Schuppen in der Pubertät: Ursachen und Behandlung

Schuppen sind ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen betrifft. Sie können nicht nur unansehnlich sein, sondern auch juckende und gereizte Kopfhaut verursachen. Dieser Artikel befasst sich mit den Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Schuppen, insbesondere im Zusammenhang mit der Pubertät.

Was sind Schuppen?

Jeder Mensch produziert Schuppen. Die oberste Hautschicht (Epidermis) besteht aus Hautzellen, die in mehreren Schichten angeordnet sind. Die Zellen durchwandern binnen vier Wochen die verschiedenen Hautschichten, sterben ab und werden an der Hautoberfläche abgestoßen. Normalerweise sind die abgestoßenen Hautschüppchen mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Erst größere Verbände ab einer Anzahl von etwa fünfhundert Zellen sind als Schuppen sichtbar. Sie bilden sich, wenn die Haut die Flöckchen zu schnell abstößt und diese verklumpen.

Typisches Anzeichen ist eine juckende Kopfhaut. Sie deutet darauf hin, dass die Kopfhaut gereizt ist, zum Beispiel durch ein aggressives Shampoo oder zu häufiges Waschen und Föhnen. Meistens sind die herabrieselnden Schuppen harmlos, können aber auch ein Hinweis auf eine Erkrankung wie Schuppenflechte oder Neurodermitis sein.

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Trockene und fettige Schuppen

Schuppen lassen sich in zwei Kategorien einteilen:

  • Trockene Schuppen: Die trockenen, weißen Schuppen entstehen überwiegend durch trockene Kopfhaut, Heizungsluft im Winter, austrocknende Shampoos und Pflegemittel, Föhnen oder heißes, trockenes Klima. Auch bei bestimmten Erkrankungen kommt es zu trockenen Schuppen, zum Beispiel bei der Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris).
  • Fettige Schuppen: Durch eine erhöhte Talgproduktion entstehen gelbe, fettige Schuppen. Diese sind meist größer als trockene Schuppen und fühlen sich ölig an. Da sie zudem klebrig sind, lassen sie sich nicht so schnell ablösen wie die trockenen Schuppen. Dies begünstigt das Wachstum des Hefepilzes Malassezia furfur. Die leicht entzündete Kopfhaut fördert die Entstehung von fettigen Kopfschuppen.

Ursachen und Risikofaktoren

Etwa 30 Prozent aller Frauen und 20 Prozent aller Männer leiden zumindest zeitweise an einer starken Schuppung. Die Erklärung dafür, warum man Schuppen bekommt, ist: Die menschliche Haut erneuert sich alle vier Wochen. Es lösen sich alte, abgestorbene Hornzellen ab. Sie wandern dazu von der Tiefe an die Oberfläche.

Die Ursachen für Schuppen können vielfältig sein:

  • Hormonschwankungen: Hormone beeinflussen die Talgproduktion. Sie führen in der Pubertät oft zu fettiger Haut, was die Bildung von gelben, festsitzenden Schuppen auf der Kopfhaut fördert. Bei Frauen führen die Wechseljahre teils zu trockenen Schuppen.
  • Falsche Haarpflege: Häufiges Haarewaschen mit aggressiven Shampoos und heißes Föhnen führen unter Umständen zu trockener Kopfhaut und Schuppen.
  • Ungünstiges Klima: Hitze und trockene Luft verursachen eine trockene Kopfhaut, die Juckreiz und die Bildung von kleinen, weißen Schuppen fördert. Fettige Schuppen entstehen dagegen eher bei hoher Luftfeuchtigkeit.
  • Erbliche Veranlagung: Experten nehmen an, dass auch die Vererbung bei der Entstehung von Kopfschuppen eine Rolle spielt.
  • Stress: Psychische Belastungen wirken sich auf den Stoffwechsel der Hornhaut aus - Schuppen sind die Folge. Ist die Abwehrbarriere der Haut gestört, siedeln sich Hautpilze manchmal leichter an.
  • Erkrankungen: Psoriasis, atopisches Ekzem (Neurodermitis), seborrhoisches Ekzem und Kontaktallergien können ebenfalls Schuppen verursachen.

Insbesondere in der Pubertät sind fettige Schuppen keine Seltenheit, da sich der Hormonspiegel verändert und der Körper vermehrt Talg produziert.

Wann zum Arzt?

