonsten die Haarfarbe anwenden, wie auf der Packung beschrieben. Mittlerweile sind sogar spezielle Farben erhältlich, die versprechen, graue Haare perfekt abzudecken.

Wie funktioniert Haare färben überhaupt?

Chemische Haarfarben, wie man sie kennt, gibt es mittlerweile in jedem Drogeriemarkt. In der Packungsbeilage findet man sowohl die genaue Gebrauchsanleitung als auch die Einwirkzeit der Farbe. Aber grundsätzlich funktioniert's so: Die Haarfarbe wird mit einem Entwickler in einem bestimmten Verhältnis vermischt, dadurch werden Farbpartikel freigesetzt, die anschließend auf das Haar gegeben werden.

Haarfarben wie Blond entziehen den Haaren ihre Farbpigmente, dadurch werden sie heller. Farben wie Braun oder Schwarz hingegen schleusen sich in das eigene Haar ein, wodurch es dunkel wird. Mit jeder Haarwäsche waschen sich die Pigmente etwas raus; zeitgleich wachsen die Haare am Kopf, wodurch der unbeliebte Ansatz entsteht.

Aber es gibt ja auch noch die Tönung: eine schonendere Methode, bei der sich die Pigmente um die Haare legen. Dementsprechend wäscht sich die Farbe auch sehr viel schneller aus dem Haar.

Wie färbt Mann Haare mit Henna?

Erste Frage: Was ist denn Henna? Das seltsame Pulver ist eigentlich nichts anderes als natürliche Pflanzenfarbe, die von Natur aus rot färbt, sobald sie mit Wasser in Berührung kommt. Mittlerweile ist aber auch Henna erhältlich, das verschiedene Farbvariationen (von Blond bis Schwarz) anbietet.

Wie funktioniert das? Eine korrekte Anleitung ist bei den meisten Henna-Produkten dabei. Trotzdem ein kurzer Überblick an dieser Stelle: Das Pulver wird erst mit etwas kochendem Wasser vermischt und sollte dann ein paar Minuten ziehen, damit sich die Farbpartikel vollständig entfalten können. Dann wird es, genauso wie chemische Haarfarbe, auf den Kopf gegeben. Anschließend den Kopf mit Frischhaltefolie und einem Handtuch einwickeln - durch die Wärme kann sich das Henna besser entwickeln. Wegen der fehlenden Chemie im Pulver muss die Farbe aber länger als herkömmliche einwirken: nämlich bis zu zwei Stunden. Anschließend den Kopf so lange mit Wasser ausspülen, bis es klar ist.

Was sind die Vor- und Nachteile von Henna?

  • Vorteil: Henna enthält im Gegensatz zur gewohnten Haarfarbe keine Chemikalien, die nicht nur für die Umwelt sehr schlecht sind, sondern auch für die eigenen Haare.
  • Nachteil: Mit reinem Henna kann man die Haare nicht aufhellen. Dunklere Nuancen sind kein Problem, ein Wasserstoffblond wird nicht klappen.

Genauso unpraktisch ist die Vorbereitung. In Haaren, die mit silikonhaltigen Shampoos gewaschen werden, haftet das angerührte Pulver nicht so gut. Dementsprechend muss man einige Wochen vor dem Färbeprozess auf silikonfreie Produkte umsteigen.

Der letzte negative Aspekt: das nicht ganz vorhersehbare Endergebnis. Im Gegensatz zu chemischer Haarfarbe kann man nicht genau vorhersagen, welche Haarfarbe am Ende herauskommen wird. Das hängt von der Beschaffenheit und Farbe der Naturhaare genauso ab wie von der Einwirkzeit.

Was sollte Mann beim Haare Färben beachten?

Irgendwann hat irgendwer die unsinnige Regel aufgestellt, dass man eine Haarfarbe wählen sollte, die möglichst nahe an der Naturhaarfarbe ist. Weil das, was einem die Gene geschenkt haben, am besten zum Typ passt. Das mag theoretisch auch so sein, wenn Sie allerdings Lust haben, sich die Haare Neongrün oder fluoreszierend Pink zu färben, dann machen Sie das bitte. Ihr Kopf, Ihre Haare und Ihre Regeln.

Wer aber besondere Nuancen oder sogar eine Blondierung plant, dem sei Folgendes geraten: In acht von zehn Fällen geht es nach hinten los, wenn man das in Eigenregie zu Hause probiert. Für jegliche Farbexperimente sollte man am besten den Friseur des Vertrauens aufsuchen. Weil der entscheiden kann, ob die Vision überhaupt umsetzbar ist. Und sie dann auch tatsächlich erfolgreich auf Ihrem Kopf realisiert.

Was braucht Mann zum Haare Färben?

