Schuppige Haut zwischen Fingern: Ursachen, Behandlung und Vorbeugung

Schuppige Haut zwischen den Fingern kann sehr unangenehm sein und verschiedene Ursachen haben. Oftmals ist es ein Zeichen für ein Ungleichgewicht der Haut, das durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden kann. In diesem Artikel werden die häufigsten Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten erläutert.

Ursachen für schuppige Haut zwischen den Fingern

Trockene, schuppige Haut ist meist ein Zeichen für eine Störung der natürlichen Fett- und Feuchtigkeitsregulation der Haut. Manchmal ist die Haut zusätzlich gerötet, spannt, juckt und ist sogar rissig. Hier sind einige der häufigsten Ursachen:

  • Veranlagung: Eine genetische Veranlagung zu trockener Haut kann die natürliche Fett- und Feuchtigkeitsregulation stören.
  • Falsche Hautpflege: Häufiges Waschen und stark entfettende Reinigungsprodukte können den Hautschutzmantel stören und die Haut austrocknen.
  • Äußere Einflüsse: Schwitzen im Sommer, kalte Außentemperaturen, Wind, trockene Heizungsluft und Klimaanlagen können die Haut austrocknen.
  • Fortschreitendes Alter: Mit zunehmendem Alter lässt die Fettproduktion der Haut nach, was zu Trockenheit führt.
  • Hauterkrankungen: Verschiedene Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte, Pilzerkrankungen, Ekzeme oder Mundrose können mit schuppiger Haut einhergehen.
  • Ernährung und Lebensstil: Eine Fehl- und Mangelernährung, Vitaminmangel, Alkohol, Rauchen und zu wenig Flüssigkeit können sich negativ auf die Haut auswirken.

Handekzeme: Eine häufige Ursache für schuppige Haut

Ein Handekzem ist eine entzündliche Hauterkrankung, die sich durch trockene Haut, rote Flecken und starken Juckreiz äußert. Es kann sowohl Erwachsene als auch Kinder betreffen. Es gibt verschiedene Formen von Handekzemen, die je nach Ursache unterschieden werden:

  • Kontaktallergisches Handekzem: Entsteht durch den Umgang mit allergieauslösenden Stoffen wie Farb-, Duft- oder Konservierungsstoffen.
  • Irritativ-toxisches Kontaktekzem: Entsteht durch übermäßiges Reizen der Haut, etwa durch chemische Substanzen, Desinfektionsmittel, häufiges Händewaschen und Feuchtarbeit.
  • Atopisches Handekzem: Tritt in Zusammenhang mit Neurodermitis auf, wobei äußere Faktoren als Auslöser eine geringere Rolle spielen.

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Symptome eines Handekzems

Die Symptome eines Handekzems können vielfältig sein und das tägliche Leben stark beeinträchtigen:

  • Stark juckende Haut
  • Sehr trockene und rissige Haut
  • Schmerzempfindliche Hautstellen
  • Verdickte, lederartig wirkende Haut
  • Schuppenbildung und Abblättern der Haut
  • Ekzem-Bläschen, gefüllt mit klarer Flüssigkeit
  • Schmerzhafte Risse an den Händen

Verschiedene Arten von Handekzemen

Es gibt verschiedene Arten von Handekzemen, die sich in ihrem Aussehen und ihren Ursachen unterscheiden:

  1. Dyshidrosiformes Handekzem: Auch als dyshidrotisches Handekzem bezeichnet, tritt häufig bei jungen Erwachsenen auf und äußert sich durch stark juckende Bläschen am Finger.
  2. Atopisches Handekzem: Tritt im Zusammenhang mit Neurodermitis auf und führt typischerweise zur Bildung von Schuppen, Rissen und Bläschen.
  3. Hyperkeratotisch-rhagadiformes Handekzem: Gekennzeichnet durch eine übermäßige Verhornung und schmerzhafte Einrisse der Haut.

Behandlung von schuppiger Haut und Handekzemen

Die Behandlung von schuppiger Haut und Handekzemen hängt von der jeweiligen Ursache ab. Hier sind einige allgemeine Empfehlungen:

  • Sorgfältige Hautpflege: Verwenden Sie rückfettende Lotionen oder Cremes, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und die Hautschutzbarriere zu stärken.
  • Milde Reinigung: Waschen Sie Ihre Haut nur mit milden, pH-neutralen und parfumfreien Syndets.
  • Vermeidung von Reizstoffen: Meiden Sie den Kontakt mit allergieauslösenden oder hautreizenden Stoffen.
  • Schutzmaßnahmen: Tragen Sie bei Arbeiten im Haushalt oder im Garten Handschuhe, um die Hände vor Reizstoffen zu schützen.
  • Medikamentöse Behandlung: Bei Bedarf können Kortisonsalben oder andere Medikamente zur Linderung von Entzündungen und Juckreiz eingesetzt werden.

Tabelle: Produkte und Wirkstoffe zur Behandlung von schuppiger Haut

Produkt/Wirkstoff Anwendung Wirkung
Rückfettende Lotionen/Cremes Regelmäßig nach dem Duschen/Baden Spendet Feuchtigkeit, stärkt die Hautschutzbarriere
Bepanthen® Wund- und Heilsalbe Auf schuppig-rissige Hautstellen Fördert die Heilung, stärkt die Hautschutzbarriere
Milde, pH-neutrale Syndets Zum Händewaschen Reinigt schonend, ohne die Haut auszutrocknen
Kortisonsalben Auf ärztliche Verordnung Wirkt entzündungshemmend
Handbalsam mit Sheabutter und Arganöl Mehrmals täglich Ersetzt fehlende Lipide, beruhigt die Haut
Glycerin In Hautpflegeprodukten Spendet Feuchtigkeit, positive Auswirkungen auf die Hautfeuchtigkeit

Vorbeugende Maßnahmen für den Alltag

Um schuppiger Haut und Handekzemen vorzubeugen, können Sie folgende Maßnahmen in Ihren Alltag integrieren:

  • Hände richtig waschen: Verwenden Sie lauwarmes Wasser und milde Seife. Trocknen Sie Ihre Hände sorgfältig ab, besonders zwischen den Fingern.
  • Schutzhandschuhe tragen: Tragen Sie bei Arbeiten im Haushalt, im Garten oder bei Kontakt mit Reizstoffen Handschuhe.
  • Hautpflege: Cremen Sie Ihre Hände regelmäßig mit einer feuchtigkeitsspendenden Handcreme ein.
  • Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen. Trinken Sie genügend Wasser.
  • Stress vermeiden: Versuchen Sie, Stress zu reduzieren, da dieser sich negativ auf die Haut auswirken kann.

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Es ist ratsam, einen Arzt aufzusuchen, wenn:

  • sich die schuppige Haut trotz gezielter Pflege nicht bessert
  • weitere Beschwerden wie Rötungen, Schmerzen oder Entzündungen hinzukommen
  • Verdacht auf ein chronisches Handekzem besteht
  • starker Juckreiz auftritt, der auf einen ansteckenden Hautpilz hindeuten könnte.

Ein Arzt kann die genaue Ursache der schuppigen Haut oder des Handekzems diagnostizieren und eine individuell passende Therapie empfehlen.

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