Volles und kräftiges Haar gilt als Symbol für Jugend, Schönheit und Vitalität. Kommt es jedoch zu vermehrtem Haarausfall, kann dies für Betroffene sehr belastend sein. Die Ursachen für Haarausfall sind vielfältig, und eine davon können Funktionsstörungen der Schilddrüse sein.
Die Schilddrüse beeinflusst mit ihren Hormonen das Haarwachstum, da die Haarfollikelzellen Rezeptoren besitzen, an die die Schilddrüsenhormone binden können. Diese Hormone wirken sich direkt auf das natürliche Haarwachstum aus und beeinflussen wichtige Prozesse im Haarwachstumszyklus.
Gerät die Schilddrüse aus dem Takt, sind die Schilddrüsenhormone meist übermäßig viel oder zu gering im Blut vorhanden. Hier sind die Zusammenhänge:
Starke Schilddrüsenüberfunktionen treten meist bei einem Morbus Basedow auf. Auch bei der Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis kann es zu Beginn zu einer Überfunktion kommen. Langfristig entwickeln aber viele der Patientinnen und Patienten mit einer Hashimoto-Thyreoiditis nach einer etwa sechswöchigen Überfunktionsphase eine behandlungsbedürftige Schilddrüsenunterfunktion.
Eine solche Störung betrifft auch rund fünf bis sieben Prozent aller Frauen nach der Geburt - die sogenannte Postpartum-Thyreoiditis. Ohnehin kommt es nach einer Geburt durch den Abfall der schwangerschaftsbedingt hohen Östrogenwerte oftmals zu einem gewissen Haarausfall. Eine Postpartum-Thyreoiditis kann diesen noch deutlich verstärken. Darüber hinaus können „heiße“ Schilddrüsenknoten (Autonome Adenome) ebenfalls eine Überfunktion und damit einen verstärkten Haarausfall verursachen.
Die gute Nachricht: Schilddrüsenfunktionsstörungen sorgen in der Regel für keinen dauerhaften Haarverlust. Nach erfolgreicher Behandlung der ursächlichen Schilddrüsenerkrankung und der Normalisierung der Schilddrüsenwerte wachsen die ausgefallenen Haare meist wieder nach - auch nach länger anhaltenden Funktionsstörungen.
Generell gilt: Je früher gehandelt wird, desto schneller lässt sich weiterem Haarausfall vorbeugen. Denn es kann mitunter Jahre dauern, bis die Haare in Länge und Volumen wieder nachgewachsen sind.
Neben Schilddrüsenproblemen gibt es auch andere Ursachen für Haarausfall, die bei der Anamnese berücksichtigt werden sollten:
Bei der Kopfhautinspektion achtet man insbesondere auf entzündliche Rötungen und Schuppungen, da Schuppenbildung, Hautpilzbefall und Ekzeme Haarausfall begünstigen können. Der Haarzugtest bietet eine erste Orientierung im Hinblick auf die Diagnosestellung. Zur Routinediagnostik zählt mittlerweile die auflichtmikroskopische Untersuchung (Trichoskopie).
Bei einem positiven Haarausfallbefund variiert die Haarschaftdicke deutlich. Es überwiegen Follikelöffnungen, aus denen nur ein Terminalhaar austritt und es gibt vermehrt Bereiche mit Vellushaaren oder kahlen Stellen.
Besonders häufig sind folgende drei Formen von Haarausfall:
Bei Männern mit erblich bedingtem Haarausfall beginnt die Problematik nicht selten im Tonsurbereich und in den Geheimratsecken (Symbolbild).
Bei Frauen zeigt sich erblich bedingter (androgenetischer) Haarausfall vor allem durch schütteres Haar im Mittelscheitelbereich, bei Männern durch Geheimratsecken und Haarverlust im Bereich der Tonsur.
