Glänzende, schwarze Haare - wer von Natur aus damit gesegnet ist, wird oft von Menschen mit eher undefinierbarem Braun beneidet. Und sogar manch blonde Mähne wird von ihrer Trägerin aus Geschmacksgründen in eine schwarze Haarpracht verwandelt. Mit nicht immer optimalem Ergebnis.
Daher lohnt es sich, dem Thema ein bisschen Zeit zu widmen. Was ist bei der Pflege von schwarzer Haarfarbe entscheidend, wie werden Haare richtig gefärbt und wem stehen dunkle Töne überhaupt? Gerne wird auch vergessen, wie viele Schwarz-Nuancen es gibt - von schwarz-roten zu blau-schwarzen Haaren. Hier gibt es einen Überblick und Tipps.
An der Tatsache, wie divers schwarzhaarige Menschen aussehen, die von Natur aus richtig schwarze oder dunkelbraune Haare haben, lässt sich ablesen: Sie stehen ganz verschiedenen Typen. Ob Menschen mit dunkler oder heller Hautfarbe, mit braunen oder blauen Augen - da wäre es unangemessen, den Look auf eine bestimmte Personengruppe einzugrenzen. Aber wem steht sie am besten?
Als nicht wirklich harmonisch könnte die Haarfarbe wahrgenommen werden, wenn eine Person zum Beispiel sehr helle Wimpern und Augenbrauen hat und nur die Kopfhaare schwarz färbt. Dann entsteht mit der Frisur ein Kontrast zum Rest des Gesichtes, der oft wenig schmeichelhaft auf das Erscheinungsbild wirkt. Deswegen kann es ein guter Indikator sein, den Wunsch nach schwarzem Haar damit abzugleichen - wobei natürlich auch Augenbrauen und Wimpern mitgefärbt werden können.
Generell kommt es auf die Nuancen an: Wer eher ein warmer Typ ist, also bronze-, pfirsichfarbene oder braune Haut und dazu braune oder grüne Augen hat, der sollte von kalten Schwarztönen mit Blau- oder Lila-Anteil eher Abstand nehmen. Hier sind dunkelbraune oder schwarze Haare ohne Unterton sowie solche mit rötlichem Anteil ideal.
Menschen mit sehr hellem, kühlen Hautton mit rosigem oder leicht violettem Unterton und blauen oder grauen Augen können zu kalten Schwarztönen oder einer solchen Haarfarbe mit Blaustich greifen.
Es gibt nicht DAS Schwarz. Und das erweitert den Kreis derer, die sich an dem Farbton ausprobieren können, nochmal - denn je nach Nuance können sie mal gefallen, mal nicht. Hier ein Überblick:
Verschiedene Schwarztöne
Von Hell auf Dunkel zu färben ist erfahrungsgemäß immer einfacher als umgekehrt. Hier lohnt es sich, beim Experten vorab eine Farbberatung und Tipps in puncto Haarfarben einzuholen - denn besagte Nuancen sind am Ende ausschlaggebend dafür, ob Ihnen die neue Farbe steht oder nicht. Immer mit bedenken müssen Sie außerdem: Je größer der Farbunterschied, desto auffälliger ist auch der Ansatz, und das schon nach wenigen Millimetern.
Schwarzhaarige Frauen haben manchmal auch Lust, ihren Look mit einer anderen Farbe zu verändern. Doch funktioniert das überhaupt? Hier muss direkt gesagt werden: Einfach ist es nicht - und schonend auch nicht immer. Was gut und relativ unkompliziert geht, ist, dezente Farbakzente zu setzen, etwa mit einer Tönung. Diese eignet sich, um für einige Wochen einen sanften Schimmer in Rot, Violett oder Blau auf das Haar zu legen, ohne die Haarfarbe grundlegend zu ändern.
Soll der Farbton aber mehrere Nuancen heller oder sogar blond gefärbt werden, muss für Schwarzhaarige oder sehr dunkle Haare zu härteren Mitteln gegriffen werden. Sprich: Es wird gebleicht beziehungsweise blondiert. Bei einer Blondierung werden dem Haar die Pigmente entzogen - anders wäre der anspruchsvolle Farbwechsel nicht machbar. Die Aufhellung sollte dabei nur auf halbwegs gesundem schwarzen Haar angewendet werden, das in den Wochen davor nicht mit anderen Farben oder Tönungen behandelt wurde. Denn mit Haarbruch ist zu rechnen, und das kann bereits geschädigtem Haar den Rest geben.
Zwar ist eine DIY-Coloration preiswerter, aber wer sehr dunkle Haare blondieren will, sollte definitiv zum Friseur. Ein Profi kann am besten einschätzen, ob das Haar das Bleichen übersteht und welche Töne und Nuancen mit einfließen sollen, damit kein Grün- oder Rotstich entsteht, der nicht gewünscht ist.
