Die Fassadenverkleidung ist ein wichtiger Aspekt bei der Gestaltung und dem Schutz von Gebäuden. Es gibt eine Vielzahl von Materialien, die sich für die Fassadenverkleidung eignen, jedes mit seinen eigenen Vor- und Nachteilen. Neben der klassischen Holzfassade gibt es interessante Materialalternativen wie Schichtstoffplatten, WPC, Faserzement und Vinyl.
Im Folgenden werden einige dieser Materialien und ihre Eigenschaften näher betrachtet:
HPL ist ein Schichtstoff, der aus mehreren Lagen phenolharzgetränkten Zelluloseschichten besteht. Phenolharz ist ein robustes Kunststoffharz, das bereits vor über hundert Jahren entwickelt wurde. Es ist besonders steif und bruchfest und reagiert kaum auf Temperatureinflüsse, was HPL-Platten sehr dimensionsbeständig macht. Zudem ist Phenolharz schwer entflammbar.
Für die Fassade werden HPL-Kompaktplatten verwendet, die aufgrund der hohen Anzahl verpresster Lagen keinen zusätzlichen Träger benötigen und somit selbsttragend sind.
Empfehlenswert ist eine hinterlüftete Fassadenkonstruktion, um Schimmelbildung und Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Die HPL-Fassadenplatten werden auf einer Unterkonstruktion aus Aluminium oder Holz verschraubt, wobei zwischen den Platten eine schmale Dehnungsfuge verbleibt.
Die Fassade aus Faserzement punktet mit ähnlichen Mehrwerten wie die HPL-Fassade: Sie ist extrem robust, absolut witterungsbeständig und vielfältig im Design. Auch die Stärke mit knapp 8 mm ist vergleichbar mit HPL.
Im Gegensatz zu HPL-Fassadenplatten gibt es Faserzement auch als Paneele, die sich wie klassische Fassadenbretter verarbeiten lassen, was besonders für private Hauseigentümer interessant ist, die einen klassischen Look bevorzugen. Die Montage ist grundsätzlich einfach und erfordert nicht zwingend ein Vorbohren. Sogar auf Bewegungsfugen kann verzichtet werden, da sich die Platten in der Länge höchstens minimal ändern.
Faserzementplatten gibt es mit den unterschiedlichsten Designs, Farben und Oberflächenstrukturen, zum Beispiel mit Holzstrukturen.
WPC hat im Terrassensegment für Furore gesorgt und wurde auch für den Fassadenbereich weiterentwickelt. WPC ist ein langlebiges und optisch ansprechendes Material, das hauptsächlich aus Holzfasern besteht (ca. 70 %, abhängig vom Hersteller).
Eine WPC-Fassade besitzt eine schöne, naturnahe Optik in Holz- und Erdfarben. Im Gegensatz zu Holz vergraut WPC nicht, wodurch regelmäßige Pflegeanstriche entfallen. Gleichzeitig ist es so langlebig wie erlesene Tropenhölzer. WPC ist ökologisch wertvoll durch die Verwendung von Holzfasern aus zertifizierter Forstwirtschaft.
WPC-Profile lassen sich hervorragend verarbeiten und können optisch elegant und unsichtbar befestigt werden. Pflegeanstriche sind nicht nötig, aber eine regelmäßige Reinigung der Fassade ist empfehlenswert.
Fassadenelemente aus PVC bzw. Vinyl sind eher ein Nischenprodukt, überzeugen aber mit ihren eigenen Vorteilen. PVC ist bekannt für seine Robustheit und Unempfindlichkeit gegen Feuchtigkeit. Als Hart-PVC punktet es mit hoher Temperaturbeständigkeit, Oberflächenhärte und guten Isolationseigenschaften (Wärmedämmung). Wie alle aufgeführten Fassadenmaterialien lassen sich Elemente aus PVC/Vinyl als vorgehängt hinterlüftete Fassade realisieren - mit all ihren Vorteilen.
Eine senkrechte Fassadenverkleidung ist der Trend von heute. Wer eine offene Fassadenverkleidung möchte, kann auch „schräge“ Rautenprofile senkrecht anbringen. Neben den parallelförmigen Rautenprofilen können Sie auch gerade, normale Bretter als offene Fassadenverkleidung montieren. Handhaben Sie dann 7 mm Zwischenraum für ausreichend Platz. Das Gängigste bei schrägen Rauten- oder geraden Latten sind Latten in den Breitenmaßen 68, 90 oder 140 mm. Es ist auch möglich, mit unterschiedlichen Breiten zu variieren.
Für diejenigen, die die Bretter lieber waagerecht anbringen, passen schwedische Stülpschalung Keilstülpschalungsbretter gut zu einem Scheunenhaus. Diese Bretter sind meistens aus sibirischer Lärche oder Roter Zeder und werden dann aufeinandergeschichtet. Schichten Sie die Bretter nicht zu fest aufeinander, sondern handhaben Sie 2 mm Zwischenraum, damit das Holz Platz zum Arbeiten hat.
Bei einem robusten Scheunenhaus aus Holz, dürfen die Bretter gerne rau sein, also fein gesägt. Dies sorgt für ein ländliches Aussehen. Fein gesägtes Holz ist auch besser zu färben als glattgehobeltes Holz. Außerdem ist das Risiko ausbrechender Aststellen, raising grain genannt, bei fein gesägtem Holz geringer.
Wer seinem Scheunenholz einen modernen Touch verleihen möchte, kann auch mit glattgehobelten Latten arbeiten. Im Bereich der glattgehobelten Hölzer sind thermisch modifizierte Holzarten, wie Ayous und Fraké äußerst beliebt.
Nicht alle Holzarten sind für die Montage auf Fassaden von Häusern geeignet. Nur die stabileren, nicht zu schweren und nachhaltigen Arten, die die warme Luft von innen und die kalte Luft von draußen gut vertragen.
| Holzart | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Sibirische Lärche | +günstig, +gut überstreichbar | |
| Thermisch modifiziertes Ayous | +Leichtgewicht, +moderner Look (kaum Aststellen) | |
| Western Rote Zeder | +nachhaltig, +Leichtgewicht | - hoher Preis, -lässt sich nicht gut behandeln (fettig) |
| Thermisch modifiziertes Fraké | +härter als Ayous | -für den Liebhaber, nicht jeder mag Pinholes und eine auffällige Maserungsstruktur. |
| Radiata Pine | +lässt sich gut behandeln, +die Basis des Accoya Holzes | - kommt ganz aus Neuseeland, starke Transportverschmutzung. |
Schwarzes Fassadenholz: Durch die schwarze Farbe verschwindet die gesamte Holzstruktur, die der Fassade gerade den Charme verleiht. Schwarzes Holz wird zudem auch noch sehr heiß, bis zu ganzen 70 Grad, und arbeitet dadurch mehr. Ziehen Sie also auf alle Fälle in Erwägung, die Holzfarbe zu behalten. Sie können sie auf Wunsch auch transparent ölen lassen.
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