Bei diffusem Haarausfall lichten sich die Haare gleichmäßig auf dem ganzen Kopf. Der kreisrunde Haarausfall ist nach der androgenetischen und diffusen Alopezie die dritthäufigste Form des Haarausfalls.
Um die Ursache des Haarausfalls einzugrenzen und entsprechend behandeln zu können, sollten verschiedene Blutwerte überprüft werden. Zum einen sind einige Mikronährstoffe wichtig für ein gesundes Haarwachstum. Zum anderen beeinflussen verschiedene Hormone das Haarwachstum. Hier sollten die TSH-, T3-, T4- und Schilddrüsenantikörper (TPO, TRAK)-Werte ermittelt werden.
Sowohl eine Schilddrüsenüberfunktion als auch eine -unterfunktion kann zu Haarausfall führen. Insbesondere Patienten mit Morbus Basedow oder Hashimoto-Thyreoiditis klagen begleitend über vermehrten Haarausfall. Vitamin D, Jod, Eisen, Selen und Zink sind für die Bildung der Schilddrüsenhormone und zur Regulation des Immunsystems wichtig.
Es gibt verschiedene Behandlungsansätze, um Haarausfall entgegenzuwirken:
Schüßler Salze können eine sanfte und natürliche Unterstützung für eine Schilddrüse im Gleichgewicht sein. Dabei können verschiedene Salze in Betracht kommen:
Viele Menschen versuchen, mithilfe der Schüßler-Salze Haarausfall oder andere Haarprobleme (wie brüchige Haare, Haarspliss oder Schuppen) zu bekämpfen. Generell sollen vor allem Natrium phosphoricum und Silicea (Nr. 9 und 11 der Schüßler-Salze) die Haare stärken. Ebenfalls kräftigend auf die Haare sollen sich Nr. 2 Calcium phosphoricum, Nr. 5 Kalium phosphoricum, Nr. 8 Natrium chloratum und Nr. 21 Zincum chloratum auswirken.
Einige Schüssler-Salze, die bei Haarausfall helfen können:
Sie können die Schüßler-Salze Nr. 3, 5, 8, 9 und 10 auch kombiniert äußerlich anwenden, indem Sie einmal wöchentlich die Tabletten durch Auflösen in Wasser zu einem dicken Brei anrühren und als Haarpackung auftragen. Auch eine Spülung können Sie anfertigen. Wie viele Tabletten der einzelnen Schüßler-Salze Sie hierfür verwenden sollten, besprechen Sie am besten mit einem erfahrenen Therapeuten.
Generell können Sie es bei Haarausfall auch mit dem biochemischen Haar-Schema versuchen:
Die Wirkung dieser Schüßler-Salze gegen Haarausfall soll sich noch steigern lassen, wenn Sie bei den Salzen Nr. 3 und Nr. 11 öfters die Potenz wechseln - zum Beispiel jeweils zwei Wochen lang D6, dann D3 und schließlich D12 einnehmen.
Bitte beachten Sie: Das Thema rund um die Gesundheit der Schilddrüse ist komplex und kann nur grob in diesem Kontext zusammengefasst werden. Bei allen Schilddrüsenproblemen sollte daher erst nach ärztlicher Abstimmung und Rücksprache eine eventuell unterstützende naturheilkundliche Therapie (z.B. mit Schüssler Salzen) begonnen werden.
| Art des Haarausfalls | Empfohlene Schüssler Salze | Anwendung |
|---|---|---|
| Diffuser Haarausfall | Silicea (Nr. 11), Zincum chloratum (Nr. 21), Natrium phosphoricum (Nr. 5), Ferrum phosphoricum (Nr. 3) | Innerlich über mehrere Wochen |
| Kreisrunder Haarausfall | Kalium phosphoricum (Nr. 5), Silicea (Nr. 11), Zincum chloratum (Nr. 21), Natrium phosphoricum (Nr. 9) | Innerlich und äußerlich (Salbenform) |
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