Tipps für den Beauty-Look: Statt komplett auf Blond oder Hellbraun umzufärben, können Sie auch Strähnchen oder Ombré in Erwägung ziehen, um lediglich helle Nuancen in die Haare zu zaubern.
Ein gelungenes Beispiel: Selena Gomez, die zwischenzeitlich blond war. Ihre Naturhaarfarbe ist zwar dunkelbraun und nicht schwarz, aber der Effekt und der Aufwand beim Färben ist ähnlich.
Wurden die Haare schwarz gefärbt, gilt, was für alle Colorationen gilt: Sie brauchen eine entsprechende Pflege mit viel Feuchtigkeit und Farbschutz, damit das Ergebnis auch lange schön bleibt. Auch ein UV-Schutz ist für diese Frisuren empfehlenswert. Zudem gibt es Produkte wie Shampoo und spezielle Conditioner, die schwarze Farbpigmente enthalten, das hält den Ton länger strahlend und frisch.
Schwarzhaarige Frauen müssen die Pflege der Haarstruktur anpassen. Glatte schwarze Haare können verschiedene Texturen haben, von fest und trocken bis fein und schnell fettend - hier ist die Pflege, insbesondere Produkte wie das Shampoo, ebenfalls darauf abzustimmen. Sehr lockige oder krause Haare werden in der Regel nicht täglich gewaschen - und wenn, ist viel Feuchtigkeit und im Idealfall eine Spülung nötig, denn sie sind oft sehr trocken. Statt einer Bürste wird ein grobzinkiger Kamm verwendet, um sie zu entwirren. Oder die Finger.
Ganz wichtig bei schwarzem Haar: das Thema Glanz. Wird das Haar nicht mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt, wirkt es schnell stumpf. Spezielle Pflege- und Stylingprodukte sorgen mit nährenden Ölen dafür, dass es so richtig schön glänzt.
Auch hier ist die Vielfalt riesig - denn wie gesagt kann die Struktur von schwarzem und dunkelbraunem Haar ebenfalls ganz unterschiedlich sein. Naturhaar, das glatt, aber sehr kräftig ist, lässt sich oft schwer in Form bringen. Ideal sind Frisuren mit langem Haar und leichten Stufen, dann fällt es von ganz allein perfekt. Schön ist auch der Beauty-Trend Longbob, der fast jeder Frau steht und sich für glattes wie für leicht gewelltes Haar eignet. Mutigere Frauen tragen sie zu einem kurzen Bob oder einem Pixie-Cut. Der sieht auch mit roten oder bläulichen Nuancen großartig aus. Spannend ist auch ein Pony.
Statt auf Frisuren mit Braids oder Extensions zu setzen, feiern einige prominente Frauen ihre krause Haarstruktur und präsentieren ihr schwarzes oder schwarzbraunes Haar im natürlichen Look.
Es geht aber auch ganz kurz. Unabhängig davon, ob glatt oder lockig, eignet sich schwarzes Haar auch gut für echte Kurzhaarschnitte.
In Sachen Beauty: Beim Make-up können Schwarzhaarige auf satte Farben setzen. Dunkles Rot und Beerentöne auf den Lippen, gerne auch mal Metallic-Tönen auf den Augen - je nachdem, ob der Farbton eher kühl oder warm ist, werden eher silberne oder goldene Töne zu den jeweiligen Frisuren verwendet.
Wie immer sind es die Stars, die zeigen, wie vielfältig das Styling und die Frisuren für schwarze Haare sein können. Hier kommen einige prominente Beispiele, die die Trends erlebbar machen.
| Star | Frisur/Stil | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Krysten Ritter | Lange, schwarze Haare | Leichter Blaustich, passend zum kühlen Hautton |
| Zoë Kravitz | Pixie-Cut | Eleganter Wet-Look |
| Sandra Oh | Variable Stile | Mal lockig, mal extravagant |
| Lupita Nyong'o | Natürliches Haar/Braids | Schlicht, oft mit Accessoires kombiniert |
| Kylie Jenner | Variabel | Oft Extensions oder Perücken |
Stars mit schwarzen Haaren
Überraschenderweise taucht hier in Europa immer wieder die Frage auf: Gibt es überhaupt von Natur aus schwarze Haare? Die Antwort ist ganz einfach: Ja! Tatsächlich ist Schwarz sogar die häufigste Haarfarbe auf der ganzen Welt! Während sie bei uns weniger verbreitet ist, haben in Afrika und Asien die allermeisten Menschen sehr dunkelbraune bis schwarze Haare - das war nämlich der Ton unserer Vorfahren, der Urmenschen. Natürlich gibt es unter den vielen schwarzhaarigen Menschen auf der Welt feine Abstufungen - nicht alle haben pechschwarze Haare. Die Farbwelt reicht von warmen, rötlichen Untertönen über tiefbraune Nuancen bis hin zu kühlen, blauschwarzen Haaren.
