Schuppen schnell loswerden: Die besten Hausmittel

Abgestorbene Hautschüppchen auf Klamotten und in der Bürste? Die weißen Flocken sind nicht nur unschön, sie kommen meist in unangenehmer Begleitung einer trockenen Kopfhaut. Wenn selbst das Shampoo gegen Schuppen nicht mehr hilft, können uns nur noch Hausmittel retten! Hier sind die effektivsten Hausmittel, die Schuppen Schnee von gestern sein lassen.

Wie entstehen Schuppen?

Jeder Mensch hat Schuppen auf der Kopfhaut, dies sind nämlich nur abgestorbene Hautzellen. Im Normalfall sind diese Schuppen mit dem bloßen Auge nicht sichtbar, wenn die Zellen jedoch in größeren Einheiten abfallen, werden sie als Schuppen erkennbar. Diese Verbände entstehen, wenn der Körper die abgestorbenen Hautzellen zu schnell abstößt. Kopfschuppen gehen oft mit einer juckenden und gereizten Kopfhaut einher.

Was sind die Ursachen von Schuppen?

Haarschuppen können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Eine gereizte Kopfhaut ist die häufigste Ursache für sichtbare Schuppen. Wenn die Haare mit zu vielen Produkten überpflegt, zu häufig gewaschen oder Hitze ausgesetzt werden, kann die Kopfhaut enorm darunter leiden. Daher gilt: weniger ist mehr! Kopfschuppen können aber auch ganz andere Gründe haben. Genetische Veranlagung, hormonelle Veränderungen, zu viel Stress oder eine unausgewogene Ernährung können auch die Ursache für Schuppen sein.

Je nach Schuppenart solltet ihr ein passendes Pflegeprodukt wählen, am besten ein mildes Anti-Schuppen-Shampoo. Lasst euch in der Apotheke beraten, wenn ihr unsicher seid. Um eure Kopfhaut nicht zusätzlich zu reizen, solltet ihr außerdem auf hohe Temperaturen beim Waschen, Stylen und Föhnen verzichten.

Schuppen & juckende Kopfhaut: Lösung gesucht | Was können Shampoo, Waschen, Ernährung & Hausmittel?

Fettig oder trocken? Diese Arten von Schuppen gibt es

Es gibt 2 unterschiedliche Arten von Haarschuppen: fettige Schuppen und trockene Haarschuppen. Die 2 Varianten sind auf verschiedene Ursachen zurückzuführen und werden auch auf unterschiedliche Art und Weise behandelt. Fettige Schuppen treten häufiger bei Männern auf, während Frauen eher zu trockenen Schuppen neigen.

Fettige Schuppen

Fettige Schuppen sind ölig und meistens eher gelblich, sie sind schwer löslich und bleiben oft im Haaransatz hängen. Die Kopfhaut juckt und ist häufig gerötet. Fettige Haarschuppen entstehen vor allem durch einen unausgeglichenen Hormonhaushalt oder Hefepilze. Hefepilze gehören zu einer gesunden Hautflora dazu, bei einer verstärkten Ausbreitung können die Pilze jedoch zu fettigen Schuppen führen. Durch eine gereizte Kopfhaut produziert der Körper zu viel Talg, sodass die abgestorbenen Hautschüppchen verkleben.

Trockene Schuppen

Die trockenen, weißen Hautschuppen oder Ablagerungen rieseln vom Kopf und aus den Haaren herab. Ursache für trockene Schuppen ist meist eine trockene Kopfhaut. Diese entsteht oft durch zu viel Hitze, trockene Heizungsluft im Winter, zu häufiges Waschen oder durch zu aggressive Haarpflegeprodukte.

Wichtig ist nur, dass ihr vorher herausfindet, welche Schuppenart (trockene oder fettige) ihr loswerden wollt. Hier sind 10 Hausmittel gegen Schuppen:

  1. Kokosöl gegen fettige Schuppen: Kokosöl spendet der Kopfhaut Feuchtigkeit und hemmt das Schuppen verursachende Pilzwachstum. Dafür einfach das Kokosöl in den Händen schmelzen lassen, in die Kopfhaut einmassieren und einwirken lassen. Danach solltet ihr das Öl am besten mit einem milden Shampoo auswaschen.
  2. Zitronensaft als Hausmittel gegen fettige Schuppen: Zitronensäure beseitigt die Pilze und Bakterien auf der Kopfhaut und mindert gleichzeitig den Juckreiz, der bei fettigen Schuppen häufig auftritt. Vermischt einen Esslöffel Zitronensäure mit 3 Esslöffeln Wasser, verteilt die Flüssigkeit auf der Kopfhaut und lasst sie einige Minuten einwirken. Wichtig: Im Anschluss gut auswaschen und nicht zu häufig anwenden, da der Zitronensaft die Haut ansonsten reizen könnte.
  3. Teebaumöl gegen fettige Schuppen: Teebaumöl hemmt das Pilzwachstum und ist sanft zur Kopfhaut. Gebt ein paar Tropfen des Teebaumöls in euer Shampoo und wascht die Haare wie gewohnt. Wenn die Schuppen nur stellenweise auftreten, könnt ihr das Teebaumöl auch direkt auf die Kopfhaut auftragen und nach etwa 15 Minuten wieder auswaschen.
  4. Lindenblütentee gegen fettige Schuppen: Lindenblütentee ist pflegend für die Haare und hilft bei einer gereizten Kopfhaut und fettigen Schuppen. Für die selbstgemachte Haarspülung den Tee ziehen und abkühlen lassen, anschließend die Kopfhaut damit spülen und ca. eine Stunde einwirken lassen. Danach die Haare gründlich ausspülen.
  5. Apfelessig gegen Schuppen: Apfelessig gleicht den pH-Wert der Kopfhaut aus und wirkt daher hervorragend gegen beide Arten von Schuppen. Verdünnt den Apfelessig mit Wasser in einem 1:1 Mischverhältnis und spült damit eure Haare bzw. die Kopfhaut. Nach 10 Minuten die Haare mit Wasser ausspülen, fertig.
  6. Olivenöl gegen juckende Kopfhaut: Massiert etwas Olivenöl die Haare, lasst es 15 Minuten einwirken und wascht es anschließend mit einem milden Shampoo gut aus. Ihr könnt das Olivenöl auch vor dem Schlafengehen auftragen und über Nacht einwirken lassen.
  7. Ingweröl gegen trockene Schuppen: Um das Haaröl herzustellen, braucht ihr einen Teelöffel gepressten Ingwersaft, der mit etwa 50 Millilitern Sesamöl gemischt wird. Das Öl dann in den Haaransatz einmassieren und nach 15 Minuten Einwirkzeit gründlich auswaschen.
  8. Naturjoghurt gegen trockene Schuppen: Der Joghurt beruhigt die Kopfhaut, spendet Feuchtigkeit und pflegt gleichzeitig das Haar. Für die selbstgemacht Haarkur einfach den Naturjoghurt in die Kopfhaut einmassieren und 15 Minuten einwirken lassen. Anschließend das Ganze gründlich ausspülen.
  9. Backpulver gegen trockene Schuppen: Backpulver auf der Kopfhaut wirkt wie ein sanftes Peeling, das die abgestorbenen Hautschüppchen entfernt. Gleichzeitig lindert das Backpulver lästigen Juckreiz und beseitigt Pilze auf der Kopfhaut. Für die Anwendung etwas Backpulver nach der Haarwäsche ins feuchte Haar einmassieren und danach gründlich mit lauwarmem Wasser auswaschen.
  10. Aloe vera gegen trockene Schuppen: Aloe vera reguliert den pH-Wert der Kopfhaut, spendet Feuchtigkeit und fördert das Haarwachstum. Verteilt Aloe-vera-Gel auf der Kopfhaut und lasst es am besten über Nacht einwirken. Anschließend das Gel ausspülen.

Hausmittel gegen Schuppen: Eine Übersicht

Hier eine Tabelle mit den genannten Hausmitteln und ihrer Anwendung:

Hausmittel Anwendung Wirkung
Kokosöl In die Kopfhaut einmassieren, einwirken lassen, auswaschen Spendet Feuchtigkeit, hemmt Pilzwachstum
Zitronensaft Mit Wasser verdünnen, auf die Kopfhaut auftragen, einwirken lassen, auswaschen Beseitigt Pilze und Bakterien, lindert Juckreiz
Teebaumöl Einige Tropfen ins Shampoo geben oder direkt auf die Kopfhaut auftragen, auswaschen Hemmt Pilzwachstum, sanft zur Kopfhaut
Lindenblütentee Als Haarspülung verwenden, einwirken lassen, ausspülen Pflegend für die Haare, beruhigend für die Kopfhaut
Apfelessig Mit Wasser verdünnen, auf die Kopfhaut auftragen, einwirken lassen, ausspülen Gleicht den pH-Wert aus
Olivenöl In die Haare massieren, einwirken lassen, auswaschen Spendet Feuchtigkeit, hilft gegen juckende Kopfhaut
Ingweröl In den Haaransatz einmassieren, einwirken lassen, auswaschen Hilft gegen trockene Schuppen
Naturjoghurt In die Kopfhaut einmassieren, einwirken lassen, ausspülen Beruhigt die Kopfhaut, spendet Feuchtigkeit
Backpulver Nach der Haarwäsche ins feuchte Haar einmassieren, auswaschen Wirkt wie ein Peeling, lindert Juckreiz
Aloe vera Auf die Kopfhaut auftragen, über Nacht einwirken lassen, ausspülen Reguliert den pH-Wert, spendet Feuchtigkeit

Schuppen vermeiden: So geht's

Wer keine Schuppen hat, braucht sie auch nicht loszuwerden. Da auch Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte Ursachen für Schuppen sein können, solltet ihr dem Problem auf den Grund gehen. Eine Hautärztin oder ein Hautarzt können weiterhelfen.

Gegen Schuppen kann man auch selbst etwas tun. Hausmittel wie selbst gemachte Haarkuren oder Haaröle lindern die Beschwerden.

Was hilft gegen Schuppen?

Shampoos gegen Schuppen eignen sich wunderbar, um die Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Sie enthalten spezielle Inhaltsstoffe, welche Schuppen mildern und die Kopfhaut unterstützen und pflegen. Dafür ist es jedoch wichtig, das richtige Shampoo zu wählen - denn Schuppen sind nicht gleich Schuppen. Sie können fettig oder trocken sein und verschiedene Ursachen haben. Darauf basierend benötigt die Kopfhaut ein Anti-Schuppen-Shampoo, das zu ihrem Zustand und ihren Bedürfnissen passt. Bei trockenen Schuppen sind beispielsweise vor allem feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe wichtig, während fettige und anhaftende Schuppen oft von Formulierungen mit hornlösender Salicylsäure profitieren.

Generell, aber insbesondere bei trockenen Schuppen, sollte das Anti-Schuppen-Shampoo die Kopfhaut nicht austrocknen und keine aggressiven Inhaltsstoffe enthalten. Die Schuppenbildung könnte sich sonst noch verstärken, anstatt abzunehmen. Greife daher am besten zu milden Formulierungen, welche die empfindliche Kopfhaut zusätzlich beruhigen und pflegen.

Weitere Tipps zur Schuppenbehandlung

  • Zu häufiges Haarewaschen sollte vermieden werden, da die Kopfhaut so keine Möglichkeit hat, selbst die notwendige Fettschicht zum Schutz zu bilden und somit austrocknet.
  • Beim Waschen immer darauf achten, lauwarmes Wasser zu verwenden und gründlich auszuspülen.
  • Die Auswahl des Shampoos kann für die Pflege von schuppigen Haaren wesentlich sein. Viele Haarwaschmittel wirken fettreduzierend, weshalb man auf ein eher mildes Produkt setzen sollte.
  • Wenn man das richtige Anti-Schuppen-Shampoo gewählt hat, sollte man dies keinesfalls länger als 30 Tage benutzen, um die Balance der Kopfhaut nicht auseinander zu bringen.
  • Auch bei der Bürste kann man einiges falsch machen, da falsche Bürsten die Kopfhaut unnötig reizen. Am besten sind Haarbürsten mit Naturborsten, da sie den Talg im Haar gut verteilen und Schuppen bei regelmäßiger Anwendung verschwinden lassen.
  • Zu heißes Föhnen und Glätten oder alkoholhältige Produkte wie Haarspray oder Schaumfestiger sollten nur sparsam verwendet werden, um die Kopfhaut nicht zusätzlich zu belasten.
  • Auch bei der Ernährung gilt: Weniger ist mehr! Zu viel Zucker, Alkohol oder Kaffee bringen die Hautflora aus der Balance und begünstigen so auch die Schuppenbildung auf dem Kopf. Eine ausgewogene, gesunde Ernährung gilt als Basis bei allen Mitteln gegen Schuppen.
  • Bei hohen Temperaturen im Sommer entsteht nicht selten ein Sonnenbrand auf der Kopfhaut, was Schuppen begünstigt. Daher sollte man immer eine Kopfbedeckung tragen oder Haar und Haut mit einem UV-Schutz-Spray schützen.

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