Abgesehen von der Haarfarbe (die Sie übrigens auch gerne bei den Frauen suchen können, denn da gibt es sehr viel mehr Auswahl) können einige Utensilien helfen, um den Prozess zu vereinfachen.

Zunächst empfiehlt sich zum Färben eine Haarklammer. Nicht, um eine imposante Frisur zu zaubern, sondern um die Haare vor dem Färben einzuteilen. Dadurch entstehen keine Flecken, die Farbe kann auch ohne Mühe auf den gesamten Ansatz aufgetragen werden und jede Strähne wird erwischt.

Außerdem: Pinsel und Handschuhe. Weil die Haarfarbe auch einige Wochen im Haar hält, würde sie das theoretisch auch auf den Händen. Handschuhe verhindern das Verfärben der Finger, der Pinsel ist ideal, um die Haarfarbe vom Scheitel bis zu den Spitzen gleichmäßig zu verteilen.

Immer gut: ein altes Handtuch oder T-Shirt. Mit großer Wahrscheinlichkeit geht beim Färben ein bisschen Haarfarbe daneben. Man will sich aber nur ungerne den Lieblingspullover oder das Designerhemd versauen. Profis können natürlich auch auf ein richtiges Friseur-Cape setzen, wie es im Salon übergeworfen wird.

Zum Abschluss empfiehlt sich noch Vaseline oder Creme, die auf die Haut gegeben wird. Die Farbe - ob dunkel oder hell - färbt auch die Haut rund um den Kopf ein und kann außerdem zu Irritationen führen. Vor dem Färben ein bisschen von dem schmierigen Zeug auf die betroffenen Stellen geben, dann lässt sich die Farbe zum Schluss ganz einfach abwischen.

Lowlights für Männer: Tiefe und Volumen für jede Frisur

Lowlights sind Strähnchen, die ein paar Nuancen dunkler sind als die eigene natürliche Haarfarbe. Sie verleihen der Frisur optisch einen Volumen-Boost und wirken insgesamt viel dynamischer. Da Lowlights nicht blondiert werden müssen, ist diese Strähnchen-Technik zudem besonders schonend.

Verschiedene Lowlights-Techniken:

  • Painting-Lowlights-Technik: Veredelt die Naturfarbe auf sanfte Art und Weise und sorgt für schöne Lichtreflexe.
  • Reverse Balayage Technique: Der Ansatz wird ausgelassen, und die Längen werden im neuen Wunschton eingefärbt.

Lowlights eignen sich grundsätzlich für alle Haartypen und sind mit jeder Haarfarbe möglich. Sie sind ein Must-have für jeden Mann, der seinem Haar mehr Tiefe verleihen möchte und sich den „Mehr-Volumen“-Effekt wünscht.

Lowlights für verschiedene Haarfarben:

  • Für Blondinen: Ein mittleres Blond mit etwas dunkleren Strähnchen als Basisfarbe.
  • Für Rothaarige: Das gleiche gilt wie für Blondinen.
  • Für Brünette: Neben den Lowlights sollten auch Highlights gesetzt werden.

Ursprünglich wurden Lowlights sogar für bereits ergraute Schöpfe entwickelt, um die Haarfarbe an den Naturton anzupassen. Graue Haare können mit dieser Technik wieder frech und jung wirken.

Tipp: Eine Kombination aus Highlights und Lowlights in Silbertönen kann auch dazu genutzt werden, die Mähne komplett grau zu färben.

Pflege für Lowlights:

Obwohl Lowlights besonders schonend für die Haare sind, handelt es sich um eine permanente Farbe. Verwenden Sie daher ein mildes Shampoo und eine pflegende Spülung, um die Farbe lange zu erhalten und das Haar gesund zu halten.

Professionelle Beratung:

Da Lowlighten genauso wie das Highlighten ein gewisses Maß an Geschicklichkeit erfordert, empfiehlt es sich, einen Friseur aufzusuchen. Er kann die richtige Nuance passend zum Teint, den Augen und der Brauenfarbe auswählen.

Die Vorteile von Lowlights:

  • Verleihen dem Haar mehr Tiefe und Volumen
  • Schmeicheln dem Gesicht und bringen es zum Leuchten
  • Wachsen natürlich mit dem Haar heraus

Haarfarbe Empfohlene Lowlight-Farbe Effekt
Blond Mittelblond mit dunkleren Strähnen Mehr Kontrast, ohne Aufhellung
Rot Dunklere Rottöne Wie bei Blond, mehr Tiefe
Braun Dunkelbraun, kombiniert mit Highlights Mehr Dimension, da natürliche Farbe dunkel ist
Grau Silbertöne Anpassung an Naturton, jüngeres Aussehen

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