Schuppen sind für viele Betroffene ein kosmetisches Problem, das sich aber meist ohne ärztliche Hilfe in den Griff bekommen lässt. In folgenden Fällen ist es jedoch wichtig, dass Sie zum Hautarzt (Dermatologen) gehen:

  • Schuppenbildung, die länger als einen Monat besteht oder immer wiederkehrt
  • Starker Juckreiz, Rötung oder Schwellung der Kopfhaut
  • Haarausfall
  • Brennen oder Entzündung der Kopfhaut
  • Nässende oder verkrustete Stellen auf der Kopfhaut

Um der Ursache der Schuppen auf den Grund zu gehen, erhebt der Arzt zuerst im Gespräch Ihre Krankengeschichte (Anamnese). Dann schaut er sich die Haut Ihres Körpers an. Wichtig ist auch die Unterscheidung, ob es sich um trockene oder fettige Kopfschuppen handelt. Gegebenenfalls nimmt der Hautarzt Blut- und/oder Gewebeprobe ab.

Behandlung von Schuppen

Die Behandlung von Schuppen hängt von der Ursache ab:

  • Bei trockenen Schuppen können feuchtigkeitsspendende Shampoos und Kopfhautpflegeprodukte helfen.
  • Bei fettigen Schuppen können Shampoos mit Salicylsäure, Schwefel oder Zinkpyrithion verwendet werden.
  • Bei Pilzbefall können Antipilzmittel verschrieben werden.
  • Bei Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis ist eine spezielle Therapie erforderlich.

Zusätzlich können folgende Maßnahmen helfen:

  • Massieren Sie Ihre Kopfhaut jeden Tag einige Minuten lang, um die Durchblutung anzuregen und abgestorbene Hautzellen zu lösen.
  • Vermeiden Sie eine übermäßige Verwendung von Haarpflegeprodukten auf der Kopfhaut und wechseln Sie das Shampoo, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie es nicht vertragen.
  • Zu den Nahrungsergänzungsmitteln, die gegen Schuppen helfen können, gehören Leinsamenöl und Zink.
  • Es ist bekannt, dass Stress und negative Emotionen bei Hautkrankheiten wie Schuppen eine Rolle spielen, daher können Entspannungstechniken hilfreich sein.

Hausmittel gegen Schuppen

Es gibt einige Hausmittel, die insbesondere bei trockener Kopfhaut die Schuppenbildung verringern sollen. Beliebt sind vor allem Oliven- oder Kokosöl, Aloe Vera, Apfelessig und Naturjoghurt.

Achtung: Die Dosierung dieser Stoffe ist nicht standardisiert. Je nach Menge und Anwendung können die Hausmittel die Kopfhaut weiter austrocknen oder die Schutzbarriere der Haut schädigen. Das wiederum kann die Schuppenbildung verstärken.

Vorbeugung

Wenn Sie verschiedene Dinge im Alltag beachten, beugen Sie vor allem trockenen Kopfschuppen vor:

  • Vermeiden Sie es, Ihre Haare zu heiß zu waschen oder zu föhnen.
  • Überlegen Sie genau, welche Haarpflegeprodukte Sie tatsächlich benötigen.
  • In der kalten Jahreszeit sollten Sie die Räume, in denen Sie sich häufig aufhalten, regelmäßig lüften oder befeuchten.

Zusammenfassung

Schuppen sind ein häufiges Problem, das verschiedene Ursachen haben kann. In den meisten Fällen sind sie harmlos und können mit den richtigen Pflegeprodukten und Hausmitteln behandelt werden. Bei anhaltenden oder schweren Symptomen sollte jedoch ein Hautarzt aufgesucht werden, um die Ursache abzuklären und eine geeignete Therapie einzuleiten. Besonders in der Pubertät können hormonelle Veränderungen zu Schuppenbildung führen, die jedoch meist vorübergehend ist.

Schuppenart Ursachen Behandlung Vorbeugung
Trockene Schuppen Trockene Kopfhaut, Heizungsluft, austrocknende Shampoos Feuchtigkeitsspendende Shampoos, Kopfhautpflege Haare nicht zu heiß waschen/föhnen, Luft befeuchten
Fettige Schuppen Erhöhte Talgproduktion, Hefepilz Shampoos mit Salicylsäure, Antipilzmittel Regelmäßiges Haarewaschen, ausgewogene Ernährung

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