Stehen mir schwarze Haare? Die gute Nachricht zuerst: Im Grunde kann jeder Mensch die beliebte Haarfarbe tragen - wichtig ist nur, dass Sie eine Nuance wählen, die auch gut zu Ihrem Typ passt. Denn Schwarz ist nicht gleich Schwarz. Sind Ihr Teint und Ihre Augen eher hell, sollten Sie dementsprechend einen kühlen Unterton wählen und sich die Haare zum Beispiel blauschwarz färben. Für Menschen mit dunklerer Haut- und Augenfarbe eignen sich tiefschwarze oder schwarzbraune Haare.
Auch der Haartyp kann mitunter eine Rolle spielen: Haben Sie besonders dünnes Haar, wählen Sie die schwarze Haarfarbe am besten nicht zu dunkel. Wenn Sie sich dazu entschieden haben, stellt sich zunächst die Frage, wie dauerhaft die Veränderung sein soll. Sind Sie noch unsicher und möchten sich erstmal herantasten oder den richtigen Farbton finden, ist eine Tönung die beste Wahl. Neuere Intensivtönungen kommen ohne Ammoniak aus, sodass das Haare Schwarzfärben nicht schädlich ist. Tiefschwarze Ergebnisse erzielen Sie mit einer Intensivtönung trotzdem.
Wer sich langfristige Ergebnisse wünscht, sollte zu einer Coloration greifen. Eine gute schwarze Haarfarbe zeichnet sich dadurch auch, dass sie pflegende und glanzverstärkende Inhaltsstoffe wie Macadamia- oder Arganöl enthält - so werden die Haare optimal auf das Färben vorbereitet und die Farbe kann strahlen. Einziges Manko hierbei: Die nachwachsenden Haare an Scheitel und Schläfen müssen in regelmäßigen Abständen nachgefärbt werden. Abhilfe schaffen sogenannte Ansatzsets, mit denen Sie gezielt den Ansatz nachfärben können.
Von Blond auf Schwarz? Oder braune Haare schwarz färben? Geht das? Kein Problem. Solange Ihr Haar unbehandelt und gesund ist, ist es egal, ob Sie braune, graue, rote oder blonde Haare schwarz färben. Dank der besonders dunklen Nuance deckt Schwarz jede Naturhaarfarbe gut ab und lässt Untertöne verschwinden. Die Ausnahme: Blondierte Haare schwarz zu färben, ist nicht ganz so einfach. Durch die chemische Vorbehandlung des Haars kann es vorkommen, dass die Farbe schlechter oder anders aufgenommen wird und so ein verfälschtes Ergebnis herauskommt.
Tipp: Ihre Haare sind schon leicht angegraut und Sie haben Angst, die schwarze Haarfarbe hält nicht? Tragen Sie - am besten am Abend vor dem Färben - einfach eine reichhaltige Haarkur auf die grauen Partien auf.
Egal, ob schwarzblonde oder schwarzrote Haare - damit Ihnen die Farbe möglichst lange erhalten bleibt, ist eine gute Pflegeroutine unerlässlich. Anders als bei nicht-colorierten Haaren sollten sowohl Spülung als auch Shampoo für schwarzes Haar pflegende und schützende Inhaltsstoffe haben. Beides sollten Sie bei jeder Haarwäsche anwenden. Ebenso wichtig ist UV-Schutz. Selbst im Winter ist die Sonne stark genug, um schwarze Haare verblassen zu lassen. Benutzen Sie deshalb am besten immer entsprechende Sprays oder Leave-In-Produkte, um die Farbe zu bewahren.
Damit schwarze Haare ihren vollen Glanz entfalten können, gibt es auch den ein oder anderen Trick. Für ein besonderes Finish können Sie etwas Spitzenserum nehmen und es sparsam in die Längen einarbeiten - der Ansatz sollte ausgespart werden. So verstärken Sie den glänzenden Effekt, ohne das Haar zu beschweren. Auch das Bearbeiten mit einem Glätteisen sorgt für Extra-Glanz.
Da Schwarz bereits als Farbe an sich recht dominant ist, sollten Sie beim Styling darauf achten, dass Ihr Gesicht nicht hinter den Haaren verschwindet. Auch verspielte Looks mit Flechtelementen oder zarten Beach Waves bilden einen zu starken Bruch mit der Wirkung der Haarfarbe und sind daher weniger geeignet. Passender sind große, definierte Locken, glatte Schnitte wie ein gerader Bob oder kantige Geo-Cuts.
Dunkle Haare können elegant, mystisch und sexy zugleich sein. Ob braunes Haar oder eine schwarze Mähne, dank der vielen Facetten und Nuancen gibt es für jede Frau* die richtige Farbe.
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